Lenze 00410629 E82ZAFS001 – Systembus CAN-Modul 8200 vector
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Produktinformationen
Das Lenze 00410629 (Typ E82ZAFS001) ist ein Systembus-Funktionsmodul zur Integration von Lenze 8200 vector und 8200 motec Frequenzumrichtern in CAN-basierte Feldbusnetzwerke. Als Kommunikationsmodul wird die Baugruppe direkt in den Function Interface (FIF)-Steckplatz des Host-Umrichters gesteckt. Eine externe Spannungsversorgung ist nicht erforderlich, da die Stromversorgung direkt über das Grundgerät erfolgt. Das Modul ermöglicht eine schnelle und deterministische Datenübertragung für koordinierte Multi-Drive-Anwendungen wie beispielsweise Geschwindigkeits- und Drehmomentsynchronisierungen in Verpackungsmaschinen, Fördermotoren oder Materialflussanlagen.
Für den physikalischen Netzwerkanschluss verfügt die Schnittstelle über steckbare Schraubklemmen für CAN-High, CAN-Low und den Schirmanschluss innerhalb einer Linienstruktur. Die Übertragungsrate lässt sich im Bereich von 20 kbit/s bis 500 kbit/s flexibel einstellen, wobei an den Netzenden ein Abschlusswiderstand von 120 Ohm einzusetzen ist. Beim Austausch eines defekten Moduls muss beachtet werden, dass gerätespezifische Parameter und Knotenadressen im Speicher des Frequenzumrichters abgelegt sind. Die Konfiguration erfolgt über die Lenze Global Drive Control (GDC) Software oder das Bedienmodul XT (Typ E82ZBC00). Sollten Unterstützung bei der Datensicherung oder der richtigen Parametrierung erforderlich sein, steht ABC Industrial Parts mit technischem Know-how zur Seite.
Zur Vor-Ort-Diagnose ist das Modul mit zwei Status-LEDs ausgestattet: Die grüne LED CAN-RUN signalisiert den betrieblichen Zustand des Systembusses, während die rote LED CAN-ERR auf Kommunikationsfehler, Warnzustände oder einen Bus-Off aufmerksam macht. Ergänzend lassen sich Diagnoseparameter wie C0158 und C0168 auslesen, um spezifische Störungen wie CE0 (CAN-TRIP), Timeout-Fehler der Prozessdatenobjekte (CE1 bis CE4) oder den Fehler H05 für Störungen am FIF-Steckplatz einzugrenzen. Liegt die Ursache nicht an der Verkabelung oder der Bus-Terminierung, deutet ein anhaltender Hardwarefehler auf einen internen Defekt hin. In solchen Fällen ist ein geprüfter Ersatz oder die Reparatur über ABC Industrial Parts der schnellste Weg zur Wiederherstellung der Anlageneffizienz.
Technische Daten
| Protokoll | Lenze Systembus (CAN / ISO 11898) |
| Minimale Übertragungsgeschwindigkeit | 20 kbit/s |
| Maximale Übertragungsgeschwindigkeit | 500 kbit/s |
| Bustopologie | Linienstruktur |
| Abschlusswiderstand | 120 Ohm |
| Spannungsversorgung | Intern über FIF-Steckplatz des Host-Umrichters |
| Schnittstelle Host-Gerät | Mehrpoliger FIF-Stecker |
| Feldbus-Anschluss | Steckbare Schraubklemmleiste |
Programmierung und Konfiguration
Die Inbetriebnahme und Konfiguration des Lenze E82ZAFS001 Systembus-Moduls erfolgt über die Engineering-Software Lenze Global Drive Control (GDC) oder alternativ direkt vor Ort mit dem Keypad XT (E82ZBC00). Sämtliche nutzerspezifischen Kommunikationsparameter, Baudraten und Knotenadressen werden dabei direkt im Speicher des übergeordneten Frequenzumrichters (8200 vector oder 8200 motec) gesichert.
Bei einem Gerätewechsel bleiben die im Frequenzumrichter gespeicherten Daten erhalten, sofern nur das Kommunikationsmodul ausgetauscht wird. Sollten Anpassungen an den Überwachungszeiten erforderlich sein, lassen sich Parameter wie die PDO-Timeout-Überwachung über den Parameter C0357 in der Softwareumgebung gezielt konfigurieren.
Kommunikation und Systemintegration
Das Kommunikationsmodul E82ZAFS001 nutzt das Lenze Systembus-Protokoll auf Basis des Standards ISO 11898 (CAN). Die Netzwerktopologie ist als Linienstruktur aufgebaut, bei der die Übertragungsgeschwindigkeit im Bereich von 20 kbit/s bis 500 kbit/s an die Anforderungen der Automatisierungsaufgabe angepasst werden kann. Für einen störungsfreien Betrieb ist der physische Bus an beiden Enden mit einem 120-Ohm-Abschlusswiderstand zu terminieren.
Die Anbindung der Busleitung erfolgt über steckbare Schraubklemmen, die eine einfache Verdrahtung von CAN-High, CAN-Low und der Kabelschirmung ermöglichen. Über die integrierte Multi-Pin-Steckleiste verbindet sich das Modul direkt mit dem FIF-Steckplatz des Inverters und baut eine hochleistungsfähige Schnittstelle zur Steuerungsebene sowie zur direkten Querverkehrs-Kommunikation zwischen mehreren Antrieben auf.
Diagnose und Statusanzeige
Die Diagnose der Baugruppe E82ZAFS001 erfolgt direkt am Modul sowie über die Parameterstruktur des Umrichters. Die zweifarbige LED-Anzeige gibt sofort Rückmeldung über den Systemzustand: Die grüne LED CAN-RUN zeigt den Betriebsstatus an, während die rote LED CAN-ERR Kommunikationsprobleme anzeigt.
Über die GDC-Software oder das Bedienmodul XT können zusätzlich die Diagnosecodes C0158 und C0168 abgefragt werden. Diese Parameter liefern präzise Informationen über den Übertragungsstatus, empfangene Telegramme und aufgetretene Busfehler.
Status-LED-Anzeigen
| LED | Farbe/Status | Bedeutung |
|---|---|---|
| CAN-RUN | Grün - Aus / Blinkend / Ein | Aus = Keine Spannungsversorgung oder interner Modulfehler; Blinkend = Status Pre-Operational; Ein = Systembus betriebsbereit (Operational) |
| CAN-ERR | Rot - Aus / Blinkend / Ein | Aus = Keine Kommunikationsstörung; Blinkend = CAN-Warnzustand / Telegrammfehler; Ein = Bus-Off-Zustand, Leitungsfehler oder fehlende Bus-Terminierung |
Austausch und Ersatzteile
Beim Austausch eines Moduls E82ZAFS001 muss darauf geachtet werden, dass das Ersatzgerät korrekt im FIF-Steckplatz des Lenze 8200 vector oder 8200 motec Frequenzumrichters einrastet. Vor dem Ausbau ist das Grundgerät zwingend spannungsfrei zu schalten, um Beschädigungen an den empfindlichen Kontaktstiften der Steckleiste zu vermeiden.
Da die Bus-Adresse und die betrieblichen Parameter im Grundgerät gespeichert sind, übernimmt ein neues Funktionsmodul im Regelfall die bestehende Konfiguration. Dennoch sollten nach dem Wechsel die Baudrate, die Terminatorwiderstände (120 Ohm an den Endknoten) sowie die festen Schraubklemmenverbindungen überprüft werden.
Sollte nach dem mechanischen Einbau der Fehler H05 angezeigt werden, ist der ordnungsgemäße Sitz des Moduls zu kontrollieren. Bleiben die Fehleranzeigen CE0 bis CE4 nach Prüfung der externen Verkabelung bestehen, weist dies auf einen internen Defekt der Baugruppe hin, der einen Austausch des Moduls erforderlich macht.
Fehlercodes und Stoercodes
Die folgenden Fehlercodes koennen waehrend Betrieb oder Diagnose angezeigt werden:
| Code | Name | Beschreibung | Moegliche Ursache | Empfohlene Massnahme |
|---|---|---|---|---|
| CE0 | CAN-TRIP | Kommunikationsausfall am Systembus / Bus-Off-Zustand | Unterbrochene Busleitung, schlechte Verbindung, falsche Baudrateneinstellung, fehlender 120-Ohm-Abschlusswiderstand oder doppelte Knotenadresse. | Verdrahtung, Busterminierung, Baudratenparameter und Kabelschirmung überprüfen. Bleibt der Fehler bei intakter Verkabelung bestehen, liegt möglicherweise ein Hardwaredefekt der Schnittstelle vor und das Modul muss ausgetauscht werden. |
| CE1 | CAN Time-out PDO1 | Kommunikations-Zeitüberschreitung bei Prozessdatenobjekt 1 (PDO1) | Master-Gerät sendet keine CAN-Telegramme mehr oder die Zykluszeit hat die eingestellte Überwachungszeit überschritten. | Zykluszeiten der übergeordneten Steuerung (SPS) prüfen, Netzwerkverkehr kontrollieren und Timeout-Überwachung im Parameter C0357 anpassen. |
| CE2 | CAN Time-out PDO2 | Kommunikations-Zeitüberschreitung bei Prozessdatenobjekt 2 (PDO2) | Master-Gerät hat das Senden von PDO2-Telegrammen eingestellt oder die Knotenleitung ist unterbrochen. | Anwendungsprogramm der Steuerung und CAN-Verbindung zum Knoten überprüfen. |
| CE3 | CAN Time-out PDO3 | Kommunikations-Zeitüberschreitung bei Prozessdatenobjekt 3 (PDO3) | Vom Antrieb erwartetes PDO3-Telegramm wurde innerhalb der konfigurierten Überwachungszeit nicht empfangen. | Konfiguration des CAN-Senders und Signalintegrität der Busleitung prüfen. |
| CE4 | CAN Time-out PDO4 | Kommunikations-Zeitüberschreitung bei Prozessdatenobjekt 4 (PDO4) | Fehler beim PDO4-Telegramm oder fehlendes Heartbeat-Signal des Knotens. | Sendezyklen des Master-Knotens und Durchgang der Busleitung überprüfen. |
| H05 | FIF Fault / Hardware Error | Fehler im Steckplatz der Funktionsschnittstelle (FIF) | Modul ist nicht korrekt im FIF-Steckplatz eingesetzt, Kontaktstifte sind beschädigt oder verschmutzt, oder es liegt ein Hardwaredefekt am Funktionsmodul vor. | Spannung ausschalten, Modul E82ZAFS001 entnehmen und neu einsetzen. Tritt der Fehler nach dem Wiedereinsetzen erneut auf, sollte das Modul ersetzt werden. |
Haeufig gestellte Fragen
Für welche Frequenzumrichter ist das Modul Lenze E82ZAFS001 geeignet?
Das Modul ist für den Einsatz in Frequenzumrichtern der Serien Lenze 8200 vector und Lenze 8200 motec ausgelegt.
Wie wird das Kommunikationsmodul E82ZAFS001 mit Strom versorgt?
Das Modul benötigt keine externe Versorgungsspannung. Es wird direkt über den FIF-Steckplatz (Function Interface) des Frequenzumrichters mit Strom versorgt.
Welche Baudraten unterstützt das E82ZAFS001 CAN-Modul?
Das Modul unterstützt einstellbare Übertragungsgeschwindigkeiten von 20 kbit/s bis zu 500 kbit/s innerhalb einer CAN-Linienstruktur.
Welche Software wird für die Konfiguration und Diagnose benötigt?
Die Parameter- und Diagnosesteuerung kann über die Software Lenze Global Drive Control (GDC) oder direkt über das Bedienmodul XT (E82ZBC00) durchgeführt werden.
Was bedeutet der Fehlercode CE0 am Frequenzumrichter?
CE0 steht für einen CAN-TRIP bzw. eine Bus-Off-Störung. Typische Ursachen sind Kabelbrüche, falsche Baudraten, fehlerhafte Schirmung, doppelte Busadressen oder ein fehlender 120-Ohm-Abschlusswiderstand.
Was zeigt die rote LED CAN-ERR auf dem Modul an?
Eine dauerhaft leuchtende rote LED signalisiert einen Bus-Off-Zustand, eine Leitungsstörung oder einen fehlenden Abschlusswiderstand. Blinkt die LED, liegt ein Warnzustand oder ein Telegrammfehler vor.
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Gehen Sie mit unseren Garantiebedingungen auf Nummer sicher
Industrieanlagen sollten vorzugsweise stets in Betrieb bleiben, unabhängig von den Umständen. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, dass Sie sich auf hochwertige Produkte und/oder nachhaltige Reparaturen verlassen können. Mit unseren Garantiebedingungen können Sie sich auf Sicherheit verlassen, unabhängig davon, ob Sie sich für neue, gebrauchte oder reparierte Produkte entscheiden.
Datensicherung und -wiederherstellung
Haben Sie aufgrund eines Defekts wertvolle Parameter oder Daten verloren, während die Unterstützung durch den Hersteller eingestellt wurde? Bei ABC Industrial Parts unterstützen wir Sie bei der Sicherung dieser Daten, sowohl bei gängigen als auch bei spezifischen Produkten.
Spezifische Firmware- und Hardware-Versionen
Wenn Sie mit spezifischen Hardware- oder Firmware-Versionen arbeiten, die vom Hersteller nicht mehr angeboten werden, ist ABC Industrial Parts Ihr kompetenter Ansprechpartner. Geben Sie bei Ihrer Anfrage deutlich an, welche Versionen Sie benötigen. Wir prüfen dann die Möglichkeiten, diese Versionen zu liefern, damit Ihre Anlagen weiterhin optimale Leistungen erbringen.
Haftungsausschluss:
Wir sind kein autorisierter Vertriebspartner von Lenze.
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