Lenze 13142271 E82EV152_2C200 8200 Vector Frequenzumrichter

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Produktinformationen

Produktfamilie: 8200 Vector

Der Lenze E82EV152_2C200 (Teilenummer 13142271) ist ein Frequenzumrichter der Serie 8200 Vector mit einer Bemessungsleistung von 1,5 kW. Das Gerät arbeitet an einphasigen sowie dreiphasigen Versorgungsspannungen im Bereich von 180 V AC bis 264 V AC und liefert einen kontinuierlichen Ausgangsstrom von 7 A bei einer Frequenz von 0 bis 480 Hz. Der Umrichter bietet geberlose Vektorregelung für hohe Anlaufmomente und präzise Geschwindigkeitsführung unter schwankenden Lasten sowie eine V/f-Kennliniensteuerung für Standard-Asynchronmotoren. Das kompakte Gehäuse ist in Schutzart IP20 ausgeführt und unterstützt eine einstellbare Taktfrequenz bis zu 16 kHz für einen geräuscharmen Motorbetrieb.

Für die Einbindung in bestehende Maschinenarchitekturen ist der E82EV152_2C200 mit einem modularen Steckplatz für ein Function Interface (FIF) ausgestattet. Über dieses Interface lassen sich Feldbusmodule wie CANopen (E82ZAFC001), PROFIBUS-DP (E82ZAFP001) oder serielle LECOM-Schnittstellen nutzen. Die Inbetriebnahme und Konfiguration erfolgen wahlweise über das aufsteckbare Bedienelement XT E82ZBB oder mit der Software Lenze Global Drive Control (GDC). Im internen EEPROM-Speicher können bis zu vier vollständige Parametersätze abgelegt werden, was die Sicherung und Übertragung von Anwenderdaten bei einem Austausch vereinfacht. ABC Industrial Parts unterstützt Anlagenbetreiber bei der Bereitstellung passender Ersatzumrichter zur Aufrechterhaltung der Betriebsbereitschaft.

Zwei Status-LEDs auf der Frontseite ermöglichen eine schnelle optische Diagnose von Betriebszustand und Störungen. Die grüne LED zeigt die Betriebsbereitschaft oder eine aktive Impulsfreigabe an, während die rote LED Warnungen oder TRIP-Abschaltungen meldet. Über den Parameterspeicher C0168 lässt sich die Historie der TRIP-Fehlercodes detailliert auslesen. Tritt bei der Inbetriebnahme oder im laufenden Betrieb eine Abschaltung wie OC1 oder OH7 auf, sollte nach der Überprüfung von Verkabelung und Motorlast festgestellt werden, ob die Ursache extern liegt. Bei internen Hardwareschäden bietet ABC Industrial Parts Möglichkeiten für die Reparatur oder den Austausch des Geräts.

Technische Daten

Bemessungsleistung1,5 kW
Versorgungsspannung180 - 264 V AC
Dauer-Ausgangsstrom7 A
Ausgangsfrequenzbereich0 - 480 Hz
Schaltfrequenz8 kHz (einstellbar bis 16 kHz)
RegelungsverfahrenV/f-Kennliniensteuerung, geberlose Vektorregelung
SchutzartIP20

Programmierung und Konfiguration

Die Programmierung und Parameteranpassung des Lenze E82EV152_2C200 erfolgt flexibel über das optionale Bedienelement XT E82ZBB oder die Software Lenze Global Drive Control (GDC). Über die Bedienschnittstelle lassen sich sämtliche antriebsspezifischen Parameter wie Rampezeiten, Maximalströme, Sollwertquellen und Regelungsarten direkt anpassen.

Der Frequenzumrichter ist mit einem internen, nichtflüchtigen EEPROM-Speicher ausgestattet, der bis zu vier voneinander unabhängige Parametersätze sichern kann. Dies ermöglicht das Umschalten zwischen verschiedenen Betriebsprofilen oder das schnelle Laden von Standardkonfigurationen. Zur Wiederherstellung des Auslieferungszustands kann über den Parameter C0002 = 1 die Werkseinstellung geladen werden.

Bei der Parameterübertragung auf ein Ersatzgerät ist auf das korrekte Anpassen der beschleunigungs- und verzögerungsbezogenen Parameter (z. B. C0012 für die Beschleunigungszeit und C0013 für die Verzögerungszeit) zu achten, um Fehlerabschaltungen wegen Überstrom oder Zwischenkreis-Überspannung zu vermeiden.

Kommunikation und Systemintegration

Der Lenze E82EV152_2C200 nutzt ein mechatronisches Modulkonzept mit einem integrierten Function Interface (FIF)-Steckplatz. Diese Schnittstelle nimmt unterschiedliche Kommunikations- und Funktionsmodule auf, wodurch der Basiseinleiter ohne Hardwareänderung an verschiedene Feldbussysteme angepasst werden kann.

Zu den unterstützten Funktionsmodulen gehören unter anderem das CANopen-Modul E82ZAFC001, das PROFIBUS-DP-Modul E82ZAFP001 sowie serielle LECOM-Schnittstellen. Das Modul stellt die direkte Verbindung zum übergeordneten Steuerungssystem oder Prozessleitsystem her.

Bei Kommunikationsstörungen signalisiert das Gerät spezifische Fehlercodes: CE0 verweist auf eine Unterbrechung oder einen Timeout auf dem CAN-Systembus, während CE1 einen Schnittstellenfehler zum im FIF-Steckplatz eingesetzten Modul anzeigt. In diesen Fällen sind die Busverkabelung, die Abschlusswiderstände sowie der mechanische Sitz des Funktionsmoduls zu prüfen.

Diagnose und Statusanzeige

Zur Vor-Ort-Diagnose verfügt die Frontseite des Lenze E82EV152_2C200 über zwei Leuchtdioden. Die grüne LED zeigt den Betriebszustand und die Leistungsausgabe an, während die rote LED auf aktive Warnungen oder aufgetretene TRIP-Fehler hinweist.

Detaillierte Störungsinformationen lassen sich über das Bedienelement XT E82ZBB oder die GDC-Software abrufen. Der Parameter C0168 speichert den Verlauf aufgetretener TRIP-Fehlercodes. Zudem kann ein digitaler Ausgang oder ein Relaiskontakt so konfiguriert werden, dass er ein externes TRIP-Signal an die übergeordnete SPS ausgibt.

Status-LED-Anzeigen

LEDFarbe/StatusBedeutung
Grüne LEDGrün - Dauerhaft anAntrieb betriebsbereit / bereit
Grüne LEDGrün - BlinkendAntrieb aktiv / Ausgang freigegeben / Motor läuft
Rote LEDRot - Dauerhaft anAntriebsfehler / Fehlerzustand (TRIP)
Rote LEDRot - BlinkendWarnung aktiv / Wechselrichter-Überlastwarnung (IMP / Ixt)

Austausch und Ersatzteile

Beim Austausch eines Lenze E82EV152_2C200 (13142271) muss sichergestellt werden, dass die Leistungsdaten des Ersatzgeräts (1,5 kW, 7 A Ausgangsstrom, 180 bis 264 V AC Eingangsspannung) exakt mit den Anforderungen der Anwendung übereinstimmen.

Vor der Inbetriebnahme der Ersatzeinheit müssen die Anwendungsparameter von der ursprünglichen Einheit übertragen werden. Wurden die Daten im internen EEPROM gesichert oder per GDC-Software ausgelesen, lassen sie sich direkt auf das Ersatzgerät aufspielen. Das installierte FIF-Kommunikationsmodul (z. B. CANopen E82ZAFC001 oder PROFIBUS-DP E82ZAFP001) ist aus dem Altgerät zu entnehmen und in den FIF-Steckplatz des Ersatzgeräts einzusetzen.

Sollte das Altgerät aufgrund interner Platinenfehler (wie H05 oder OH7) nicht mehr ansprechbar sein, muss vor der Abschaltung geprüft werden, ob eine Parameterkopie im XT-Bedienelement abgelegt ist, um Ausfallzeiten bei der Neuprojektierung zu vermeiden.

Fehlercodes und Stoercodes

Die folgenden Fehlercodes koennen waehrend Betrieb oder Diagnose angezeigt werden:

CodeNameBeschreibungMoegliche UrsacheEmpfohlene Massnahme
OC1Kurzschluss / ErdschlussKurzschluss oder Erdschluss auf der Motor-Ausgangsseite oder momentaner Überstrom.Kurzschluss in den Motorwicklungen oder im Motorkabel; Erdschluss im Motorkabel; zu hoher kapazitiver Ladestrom.Motorkabel und Motorwicklungen auf Kurzschluss und Erdschluss prüfen. Leistungsstufe kontrollieren. Blei der Fehler bei abgeklemmtem Motor bestehen, liegt ein interner Hardwaredefekt vor.
OC2Überstrom während der BeschleunigungZu hoher Motorstrom während der Beschleunigungsphase erkannt.Beschleunigungszeit zu kurz eingestellt; Motor unterdimensioniert; mechanische Last blockiert.Beschleunigungszeit (C0012) erhöhen; Motorlast und mechanischen Antriebsstrang prüfen; Motorparameter kontrollieren.
OC3Überstrom bei konstanter Drehzahl / VerzögerungÜberstromzustand bei konstanter Fahrt oder während des Bremsvorgangs.Plötzlicher Laststoß; Verzögerungszeit zu kurz; dynamische Drehmomentüberlastung des Motors.Verzögerungszeit (C0013) erhöhen; auf plötzliche Laständerungen oder mechanische Klemmer prüfen.
OC5Wechselrichter-Überlast (I x t)Thermidche Überlastgrenze des Wechselrichters basierend auf der I x t-Integration erreicht.Dauerhafter Betrieb oberhalb des Nennstroms; hohe zyklische Belastung ohne ausreichende Ruhephasen.Motorlast reduzieren; Arbeitszyklus optimieren; Nennstrom des Wechselrichters mit den Motoranforderungen abgleichen.
OUZwischenkreis-ÜberspannungDie Zwischenkreisspannung hat den oberen Grenzwert überschritten.Zu hohe Rückspeiseenergie beim Verzögern; Verzögerungszeit zu kurz; Netzspannung zu hoch.Verzögerungszeit erhöhen; Bremsmodul oder Bremswiderstand installieren; Netzspannung überprüfen.
LUZwischenkreis-UnterspannungZwischenkreisspannung hat den zulässigen Mindestwert unterschritten.Netzspannung zu niedrig; Hauptstromversorgung unterbrochen; Phasenausfall.Netzspannung prüfen; Netzsicherungen und Klemmenverbindungen auf festen Sitz kontrollieren.
OHKühlkörper-ÜbertemperaturTemperatur des Kühlkörpers hat den zulässigen Höchstwert überschritten.Unzureichende Kühlung; Lüfterausfall; Umgebungstemperatur zu hoch; Kühlrippen verschmutzt.Kühlrippen reinigen; Schaltschrankbelüftung verbessern; Funktion des internen Lüfters prüfen.
OH4Motor-Überlastung (PTC)Der Motor-Kaltleiter / PTC-Eingang hat eine Übertemperatur gemeldet.Thermische Überlastung des Motors; unzureichende Fremdbelüftung bei niedrigen Drehzahlbereichen; Drahtbruch am PTC-Sensor.Motor abkühlen lassen; Fremdlüfter prüfen; PTC-Sensoranschlüsse an den Klemmen T1/T2 kontrollieren.
OH7Defekt des Kühlkörper-TemperatursensorsDrahtbruch oder fehlerhaftes Signal des internen Kühlkörper-Temperatursensors.Sensordefekt oder Beschädigung der internen Steuerplatine.Interner Hardwarefehler — Frequenzumrichter reparieren oder austauschen.
CE0Kommunikationsfehler SystembusUnterbrechung oder Zeitüberschreitung auf der CAN-Systembusschnittstelle.Buskabel unterbrochen; Baudrate falsch eingestellt; fehlende Busabschlusswiderstände.Busverkabelung, Schirmung, Abschlusswiderstände und Status der Master-Steuerung prüfen.
CE1Schnittstellenfehler Funktionsmodul (FIF)Kommunikationsverlust zwischen Umrichter-Grundeinheit und dem eingesteckten Funktionsmodul im FIF-Steckplatz.Funktionsmodul locker oder defekt; fehlerhafter mechanischer Sitz.Gerät spannungsfrei schalten und Funktionsmodul im FIF-Steckplatz neu einsetzen. Bleibt der Fehler bestehen, Modul oder Umrichter austauschen.
EEEEPROM-SpeicherfehlerDatenkorruption im internen nichtflüchtigen Parameterspeicher festgestellt.Spannungsausfall während des Speichervorgangs; EEPROM-Baustein defekt.Werkseinstellungen (C0002 = 1) laden und Gerät neu parametrieren. Tritt der Fehler weiterhin auf, liegt ein Hardwaredefekt vor.
PEParameterfehlerUngültige Parameterstruktur oder unvollständiger Parametersatz geladen.Inkompatibler Parametersatz eines Umrichters mit anderer Leistungsklasse eingespielt.Parametersatz überprüfen und neu konfigurieren oder Werkseinstellung laden.
LPNetzphasenausfallEine Phase der dreiphasigen Netzversorgung fehlt.Phasenausfall der Netzspannung oder ausgelöste Netzsicherung.Eingangsseitige AC-Sicherungen und Zuleitungen überprüfen.
H05Interner HardwarefehlerInterner Selbsttest der Mikrocontroller- oder Leistungsplatine fehlgeschlagen.Schaltungsdefekt, Fehlfunktion der Steuerplatine.Interner Hardwarefehler — Gerät zur Reparatur einsenden oder austauschen.

Haeufig gestellte Fragen

Wie werden die Parameter auf einen neuen Lenze E82EV152_2C200 übertragen?

Die Parameter können mithilfe des Bedienelements XT E82ZBB aus dem internen EEPROM ausgelesen und auf das neue Gerät übertragen werden. Alternativ lässt sich die Software Lenze Global Drive Control (GDC) nutzen, um den Parametersatz auf einem PC zu sichern und auf den Ersatzumrichter herunterzuladen.

Welche Kommunikationsmodule können im FIF-Steckplatz eingesetzt werden?

Der FIF-Steckplatz unterstützt unter anderem das CANopen-Modul E82ZAFC001, das PROFIBUS-DP-Modul E82ZAFP001 sowie serielle LECOM-Schnittstellenmodule.

Was bedeutet der Fehlercode OC1 am Frequenzumrichter?

Der Fehlercode OC1 verweist auf einen Kurzschluss oder Erdschluss ausgangsseitig am Motor oder Motorkabel. Bleibt die Meldung auch bei abgeklemmtem Motor bestehen, liegt eine Störung der internen Leistungsstufe vor.

Kann der Lenze E82EV152_2C200 an einer einphasigen Einspeisung betrieben werden?

Ja, der Frequenzumrichter ist für einen Eingangsspannungsbereich von 180 V AC bis 264 V AC ausgelegt und unterstützt sowohl einphasige als auch dreiphasige Versorgungsnetze.

Wie wird der Frequenzumrichter auf die Werkseinstellungen zurückgesetzt?

Der Frequenzumrichter wird auf die Werkseinstellungen zurückgesetzt, indem der Parameter C0002 auf den Wert 1 gesetzt wird.

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