Siemens 6SL3130-1TE31-0AA0 Sinamics S120 Basic Line Module

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Produktinformationen

Produktfamilie: SINAMICS S120 | Serie: SINAMICS S120 Booksize

Das Siemens 6SL3130-1TE31-0AA0 ist ein luftgekühltes SINAMICS S120 Basic Line Module für modulare Mehrmotorenantriebe im Booksize-Format. Als ungesteuerte, nicht rückspeisefähige Einspeisung wandelt diese Einheit eine dreiphasige Netzspannung von 380 V bis 480 V AC in eine geregelte Zwischenkreisspannung von 600 V DC um und stellt eine Nennleistung von 100 kW sowie einen Zwischenkreisstrom von 208 A bereit. Das Modul ist für die direkte Seitenmontage im Schaltschrank konzipiert und wird über gemeinsame Zwischenkreis-Sammelschienen sowie eine 24-V-DC-Elektronikstromversorgung mit SINAMICS S120 Motor Modules verbunden.

Die Anbindung an das übergeordnete Antriebssystem erfolgt über eine integrierte DRIVE-CLiQ-Schnittstelle mit RJ45-Buchse. Beim Austausch eines Geräts liest eine angeschlossene Control Unit wie die CU320-2 die Spezifikationen des Moduls über das elektronische Typenschild automatisch aus, was den Parametrieraufwand bei der Inbetriebnahme deutlich reduziert. Vor dem erneuten Einschalten müssen die dreiphasige Netzverbindung, der externe Netzdrosselanschluss sowie die 24-V-DC-Hilfsspannung an Klemme X24 ordnungsgemäß verdrahtet sein. Die vollständige Konfiguration und Funktionsprüfung kann über die Engineering-Tools STARTER oder SINAMICS Startdrive im TIA Portal durchgeführt werden, wobei ABC Industrial Parts bei der Beschaffung passender Ersatzmodule unterstützt.

Der Betriebszustand und etwaige Störungen lassen sich direkt an den frontseitigen LEDs RDY und DC LINK sowie über das Diagnoseregister der Control Unit nachvollziehen. Neben der Überwachung im Software-Tool können Fehlermeldungen auch über Bedieneinheiten wie das BOP20 oder AOP30 ausgelesen werden. Ursachen für Fehlermeldungen wie den Vorladefehler F06000 oder den Überstrom F30001 reichen von Netzspannungsschwankungen bis hin zu externen Kurzschlüssen im Zwischenkreis. Sollten nach Prüfung der peripheren Verdrahtung und Drosseln interne Platinen- oder Bauteilfehler vorliegen, sind diese nicht vor Ort reparierbar; in solchen Fällen bietet ABC Industrial Parts einen schnellen Austausch oder Reparaturdienst an.

Technische Daten

HerstellerSiemens
Teilenummer6SL3130-1TE31-0AA0
Modell / TypSinamics S120 Basic Line Module
ProduktfamilieSINAMICS S120 Booksize
Nennleistung100 kW
Netzeingangsspannung380 - 480 V AC (3-phasig)
Netzeingangsstrom188 A
Zwischenkreis-Ausgangsspannung600 V DC
Zwischenkreis-Ausgangsstrom208 A
Elektronikstromversorgung24 V DC
Verlustleistung420 W
KühlungLuftgekühlt
DRIVE-CLiQ-Schnittstelle1x RJ45-Buchse (100 Mbit/s)

Programmierung und Konfiguration

Das Siemens 6SL3130-1TE31-0AA0 Basic Line Module ist mit einem elektronischen Typenschild ausgestattet, das beim Systemstart über die DRIVE-CLiQ-Verbindung automatisch von der übergeordneten SINAMICS CU320-2 Control Unit eingelesen wird. Dadurch werden herstellerspezifische Leistungsparameter und Kennlinien direkt in das Antriebsprojekt übernommen, was Fehler bei der manuellen Eingabe verhindert.

Für die Inbetriebnahme, Parametrierung und erweiterte Systemdiagnose stehen die Software-Werkzeuge STARTER sowie SINAMICS Startdrive im TIA Portal zur Verfügung. Über diese Engineering-Tools können Betriebsparameter angepasst, Störpuffer eingesehen und die Funktion des internen Vorladekreises sowie der Energieverteilung im Zwischenkreis überwacht werden.

Kommunikation und Systemintegration

Die Einbindung in den Antrabsverbund erfolgt primär über die integrierte DRIVE-CLiQ-Schnittstelle (100 Mbit/s RJ45-Buchse). Über diesen Kommunikationsbus tauscht das Einspeisemodul Diagnosedaten und Statusmeldungen in Echtzeit mit der zentralen Control Unit aus.

Mechanisch und elektrisch fügt sich das Modul nahtlos in den SINAMICS S120 Booksize-Verbund ein. Die Energieumwandlung erfolgt über eine ungesteuerte Dioden-/Thyristorbrücke, die den DC-Bus direkt über gemeinsame Zwischenkreis-Sammelschienen speist. Zusätzlich wird das Modul über die 24-V-DC-Klemme X24 mit Steuerspannung versorgt.

Diagnose und Statusanzeige

Das Modul verfügt an der Frontseite über zwei Diagnose-LEDs (RDY und DC LINK), die den aktuellen Betriebszustand und Störungen des Geräts anzeigen. Damit lässt sich auf einen Blick feststellen, ob die Vorladung aktiv ist, die Zwischenkreisspannung im Sollbereich liegt oder eine Schutzabschaltung ausgelöst wurde.

Detaillierte Störungsmeldungen und Alarmhistorien werden im Fehlerspeicher der übergeordneten Control Unit hinterlegt. Diese können mit den Software-Tools STARTER und SINAMICS Startdrive oder direkt an den Bedienpanels BOP20 und AOP30 ausgelesen werden.

Status-LED-Anzeigen

LEDFarbe/StatusBedeutung
RDY (READY)Grün/Gelb/Rot - Dauerlicht / BlinkendGrün: Betriebsbereit. Gelb: Vorladung aktiv oder Netzspannung liegt an. Rot: Störung liegt vor (z. B. Übertemperatur, Vorladefehler, Hardwarefehler). Blinkend Grün/Rot: Firmware-Download läuft.
DC LINKOrange/Rot - Dauerlicht / AusAus: Zwischenkreisspannung < 60 V DC. Orange: Zwischenkreisspannung >= 60 V DC. Rot: Zwischenkreisüberspannung oder Störungszustand.

Austausch und Ersatzteile

Beim Austausch eines defekten Siemens 6SL3130-1TE31-0AA0 Moduls ist auf die exakte Übereinstimmung der Teilenummer und der Leistungsklasse (100 kW) zu achten. Da es sich um ein Basic Line Module im Booksize-Format handelt, erfolgt der physische Austausch durch Trennen der Sammelschienen und des DRIVE-CLiQ-Kabels.

Dank der elektronischen Typenschild-Erkennung liest die Control Unit die Gerätedaten nach dem Wiedereinschalten automatisch ein. Stellen Sie vor der erneuten Inbetriebnahme sicher, dass die externe Netzdrossel installiert ist und die 24-V-DC-Hilfsspannung an Klemme X24 stabil anliegt. Wenn generatorische Bremsenergie im Antriebsverbund entsteht, müssen zudem passende Bremsmodule und Bremswiderstände im Zwischenkreis vorhanden sein.

Fehlercodes und Stoercodes

Die folgenden Fehlercodes koennen waehrend Betrieb oder Diagnose angezeigt werden:

CodeNameBeschreibungMoegliche UrsacheEmpfohlene Massnahme
F06000Einspeisung: Fehler VorladekreisDie Vorladung des Zwischenkreises wurde nicht innerhalb der überwachten Vorladezeit abgeschlossen.Netzspannung zu niedrig, Netzdrossel fehlt oder hat falschen Wert, Kurzschluss im Zwischenkreis oder interner Vorladekreis defekt.Netzspannung und Phasenanschluss prüfen. Installation der Netzdrossel überprüfen. Zwischenkreis auf externen Kurzschluss prüfen. Wenn Netzspannung korrekt und Kurzschluss ausgeschlossen ist, Modul austauschen.
F06100Einspeisung: NetzfehlerNetzspannung ausgefallen, Phasenausfall aufgetreten oder Netzspannungseinbruch zu groß.Netzphasenausfall, Netzsicherung ausgelöst, Netzspannungseinbruch, Hauptschütze während des Betriebs geöffnet.Netzsicherungen, eingehende 3-Phasen-Wechselstromleitung, Netzschützansteuerung und Netzanschlüsse prüfen.
F06200Einspeisung: Netzfrequenz außerhalb des BereichsGemessene Netzfrequenz liegt außerhalb der zulässigen Betriebsgrenzen (47-63 Hz).Instabile Generatorversorgung oder starke Netzfrequenzschwankungen.Stabilität der Netzfrequenz und Netzanschluss überprüfen.
F06300Einspeisung: NetzüberspannungNetzspannung hat die maximal zulässige Grenze überschritten.Netzspannungsspitze oder falsche Transformatoranzapfung.AC-Eingangsspannung mit den Modulspezifikationen vergleichen.
F30001Leistungsteil: ÜberstromDer Abschaltstromwert des Einspeiseleistungsteils wurde überschritten.Kurzschluss im Zwischenkreis, Erdschluss oder defekter Halbleiter im Leistungsteil.Isolierung der Zwischenkreisschienen und Erdschlussfreiheit prüfen. Liegt kein externer Kurzschluss vor, liegt ein interner Leistungsteilfehler vor – Modul austauschen oder reparieren.
F30002Leistungsteil: ZwischenkreisüberspannungZwischenkreisspannung hat die Abschaltgrenze überschritten.Zu hohe Rückspeiseenergie von den Motormodulen (Basic Line Module können keine Energie ins Netz zurückspeisen), zu hohe Netzspannung.Netzeingangsspannung prüfen. Sicherstellen, dass Bremsmodule mit Bremswiderständen am Zwischenkreis installiert sind, um generatorische Energie aufzunehmen.
F30003Leistungsteil: ZwischenkreisunterspannungZwischenkreisspannung ist unter den minimal zulässigen Betriebswert gefallen.Netzausfall, Phasenausfall oder Netzspannungseinbruch bei Lastimpuls.Netzspannung und Netzsicherungen prüfen.
F30004Leistungsteil: Übertemperatur KühlkörperKühlkörpertemperatur des Einspeisemoduls hat den Grenzwert überschritten.Lüfter defekt, Luftwege blockiert, Umgebungstemperatur im Schaltschrank zu hoch oder Modul überlastet.Integrierten Lüfter auf Funktion prüfen, Lufteinlass und -auslass reinigen, dauerhafte Strombelastung reduzieren.
F30005Leistungsteil: Überlast I2tThermische I2t-Überlastgrenze des Leistungsteils überschritten.Dauerbetriebsstrom liegt über dem Nennstrom des Moduls.Arbeitsspiel und Dauerlastanforderungen gegen die 100-kW-Nennleistung des Moduls prüfen.
F30021Leistungsteil: ErdschlussErdschluss im Leistungskreis erkannt.Isolationsfehler im Zwischenkreis, Kabelisolationsfehler gegen Erde oder interner Isolationsschaden im Modul.Zwischenkreiskabel und Motormodulanschlüsse auf Erdschluss prüfen. Ist die externe Verdrahtung intakt, Modul austauschen oder reparieren.
F30040Leistungsteil: 24 V Versorgung UnterspannungExterne 24-V-DC-Steuerspannung hat den minimalen Betriebswert unterschritten.24-V-DC-Stromversorgung überlastet oder Spannungsabfall auf der Zuleitung.24-V-DC-Steuerspannung an Klemme X24 prüfen.
F30050Leistungsteil: Interner HardwarefehlerInterner Hardware- oder Speicherfehler auf der Platine des Leistungsteils erkannt.Interner Bauteildefekt oder beschädigte EEPROM-Daten.Interner Hardwarefehler ist nicht vor Ort reparierbar. Modul zur Reparatur einsenden oder austauschen.

Haeufig gestellte Fragen

Kann das Basic Line Module 6SL3130-1TE31-0AA0 Energie ins Stromnetz zurückspeisen?

Nein, das Basic Line Module arbeitet als ungesteuerte Gleichrichtereinspeisung und ist nicht rückspeisefähig. Zur Aufnahme von Bremsenergie müssen externe Bremsmodule mit Bremswiderständen am Zwischenkreis betrieben werden.

Welche Steuerspannung wird für das Modul benötigt?

Für die internen Steuerungselektronik wird eine externe 24-V-DC-Spannungsversorgung an Klemme X24 angeschlossen.

Wie wird das Ersatzmodul in das System eingebunden?

Das Modul verfügt über eine DRIVE-CLiQ-Schnittstelle mit elektronischem Typenschild. Nach dem Anschließen an die Control Unit (z. B. CU320-2) wird das Gerät automatisch im Antriebsverbund erkannt.

Was ist bei der Fehlermeldung F06000 zu tun?

F06000 weist auf einen Fehler im Vorladekreis hin. Prüfen Sie die eingehende dreiphasige Netzspannung, die Installation der Netzdrossel und stellen Sie sicher, dass kein Kurzschluss auf der Zwischenkreisschiene vorliegt.

Welche Tools werden für Diagnose und Konfiguration genutzt?

Die Diagnose und Inbetriebsetzung kann mit den Siemens-Tools STARTER oder SINAMICS Startdrive im TIA Portal sowie über die Bedieneinheiten BOP20 und AOP30 durchgeführt werden.

Profitieren Sie von unserer Umtauschformel

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Gehen Sie mit unseren Garantiebedingungen auf Nummer sicher

Industrieanlagen sollten vorzugsweise stets in Betrieb bleiben, unabhängig von den Umständen. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, dass Sie sich auf hochwertige Produkte und/oder nachhaltige Reparaturen verlassen können. Mit unseren Garantiebedingungen können Sie sich auf Sicherheit verlassen, unabhängig davon, ob Sie sich für neue, gebrauchte oder reparierte Produkte entscheiden.

Datensicherung und -wiederherstellung

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