Lenze 13126785 EMF2113IB – PROFIBUS-DP Kommunikationsmodul
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Produktinformationen
Das Lenze 13126785 EMF2113IB ist ein PROFIBUS-DP-Kommunikationsmodul aus der Produktfamilie Global Drive Accessories, das für den Einsatz mit Frequenzumrichtern der Serie Lenze 8200 vector sowie Servoumrichtern der Serie Lenze 9300 entwickelt wurde. Als Feldbus-Slave ermöglicht die Baugruppe die Anbindung der Antriebsregler an übergeordnete SPS-Steuerungen und Leitsysteme. Der physische Anschluss erfolgt über eine 9-polige Sub-D-Buchse nach RS-485-Standard für die zyklische Prozessdatenverarbeitung sowie die Parameterdatenübertragung gemäß DP-V0. Das Steckmodul wird direkt in den dafür vorgesehenen Funktionssteckplatz des Lenze-Antriebs eingesetzt und stellt eine zuverlässige Schnittstelle für die Steuerung von Drehzahl, Drehmoment und Statusrückmeldungen dar.
Für die Inbetriebnahme eines Ersatzgeräts bietet das EMF2113IB praxisgerechte Einstellmöglichkeiten direkt an der Hardware. Über integrierte DIP-Schalter wird die PROFIBUS-Stationsadresse im Bereich von 1 bis 126 ohne Softwareaufwand eingestellt. Die Baudratenerkennung arbeitet automatisch und passt sich allen Standard-Übertragungsgeschwindigkeiten von 9,6 kbit/s bis 12 Mbit/s dynamisch an. Ein integrierter EEPROM-Speicher bewahrt Konfigurationsdaten sicher auf. Um den Feldbusknoten auch bei abgeschalteter Hauptversorgung des Umrichters oder bei Sicherheitsabschaltungen aktiv zu halten, kann eine externe 24-V-DC-Hilfsspannung angeschlossen werden. Die Parametrierung und Überwachung des Antriebs erfolgt über die Softwaretools Global Drive Control (GDC) oder die L-force Engineer Suite. Bei der Vorbereitung und dem Austausch der Baugruppe unterstützt ABC Industrial Parts mit geprüften Ersatzteilen für einen reibungslosen Wechsel.
Zur Vor-Ort-Diagnose verfügt das Modul an der Frontseite über zwei LED-Anzeigen. Die grün leuchtende Diode STAT / OK signalisiert den ordnungsgemäßen Betriebszustand sowie die aktive zyklische PROFIBUS-Kommunikation, während die rote LED BUS ERR auf Feldbusfehler, fehlende Master-Kommunikation, Leitungsunterbrechungen oder ungültige Adressierungen hinweist. Detaillierte Fehlermeldungen wie die Kommunikationsabschaltungen CE0 bis CE3 lassen sich im Leitsystem oder über das Bediengerät auslesen. Bei Störungen sollten zuerst die Kabelverbindungen der Sub-D-Stecker, die Einstellung der Busabschlusswiderstände und die DIP-Schalter überprüft werden. Liegt ein interner Hardwarefehler vor oder bleibt eine Störung nach dem Aus- und Wiedereinschalten bestehen, ist eine Reparatur auf Bauteilebene im Feld nicht vorgesehen. In solchen Fällen bietet ABC Industrial Parts schnell verfügbare Ersatzmodule zur Minimierung von Anlagenstillständen.
Technische Daten
| Hersteller | Lenze |
| Teilenummer | 13126785 |
| Modell / Typ | EMF2113IB |
| Komponenten-Typ | Kommunikationsmodul |
| Produktfamilie | Global Drive Accessories |
| Kompatible Antriebsserien | Lenze 8200 vector, Lenze 9300 |
| Kommunikationsprotokoll | PROFIBUS-DP (DP-V0) |
| Schnittstellenanschluss | 9-polige Sub-D-Buchse (RS-485) |
| Teilnehmeradressbereich | 1 - 126 |
| Adresseinstellung | Hardware-DIP-Schalter |
| Baudratenbereich | 9.6 kbit/s - 12000 kbit/s (automatische Erkennung) |
| Hilfsversorgungsspannung | 24 V DC |
| Konfigurationsspeicher | EEPROM |
Programmierung und Konfiguration
Die Konfiguration des Lenze 13126785 EMF2113IB erfolgt primär über die hardwareseitigen DIP-Schalter direkt am Kommunikationsmodul. Damit wird die PROFIBUS-Stationsadresse im Adressbereich von 1 bis 126 festgelegt. Eine manuelle Einstellung der Übertragungsgeschwindigkeit ist nicht erforderlich, da das Modul über eine automatische Baudratenerkennung verfügt, die sich auf Werte zwischen 9,6 kbit/s und 12 Mbit/s einstellt.
Auf Softwareseite unterstützen das Tool Global Drive Control (GDC) sowie die L-force Engineer Software Suite den Zugriff auf das Kommunikationsmodul und den angeschlossenen Antrieb. Über den DP-V0-Parameterkanal können sämtliche Antriebsparameter ausgelesen, angepasst und im internen EEPROM des Moduls oder im Frequenzumrichter gespeichert werden. Für den Master-Regler steht die entsprechende GSD-Datei zur Integration in das Engineering-Projekt des Steuerungssystems bereit.
Kommunikation und Systemintegration
Das EMF2113IB-Modul fungiert als PROFIBUS-DP-Slave (DP-V0) und stellt die physikalische Schnittstelle über eine 9-polige Sub-D-Buchse auf Basis der RS-485-Spezifikation bereit. Die Baugruppe unterstützt sowohl den zyklischen Prozessdatenaustausch für schnelle Steuerbefehle und Istwerte als auch den azyklischen Parameterkanal zur Fernparametrierung.
Die Anbindung an das Feldbusnetzwerk ist flexibel gestaltet. Über den optionalen Anschluss für eine externe 24-V-DC-Hilfsspannungsversorgung bleibt die Buskommunikation und damit die Teilnehmerpräsenz am PROFIBUS-Strang auch dann aufrechterhalten, wenn der Hauptumrichter stromlos geschaltet wird. Dies verhindert Busfehler in übergeordneten SPS-Systemen bei Wartungsarbeiten oder Sicherheitsabschaltungen.
Diagnose und Statusanzeige
Die Diagnose der Baugruppe EMF2113IB erfolgt über eine Kombination aus optischen Front-LEDs, Feldbus-Telegramminspektionen im SPS-Master sowie Trip-Fehlermeldungen im Steuerungssystem oder der Software Global Drive Control.
Zwei zentrale Kommunikations-LEDs an der Vorderseite ermöglichen eine schnelle Funktionsprüfung direkt am Schaltschrank. Ergänzend generiert das Modul bei Busunterbrechungen oder Hardwarefehlern spezifische Trip-Codes (CE0 bis CE3), die im Diagnosespeicher des Lenze-Antriebs hinterlegt werden.
Status-LED-Anzeigen
| LED | Farbe/Status | Bedeutung |
|---|---|---|
| STAT / OK | Grün - Dauerhaft / Aktiv | Modulbetriebsstatus in Ordnung und zyklische PROFIBUS-Kommunikation aktiv. |
| BUS ERR | Rot - Dauerhaft / Blinkend | Feldbusfehler, keine Master-Kommunikation, Leitungsunterbrechung oder ungültige Stationsadresse. |
Austausch und Ersatzteile
Beim Austausch eines defekten Lenze EMF2113IB Kommunikationsmoduls ist darauf zu achten, dass die Hardware-DIP-Schalter am Ersatzgerät exakt auf dieselbe Stationsadresse (1 bis 126) eingestellt werden wie am Altgerät. Da die Übertragungsgeschwindigkeit durch die automatische Baudratenerkennung selbstständig ermittelt wird, entfällt eine manuelle Geschwindigkeitskonfiguration.
Das Modul muss bei ausgeschalteter Versorgungsspannung vorsichtig in den Funktionssteckplatz des Lenze 8200 vector oder 9300 Antriebs eingesetzt und fixiert werden. Falls eine externe 24-V-DC-Hilfsversorgung genutzt wird, sollte deren Polung vor dem Wiedereinschalten überprüft werden. Nach dem Hochfahren übernimmt das Modul die im EEPROM gespeicherten Konfigurationswerte.
Fehlercodes und Stoercodes
Die folgenden Fehlercodes koennen waehrend Betrieb oder Diagnose angezeigt werden:
| Code | Name | Beschreibung | Moegliche Ursache | Empfohlene Massnahme |
|---|---|---|---|---|
| CE0 | Kommunikationsfehler 0 (Prozessdaten-Timeout) | Zyklische Kommunikation unterbrochen oder Zeitüberschreitung auf dem Prozessdatenkanal. | Feldbuskabel gebrochen, PROFIBUS-Master im STOP-Zustand, falsche Baudrate, falsche Stationsadresse oder fehlender Busabschluss. | Kabelverbindungen und Sub-D-Stecker prüfen, PROFIBUS-Masterfunktion kontrollieren, DIP-Schalter-Adresse und Busabschlusswiderstände überprüfen. |
| CE1 | Kommunikationsfehler 1 (Parameterdaten-Timeout) | Zeitüberschreitung beim Zugriff auf Parameter über das PROFIBUS-Netzwerk. | Unterbrochene Parameterübertragung oder Zeitüberschreitung bei der Master-Antwort. | Timing der Parameteraufrufe in der SPS und Buskonfiguration im Master prüfen. |
| CE2 | Kommunikationsfehler 2 (Modul-Hardwarefehler) | Fehler im Kommunikationsmodul oder Störung der internen Schnittstelle zwischen Modul und Umrichter. | Modul nicht korrekt im Steckplatz eingerastet, beschädigte Steckverbinderkontakte oder interner Hardwaredefekt des Moduls. | Antrieb stromlos schalten, EMF2113IB-Modul neu einsetzen. Bleibt der Fehler bestehen, ist das Modul aufgrund eines Hardwaredefekts auszutauschen. |
| CE3 | Kommunikationsfehler 3 (Bus Off) | Der PROFIBUS-Controller ist aufgrund hoher Fehlerraten auf der Busleitung in den Bus-Off-Zustand gewechselt. | EMV-Einstrahlung, fehlende oder doppelte Busabschlüsse, lose Schirmanbindung oder doppelt vergebene Busadresse. | Schalter der Abschlusswiderstände kontrollieren, Schirmung und Erdung prüfen, Buskabel räumlich von Leistungskabeln trennen. |
Haeufig gestellte Fragen
Für welche Lenze-Antriebsserien ist das Kommunikationsmodul EMF2113IB geeignet?
Das Modul ist für den Einsatz mit Frequenzumrichtern der Serie Lenze 8200 vector und Servoumrichtern der Serie Lenze 9300 ausgelegt.
Wie wird die PROFIBUS-Adresse am Lenze 13126785 EMF2113IB eingestellt?
Die Stationsadresse wird direkt über die am Modul befindlichen Hardware-DIP-Schalter im Bereich von 1 bis 126 eingestellt.
Benötigt das Modul eine manuelle Konfiguration der Übertragungsgeschwindigkeit?
Nein, das EMF2113IB verfügt über eine automatische Baudratenerkennung für Übertragungsraten von 9,6 kbit/s bis 12 Mbit/s.
Welchen Zweck erfüllt der externe 24-V-DC-Hilfsspannungsanschluss?
Die externe 24-V-DC-Hilfsversorgung hält den PROFIBUS-Teilnehmer auch dann am Netz aktiv, wenn die Hauptstromversorgung des Antriebsumrichters ausgeschaltet ist.
Welche Bedeutung hat die Fehlermeldung CE2 am Antrieb?
Der Fehler CE2 weist auf eine gestörte Verbindung zwischen Modul und Umrichter oder einen internen Hardwarefehler des EMF2113IB hin. Nach Überprüfung des festen Sitzes im Steckplatz muss das Modul bei fortbestehendem Fehler ausgetauscht werden.
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Datensicherung und -wiederherstellung
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Haftungsausschluss:
Wir sind kein autorisierter Vertriebspartner von Lenze.
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