Lenze 00384008 EVF8212-E Frequenzumrichter – 8200 Vector

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Produktinformationen

Produktfamilie: 8200 Vector | Serie: 8200 Vector

Der Lenze Frequenzumrichter 00384008 mit der Typenbezeichnung EVF8212-E gehört zur bewährten Produktfamilie 8200 Vector und dient der präzisen Drehzahl- und Drehmomentregelung von Drehstrom-Asynchronmotoren in Industrieanlagen. Das Gerät ist für einen dreiphasigen Anschlussspannungsbereich von 320 V AC bis 550 V AC ausgelegt und stellt bei 400 V AC eine Bemessungsleistung von 1,5 kW (2 HP bei 480 V) sowie einen kontinuierlichen Ausgangsstrom von 3,9 A bereit. Konstruiert für die Montage im Schaltschrank in Schutzart IP20, unterstützt der EVF8212-E verschiedene Regelverfahren von der linearen und quadratischen V/f-Kennliniensteuerung bis hin zur geberlosen Vektorregelung sowie der Vektorregelung im geschlossenen Regelkreis.

Durch den modularen Aufbau lässt sich die Steuerungsebenen- und Feldbusanbindung flexibel an die jeweilige Maschinenarchitektur anpassen. Steckbare Funktionsmodule wie das Standard-I/O-Modul E82ZAFSC oder Feldbusmodule für CANopen (E82ZAFCC), PROFIBUS-DP, DeviceNet und INTERBUS werden direkt am Umrichter angebracht. Zur Inbetriebnahme und Parameterübertragung dienen das steckbare Bedienfeld E82ZBC XT Keypad oder die PC-Software Lenze Global Drive Control (GDC). Da ein Ersatzgerät vor dem Einsatz mit der passenden Konfiguration und den anwendungsspezifischen Motordaten geladen werden muss, ermöglicht der interne EEPROM-Speicher die Sicherung und Übertragung von bis zu vier vollständigen Parametersätzen.

Zur Fehlerdiagnose und Zustandsüberwachung verfügt der Lenze EVF8212-E über eine rote TRIP-LED und eine grüne RUN-LED an der Frontseite sowie einen internen TRIP-Fehlerspeicher zur Erfassung historischer Meldungen. Über das Keypad oder GDC können Live-Betriebsparameter wie die Zwischenkreisspannung, der Motorstrom und der Speicherverlauf C005x direkt eingesehen werden. Tritt ein schwerwiegender interner Fehler im Leistungsteil oder auf der Steuerplatine auf, ist eine Reparatur vor Ort meist nicht möglich. In solchen Fällen unterstützt ABC Industrial Parts bei der schnellen Bereitstellung geprüfter Ersatzgeräte oder bei der Instandsetzung des defekten Umrichters, um ungeplante Stillstandszeiten zu minimieren.

Technische Daten

HerstellerLenze
Teilenummer00384008
Modell / TypEVF8212-E
Produktfamilie8200 Vector
KomponententypFrequenzumrichter
Bemessungsleistung (400V)1.5 kW
Bemessungsleistung (480V)2 hp
Versorgungsspannungsbereich320 - 550 V AC
Netznennstrom (400V)5.0 A
Netznennstrom (480V)4.3 A
Dauerausgangsstrom (400V)3.9 A
Dauerausgangsstrom (480V)3.3 A
Max. Ausgangsstrom (60s)5.9 A
Ausgangsfrequenzbereich0 - 480 Hz
Standard-Taktfrequenz8 kHz
RegelverfahrenV/f linear, V/f quadratisch, geberlose Vektorregelung, Vektorregelung im geschlossenen Regelkreis
SchutzartIP20

Programmierung und Konfiguration

Die Programmierung und Konfiguration des Lenze EVF8212-E erfolgt wahlweise über die PC-Software Lenze Global Drive Control (GDC) oder das steckbare Bedienfeld E82ZBC XT Keypad. Über die Softwareverbindung können sämtliche Antriebsparameter wie Rampenzeiten, Motordaten, Regelungsmodi und I/O-Belegungen übersichtlich strukturiert, abgespeichert und auf andere Geräte übertragen werden.

Im internen, nichtflüchtigen EEPROM-Speicher des Frequenzumrichters lassen sich bis zu vier vollständige Parametersätze hinterlegen. Dies erleichtert die Anpassung an unterschiedliche Betriebsmodi und ermöglicht bei einem Modultausch das schnelle Einlesen der gesicherten Konfigurationsdaten ohne erneute manueller Ersteingabe aller Werte.

Kommunikation und Systemintegration

Dank der modularen Schnittstellenarchitektur der Serie 8200 Vector lässt sich der EVF8212-E flexibel in übergeordnete Automatisierungsnetzwerke einbinden. Das Gerät verfügt über einen Steckplatz für Funktionsmodule, über den wahlweise Standard-E/A-Module wie das E82ZAFSC oder Feldbusschnittstellen installiert werden können.

Zu den unterstützten Feldbussystemen gehören unter anderem CANopen (über das Modul E82ZAFCC), PROFIBUS-DP, DeviceNet und INTERBUS. Die Module werden direkt auf die Steuerungskarte aufgesteckt und ermöglichen die schnelle Übertragung von Sollwerten, Steuerbefehlen und Diagnosewerten an eine übergeordnete SPS.

Diagnose und Statusanzeige

Der Lenze EVF8212-E bietet ein mehrstufiges Diagnosekonzept für den schnellen Überblick im Servicefall. An der Gerätefront signalisieren zwei LEDs den aktuellen Betriebszustand: Die grüne LED zeigt die Betriebsbereitschaft oder eine aktive Reglersperre an, während die rote LED bei Auslösen einer Störung (TRIP) leuchtet oder über Blinkcodes den konkreten Fehlerstatus ausgibt.

Für eine tiefergehende Fehleranalyse steht ein interner TRIP-Fehlerspeicher zur Verfügung, der historische Abschaltungen speichert. Über das Bedienteil E82ZBC XT Keypad oder die GDC-Software können Live-Parameter wie die Zwischenkreisspannung, der aktuelle Motorstrom sowie die Historie im Parameter C005x ausgelesen werden.

Status-LED-Anzeigen

LEDFarbe/StatusBedeutung
Rote LED (TRIP / Fehler)Rot - Dauerhaft leuchtend oder blinkendBlinkt oder leuchtet dauerhaft bei einer TRIP-Auslösebedingung. Blinkcodes zeigen den Fehlerstatus oder das aktive Zurücksetzen des Fehlers an.
Grüne LED (RUN / Bereit)Grün - Dauerhaft leuchtend oder blinkendEin: Regler betriebsbereit / freigegeben. Blinkt: Reglersperre aktiv oder Betrieb im Standby-Zustand.

Austausch und Ersatzteile

Beim Austausch eines defekten Lenze EVF8212-E ist darauf zu achten, dass das Ersatzgerät mit der exakten Teilenummer 00384008 und der passenden Gehäusebauform übereinstimmt. Da der Frequenzumrichter nicht als reines Plug-and-Play-Gerät betrieben werden kann, müssen die anwendungsspezifischen Parameter sowie die Belegung der Funktionsmodule vom Altgerät übernommen werden.

Vor der Inbetriebnahme müssen das installierte Funktionsmodul (z. B. I/O-Modul E82ZAFSC oder Feldbusmodul E82ZAFCC) auf das Ersatzgerät umgesteckt und der abgespeicherte Parametersatz geladen werden. Für eine langfristige Modernisierung von Anlagen stellt die Lenze Serie i550 den empfohlenen Nachfolger dar, erfordert jedoch Anpassungen an Verdrahtung und Steuerungsintegration.

Sollte die Parameterauslesung am beschädigten Altgerät über Standardwege fehlschlagen, bietet ABC Industrial Parts Unterstützung bei der Extraktion von Konfigurationsdaten aus der Speicherhardware sowie aufbereitete Ersatz- und Austauschgeräte.

Fehlercodes und Stoercodes

Die folgenden Fehlercodes koennen waehrend Betrieb oder Diagnose angezeigt werden:

CodeNameBeschreibungMoegliche UrsacheEmpfohlene Massnahme
OC1Überstrom während der BeschleunigungAusgangsstrom überschreitet den Schwellenwert während der Beschleunigungsphase des Antriebs.Kurzschluss in Motorwicklung oder Motorkabel; Beschleunigungszeit zu kurz eingestellt; Motorkabel zu lang; Falsche Motorparameter.Motor und Motorverkabelung auf Kurzschluss und Erdschluss prüfen; Beschleunigungszeit (C0012) erhöhen; Motorparametereinstellungen überprüfen.
OC2Überstrom während der VerzögerungAusgangsstrom überschreitet den Stromschwellenwert während des Brems- oder Verzögerungsvorgangs.Verzögerungszeit zu kurz eingestellt; Kurzschluss im Motor oder Motorkabel.Verzögerungszeit (C0013) erhöhen; Motor und Ausgangsverdrahtung überprüfen.
OC3Überstrom im StationärbetriebAusgangsstrom überschreitet den Schwellenwert bei konstanter Drehzahl.Plötzlicher Laststoß; Kurzschluss am Umrichterausgang; Erdschluss.Lastelement und Mechanik prüfen; Motor und Kabelisolation überprüfen.
OC4Erdschluss im MotorkreisErdschluss an den ausgangsseitigen Motorphasen erkannt.Isolationsschaden in der Motorwicklung; Motorkabel gegen Erde kurzgeschlossen; Zu hohe Kabelkapazität.Isolationswiderstand des Motors mit Messgerät prüfen; Motorkabel auf Beschädigung und Erdschluss kontrollieren.
OC5Kontinuierliche Überlastung / I2t-AbschaltungAntrieb wird zu lange oberhalb des Dauerausgangsstroms betrieben (I2t-Integrationsgrenzwert überschritten).Motor überlastet; Umrichter für mechanische Last zu klein dimensioniert; Motor blockiert.Motorlast reduzieren; Maschinenmechanik auf Schwergängigkeit/Blockade prüfen; Umrichternennstrom überprüfen.
OUÜberspannung im ZwischenkreisZwischenkreisspannung hat den oberen Grenzwert überschritten (ca. 770–800 V DC).Zu hohe Rückspeiseenergie vom Motor beim Verzögern; Bremsrampe zu kurz; Fehlender oder defekter Bremswiderstand; Netzspannung zu hoch.Verzögerungszeit verlängern; Externen Bremswiderstand anschließen und Bremschopper-Konfiguration prüfen; Netzspannung kontrollieren.
LUUnterspannung im ZwischenkreisZwischenkreisspannung ist unter den mindest erforderlichen Betriebsschwellenwert gefallen.Netzspannungseinbruch oder Netzausfall; Phasenausfall in der Zuleitung; Netzschütz abgefallen.Netzspannung und Eingangssicherungen prüfen; Eingangsphasenanschlüsse kontrollieren.
OHKühlkörper-ÜbertemperaturKühlkörpertemperatur überschreitet den maximal zulässigen Grenzwert (ca. 90 °C).Umgebungstemperatur zu hoch; Lüfter defekt oder verschmutzt; Unzureichende Schaltschrankbelüftung; Hohe Dauerlast bei niedriger Taktfrequenz.Kühlluftstrom verbessern; Kühlrippen reinigen und Lüfterfunktion prüfen; Taktfrequenz oder Last reduzieren.
OH4Motor-Übertemperatur (PTC)An den Klemmen T1/T2 angeschlossener Motor-Temperatursensor hat ausgelöst.Motor überlastet; Unzureichende Motorkühlung; Defekter PTC-Sensor oder Unterbrechung in der Sensorleitung.Motor abkühlen lassen; Last und Belüftung des Motors prüfen; Sensorverbindungen an T1/T2 kontrollieren.
OH7Fehler des Kühlkörper-TemperatursensorsInterne Sensorleitung des Kühlkörpers unterbrochen oder defekt.Interne Sensorleitung unterbrochen; Defekt auf der internen Steuerplatine.Interner Hardwarefehler – Erfordert Platinenreparatur oder Geräteaustausch.
OH8Gehäuse-Innentemperatur zu hochInnentemperatur im Gehäuse des Frequenzumrichters ist zu hoch.Schaltschrank-Umgebungstemperatur zu hoch; Interner Lüfter ausgefallen.Schaltschrankkühlung und Umgebungsbedingungen überprüfen.
CE0Kommunikationsfehler / Time-outKommunikationsausfall oder Zeitüberschreitung am Feldbusmodul.Feldbuskabel unterbrochen; Bus-Master gestoppt oder getrennt; Falsche Baudrate oder Slave-Adresse.Busverbindungen und Abschlusswiderstände prüfen; Status und Konfiguration des Bus-Masters überprüfen.
EE0EEPROM-Systemfehler beim StartLesefehler im nichtflüchtigen Parameterspeicher beim Einschalten der Versorgungsspannung.Parameterspeicher beschädigt; Spannungsabfall während des Speichervorgangs.Gerät auf Werkseinstellung (C0002) zurücksetzen. Bleibt der Fehler bestehen, liegt ein Hardwaredefekt der Steuerplatine vor.
EE1EEPROM-ChecksummenfehlerChecksummenabweichung im EEPROM-Parameterspeicher.Parameterübertragung unterbrochen oder Speicherdaten fehlerhaft.Werkseinstellungen neu laden oder Parametersatz per Software/Keypad erneut übertragen.
EErExterner TRIP ausgelöstTRIP-Signal über einen digitalen Eingang ausgelöst, der für die externe TRIP-Funktion konfiguriert ist.Externer Überwachungssensor oder Schaltkontakt hat angesprochen.Externen Schaltkreis am zugewiesenen digitalen Eingang überprüfen.
H05Interner LeistungsteilfehlerHardwarefehler in der internen Treiberstufe oder Ansteuerelektronik erkannt.Interner Bauteildefekt; Leistungsteil beschädigt.Interner Hardwarefehler – Gerät ist vor Ort nicht reparierbar; Frequenzumrichter austauschen oder zur Reparatur einsenden.
LP1MotorphasenausfallEine der drei ausgangsseitigen Motorphasen U, V oder W ist unterbrochen.Kabelbruch; Lose Klemmenverbindung am Motor; Öffnen eines Motorschützes.Motorkabel, ausgangsseitige Schütze und Klemmenanschlüsse prüfen.
P12ParametersatzfehlerInkompatibler Parametersatz in den Umrichter geladen.Parametersatz einer abweichenden Leistungsklasse oder Firmwareversion geladen.Sicherstellen, dass die Parameterdatei zur Leistungsklasse und Firmware des Umrichters passt.
P13Funktionsmodul geändertDas steckbare Funktionsmodul wurde getauscht oder entfernt, während die Konfiguration ein anderes Modul erwartet.Funktionsmodul fehlt oder wurde geändert.Korrektes Funktionsmodul einsetzen oder Konfigurationsänderung über Keypad bzw. GDC quittieren.

Haeufig gestellte Fragen

Welche Versorgungsspannung benötigt der Lenze Frequenzumrichter 00384008 EVF8212-E?

Der Umrichter benötigt eine 3-phasige Netzspannung im Bereich von 320 V AC bis 550 V AC. Bei 400 V AC stellt er eine Leistung von 1,5 kW mit einem kontinuierlichen Ausgangsstrom von 3,9 A bereit.

Welche Software wird für die Parametrierung des EVF8212-E verwendet?

Für die Konfiguration, Inbetriebsetzung und Diagnose über den PC wird die Software Lenze Global Drive Control (GDC) verwendet. Alternativ lässt sich das Gerät direkt über das aufsteckbare Bedienelement E82ZBC XT Keypad parametrieren.

Kann ein defekter EVF8212-E direkt 1:1 durch ein Neugerät ersetzt werden?

Nein, vor der Wiederinbetriebnahme müssen das Funktionsmodul (E/A- oder Feldbusmodul) umgesteckt und der anwendungsspezifische Parametersatz über das Keypad oder die GDC-Software auf den neuen Umrichter übertragen werden.

Was bedeutet der Fehlercode OC1 am Umrichter?

Der Fehlercode OC1 steht für einen Überstrom während der Beschleunigungsphase. Mögliche Ursachen sind eine zu kurze Beschleunigungszeit (C0012), ein Kurzschluss im Motorkabel oder in der Motorwicklung sowie falsche Motorparameter.

Welches Nachfolgemodell empfiehlt Lenze für die Serie 8200 Vector?

Als moderne Nachfolgeserie für Schaltschranksysteme empfiehlt Lenze die Umrichter der Serie i550. Bei einem Wechsel müssen jedoch Verdrahtung und Steuerungsparameter angepasst werden.

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Gehen Sie mit unseren Garantiebedingungen auf Nummer sicher

Industrieanlagen sollten vorzugsweise stets in Betrieb bleiben, unabhängig von den Umständen. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, dass Sie sich auf hochwertige Produkte und/oder nachhaltige Reparaturen verlassen können. Mit unseren Garantiebedingungen können Sie sich auf Sicherheit verlassen, unabhängig davon, ob Sie sich für neue, gebrauchte oder reparierte Produkte entscheiden.

Datensicherung und -wiederherstellung

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