Control Techniques 3098-0015 DST1402 Digitax DST Servomotor-Regler

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Produktinformationen

Produktfamilie: Digitax DST | Serie: Digitax DST

Der Control Techniques 3098-0015 (Modell DST1402) ist ein digitaler AC-Servoregler aus der Serie Digitax DST, der für die präzise Regelung von geschlossenen Drehzahl- und Drehmomentkreisen bei permanentmagneterregten Synchronmotoren entwickelt wurde. Das Gerät arbeitet an einer dreiphasigen Versorgungsspannung von 380 bis 480 V AC bei 48 bis 62 Hz und liefert einen kontinuierlichen Ausgangsstrom von 3,0 A RMS sowie einen Spitzenstrom von 9,0 A RMS für dynamische Beschleunigungsvorgänge. Mit einer wählbaren PWM-Schaltfrequenz von bis zu 12 kHz gewährleistet der Servoverstärker eine präzise sinusförmige Ansteuerung in anspruchsvollen Automatisierungsumgebungen.

Für die Einbindung in Steuerungssysteme verfügt das Gerät über eine integrierte RS-485-Schnittstelle, die Protokolle wie Modbus RTU, CT-Protocol und ANSI x3.28 unterstützt. Über einen internen Optionssteckplatz lässt sich der Regler mit Baugruppen der Serie UD7x erweitern, etwa für Feldbusse wie PROFIBUS-DP (UD71), DeviceNet (UD74), CANopen (UD77), Interbus (UD73) und CTNet (UD75) oder mit einem UD70-Koprozessormodul. Die Inbetriebnahme und Parameterverwaltung erfolgt über die Software CTSoft oder die Systemprogrammiersoftware SyPT. Bei der Inbetriebsetzung eines Ersatzgeräts müssen Parameterdaten und feldbusspezifische Konfigurationen von der bisherigen Einheit übertragen werden; ABC Industrial Parts unterstützt hierbei bei der Parameterextraktion und Vorbereitung von Ersatzkomponenten.

Zur Diagnose bietet das Gerät eine 7-Segment-Anzeige an der Frontseite, die Betriebszustände wie bereit („rd“), gesperrt („ih“) oder Abschaltungen („tr“) direkt anzeigt. Erweiterte Störungsanalysen sind über das Abschaltprotokoll im Menü 10 (Parameter 0.47) sowie Echtzeitüberwachungen via RS-485 oder CTSoft möglich. Bei externen Ursachen wie Phasenausfall, Überspannung oder Verdrahtungsfehlern am Geber lässt sich die Störung meist direkt an der Anlage beheben. Tritt hingegen ein interner Hardwarefehler der Leistungselektronik oder Steuerplatine auf, ist eine Reparatur im Feld nicht möglich – ABC Industrial Parts bietet hierfür geprüfte Tauscheinheiten und Reparaturmöglichkeiten für einen schnellen Wiedereinsatz.

Technische Daten

HerstellerControl Techniques
Teilenummer3098-0015
ModellbezeichnungDST1402
ProduktfamilieDigitax DST
KomponententypServoregler / Servoverstärker
Versorgungsspannung380 - 480 V AC (3-phasig, 48 - 62 Hz)
Dauer-Ausgangsstrom3,0 A RMS
Spitzen-Ausgangsstrom9,0 A RMS (300 % Überlastfähigkeit)
Ausgangsspannung480 V AC
SchaltfrequenzBis zu 12 kHz (PWM)
RegelungsverfahrenSinusförmige Permanentmagnet-AC-Servoregelung
Serielle SchnittstelleRS-485 (Modbus RTU, CT-Protocol, ANSI x3.28)

Programmierung und Konfiguration

Die Programmierung und Paramentrierung des Control Techniques DST1402 erfolgt vorrangig über die PC-Software CTSoft. Diese Software ermöglicht die Online-Überwachung, das Auslesen und Schreiben aller Antriebsparameter sowie das Erstellen von Parameter-Sicherungsdateien. Für die Erstinbetriebnahme stehen vorgefertigte Motor- und Inbetriebnahmedateien zur Verfügung, die eine schnelle Anpassung an den angeschlossenen permanentmagneterregten Servomotor gewährleisten.

Wenn der Regler mit einem UD70-Koprozessormodul im internen Optionssteckplatz ausgestattet ist, kann das System mit der Programmiersoftware SyPT (System Programming Tool) frei programmiert werden. Das UD70-Modul erlaubt die Ausführung von benutzerdefinierten Ablauf- und Positionierprogrammen direkt im Servoregler. Bei der Sicherung oder Übertragung von Parameterdaten ist darauf zu achten, dass die Grundparameter des Reglers sowie die spezifischen Programmeinstellungen des UD-Moduls konsistent abgeglichen werden.

Kommunikation und Systemintegration

Der Servoregler verfügt serienmäßig über eine RS-485-Schnittstelle, die für die Punkt-zu-Punkt- sowie Multi-Drop-Kommunikation in industriellen Netzwerken ausgelegt ist. Standardmäßig werden das proprietäre CT-Protocol, Modbus RTU sowie das Protokoll ANSI x3.28 unterstützt, was die Einbindung in bestehende Steuerungsstrukturen oder Visualisierungssysteme erleichtert.

Zur Anbindung an übergeordnete Feldbussysteme nutzt die Digitax DST-Serie die Optionsmodule der Reihe UD7x. Je nach installiertem Modul unterstützt der Regler die Kommunikation über PROFIBUS-DP (UD71), Interbus (UD73), DeviceNet (UD74), CTNet (UD75) oder CANopen (UD77). Die Feldbuskarte wird im internen Modulsteckplatz montiert und übernimmt die Zyklusdatenverarbeitung zwischen dem übergeordneten Master und dem internen Regelkreis des DST1402.

Diagnose und Statusanzeige

Zur unmittelbaren Statuskontrolle befindet sich auf der Frontseite des Servoreglers eine 7-Segment-Anzeige. Diese zeigt Betriebszustände wie den betriebsbereiten Zustand („rd“), den gesperrten Zustand („ih“) oder das Auftreten einer Abschaltung („tr“) in Klarschrift-Codes an. Im Falle einer Schutzabschaltung wechselt die Anzeige auf den spezifischen Fehlercode.

Detaillierte Diagnosedaten stehen über die RS-485-Schnittstelle sowie in der Parameterstruktur des Reglers zur Verfügung. Im Menü 10 (Parameter 0.47) führt das Gerät eine Historie der aufgetretenen Abschaltungen. Über die Software CTSoft können zudem Oszilloskop-Funktionen und Echtzeit-Parameterüberwachungen genutzt werden, um dynamische Vorgänge im Motor- und Regelkreis präzise zu analysieren.

Status-LED-Anzeigen

LEDFarbe/StatusBedeutung
7-Segment-AnzeigeRot - Alphanumerische AnzeigeZeigt den aktuellen Betriebsstatus (z. B. 'rd' = bereit, 'ih' = gesperrt) oder den Diagnose-Abschaltcode ('tr') an.

Austausch und Ersatzteile

Beim Austausch eines Control Techniques 3098-0015 (DST1402) muss sichergestellt werden, dass das Ersatzgerät exakt den elektrischen Leistungsdaten entspricht. Neben der Hardware-Teilenummer ist der Abgleich der installierten Parametersätze zwingend erforderlich, da ein fabrikneuer oder nicht konfigurierter Regler ohne die passenden Motor- und Anwendungsdaten nicht betriebsbereit ist.

Falls das Altgerät ein Optionsmodul der Serie UD7x (wie PROFIBUS, DeviceNet oder eine Koprozessor-Karte) enthält, muss dieses vor der Inbetriebnahme in den neuen Servoregler umgesetzt werden. Zudem müssen bei Modulen wie dem UD70 vorhandene Anwendungsprogramme auf das Austauschgerät übertragen werden.

Da die Serie Digitax DST vom Hersteller nicht mehr neu produziert wird, stellen geprüfte Ersatzgeräte aus dem Lagerbestand die schnellste Lösung zur Vermeidung von Anlagenstillständen dar. Es ist darauf zu achten, dass nach dem physischen Tausch alle Netz-, Motor- und Geberanschlüsse auf korrekte Verdrahtung und Schirmung überprüft werden.

Fehlercodes und Stoercodes

Die folgenden Fehlercodes koennen waehrend Betrieb oder Diagnose angezeigt werden:

CodeNameBeschreibungMoegliche UrsacheEmpfohlene Massnahme
O.ctÜberstromMomentaner Ausgangsstromschwellenwert an den Leistungsstufen überschritten.Kurzschluss an den Ausgangsklemmen, Phasen- oder Erdschluss in der Motorwicklung, beschädigtes Motorkabel, zu steile Beschleunigungsrampe, blockierter Motor.Isolationswiderstand von Motor und Motorkabel mit Megohmmeter prüfen. Geber und Geberkabel kontrollieren. Beschleunigungs- und Verzögerungszeiten überprüfen. Tritt der Fehler auch bei abgeklemmtem Motorkabel auf, liegt ein interner Defekt des IGBT-Leistungsmoduls vor.
O.ht1Kühlkörper-ÜbertemperaturZulässige Temperatur des Leistungsteil-Kühlkörpers wurde überschritten.Kühlventilator defekt oder blockiert, Kühlkörper mit Staub zugesetzt, Umgebungstemperatur zu hoch, dauerhafte Überlastung.Kühlrippen reinigen, Luftzirkulation im Schaltschrank prüfen, Funktion des Lüfters kontrollieren und Regler abkühlen lassen.
O.ht2Interne ÜbertemperaturInnentemperatur des Gehäuses hat den zulässigen Grenzwert überschritten.Hohe Schaltschrank-Umgebungstemperatur, Ausfall der Schaltschranklüftung, unzureichender Einbauabstand um den Regler.Belüftung und Kühlung des Schaltschranks verbessern.
O.LdRegler-Überlast (I2t)Thermische Überlastgrenze durch anhaltend hohen Ausgangsstrom erreicht.Mechanische Blockade oder Überlast am Motor, falsche Motorstromparameter, zu hohe Einschaltdauer.Mechanik auf Schwergängigkeit prüfen. Eingestellte Nennstromparameter des Motors im Regler überprüfen.
O.SPdÜberdrehzahlMotordrehzahl hat den maximal zulässigen Schwellenwert überschritten.Instabilität des Drehzahlreglers, falsche Einstellung der Geberauflösung, durchgehende Last.Geberverdrahtung und Parameter für die Impulszahl (PPR) prüfen. Verstärkungsfaktoren des Drehzahlreglers anpassen.
OVÜberspannungZwischenkreisspannung hat den maximalen Sicherheitsgrenzwert überschritten.Zu starke regenerative Energie beim Verzögern, Bremswiderstand unterbrochen oder nicht angeschlossen, zu hohe Schwungmasse schnell abgebremst.Verzögerungszeit verlängern, Wert und Verdrahtung des Bremswiderstands prüfen, Netzspannung kontrollieren.
UVUnterspannungZwischenkreisspannung ist unter den Mindestbetriebswert gefallen.Netzausfall, Spannungseinbruch im Versorgungsnetz, ausgelöste Sicherung, Phasenausfall eingangsseitig.Eingangsspannung über alle drei Phasen messen. Leistungsanschlüsse und Sicherungen prüfen.
PhEingangsphasenausfallAusfall einer der drei AC-Einspeisephasen.Durchgebrannte Eingangssicherung, lose Netzanschlussklemme, Unwucht im Versorgungsnetz.Eingangssicherungen und Verdrahtung der Netzeinspeisung überprüfen.
EtExterne AbschaltungExternes Abschaltsignal über digitalen Steuereingang aktiviert.Externe Sicherheitsschaltung oder Thermoschalter am Bremswiderstand bzw. Motor hat angesprochen.Externe Abschaltkette und angeschlossene Sensoren prüfen.
EEFEEPROM-FehlerFehlerhafte Parameterdaten oder Prüfsummenfehler im internen EEPROM.Spannungsunterbrechung während des Speichervorgangs, interner Hardwaredefekt des EEPROM.Werkseinstellungen laden (Parameter 0.00 auf 1233 für 50 Hz bzw. 1244 für 60 Hz setzen und Reset ausführen). Bleibt der Fehler bestehen, liegt ein Hardwaredefekt vor.
enc1Geber-PhasenfehlerFehler in den Kommutierungssignalen des Rückführgebers festgestellt.Loses Geberkabel, EMV-Störungen auf den Geberleitungen, falsche UVW-Phasenfolge, defekter Geber.Schirmung und Erdung des Geberkabels prüfen. Kommutierungsreihenfolge kontrollieren.
enc2Geber-Versorgungs-/Kabel-FehlerFehler bei der Stromaufnahme des Gebers oder Drahtbruch in der Rückführleitung.Unterbrochenes Geberkabel, Ausfall der Geberversorgungsspannung (+5 V / +15 V).Durchgang des Geberkabels und die Kontaktierung der Steckverbinder prüfen.
PSInterner NetzteilfehlerSpannungen des internen Schaltnetzteils (+15 V, -15 V, +5 V) außerhalb der Toleranz.Defekt der internen Netzteilplatine.Interner Hardwarefehler – Gerät zur Reparatur einsenden oder austauschen.
HF01Hardware-Fehler 01 - LeistungsteilHardwarefehler auf der internen Leistungsplatine beim Start oder Betrieb erkannt.Interner Bauteildefekt oder Beschädigung der Ansteuerschaltung.Interner Hardwarefehler – Servoregler austauschen.
HF02Hardware-Fehler 02 - StromsensorOffset-Spannung der Stromrückführung außerhalb der Spezifikation.Beschädigter Stromwandler oder defekte Messschaltung.Interner Hardwarefehler – Servoregler austauschen.
HF05Hardware-Fehler 05 - CPU / SpeicherSpeicherfehler oder Busfehler des internen Mikroprozessors.Fehlfunktion der Steuerplatine.Interner Hardwarefehler – Servoregler austauschen.

Haeufig gestellte Fragen

Welche Software wird für die Konfiguration des Control Techniques DST1402 benötigt?

Für die Standard-Parametrierung und Inbetriebnahme wird die PC-Software CTSoft genutzt. Wenn der Regler mit einer UD70-Koprozessorplatine ausgestattet ist, kommt zusätzlich das SyPT System Programming Tool zum Einsatz.

Wie wird der Fehlercode O.ct beim Servoregler DST1402 behoben?

Der Fehler O.ct deutet auf einen Überstrom hin. Zunächst sollten Motorkabel und Motorwicklung mit einem Megohmmeter auf Kurz- und Erdschluss geprüft werden. Bleibt die Störung auch nach dem Abklemmen des Motorkabels bestehen, liegt ein interner Defekt der Leistungselektronik vor.

Kann das Modell 3098-0015 an Feldbusse wie PROFIBUS oder CANopen angebunden werden?

Ja, der DST1402 verfügt über einen Steckplatz für UD7x-Optionsmodule. Damit lässt sich das Gerät unter anderem für PROFIBUS-DP (UD71), DeviceNet (UD74), CANopen (UD77), Interbus (UD73) und CTNet (UD75) nachrüsten.

Was bedeutet der Statuscode 'ih' auf der 7-Segment-Anzeige?

Der Code 'ih' steht für 'inhibit' (gesperrt). Er zeigt an, dass die Reglerfreigabe nicht aktiv ist und der Leistungsteil des Servoreglers somit gesperrt bleibt.

Müssen bei einem Gerätetausch die Parameter manuell neu eingegeben werden?

Nein, sofern die Parameter vorab mit CTSoft gesichert wurden, können sie direkt auf das Ersatzgerät übertragen werden. Bei defekten Einheiten kann der Parametersatz unter Umständen auch direkt aus der Elektronik ausgelesen werden.

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