Siemens 6SE7022-6TC61-Z Simovert VC Frequenzumrichter 15 kW
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Produktinformationen
Der Siemens 6SE7022-6TC61-Z ist ein leistungsstarker Frequenzumrichter aus der Serie SIMOVERT MASTERDRIVES Vector Control (VC), der für die präzise Drehzahl- und Drehmomentregelung von Asynchron- und Synchronmotoren in anspruchsvollen Industrieanwendungen entwickelt wurde. Das Gerät verarbeitet eine 3-phasige Eingangsspannung von 500 V bis 600 V AC (-15 % / +10 %) und liefert einen Bemessungsausgangsstrom von 25,5 A bei einer Nennleistung von 15 kW. Durch feldorientierte Vektorregelungsverfahren gewährleistet der Umrichter auch unter schwerer Last eine exakte Dynamik und Regeltreue im industriellen Dauerbetrieb.
Für den Einbau und die Inbetriebnahme eines Ersatzgeräts verfügt die Ausführung 6SE7022-6TC61-Z über den werkseitigen Optionscode Z=G11, welcher das Kommunikationsboard CBP2 für PROFIBUS DP im Steckplatz C der CUVC-Steuereinheit beinhaltet. Zusätzlich steht eine RS485-Schnittstelle mit dem Siemens USS-Protokoll zur Verfügung. Die Parameterstruktur wird im internen, nichtflüchtigen EEPROM gespeichert und kann über das Bedienteil OP1S, das PMU-Display oder Softwarewerkzeuge wie DriveMonitor ab Version 5.4 und STARTER gesichert und übertragen werden. Beim Austausch eines defekten Umrichters durch ein Ersatzgerät von ABC Industrial Parts müssen die gespeicherten Parameter sowie die PROFIBUS-Busadresse auf die neue Einheit übertragen werden, um den nahtlosen Betrieb mit der übergeordneten Steuerung sicherzustellen.
Zur Systemdiagnose und Fehlerbehebung besitzt das Gerät an der Frontseite zwei Status-LEDs (RUN und FAULT) sowie die 7-Segment-Anzeige der PMU zur Ausgabe von Betriebszuständen und Fehlercodes. Über die Parameter r001 und r002 sowie den Fehlerspeicher r947 und den Fehlerwert r949 lassen sich Ursachen von Abschaltungen wie Überstrom (F011), Überspannung im Zwischenkreis (F006) oder Phasenausfälle detailliert analysieren. Während externe Störungen an der Verdrahtung oder der Last feldseitig behoben werden können, weisen interne Speicher- oder Prozessorfehler (wie F051, F052 oder F100) auf Defekte der CUVC-Steuerkarte hin, die nicht vor Ort repariert werden können; in diesen Fällen bietet ABC Industrial Parts den schnellen Austausch oder die fachgerechte Reparatur der Baugruppe an.
Technische Daten
| Hersteller | Siemens |
| Teilenummer | 6SE7022-6TC61-Z (Z=G11) |
| Modell / Typ | Simovert VC |
| Produktfamilie | SIMOVERT MASTERDRIVES |
| Komponententyp | Frequenzumrichter |
| Versorgungsspannung | 500 - 600 V AC (3-phasig, -15% / +10%) |
| Bemessungsstrom | 25,5 A |
| Nennleistung | 15 kW |
| Regelungsverfahren | Feldorientierte Vektorregelung (VC) |
| Serielle Schnittstelle | RS485 (USS-Protokoll) |
| Feldbus-Option (Z=G11) | CBP2 PROFIBUS DP |
Programmierung und Konfiguration
Die Konfiguration und Parametersteuerung des Siemens 6SE7022-6TC61-Z erfolgt flexibel über die integrierte PMU-Anzeige, das optionale Bediengerät OP1S (6SE7090-0XX84-2FK0) oder PC-gestützte Inbetriebnahmesoftware. Mit Siemens DriveMonitor ab Version 5.4+ sowie dem Inbetriebnahme-Tool STARTER lassen sich Parametersätze komfortabel auslesen, bearbeiten und archivieren.
Sämtliche Antriebsparameter werden im internen EEPROM der CUVC-Steuerkarte dauerhaft gespeichert. Bei einer Wartung oder dem Austausch des Umrichters ermöglicht der EEPROM-Speicher eine schnelle Sicherung und Wiederherstellung aller motorspezifischen Daten und Regelparameter, wodurch Ausfallzeiten bei der Wiederinbetriebnahme minimiert werden.
Kommunikation und Systemintegration
Der Frequenzumrichter 6SE7022-6TC61-Z ist werkseitig mit der Option Z=G11 ausgestattet, die das Kommunikationsmodul CBP2 für PROFIBUS DP umfasst. Das CBP2-Board ist fest im Steckplatz C integriert und ermöglicht die schnelle zyklische und azyklische Datenübertragung mit Übertragungsraten von bis zu 12 Mbit/s über PROFIBUS DP-V0 und DP-V1 zur Einbindung in SIMATIC S7-300 oder S7-400 Steuerungen.
Für die lokale Kommunikation und den Direktanschluss von Bedien- oder Diagnosegeräten steht eine serielle RS485-Schnittstelle zur Verfügung, die das Siemens USS-Protokoll nutzt. Darüber können Steuerbefehle, Sollwerte und Parameterzugriffe direkt von einem PC oder Punkt-zu-Punkt-Terminal verarbeitet werden.
Diagnose und Statusanzeige
Der Umrichter stellt umfangreiche Diagnosefunktionen direkt am Gerät sowie über die Busschnittstelle bereit. Die Status-LEDs auf der Frontplatte bieten eine schnelle optische Rückmeldung über den aktuellen Betriebszustand und anstehende Warnungen oder Fehler. Ergänzend stehen über die PMU und das OP1S-Panel detaillierte Diagnoseparameter zur Verfügung, darunter der Betriebszustand (r001, r002), der Fehlerspeicher (r947) und der genaue Fehlerwert (r949).
Status-LED-Anzeigen
| LED | Farbe/Status | Bedeutung |
|---|---|---|
| RUN | Grün - Dauerlicht / Blinkend | Dauerhaftes grünes Licht zeigt den kontinuierlichen Umrichterbetrieb an; Blinklicht signalisiert die Vorladung oder Betriebsbereitschaft. |
| FAULT | Rot - Dauerlicht / Blinkend | Dauerhaftes rotes Licht zeigt einen aktiven Abschaltfehler (Fxxx) an; blinkendes rotes Licht signalisiert eine aktive Warnung (Axxx). |
Austausch und Ersatzteile
Beim Austausch eines bestehenden Umrichters der Type 6SE7022-6TC61-Z muss sichergestellt werden, dass die Optionscodierung Z=G11 vorhanden ist, da diese die werkseitig installierte CBP2 PROFIBUS DP-Kommunikationskarte beinhaltet. Ohne diese Baugruppe in Steckplatz C ist die direkte Einbindung in bestehende PROFIBUS-Netzwerke nicht möglich.
Vor der Inbetriebnahme des Ersatzgeräts ist eine Sicherung des Parametersatzes der bisherigen Antriebseinheit erforderlich. Die Parameter können über das Bediengerät OP1S oder die Software DriveMonitor / STARTER ausgelesen und auf den Ersatzumrichter übertragen werden. Zudem müssen die physikalische Busadresse an den DIP-Schaltern bzw. in den Parametern verifiziert und die korrekten Motordaten überprüft werden.
Fehlercodes und Stoercodes
Die folgenden Fehlercodes koennen waehrend Betrieb oder Diagnose angezeigt werden:
| Code | Name | Beschreibung | Moegliche Ursache | Empfohlene Massnahme |
|---|---|---|---|---|
| F001 | Netzphasenausfall | DC-Link-Spannungswelligkeit überschreitet Schwellenwert oder Netzphase während des Betriebs ausgefallen. | Netzeinspeisung unterbrochen, Eingangsspannungssicherung durchgebrannt oder Hauptschütz offen. | Netzeingangsspannungen, Hauptsicherungen und Eingangs-Hauptschütz prüfen. |
| F002 | Vorladefehler | Vorladezeit des Zwischenkreises überschritten, ohne dass die Mindest-Zwischenkreisspannung erreicht wurde. | Zu geringe Netzspannung, Vorladewiderstand defekt, Kurzschluss im Zwischenkreis oder Hauptschütz defekt. | Netzspannung prüfen, Vorladewiderstand und Zwischenkreiskapazität kontrollieren. |
| F006 | Zwischenkreis-Überspannung | Zwischenkreisspannung hat den maximal zulässigen Schwellenwert überschritten. | Verzögerungsrampe zu kurz, Motorrückspeisung ohne aktiven Bremschopper oder Bremswiderstand. | Verzögerungszeit (P464) erhöhen, Bremschopper und externen Bremswiderstand prüfen. |
| F008 | Zwischenkreis-Unterspannung im AUS-Zustand | Zwischenkreisspannung hat den minimalen Betriebsschwellenwert im AUS-Zustand unterschritten. | Netzspannung ausgefallen oder zu niedrig, Spannungseinbruch. | Eingangsspannung auf Einhaltung der Grenzen von 500 V bis 600 V AC prüfen. |
| F009 | Zwischenkreis-Unterspannung im Betrieb | Zwischenkreisspannung ist während des Betriebs unter den zulässigen Grenzwert gefallen. | Kurzzeitige Unterbrechung der Stromversorgung, starke Lastspitze an schwachem Netz. | Netzstabilität und Kapazität der Einspeisung überprüfen. |
| F011 | Überstrom | Ausgangsstrom hat den Spitzenstromgrenzwert des Umrichters überschritten. | Kurzschluss oder Erdschluss am Umrichterausgang, Beschleunigungsrampe zu steil, Motor überlastet oder blockiert. | Motor und Motorkabel auf Kurzschluss oder Isolationsfehler prüfen, Beschleunigungszeit (P462) erhöhen. |
| F015 | Motor blockiert / Rotor festgebremst | Umrichter arbeitet länger als das festgelegte Zeitlimit an der Strombegrenzung. | Mechanische Blockade der Motorwelle, zu hohes Lastmoment, falsche Motorparameter. | Mechanische Motorlast prüfen, Motortypenschilddaten in den Parametern verifizieren. |
| F020 | Motorübertemperatur | Motortemperatursensor (KTY84 / PTC) hat eine Temperatur über dem Grenzwert gemeldet. | Thermische Überlastung des Motors, unzureichende Motorkühlung, defekte Sensorleitung. | Motor abkühlen lassen, Fremdlüfter prüfen, Verkabelung des Temperatursensors kontrollieren. |
| F023 | Umrichterübertemperatur | Kühlkörpertemperatur hat den oberen Grenzwert überschritten. | Ausfall der Schaltschrankkühlung, defekter interner Lüfter, zu hohe Umgebungstemperatur, verschmutzte Kühlkörperrippen. | Interne Lüfter prüfen, Kühlkörper reinigen, Schaltschranktemperatur kontrollieren. |
| F025 | Ausgangsphasenausfall | Unsymmetrie in den Motorausgangsströmen oder Ausgangsphase unterbrochen. | Unterbrochene Motorkabelphase, offene Motorwicklung, geöffnetes Ausgangsschütz während des Betriebs. | Motorausgangsverkabelung, Klemmenkastenanschluss und Wicklungswiderstände prüfen. |
| F026 | Erdschluss | Summe der Ausgangsphasenströme ungleich Null (Erdschluss erkannt). | Erdschluss im Ausgangskabel oder in der Motorwicklung, Stromwandler defekt. | Motorkabel und Isolationswiderstand des Motors mit einem Isolationsmessgerät prüfen. |
| F029 | Impulsgeberfehler | Geberrückführsignal verloren, unterbrochen oder Impulsfolge fehlerhaft. | Defektes Geberkabel, Fehler in der Geberversorgung, mechanischer Geberdefekt. | Geberverkabelung, Schirmung, Steckersitz und Geberversorgungsplatine (SBR2/SBM2) prüfen. |
| F051 | EEPROM-Parameterspeicherfehler | Interne EEPROM-Prüfsummenfehler oder Lese-/Schreibfehler auf der Steuerkarte. | Interne EEPROM-Speicherbeschädigung, Unterbrechung der Steuerspannung während des Speichervorgangs. | Werkseinstellung versuchen (P060=2) und Parameter wiederherstellen. Bleibt der Fehler bestehen, CUVC-Steuerkarte ersetzen. |
| F052 | RAM-Speicherfehler | RAM-Test beim Systemstart oder Selbsttest fehlgeschlagen. | Defekter RAM-Baustein auf der CUVC-Steuerkarte. | Interner Hardwarefehler – CUVC-Steuerkarte oder kompletten Umrichter austauschen. |
| F053 | ROM / EPROM Firmware-Prüfsummenfehler | Firmware-Prüfsummenfehler erkannt. | Beschädigter Firmware-EPROM oder Flash-Speicher. | Interner Hardwarefehler – Firmware neu laden oder Platine/Gerät zur Reparatur einsenden. |
| F080 | Optionskartenfehler | Fehler bei der Kommunikation oder Hardwareprüfung der Optionskarte in Steckplatz A, B oder C. | Optionskarte (z. B. CBP2 PROFIBUS-Karte) nicht richtig gesteckt, defekt oder fehlerhafte Firmware. | Sitz der Optionskarte in Steckplatz C prüfen, Kontaktstifte kontrollieren oder CBP2-Karte austauschen. |
| F082 | TB/CB Kommunikationszeitüberschreitung | Zyklischer Telegrammverkehr zwischen Steuerkarte (CUVC) und Feldbuskarte (CBP2) unterbrochen. | PROFIBUS-Kabel getrennt, PLC-Master gestoppt, Abschlusswiderstand fehlt oder falsche Baudrate. | PROFIBUS DP-Verkabelung, Busstecker, Abschlusswiderstände und Status des PLC-Masters prüfen. |
| F100 | Interner Hardware-Prozessorfehler | Hardwarefehler des Steuerprozessors oder unerwartete Watchdog-Auslösung. | Starke elektrische Störungen, Hardwaredefekt auf der Platine, interner Spannungsabfall. | Interner Platinenfehler – Spannung aus- und einschalten. Tritt der Fehler erneut auf, CUVC-Steuerkarte austauschen. |
Haeufig gestellte Fragen
Was bedeutet die Option Z=G11 beim Umrichter 6SE7022-6TC61-Z?
Die Option Z=G11 bezeichnet die werkseitige Ausstattung des Frequenzumrichters mit der Kommunikationsbaugruppe CBP2 für PROFIBUS DP im Steckplatz C. Dadurch unterstützt der Umrichter direkte Feldbuskommunikation mit bis zu 12 Mbit/s.
Welche Software wird für die Parametrierung und Sicherung des Simovert VC genutzt?
Der Antrieb kann über die Inbetriebnahmesoftware Siemens DriveMonitor ab Version 5.4+ oder Siemens STARTER parametriert werden. Alternativ steht das Bediengerät OP1S oder die integrierte PMU-Anzeige zur Verfügung.
Wie kann die Parameterkonfiguration bei einem Umrichteraustausch übertragen werden?
Die Antriebsparameter sind im EEPROM der CUVC-Steuerkarte gespeichert. Sie können mit der Software DriveMonitor oder dem Bediengerät OP1S vom bisherigen Gerät ausgelesen und auf den Ersatzumrichter aufgespielt werden.
Was ist bei den Fehlercodes F051, F052 oder F100 zu tun?
Diese Fehlercodes weisen auf interne Hardware- oder Speicherfehler der CUVC-Steuerkarte hin. Wenn ein Zurücksetzen auf Werkseinstellungen (P060=2) oder ein Neustart den Fehler nicht behebt, liegt ein Hardwaredefekt vor und die Steuerkarte bzw. der gesamte Umrichter muss ausgetauscht oder repariert werden.
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Industrieanlagen sollten vorzugsweise stets in Betrieb bleiben, unabhängig von den Umständen. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, dass Sie sich auf hochwertige Produkte und/oder nachhaltige Reparaturen verlassen können. Mit unseren Garantiebedingungen können Sie sich auf Sicherheit verlassen, unabhängig davon, ob Sie sich für neue, gebrauchte oder reparierte Produkte entscheiden.
Datensicherung und -wiederherstellung
Haben Sie aufgrund eines Defekts wertvolle Parameter oder Daten verloren, während die Unterstützung durch den Hersteller eingestellt wurde? Bei ABC Industrial Parts unterstützen wir Sie bei der Sicherung dieser Daten, sowohl bei gängigen als auch bei spezifischen Produkten.
Spezifische Firmware- und Hardware-Versionen
Wenn Sie mit spezifischen Hardware- oder Firmware-Versionen arbeiten, die vom Hersteller nicht mehr angeboten werden, ist ABC Industrial Parts Ihr kompetenter Ansprechpartner. Geben Sie bei Ihrer Anfrage deutlich an, welche Versionen Sie benötigen. Wir prüfen dann die Möglichkeiten, diese Versionen zu liefern, damit Ihre Anlagen weiterhin optimale Leistungen erbringen.
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