Lenze 00491387 E82ZAFSC010 – CANopen Systembus-Modul

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Produktinformationen

Produktfamilie: 8200 | Serie: 8200 vector

Das Lenze Systembus-Kommunikationsmodul 00491387 (Typ E82ZAFSC010) erweitert die Netzwerkfähigkeiten von Frequenzumrichtern der Serie Lenze 8200 vector, 8200 motec sowie Lenze Drive PLC. Als Funktionsmodul wird die Baugruppe direkt in den dafür vorgesehenen Funktionsmodul-Steckplatz (FIF) der Umrichter eingesetzt und ermöglicht eine schnelle feldbusbasierte Kommunikation. Das Modul unterstützt sowohl den standardisierten CANopen-Protokollstandard als auch den proprietären Lenze Systembus für den hochdynamischen Datenaustausch zwischen Antrieben oder mit übergeordneten Steuerungssystemen. Zur physikalischen Anbindung an das Netz dient eine steckbare Klemmleiste mit Anschlüssen für CAN-High, CAN-Low und Masse.

Die Inbetriebnahme und Konfiguration des Austauschmoduls lässt sich über integrierte DIP-Schalter direkt an der Hardware durchführen. Über diese Schalter werden die Knotenadresse im Bereich von 1 bis 63 sowie Baudraten von 10 kbit/s bis 500 kbit/s ohne Zusatzwerkzeug eingestellt. Alternativ können erweiterte Parameter, Systembus-Funktionen und Prozessdatenverbindungen über die Software Lenze Global Drive Control (GDC) oder das Bedienteil Keypad XT (E82ZBC) konfiguriert werden. Beim Austausch eines defekten Moduls müssen die Einstellungen der DIP-Schalter sowie die im Umrichter hinterlegten Kommunikationsparameter exakt mit dem Altgerät übereinstimmen, um eine nahtlose Wiedereingliederung in die Anlage zu gewährleisten. Bei der Vorbereitung passender Ersatzgeräte und der Konfigurationsprüfung unterstützt ABC Industrial Parts Techniker und Instandhalter.

Zur schnellen Diagnose vor Ort ist das Kommunikationsmodul E82ZAFSC010 mit zwei Front-LEDs ausgestattet. Die grüne LED CAN-RUN signalisiert den Betriebsstatus (Dauerlicht für Operational, Blinken für Pre-Operational), während die rote LED CAN-ERR auf Warnungen, Bus-Off-Zustände oder gravierende Verdrahtungsfehler hinweist. Zusätzliche Diagnosewerte und Fehlercodes wie C0359 oder C0361 können über die Bedieneinheit oder die GDC-Software ausgelesen werden, um Ursachen wie fehlende Abschlusswiderstände oder Leitungsunterbrechungen einzugrenzen. Liegt ein interner Hardwaredefekt vor, lässt sich die Störung vor Ort meist nicht auf Bauteilebene beheben; in solchen Fällen bietet ABC Industrial Parts mit geprüften Ersatzbaugruppen oder Reparaturleistungen eine schnelle Lösung zur Wiederherstellung der Produktion.

Technische Daten

HerstellerLenze
Teilenummer00491387
Modell / TypE82ZAFSC010
Komponenten-TypKommunikationsmodul
Produktfamilie8200 vector
KommunikationsschnittstelleSystembus (CAN)
Unterstützte ProtokolleCANopen, Lenze Systembus
Baudraten-Bereich10 - 500 kbit/s
Knotenadressen-Bereich1 - 63
AnschlusstypSteckbare Klemmleiste (CAN-L, CAN-H, GND)
EinbauortFunktionsmodul-Steckplatz (FIF)

Programmierung und Konfiguration

Die Parametrierung des Lenze Moduls 00491387 erfolgt flexibel wahlweise direkt über Hardwareschalter oder über entsprechende Software-Tools. Mittels der am Gehäuse zugänglichen DIP-Schalter lassen sich die Knotenadresse im Bereich 1 bis 63 und die Baudrate der CAN-Kommunikation von 10 bis 500 kbit/s direkt am Gerät festlegen. Dies ermöglicht eine schnelle Basiskonfiguration ohne angeschlossenes Programmiergerät.

Für weiterführende Diagnose- und Setup-Aufgaben steht die Software Lenze Global Drive Control (GDC) zur Verfügung, die über die Schnittstelle des Frequenzumrichters auf das Kommunikationsmodul zugreift. Ergänzend kann das Handbedienteil Keypad XT (E82ZBC) eingesetzt werden, um Systembus-Parameter wie Guard-Time oder Telegrammzähler direkt am Frequenzumrichter auszulesen und anzupassen.

Kommunikation und Systemintegration

Das Kommunikationsmodul E82ZAFSC010 verbindet Antriebe der Lenze 8200-Serie über den CAN-Bus miteinander und mit übergeordneten SPS-Systemen. Das Modul beherrscht sowohl das standardisierte CANopen-Protokoll zur Einbindung in herstellerübergreifende Automatisierungsnetze als auch den herstellerspezifischen Lenze Systembus. Dadurch lassen sich Querkommunikation, Drehzahl- und Drehmoment-Synchronisierungen zwischen mehreren Frequenzumrichtern in Förderanlagen oder Verpackungsmaschinen mit minimaler Latenz realisieren.

Die Anbindung an das CAN-Netzwerk erfolgt über eine steckbare Schraubklemmleiste mit den Signalleitungen CAN-H, CAN-L und Masse (GND). Der Einbau erfolgt durch Stecken in den Funktionsmodul-Steckplatz (FIF) des jeweiligen Frequenzumrichters oder der Drive PLC. Für einen störungsfreien Betrieb bei Übertragungsraten bis zu 500 kbit/s ist der korrekte Einsatz von 120-Ohm-Abschlusswiderständen an beiden Enden des Busstrangs erforderlich.

Diagnose und Statusanzeige

Für die schnelle Zustandsbeurteilung im Schaltschrank verfügt das Lenze Modul E82ZAFSC010 über zwei gut sichtbare Diagnose-LEDs an der Modulfront. Über diese Statusanzeigen können Kommunikationszustände und Netzwerkfehler sofort erkannt werden, ohne dass zusätzliche Diagnosegeräte angeschlossen werden müssen.

Detaillierte Systembus-Diagnosen stehen über spezifische Parameter im Lenze Frequenzumrichter bereit. Mit Hilfe des Keypads XT oder der Software Global Drive Control lassen sich Fehlercodes und Statuswerte zur genauen Analyse von Übertragungsstörungen oder Bus-Off-Ereignissen abrufen.

Status-LED-Anzeigen

LEDFarbe/StatusBedeutung
CAN-RUNGrün - Dauerlicht oder BlinkenDauerlicht zeigt den Operational-Status an; Blinken signalisiert den Pre-Operational-Status.
CAN-ERRRot - Dauerlicht oder BlinkenBlinken zeigt Fehler der Warnstufe an; Dauerlicht signalisiert den Bus-Off-Zustand oder einen schweren Hardware-/Verdrahtungsfehler.

Austausch und Ersatzteile

Beim Austausch des Systembusmodules 00491387 (E82ZAFSC010) in bestehenden Anlagen muss sichergestellt werden, dass die Hardware-Einstellungen am neuen Modul exakt den Einstellungen der auszutauschenden Baugruppe entsprechen. Vor dem Einschieben in den FIF-Steckplatz des Frequenzumrichters sind die Positionen der DIP-Schalter für die Knotenadresse und die Baudrate genau zu überprüfen und gegebenenfalls einzustellen.

Da das Modul in Verbindung mit Lenze 8200 vector, 8200 motec und Drive PLC verwendet wird, sollte nach dem Modulwechsel die Systembus-Parametrierung im Umrichter überprüft werden. Stellen Sie sicher, dass alle Guard-Times und Prozessdatenzuordnungen im Umrichter mit der Konfiguration des Leitsystems übereinstimmen, um Verbindungsabbrüche beim Hochlauf der Anlage zu vermeiden.

Fehlercodes und Stoercodes

Die folgenden Fehlercodes koennen waehrend Betrieb oder Diagnose angezeigt werden:

CodeNameBeschreibungMoegliche UrsacheEmpfohlene Massnahme
CE0 / C0091CAN Bus-Off-FehlerKommunikation auf dem Systembus aufgrund eines Fehlers auf der physikalischen Schicht oder übermäßiger Übertragungsfehler unterbrochen.Fehlerhafte Verdrahtung, falsche Bus-Abschlusswiderstände, falsche Baudrate, starke Störeinflüsse.Verdrahtung von CAN_H und CAN_L prüfen, 120-Ohm-Abschlusswiderstände an beiden Busenden überprüfen, Baudraten-Einstellung an den DIP-Schaltern kontrollieren.
CE1 / C0092CAN Timeout-FehlerProzessdatenüberwachung abgelaufen; Prozessdatentelegramme wurden nicht innerhalb der konfigurierten Guard-Time empfangen.Master-SPS hat Senden eingestellt, Kabel getrennt, Abweichung bei der Knotenadresse.Status der übergeordneten SPS/Master prüfen, Kabelverbindungen kontrollieren, Parameter für CAN Guard-Time überprüfen.
CE3 / C0093CAN Objektfehler / WarnungWarnschwellenwert des Telegrammzählers auf dem Systembus erreicht.Sporadische Störungen auf dem CAN-Bus, Abweichung der Baudrate bei einem Netzwerkknoten.Schirmung und Erdung des Buskabels prüfen, Potenzialausgleich zwischen den Geräten sicherstellen.

Haeufig gestellte Fragen

Wofür wird das Lenze Modul 00491387 E82ZAFSC010 eingesetzt?

Das Modul dient als Systembus-Kommunikationsschnittstelle (CAN) für Frequenzumrichter der Serien Lenze 8200 vector, 8200 motec und Drive PLC. Es ermöglicht die Vernetzung von Umrichtern untereinander sowie die Anbindung an übergeordnete CANopen-Steuerungen.

Wie wird die Knotenadresse und Baudrate am Modul E82ZAFSC010 eingestellt?

Die Einstellung der Knotenadresse (1 bis 63) und der Baudrate (10 bis 500 kbit/s) erfolgt direkt über integrierte DIP-Schalter an der Modulfront. Alternativ können Einstellungen über die Software Lenze Global Drive Control (GDC) angepasst werden.

Was bedeuten die Front-LEDs CAN-RUN und CAN-ERR?

Die grüne LED CAN-RUN zeigt den Betriebsstatus an (Dauerlicht = Operational, Blinken = Pre-Operational). Die rote LED CAN-ERR signalisiert Warnungen (Blinken) oder schwere Fehler wie einen Bus-Off-Zustand oder Verdrahtungsprobleme (Dauerlicht).

Welche Ursachen hat der Fehlercode CE0 / C0091?

Der Fehler CE0 / C0091 deutet auf einen CAN Bus-Off-Zustand hin, meist verursacht durch fehlerhafte Verdrahtung von CANH/CANL, fehlende oder falsche 120-Ohm-Abschlusswiderstände, abweichende Baudraten-Einstellungen oder starke EMV-Störungen.

Was ist beim Austausch eines defekten E82ZAFSC010 Moduls zu beachten?

Vor dem Einbau des Ersatzmoduls in den FIF-Steckplatz müssen die DIP-Schalter für Knotenadresse und Baudrate exakt wie beim Altgerät eingestellt werden. Zudem sollte geprüft werden, ob im Umrichter spezifische CAN-Parameter angepasst werden müssen.

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