Lust Antriebstechnik 1866-2101 VF1205M,C13,S35,G16,PT1,BR1 Frequenzumrichter
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Produktinformationen
Der Frequenzumrichter 1866-2101 von Lust Antriebstechnik mit der Modellbezeichnung VF1205M,C13,S35,G16,PT1,BR1 gehört zur Produktfamilie VF1000M und dient der präzisen Drehzahlregelung von dreiphasigen Asynchronmotoren bis 0,55 kW Leistung. Das Gerät ist für den Betrieb an einer Versorgungsspannung von 230 V AC ausgelegt, liefert einen kontinuierlichen Ausgangsstrom von 2,3 A und stellt Ausgangsfrequenzen von bis zu 400 Hz bereit. Das Regelverfahren basiert auf einer konfigurierbaren U/f-Kennliniensteuerung mit einstellbaren Schaltfrequenzen bis zu 16 kHz für einen geräuscharmen Motorlauf. Das Kompaktgerät ist ab Werk mit spezifischen Funktionsoptionen ausgestattet, darunter die CANopen-Schnittstelle C13, der interne Bremschopper BR1 sowie der Kaltleiter-Auswertekreis PT1.
Für die Ansteuerung und Einbindung stehen fünf digitale Eingänge, ein digitaler Ausgang sowie ein analoger Sollwerteingang zur Verfügung. Die integrierte CANopen-Schnittstelle (Option C13) ermöglicht den Datenaustausch und die Fernparametrierung im Feldbusnetz mit Übertragungsraten von bis zu 500 kbit/s. Über den internen Bremschopper-Transistor (Option BR1) lässt sich an den Klemmen +UG und RB direkt ein externer Bremswiderstand anschließen, um bei dynamischen Abbremsvorgängen regenerative Energie abzubauen. Die Option PT1 ermöglicht den direkten Anschluss von PTC-Thermistor-Fühlern zur thermischen Überwachung der Motorwicklungen. Für die Inbetriebnahme eines Ersatzgeräts muss der anwendungsspezifische Parametersatz aus dem internen EEPROM ausgelesen oder über die Software DriveManager bzw. das optionale Bedienfeld KP100 eingespielt werden. ABC Industrial Parts unterstützt Anwender bei der Bereitstellung passender Ersatzgeräte und der Sicherung von Konfigurationsdaten.
Betriebszustände und Störungen werden über die Diagnose-LEDs H1 / H2 auf der Gerätefront sowie über spezifische Fehlercodes im Format E-xx auf dem Bediengerät KP100 oder in der Software DriveManager angezeigt. Häufige Abschaltungen wie Überstrom (E-OC), Überspannung (E-OV), Unterspannung (E-UV) oder Umrichterüberlast (E-OL) lassen sich meist auf externe Faktoren wie Kurzschlüsse, falsche Rampenzeiten oder mechanische Überlastungen zurückführen und vor Ort prüfen. Treten hingegen interne Systemfehler wie E-CPU oder Prüfsummenfehler im EEPROM (E-EEP) auf, die sich nach einem Neustart nicht beheben lassen, liegt ein Hardwaredefekt vor. In solchen Fällen bietet ABC Industrial Parts mit geprüften Ersatzgeräten und Reparaturmöglichkeiten eine schnelle Lösung zur Wiederherstellung der Anlagenverfügbarkeit.
Technische Daten
| Hersteller | Lust Antriebstechnik |
| Teilenummer | 1866-2101 |
| Modell / Typ | VF1205M,C13,S35,G16,PT1,BR1 |
| Produktfamilie | VF1000M |
| Komponententyp | Frequenzumrichter |
| Versorgungsspannung | 230 V AC |
| Nennleistung | 0,55 kW |
| Dauerhafter Ausgangsstrom | 2,3 A |
| Ausgangsspannung | 0 - 230 V AC |
| Maximale Ausgangsfrequenz | 400 Hz |
| Schaltfrequenz | 16 kHz |
| Steuerungsverfahren | U/f-Kennliniensteuerung |
| Digitale Eingänge | 5 |
| Digitale Ausgänge | 1 |
| Analoge Eingänge | 1 |
Programmierung und Konfiguration
Die Konfiguration und Inbetriebnahme des Frequenzumrichters 1866-2101 erfolgt flexibel über die PC-Software DriveManager oder das ansteckbare Bediengerät KP100. Für die Verbindung zwischen PC und Umrichter steht eine serielle RS-232-Schnittstelle zur Verfügung. Über die Bedieneroberfläche von DriveManager können sämtliche Betriebsparameter wie U/f-Kennlinien, Hochlauf- und Auslaufzeiten, Grenzwerte sowie die Zuordnung der digitalen Ein- und Ausgänge übersichtlich eingestellt werden.
Sämtliche eingestellten Parameter werden in einem internen, nichtflüchtigen EEPROM abgelegt und bleiben auch bei vollständiger Trennung von der Versorgungsspannung erhalten. Mithilfe des optionalen Bedienpanels KP100 können vollständige Parametersätze direkt aus dem EEPROM eines Umrichters ausgelesen und auf ein anderes Gerät übertragen werden. Dies ermöglicht einen schnellen Parameterschreibvorgang bei der Inbetriebnahme von Ersatzgeräten ohne Einsatz eines Werkstatt-PCs.
Kommunikation und Systemintegration
Durch die werkseitige Ausstattung mit der Option C13 verfügt der Umrichter über eine integrierte CANopen-Feldbusschnittstelle, die Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 500 kbit/s unterstützt. Diese Schnittstelle dient der Einbindung des Laufwerks in übergeordnete Steuerungsnetzwerke, um Prozessdaten, Sollwerte und Steuerbefehle in Echtzeit auszutauschen sowie Fernparametrierungen vorzunehmen.
Für die lokale Einbindung in die Maschinensteuerung bietet das Gerät fünf digitale Eingänge, einen digitalen Ausgang sowie einen analogen Sollwerteingang. Über den integrierten Bremschopper (Option BR1) wird an den Leistungsklemmen +UG und RB ein externer Bremswiderstand angeschlossen, um kinetische Energie bei schnellen Stopps sicher abzubauen. Der Motorthermistoreingang (Option PT1) erlaubt den direkten Anschluss von PTC-Sensoren zur lückenlosen thermischen Überwachung der Motorwicklungen.
Diagnose und Statusanzeige
Die optische Zustandsüberwachung erfolgt über die zweifarbigen LEDs H1 / H2 auf der Frontseite des Geräts bzw. des Bediengeräts KP100. Durch Dauerlicht oder Blinken in den Farben Rot und Grün signalisieren diese LEDs den aktuellen Betriebsstatus wie Bereitschaft, aktiven Wechselrichterbetrieb oder anstehende Störungen.
Für eine detaillierte Fehlersuche gibt das Display des Bedienpanels KP100 klare Fehlercodes im Format E-xx aus. Zudem bietet die Software DriveManager über die RS-232-Verbindung eine umfassende Diagnosekartei. Im EEPROM des Geräts wird eine Historie der aufgetretenen Störungen gespeichert, was die Rückverfolgung von sporadischen Ausfällen erleichtert.
Status-LED-Anzeigen
| LED | Farbe/Status | Bedeutung |
|---|---|---|
| H1 / H2 | Rot/Grün - Dauerlicht/Blinkend | Diagnose-Statusanzeige am KP100-Bedienfeld oder der Frontplatte zur Anzeige von Bereitschafts-, Betriebs- und Fehlerzuständen |
Austausch und Ersatzteile
Beim Austausch eines Frequenzumrichters der Serie VF1000M muss sichergestellt werden, dass das Ersatzgerät exakt die Modellbezeichnung VF1205M,C13,S35,G16,PT1,BR1 und die Teilenummer 1866-2101 aufweist. Die Ausstattungscodes C13 (CANopen), BR1 (Bremschopper) und PT1 (PTC-Auswertung) sichern die Kompatibilität mit dem bestehenden Schaltschrankaufbau und den angeschlossenen Peripheriegeräten.
Ein Ersatzumrichter ist vor der Einbindung in die Anlage nicht direkt betriebsbereit. Vor dem Ersteinschalten müssen die spezifischen Parameter des Altgeräts übertragen werden. Dies erfolgt entweder durch das Kopieren des Parametersatzes über das Tastenfeld KP100 oder den Import einer gesicherten Parameterdatei mittels der PC-Software DriveManager über die RS-232-Schnittstelle.
Sollte das Altgerät aufgrund schwerwiegender Elektronikschäden (wie E-CPU oder E-EEP) keine Daten mehr ausgeben und keine Sicherung vorhanden sein, müssen die Betriebsparameter anhand der Dokumentation der Maschinensteuerung manuell konfiguriert werden. Bei internen Hardwareschäden ist der Austausch gegen ein geprüftes Ersatzgerät der schnellste Weg zur Wiederherstellung der Produktion.
Fehlercodes und Stoercodes
Die folgenden Fehlercodes koennen waehrend Betrieb oder Diagnose angezeigt werden:
| Code | Name | Beschreibung | Moegliche Ursache | Empfohlene Massnahme |
|---|---|---|---|---|
| E-OC | Überstrom | Ausgangsstrom des Umrichters hat den Spitzenstromgrenzwert überschritten. | Kurzschluss an den Ausgangsklemmen, Erdschluss, Beschleunigungsrampe zu kurz, Motor blockiert oder überlastet. | Motorverkabelung auf Phasen- oder Erdschluss prüfen, Beschleunigungszeit verlängern, mechanische Last reduzieren. |
| E-OV | Überspannung | Spannung im Zwischenkreis hat die obere Sicherheitsgrenze überschritten. | Zu hohe Rückspeiseenergie beim Abbremsen, fehlender Bremswiderstand, Verzögerungsrampe zu kurz. | Verzögerungszeit verlängern, externen Bremswiderstand an den Klemmen BR1 (+UG, RB) überprüfen und Widerstandswert messen. |
| E-UV | Unterspannung | Zwischenkreisspannung ist unter den Mindestgrenzwert gefallen. | Netzausfall, zu geringe Eingangsspannung, fehlende Netzphase. | Eingangsspannung des Wechselstromnetzes und Netzanschlussklemmen prüfen. |
| E-OL | Umrichterüberlast (I*t) | Umrichter wurde über längere Zeit oberhalb der thermischen Dauerleistung betrieben. | Kontinuierlicher Strombedarf liegt über dem Nennausgangsstrom von 2,3 A. | Mechanische Last prüfen, Dauerlast reduzieren, Motorauslegung mit Umrichterleistung abgleichen. |
| E-OT | Übertemperatur Umrichter / Motor | Kühlkörpertemperatur hat den Maximalwert überschritten oder PTC-Motorschutz hat angesprochen. | Unzureichende Kühlung, Umgebungstemperatur zu hoch, Lüfter verdeckt oder Motor durch Überlastung überhitzt. | Kühlkörper reinigen, Schaltschrankbelüftung sicherstellen, Motor abkühlen lassen, PTC-Sensoranschlüsse an den PT1-Klemmen prüfen. |
| E-CPU | Interner Hardwarefehler | Fehler im Prozessor oder der internen Hardware festgestellt. | Interner Platinenfehler, Mikroprozessorstörung oder starke elektromagnetische Störungen. | Gerät aus- und wieder einschalten. Liegt weiterhin ein interner Hardwarefehler vor, Umrichter reparieren oder austauschen. |
| E-EEP | EEPROM-Prüfsummenfehler | Beschädigter Parameterspeicher beim Start erkannt. | Spannungsausfall während eines Schreibvorgangs oder defekter Speicherbaustein. | Werkseinstellungen laden und Parametersatz neu übertragen. Bleibt der Fehler bestehen, liegt ein defekter Speicherbaustein vor. |
Haeufig gestellte Fragen
Welche Bedeutung haben die Optionscodes C13, BR1 und PT1 beim Modell 1866-2101?
Option C13 beinhaltet die CANopen-Feldbusschnittstelle für Netzwerke bis 500 kbit/s. Option BR1 kennzeichnet den internen Bremschopper-Transistor zum Anschluss eines externen Bremswiderstands an den Klemmen +UG und RB. Option PT1 steht für den integrierten Auswertekreis für PTC-Thermistor-Sensoren zur Motorüberwachung.
Kann ein neuer Frequenzumrichter 1866-2101 ohne Parameterübertragung eingesetzt werden?
Nein, der Frequenzumrichter speichert maschinenspezifische Daten im EEPROM. Vor dem Betrieb müssen die Parameter vom Altgerät ausgelesen und auf den neuen Umrichter übertragen werden, um Fehlfunktionen zu vermeiden.
Wie werden Parameter gesichert und auf ein Ersatzgerät übertragen?
Die Sicherung und Übertragung erfolgt entweder über das optionale Handbediengerät KP100 durch dessen integrierte Speicherfunktion oder über eine RS-232-Verbindung mit der PC-Software DriveManager.
Was bedeutet der Fehlercode E-OC im Display?
Der Code E-OC steht für Überstrom. Dies deutet auf einen Kurzschluss in den Motorleitungen, einen Erdschluss, eine zu steile Beschleunigungsrampe oder eine mechanische Blockade des Motors hin.
Wie ist vorzugehen, wenn der Fehler E-CPU angezeigt wird?
E-CPU signalisiert einen internen Hardwarefehler. Schalten Sie das Gerät zunächst aus und wieder ein. Sollte der Fehler weiterhin bestehen, liegt eine Störung auf der Platine vor, die eine Reparatur oder den Austausch des Umrichters erforderlich macht.
Profitieren Sie von unserer Umtauschformel
Ein defektes Teil muss nicht wertlos sein. Bei ABC Industrial Parts können Sie defekte Teile abgeben und sofort von einem Rabatt auf Ihren Neukauf profitieren. Dies ist eine clevere Möglichkeit, Geld zu sparen und gleichzeitig zur Kreislaufwirtschaft beizutragen.
Gehen Sie mit unseren Garantiebedingungen auf Nummer sicher
Industrieanlagen sollten vorzugsweise stets in Betrieb bleiben, unabhängig von den Umständen. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, dass Sie sich auf hochwertige Produkte und/oder nachhaltige Reparaturen verlassen können. Mit unseren Garantiebedingungen können Sie sich auf Sicherheit verlassen, unabhängig davon, ob Sie sich für neue, gebrauchte oder reparierte Produkte entscheiden.
Datensicherung und -wiederherstellung
Haben Sie aufgrund eines Defekts wertvolle Parameter oder Daten verloren, während die Unterstützung durch den Hersteller eingestellt wurde? Bei ABC Industrial Parts unterstützen wir Sie bei der Sicherung dieser Daten, sowohl bei gängigen als auch bei spezifischen Produkten.
Spezifische Firmware- und Hardware-Versionen
Wenn Sie mit spezifischen Hardware- oder Firmware-Versionen arbeiten, die vom Hersteller nicht mehr angeboten werden, ist ABC Industrial Parts Ihr kompetenter Ansprechpartner. Geben Sie bei Ihrer Anfrage deutlich an, welche Versionen Sie benötigen. Wir prüfen dann die Möglichkeiten, diese Versionen zu liefern, damit Ihre Anlagen weiterhin optimale Leistungen erbringen.
Haftungsausschluss:
Wir sind kein autorisierter Vertriebspartner von Lust (LTI).
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