Lenze 13445379 ECSEP004C4B – ECS Einspeisemodul 4.8 kW

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Produktinformationen
Das Lenze Versorgungsmodul 13445379 mit der Typenbezeichnung ECSEP004C4B gehört zur Lenze ECS-Produktfamilie und dient als zentrale Netzversorgung für Mehrachs-Servosysteme. Das Modul wandelt einen dreiphasigen Netzanschluss im Spannungsbereich von 320 V AC bis 528 V AC (3x 400/480 V AC bei 48 bis 62 Hz) in eine geregelte Zwischenkreisspannung von 565 V DC bis 675 V DC um. Mit einer dauerhaften Ausgangsleistung von 4,8 kW bei 9,6 A Dauerstrom und einer Spitzenleistung von 12 kW bei 24 A Spitzenstrom deckt das Einspeisemodul hohe dynamische Lastspitzen ab. Ein integrierter Brems-Chopper ermöglicht zudem den Anschluss eines externen Bremswiderstands zur effizienten Energierückspeisung bei Verzögerungsvorgängen.
Der elektrische Anschluss erfolgt netzseitig über die Leistungsklemme X1 bei einem Bemessungseingangsstrom von 8 A, während der Gleichspannungszwischenkreis über die Klemmen +UG und -UG an nachgeschaltete Achsmodule der ECS-Serie angeschlossen wird. Für die Einbindung in die Anlagensteuerung steht eine integrierte CAN-Systembusschnittstelle mit Übertragungsraten von bis zu 500 kbit/s sowie ein Bereitschaftskontakt-Relais an Klemme X6 zur Verfügung. Die Inbetriebnahme eines Ersatzgeräts erfordert die Abgleichung der Hardware-DIP-Schalter für die Spannungsschwellen sowie das Laden des Parametersatzes. Mithilfe der Engineering-Software Lenze Global Drive Control (GDC) oder EASY Starter über passende USB-zu-CAN-Adapter wie EMF2177IB oder EMB9251 lässt sich die Konfiguration vom Altgerät auslesen und einspielen, wofür ABC Industrial Parts fachgerechte Unterstützung bietet.
Zur Betriebsdiagnose befinden sich auf der Frontplatte zwei LED-Statusanzeigen sowie der Meldekontakt X6. Die grüne Ready-LED signalisiert den normalen Betriebszustand bei ordnungsgemäßer Zwischenkreisspannung, während die rote Error-LED Störungen wie Zwischenkreisüberspannung (OU), Unterspannung (LU), Kühlkörperübertemperatur (OH), Überstrom (OC1), Erdschluss (PE) oder CAN-Kommunikationsfehler (CE0) anzeigt. Bei Speicherausfällen (EER) oder internen Hardwarefehlern (H05) leuchtet die Error-LED dauerhaft rot, was auf einen Platinen- oder Bauteilschaden hinweist. Da solche internen Fehler nicht vor Ort instand gesetzt werden können, stellt ABC Industrial Parts geprüfte Tauschgeräte und Reparaturdienste zur Verfügung, um Stillstandszeiten zu minimieren.
Technische Daten
| Hersteller | Lenze |
| Teilenummer | 13445379 |
| Modell/Typ | ECSEP004C4B |
| Komponententyp | Einspeisemodul / Netzversorgung |
| Produktfamilie | ECS |
| Nennleistung | 4.8 kW |
| Spitzenleistung | 12 kW |
| Eingangsspannung | 3x 400 / 480 V AC |
| Eingangsspannungsbereich | 320 - 528 V AC |
| Netzfrequenz | 48 - 62 Hz |
| Nenneingangsstrom | 8 A |
| Zwischenkreis-Ausgangsspannung | 565 - 675 V DC |
| Dauerausgangsstrom | 9.6 A |
| Spitzenausgangsstrom | 24 A |
| Brems-Chopper | Integriert |
Programmierung und Konfiguration
Die Konfiguration des Lenze ECSEP004C4B Einspeisemoduls erfolgt über eine Kombination aus Hardware-Einstellungen und Software-Parametrierung. Am Gehäuse vorhandene DIP-Schalter erlauben die direkte Voreinstellung von Spannungsschwellen und grundlegenden Hardware-Parametern ohne angeschlossenes Programmiergerät.
Für die vollständige Einbindung und Feineinstellung dienen die Engineering-Tools Lenze Global Drive Control (GDC) oder Lenze EASY Starter. Die Verbindung zwischen PC und Gerät wird über USB-zu-CAN-Adapter wie die Modelle EMF2177IB oder EMB9251 hergestellt. Über diese Software-Schnittstellen können Geräteparameter gesichert, Diagnoseregister ausgelesen und Parametersätze auf Ersatzmodule übertragen werden.
Kommunikation und Systemintegration
Das Einspeisemodul ECSEP004C4B verfügt über eine integrierte CAN-Systembusschnittstelle, die Übertragungsraten von bis zu 500 kbit/s unterstützt. Über diese Feldbusanbindung tauscht das Modul in Echtzeit Diagnosedaten und Statusinformationen mit übergeordneten Steuerungsarchitekturen aus.
Die Leistungseinspeisung aus dem Drehstromnetz wird über die Netzklemme X1 angeschlossen. Über die DC-Bus-Terminals +UG und -UG versorgt das Modul die angeschlossenen Servoregler der Reihen ECSEA, ECSEM oder ECSED. Ein Relaisausgang an Klemme X6 signalisiert den Betriebszustand (Ready) an die übergeordnete Steuerung.
Diagnose und Statusanzeige
Das Modul bietet Diagnosemöglichkeiten über zwei Status-LEDs an der Gerätefront, den Relaisausgang an Klemme X6 sowie digitale Diagnoseregister, die über den CAN-Bus und die GDC-Software ausgelesen werden können.
Die grüne Ready-LED zeigt den regulären Betriebszustand im zulässigen Zwischenkreisspannungsbereich an. Die rote Error-LED signalisiert Betriebsstörungen oder Hardwarefehler durch Blinken oder Dauerlicht.
Status-LED-Anzeigen
| LED | Farbe/Status | Bedeutung |
|---|---|---|
| Ready (Grün) | Grün - Dauerhaft an | Leuchtet dauerhaft, wenn die Zwischenkreisspannung im normalen Betriebsbereich liegt und das Netzmodul betriebsbereit ist. |
| Error (Rot) | Rot - Dauerhaft an oder blinkend | Leuchtet oder blinkt, wenn ein Fehlerzustand erkannt wird (z. B. Überspannung, Unterspannung, Übertemperatur, Erdschluss). Ein dauerhaftes rotes Licht oder ein Hardware-Fehlersignal weist auf einen internen Platinenfehler hin, der eine Reparatur oder einen Austausch erfordert. |
Austausch und Ersatzteile
Beim Austausch eines defekten Lenze 13445379 (ECSEP004C4B) Netzmoduls ist sicherzustellen, dass die Hardware-DIP-Schalter des Ersatzgeräts exakt mit den Einstellungen des Originalmoduls übereinstimmen. Dadurch wird gewährleistet, dass die Spannungsschwellen für das jeweilige Versorgungsnetz korrekt vorgegeben sind.
Zusätzlich müssen die Kommunikationsparameter für den CAN-Bus und die gerätespezifischen Diagnoseeinstellungen angepasst werden. Mithilfe der Software Lenze Global Drive Control (GDC) oder EASY Starter lässt sich eine bestehende Sicherungsdatei auf das Ersatzmodul übertragen.
Vor dem Wiedereinschalten der Netzspannung sollten die Verkabelung der Zwischenkreisschienen (+UG / -UG), der Anschluss des externen Bremswiderstands sowie die Erdungsverbindungen gründlich auf Kurzschlüsse geprüft werden, um Folgeschäden an den angeschlossenen Achsmodulen zu vermeiden.
Fehlercodes und Stoercodes
Die folgenden Fehlercodes koennen waehrend Betrieb oder Diagnose angezeigt werden:
| Code | Name | Beschreibung | Moegliche Ursache | Empfohlene Massnahme |
|---|---|---|---|---|
| OU | Zwischenkreisüberspannung | Zwischenkreisspannung hat die obere Schutzschwelle überschritten (>770 V DC bei 400 V Netz / >800 V DC bei 480 V Netz). | Rückspeiseenergie beim Bremsen übersteigt die Kapazität des Brems-Choppers, externer Bremswiderstand unterbrochen oder falscher Widerstandswert. | Widerstandswert und Anschluss des externen Bremswiderstands prüfen; Verzögerungszeiten der angeschlossenen Achsen verlängern. |
| LU | Zwischenkreisunterspannung | Zwischenkreisspannung ist unter die Mindestschwelle gefallen (<285 V DC oder <430 V DC). | Netzausfall, fehlende Netzphase, ausgelöste Netzsicherung oder starker Netzspannungseinbruch. | Dreiphasige Netzspannung an Klemme X1 messen; Sicherungen und Schutzschalter prüfen. |
| OH | Kühlkörper-Übertemperatur | Temperatur des Kühlkörpers am Leistungsmodul hat den zulässigen Grenzwert überschritten. | Unzureichende Schaltschrankkühlung, Lüfterausfall, blockierter Luftstrom oder dauerhafte thermische Überlastung. | Schaltschrankbelüftung und Umgebungstemperatur prüfen; Modullüfter kontrollieren und Kühlkörperrippen reinigen. |
| OC1 | Überstrom / Kurzschluss | Spontaner Überstrom oder Kurzschluss im Zwischenkreis oder am Bremswiderstandsausgang erkannt. | Kurzschluss in der Zwischenkreisverkabelung (+UG / -UG), Erdschluss des Bremswiderstands oder beschädigte Leistungsendstufe in einem angeschlossenen Achsmodul. | Spannung freischalten; Zwischenkreisleitung und Isolation des Bremswiderstands prüfen. Achsmodule einzeln trennen, um die Fehlerquelle zu isolieren. |
| PE | Erdschluss | Erdschluss im Versorgungsmodul oder im angeschlossenen Zwischenkreis ermittelt. | Isolationsfehler gegen Erde in der Zwischenkreisverkabelung, im Bremswiderstand oder in angeschlossenen Motoren/Achsmodulen. | Isolationswiderstand gegen Erde an den Zwischenkreisleitungen und angeschlossenen Lastkomponenten messen. |
| CE0 | CAN-Kommunikationsfehler | Fehler im CAN-Systembus oder Leitungsunterbrechung. | Lockerer CAN-Stecker, fehlender 120-Ohm-Abschlusswiderstand, falsche Baudrate oder hohe elektromagnetische Störungen. | CAN-Verkabelung prüfen, Busabschlusswiderstände an beiden Leitungsenden kontrollieren sowie Schirmung und Erdung überprüfen. |
| EER | EEPROM-Fehler | Interner Speicher-Prüfsummenfehler oder Schreibfehler. | Interne Datenbeschädigung im EEPROM-Speicher oder Bauteilalterung. | Interner Hardwarefehler – Netzspannung aus- und einschalten, Modulparameter auf Werkseinstellung zurücksetzen oder Gerät zur Werkstreparatur einsenden. |
| H05 | Hardwarefehler | Fehler der internen Leistungskarte oder Ansteuerelektronik. | Defekt an den internen leistungselektronischen Bauteilen oder Platinenkomponenten. | Interner Hardwarefehler – Gerät zur Reparatur einsenden oder Einspeisemodul austauschen. |
Haeufig gestellte Fragen
Welche Software wird für die Parametrierung des Lenze 13445379 ECSEP004C4B benötigt?
Für die Inbetriebnahme und Konfiguration werden die Software-Tools Lenze Global Drive Control (GDC) oder Lenze EASY Starter verwendet. Die Anbindung erfolgt über einen USB-zu-CAN-Adapter wie EMF2177IB oder EMB9251.
Was bedeutet der Fehlercode OU beim ECSEP004C4B Versorgungsmodul?
Der Fehlercode OU zeigt eine Zwischenkreisüberspannung an (>770 V DC bei 400 V Netz bzw. >800 V DC bei 480 V Netz). Dies tritt auf, wenn die Bremsenergie die Kapazität des Brems-Choppers überschreitet oder der externe Bremswiderstand fehlerhaft angeschlossen ist.
Kann das Modul auch ohne PC-Software konfiguriert werden?
Grundlegende Spannungsschwellen und Hardware-Funktionen lassen sich direkt über die integrierten DIP-Schalter am Modul einstellen.
Mit welchen Achsmodulen ist das Einspeisemodul 13445379 kompatibel?
Das Versorgungsmodul ist für die Lenze ECS-Serie ausgelegt und versorgt Achsmodule der Typen ECSEA, ECSEM und ECSED über den gemeinsamen Gleichspannungszwischenkreis.
Wie ist vorzugehen, wenn der Fehler H05 oder EER angezeigt wird?
Bei den Meldungen H05 (Hardwarefehler) und EER (EEPROM-Fehler) liegt ein interner Platinen- oder Speicherdefekt vor. Lässt sich die Störung durch einen Netz-Reset nicht beheben, muss das Gerät von Fachpersonal repariert oder ausgetauscht werden.
Profitieren Sie von unserer Umtauschformel
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Gehen Sie mit unseren Garantiebedingungen auf Nummer sicher
Industrieanlagen sollten vorzugsweise stets in Betrieb bleiben, unabhängig von den Umständen. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, dass Sie sich auf hochwertige Produkte und/oder nachhaltige Reparaturen verlassen können. Mit unseren Garantiebedingungen können Sie sich auf Sicherheit verlassen, unabhängig davon, ob Sie sich für neue, gebrauchte oder reparierte Produkte entscheiden.
Datensicherung und -wiederherstellung
Haben Sie aufgrund eines Defekts wertvolle Parameter oder Daten verloren, während die Unterstützung durch den Hersteller eingestellt wurde? Bei ABC Industrial Parts unterstützen wir Sie bei der Sicherung dieser Daten, sowohl bei gängigen als auch bei spezifischen Produkten.
Spezifische Firmware- und Hardware-Versionen
Wenn Sie mit spezifischen Hardware- oder Firmware-Versionen arbeiten, die vom Hersteller nicht mehr angeboten werden, ist ABC Industrial Parts Ihr kompetenter Ansprechpartner. Geben Sie bei Ihrer Anfrage deutlich an, welche Versionen Sie benötigen. Wir prüfen dann die Möglichkeiten, diese Versionen zu liefern, damit Ihre Anlagen weiterhin optimale Leistungen erbringen.
Haftungsausschluss:
Wir sind kein autorisierter Vertriebspartner von Lenze.
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