Lenze 00454107 E82ZAFCC100 – Systembus CAN Kommunikationsmodul
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Produktinformationen
Das Lenze Kommunikationsmodul 00454107 (Typ E82ZAFCC100) ist ein Funktionsmodul für die Einbindung der Frequenzumrichterreihen Lenze 8200 vector (0,25 kW bis 90 kW) und 8200 motec in CANopen- und Lenze-Systembus-Netzwerke. Der Einbau erfolgt direkt über die interne Function Interface (FIF)-Schnittstelle des Umrichters, worüber das Modul auch direkt mit einer Versorgungsspannung von 5 V DC versorgt wird. Mit einer geringen Leistungsaufnahme von 1 W benötigt die Baugruppe keine externe Hilfsenergie. Der Feldbusanschluss ist als steckbare 5-polige Schraubklemme ausgeführt, was die Verdrahtung in bestehenden Schaltschränken und dezentralen Aufbauten vereinfacht.
Für die schnelle Inbetriebnahme eines Ersatzgeräts stellt das Modul physische DIP-Schalterblöcke bereit, mit denen die Knotenadresse im Bereich von 1 bis 63 sowie die Übertragungsrate zwischen 10 kbit/s und 500 kbit/s direkt an der Hardware eingestellt werden können. Ergänzend lässt sich über einen DIP-Schalter ein integrierter 120-Ohm-Busabschlusswiderstand zuschalten, um Reflektionen im Feldbusnetzwerk gemäß ISO 11898 zu vermeiden. Alternativ können Parameter über Geräte-Codestellen im Umrichter, das Bedienmodul Keypad XT (E82ZBC) oder die Software Lenze Global Drive Control (GDC) konfiguriert werden. Bei der Vorbereitung und dem Abgleich von Austauschgeräten bietet ABC Industrial Parts praxisnahe Unterstützung zur Reduzierung von Anlagenstillständen.
Zur Diagnose des Kommunikationsstatus befinden sich zwei LEDs an der Frontseite des Moduls. Die grüne LED CAN-RUN signalisiert den Betriebszustand, während die rote LED CAN-ERR Fehler wie Warnschwellen, Bus-Off-Zustände oder Hardwareausfälle anzeigt. Zusätzlich lassen sich in der Antriebssteuerung Codestellen wie C0359 für den CAN-Status und C0361 für den Fehlerzähler auslesen. Tritt der Fehler CE4 auf, deutet dies auf eine fehlerhafte Initialisierung oder einen internen Baugruppendefekt hin. In solchen Fällen ist eine Feldreparatur der Platine meist nicht möglich, sodass die Beschaffung eines geprüften Ersatzmoduls über ABC Industrial Parts die schnellste Wiederherstellung der Produktion erlaubt.
Technische Daten
| Hersteller | Lenze |
| Teilenummer | 00454107 |
| Modell / Typ | E82ZAFCC100 |
| Komponententyp | Kommunikationsmodul |
| Produktfamilie | 8200 vector |
| Versorgungsspannung | 5 V DC |
| Leistungsaufnahme | 1 W |
| Protokolle | CANopen, Lenze Systembus (CAN) |
| Übertragungsrate | 10 bis 500 kbit/s |
| Knotenadressbereich | 1 bis 63 |
| Kommunikationsstandard | ISO 11898 |
| Busabschlusswiderstand | 120 Ohm (zuschaltbar) |
| Feldbus-Anschluss | Steckbare 5-polige Schraubklemme |
| Rückwand-Anschluss | Mehrpolige Stiftleiste (FIF) |
Programmierung und Konfiguration
Die Konfiguration des Moduls E82ZAFCC100 kann wahlweise über Hardware-DIP-Schalter oder softwareseitig über den Host-Umrichter erfolgen. Über die DIP-Schalter an der Modulfront lassen sich die CAN-Knotenadresse (1 bis 63), die Übertragungsgeschwindigkeit (10 bis 500 kbit/s) und die Zuschaltung des 120-Ohm-Abschlusswiderstands ohne PC-Werkzeuge rasch einstellen.
Für erweiterte Netzwerkeinstellungen und die Einbindung in Steuerungssysteme wird die PC-Software Lenze Global Drive Control (GDC) oder das Anzeigemodul Keypad XT (E82ZBC) genutzt. Parameteränderungen werden direkt im Frequenzumrichter gespeichert, wodurch Einstellungen bei einem Modultausch nach Überprüfung der DIP-Schalterstellung vom Umrichter übernommen werden können.
Kommunikation und Systemintegration
Das Lenze 00454107 Modul unterstützt die Norm ISO 11898 für den CAN-Bus und ermöglicht sowohl die Einbindung in standardisierte CANopen-Netzwerke nach DS301 (Slave-Betrieb) als auch die Nutzung des Lenze-Systembusses. Der Systembus erlaubt den schnellen, querverknüpften Datenaustausch zwischen mehreren 8200-vector- und 8200-motec-Umrichtern in Multi-Master- oder Peer-to-Peer-Topologien.
Der physikalische Anschluss erfolgt über eine steckbare 5-polige Schraubklemme. Für stabile Übertragungen bei Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 500 kbit/s sorgen der integrierte 120-Ohm-Abschlusswiderstand sowie eine ordnungsgemäße Schirmung der Busleitung, um Störungen in industriellen Umgebungen effektiv zu unterdrücken.
Diagnose und Statusanzeige
Die Diagnose des E82ZAFCC100 erfolgt über zweifarbige Status-LEDs an der Modulfront sowie über Diagnosecodestellen im Host-Frequenzumrichter. Die grüne LED CAN-RUN zeigt den aktuellen Betriebszustand des CAN-Controllers an, während die rote LED CAN-ERR Übertragungsfehler oder den Bus-Off-Zustand signalisiert.
Detaillierte Informationen zum Netzwerkstatus können über den Umrichter ausgelesen werden. Die Codestelle C0359 zeigt den aktuellen CAN-Status an, während C0361 den internen CAN-Fehlerzähler erfasst. Über die Software Global Drive Control (GDC) oder das Keypad XT (E82ZBC) können diese Diagnosewerte in Echtzeit überwacht werden.
Status-LED-Anzeigen
| LED | Farbe/Status | Bedeutung |
|---|---|---|
| CAN-RUN | Green - Off / Blinking / Solid | Aus: Nicht aktiv oder keine Stromversorgung. Blinkend: Pre-Operational / Initialisierung. Dauerhaft: Operational (normale CAN-Kommunikation). |
| CAN-ERR | Red - Off / Blinking / Solid | Aus: Kein Fehler. Blinkend: Warnschwelle erreicht (Error Passive / Warnlimit). Dauerhaft: Bus-Off-Zustand oder Hardware-Kommunikationsfehler. |
Austausch und Ersatzteile
Beim Austausch eines defekten Lenze 00454107 Moduls gegen ein Ersatzteil muss vor dem Einschalten die Stellung der Hardware-DIP-Schalter überprüft werden. Stellen Sie sicher, dass Knotenadresse, Baudrate und der Schalter für den 120-Ohm-Abschlusswiderstand exakt mit den Einstellungen der ausgetauschten Baugruppe übereinstimmen.
Das Modul wird im spannungslosen Zustand in den FIF-Steckplatz des Frequenzumrichters (8200 vector oder 8200 motec) eingesetzt. Achten Sie auf eine korrekte Verriegelung der Stiftleiste, um Kontaktprobleme zu vermeiden. Wird nach dem Einschalten der Fehler CE4 angezeigt, liegt meist ein schlechter Sitz der Steckverbindung oder ein Defekt des Moduls vor.
Da der Frequenzumrichter die Parameter speichert, erfordert ein reiner Modultausch in der Regel keine Neuprogrammierung der Applikation, sofern die Hardware-Schalter korrekt eingestellt sind. Bei tiefergehenden Problemen mit der Initialisierung empfiehlt sich die Überprüfung der FIF-Kontakte am Umrichter sowie die Prüfung mit der Software Global Drive Control.
Fehlercodes und Stoercodes
Die folgenden Fehlercodes koennen waehrend Betrieb oder Diagnose angezeigt werden:
| Code | Name | Beschreibung | Moegliche Ursache | Empfohlene Massnahme |
|---|---|---|---|---|
| CE0 | CAN Kommunikationstimeout / -fehler | Kommunikationsausfall oder Zeitüberschreitung auf dem Systembus (CAN)-Überwachungskanal | Unterbrochene Busleitung, defekter Sender, getrennter Teilnehmer oder falsche Baudrate | CAN-Verdrahtung, Schirmanschluss, Baudrateneinstellung und Busabschlusswiderstände prüfen |
| CE1 | CAN Bus-Off-Fehler | CAN-Controller ist aufgrund übermäßiger Sende-/Empfangsfehler in den Bus-Off-Zustand gewechselt | Falsche Baudrate, fehlender Busabschluss, Kurzschluss auf CAN_H / CAN_L Leitungen oder hohe EMV-Störungen | Physikalische CAN-Busverbindung prüfen, 120-Ohm-Abschlusswiderstände an beiden Enden sicherstellen und Schirmerdung kontrollieren |
| CE2 | CAN Warnlimit erreicht | Interner CAN-Sende-/Empfangsfehlerzähler hat die Warnschwelle überschritten | Lose Signalverbindungen, geringfügige Störungen auf der CAN-Leitung oder falsches Telegramm-Timing | Leitungsschirmung, Kabelführung getrennt von Leistungskabeln und Klemmenanschlüsse prüfen |
| CE3 | CAN RX-FIFO-Überlauf | Empfangspufferüberlauf im CAN-Controller | Busüberlastung, zu hohe Auslastung des Host-Umrichters oder Nachrichtenspitzen im CAN-Netzwerk | Netzwerkauslastung reduzieren, zyklische Sendeintervalle der sendenden Knoten erhöhen |
| CE4 | CAN-Modul / Hardware-Initialisierungsfehler | Host-Umrichter konnte das aufgesteckte CAN-Funktionsmodul nicht initialisieren | Modul nicht korrekt im FIF-Steckplatz eingesetzt, beschädigte FIF-Steckerstifte oder interner Hardwaredefekt auf der Platine | Umrichter ausschalten, Modul E82ZAFCC100 neu im FIF-Steckplatz einsetzen. Bleibt das Problem bestehen, ist die Hardware defekt und erfordert einen Austausch |
Haeufig gestellte Fragen
Wie wird die Knotenadresse beim Lenze E82ZAFCC100 eingestellt?
Die Knotenadresse (1 bis 63) kann direkt über die integrierten DIP-Schalter an der Modulfront oder alternativ über die Codestellen des Host-Frequenzumrichters eingestellt werden.
Benötigt das Modul 00454107 eine externe 24-V-Spannungsversorgung?
Nein, das Modul wird direkt über die FIF-Schnittstelle des Lenze 8200 Frequenzumrichters mit 5 V DC bei einer Leistungsaufnahme von ca. 1 W versorgt.
Mit welchen Lenze-Frequenzumrichtern ist das Modul E82ZAFCC100 kompatibel?
Es ist kompatibel mit allen Frequenzumrichtern der Reihen Lenze 8200 vector (0,25 kW bis 90 kW) und Lenze 8200 motec.
Was bedeutet eine dauerhaft rote CAN-ERR LED?
Eine dauerhaft rote LED zeigt einen Bus-Off-Zustand des CAN-Controllers oder einen Hardware-Kommunikationsfehler an. Häufige Ursachen sind falsche Baudraten, fehlende Abschlusswiderstände oder Leitungskurzschlüsse.
Wie aktiviere ich den integrierten Busabschlusswiderstand?
Der 120-Ohm-Busabschlusswiderstand kann einfach über den entsprechenden DIP-Schalter auf der Modulfront zugeschaltet werden.
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Gehen Sie mit unseren Garantiebedingungen auf Nummer sicher
Industrieanlagen sollten vorzugsweise stets in Betrieb bleiben, unabhängig von den Umständen. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, dass Sie sich auf hochwertige Produkte und/oder nachhaltige Reparaturen verlassen können. Mit unseren Garantiebedingungen können Sie sich auf Sicherheit verlassen, unabhängig davon, ob Sie sich für neue, gebrauchte oder reparierte Produkte entscheiden.
Datensicherung und -wiederherstellung
Haben Sie aufgrund eines Defekts wertvolle Parameter oder Daten verloren, während die Unterstützung durch den Hersteller eingestellt wurde? Bei ABC Industrial Parts unterstützen wir Sie bei der Sicherung dieser Daten, sowohl bei gängigen als auch bei spezifischen Produkten.
Spezifische Firmware- und Hardware-Versionen
Wenn Sie mit spezifischen Hardware- oder Firmware-Versionen arbeiten, die vom Hersteller nicht mehr angeboten werden, ist ABC Industrial Parts Ihr kompetenter Ansprechpartner. Geben Sie bei Ihrer Anfrage deutlich an, welche Versionen Sie benötigen. Wir prüfen dann die Möglichkeiten, diese Versionen zu liefern, damit Ihre Anlagen weiterhin optimale Leistungen erbringen.
Haftungsausschluss:
Wir sind kein autorisierter Vertriebspartner von Lenze.
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