Lenze 13190126 E82ZAFVC010 Systembus-Funktionsmodul CAN
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Produktinformationen
Das Lenze 13190126 E82ZAFVC010 ist ein Systembus-Kommunikationsmodul auf CAN-Basis, das speziell für den Einsatz in Lenze 8200 vector Frequenzumrichtern im Leistungsbereich von 0,25 kW bis 90 kW entwickelt wurde. Als Funktionsmodul wird es direkt in den standardisierten FIF-Steckplatz (Function Module Slot) des Umrichters eingesetzt und übernimmt die Vernetzung mehrerer Antriebe sowie die dezentrale Steuerung in automatisierten Anlagen. Das Modul bezieht seine Spannungsversorgung intern direkt über den FIF-Steckplatz des Host-Umrichters, wodurch eine externe Versorgungsspannung entfällt und der Verdrahtungsaufwand im Schaltschrank reduziert wird.
Für die Einbindung in das Feldbusnetzwerk verfügt das E82ZAFVC010 über eine 5-polige steckbare Schraubklemme für Signale wie CAN-H, CAN-L, GND und Schirmschaltung. Die Kommunikation erfolgt topologisch als Linienstruktur mit Übertragungsraten von bis zu 500 kbit/s sowie maximal 63 adressierbaren Knoten. Bei der Inbetriebnahme eines Ersatzgeräts müssen Parameter wie die Knotenadresse und die Baudrate über die Bediensoftware Lenze Global Drive Control (GDC) oder das Bedienteil Keypad XT (E82ZBC) abgeglichen werden. Da sämtliche Netzwerkeinstellungen im nichtflüchtigen EEPROM des Host-Umrichters gespeichert werden, ist der Austausch des Hardware-Moduls rasch durchführbar, erfordert jedoch die Überprüfung der eingestellten Busparameter vor der Wiederinbetriebnahme. ABC Industrial Parts unterstützt bei der Beschaffung passender Ersatzmodule für diese abgekündigte Serie.
Zur Vor-Ort-Diagnose besitzt die Frontplatte des Moduls zwei zweifarbige LED-Anzeigen. Die grüne LED CAN RUN signalisiert durch Blinken den Pre-Operational-Status und durch Dauerlicht den aktiven Operational-Zustand des CAN-Busses, während die rote LED CAN ERR bei Bus-Off-Zuständen, das Erreichen von Warngrenzen oder Guard-Timeouts auf Kommunikationsstörungen hinweist. Zudem erlauben die Umrichterparameter C0359 zur Anzeige des CAN-Status und C0361 als Fehlerzähler eine gezielte Fehleranalyse. Erstprüfungen bei Störungen umfassen die Kontrolle der Leitungsverbindung, der Schirmung, der Baudrate in Parameter C0351 sowie des Vorhandenseins der 120-Ohm-Abschlusswiderstände an den Busenden. Bei internen Defekten auf Platinenebene bietet ABC Industrial Parts geprüfte Austauschgeräte und Reparaturmöglichkeiten zur Vermeidung langer Stillstandzeiten.
Technische Daten
| Hersteller | Lenze |
| Teilenummer | 13190126 (00459341, 459341) |
| Modell/Typ | E82ZAFVC010 |
| Komponentenart | Kommunikationsmodul / Systembus-Modul |
| Kompatible Umrichter | Lenze 8200 vector (0,25 kW bis 90 kW) |
| Bussystem | Lenze Systembus (CAN / ISO 11898) |
| Unterstütztes Profil | CANopen DS301 / CAN 2.0B |
| Maximale Baudrate | 500 kbit/s |
| Maximale Knotenzahl | 63 |
| Bustopologie | Linienstruktur mit 120 Ohm Abschlusswiderstand an beiden Enden |
| Schnittstellenanschluss | 5-polige steckbare Schraubklemme |
| Spannungsversorgung | Intern über FIF-Steckplatz des Host-Umrichters |
| Lebenszyklus-Status | Abgekündigt (Discontinued) |
Programmierung und Konfiguration
Die Projektierung und Parametrierung des Systembus-Moduls E82ZAFVC010 erfolgt direkt über den Host-Umrichter der Serie Lenze 8200 vector. Ingenieure und Instandhalter nutzen hierfür wahlweise die Inbetriebnahmesoftware Lenze Global Drive Control (GDC) oder die lokale Bedieneinheit Keypad XT (E82ZBC). Über diese Schnittstellen werden essenzielle Busparameter wie die Systembus-Knotenadresse und die Übertragungsgeschwindigkeit im Parameter C0351 festgelegt.
Sämtliche Konfigurationsdaten und Kommunikationsparameter werden im nichtflüchtigen EEPROM des 8200 vector Frequenzumrichters hinterlegt. Dies garantiert, dass bei einem reinen Austausch des Funktionsmoduls E82ZAFVC010 die Adressierung und Baudrateneinstellungen im Umrichter erhalten bleiben. Dennoch muss nach dem Einsetzen einer Ersatzbaugruppe sichergestellt werden, dass die Parameter des Umrichters korrekt mit den Anforderungen des Gesamtsystems übereinstimmen.
Kommunikation und Systemintegration
Das Modul Lenze 13190126 E82ZAFVC010 basiert auf der physikalischen Schicht CAN 2.0B gemäß ISO 11898 und unterstützt sowohl das proprietäre Lenze Systembus-Protokoll als auch das standardisierte CANopen-Profil DS301. Die Busverbindung wird in einer klassischen Linientopologie ausgeführt, bei der die beiden physikalischen Endknoten des Netzwerks zwingend mit einem 120-Ohm-Abschlusswiderstand versehen werden müssen, um Signalreflexionen zu vermeiden.
Über die 5-polige steckbare Schraubklemme wird das Modul mit den Busleitungen CAN-H und CAN-L sowie Masse (GND) und Schirmanschluss verbunden. Der Datenaustausch erfolgt mit einstellbaren Baudraten von 20, 50, 125, 250 oder 500 kbit/s. Im Systembus-Netzwerk können bis zu 63 Umrichter adressiert werden, was den Aufbau komplexer Mehrachs- und Quervernetzungen, die Querverkopplung von Sollwerten sowie den Zugriff auf Prozessdatenobjekte ermöglicht.
Diagnose und Statusanzeige
Die Diagnose des E82ZAFVC010 erfolgt über direkte Hardware-Indikatoren sowie integrierte Software-Diagnoseparameter. Auf der Modulfront informieren zwei LEDs umgehend über den Zustand des Bus-Controllers: Die grüne LED CAN RUN signalisiert den Betriebsstatus, während die rote LED CAN ERR Störungen im CAN-Netzwerk anzeigt.
Ergänzend zur visuellen LED-Anzeige bietet die Software Lenze Global Drive Control (GDC) bzw. das Bedienteil Keypad XT detaillierte Diagnosedaten. Der Umrichterparameter C0359 gibt den aktuellen CAN-Status wieder, während Parameter C0361 den internen Fehlerzähler des CAN-Controllers ausliest. Diese Werte erleichtern die Lokalisierung von Übertragungsfehlern oder Unterbrechungen im laufenden Betrieb.
Status-LED-Anzeigen
| LED | Farbe/Status | Bedeutung |
|---|---|---|
| CAN RUN | Grün - Blinkend / Dauerhaft AN | Blinken zeigt Pre-Operational-Status; Dauerhaft AN zeigt Operational-Status (aktive CAN-Kommunikation) |
| CAN ERR | Rot - AN / Blinkend | Kommunikationsfehler auf dem CAN-Bus (Bus-Off, Warngrenze erreicht oder Guard-Timeout) |
Austausch und Ersatzteile
Da die Lenze 8200 vector Frequenzumrichter und die zugehörigen Funktionsmodule der Serie E82ZAF vom Hersteller abgekündigt wurden, erfordert die Instandhaltung bestehender Anlagen eine gezielte Ersatzteilplanung. Das Modul E82ZAFVC010 ist dank seiner 5-poligen steckbaren Schraubklemme steckkompatibel konstruiert, sodass bei einem Baugruppentausch keine einzelnen Leitungen abgeklemmt werden müssen.
Beim Austausch ist darauf zu achten, dass das Ersatzmodul ordnungsgemäß im FIF-Steckplatz des Umrichters einrastet. Da die Adressierung und Baudrateneinstellungen im EEPROM des Umrichters verankert sind, übernimmt eine neue Baugruppe in der Regel die gespeicherten Parameter. Sollte jedoch der Frequenzumrichter selbst getauscht werden, müssen die Parameter C0351, Knotenadresse und Überwachungszeiten neu eingespielt oder konfiguriert werden.
Fehlercodes und Stoercodes
Die folgenden Fehlercodes koennen waehrend Betrieb oder Diagnose angezeigt werden:
| Code | Name | Beschreibung | Moegliche Ursache | Empfohlene Massnahme |
|---|---|---|---|---|
| CE0 | CAN-Kommunikationsfehler / Bus-Off | Systembus-Kommunikation (CAN) unterbrochen oder Umrichter ging aufgrund übermäßiger Sende-/Empfangsfehler in den Bus-Off-Zustand | Falsche Baudrate, defektes Kabel, fehlende 120-Ohm-Abschlusswiderstände, starke elektromagnetische Störungen | Verkabelung prüfen, Schirmanschluss kontrollieren, 120-Ohm-Abschlusswiderstände an den Endknoten überprüfen, eingestellte Baudrate in Parameter C0351 verifizieren. |
| CE1 | CAN-Timeout (CAN-Objekt 1) | Prozessdatenobjekt 1 (CAN-IN1) ist nicht innerhalb der konfigurierten Überwachungszeit eingetroffen | Master/Sender hat Übertragung gestoppt, Busüberlastung, Kabelunterbrechung | Status des Master-Geräts prüfen, Verkabelung inspizieren, Einstellungen der Überwachungszeit in den Umrichterparametern kontrollieren. |
| CE2 | CAN-Timeout (CAN-Objekt 2) | Prozessdatenobjekt 2 (CAN-IN2) ist nicht innerhalb der konfigurierten Überwachungszeit eingetroffen | Sender hat Übertragung eingestellt, Netzwerkunterbrechung | Sendenden Knoten und Netzwerkverkabelung überprüfen. |
| CE3 | CAN-Timeout (CAN-Objekt 3) | Prozessdatenobjekt 3 (CAN-IN3) ist nicht innerhalb der konfigurierten Überwachungszeit eingetroffen | Ausfall des sendenden Knotens oder Fehler im Netzwerksegment | Status des sendenden Knotens und Feldbusverbindungen prüfen. |
| CE4 | CAN-Bus-Warngrenze erreicht | Fehlerzähler des CAN-Controllers hat die interne Warnschwelle überschritten | Sporadische Übertragungsfehler, EMV-belastete Umgebung, falsche Kabelimpedanz | Verlegung des Feldbuskabels getrennt von Leistungskabeln prüfen, ordnungsgemäße Erdung und Terminierung sicherstellen. |
Haeufig gestellte Fragen
Über welche Schnittstellen wird das Modul Lenze 13190126 E82ZAFVC010 angeschlossen?
Das Modul wird direkt in den FIF-Steckplatz (Function Module Slot) des Lenze 8200 vector Frequenzumrichters gesteckt. Die externe CAN-Busverbindung erfolgt über eine 5-polige steckbare Schraubklemme für CAN-H, CAN-L, GND und Schirmschaltung.
Welche Baudraten und Netzwerkeigenschaften werden unterstützt?
Das E82ZAFVC010 unterstützt Baudraten bis zu 500 kbit/s (einstellbar auf standardmäßige 20, 50, 125, 250 oder 500 kbit/s) und ermöglicht die Adressierung von bis zu 63 Knoten in einer Linientopologie mit 120-Ohm-Abschlusswiderständen.
Wie werden Knotenadresse und Baudrate des Systembus-Moduls eingestellt?
Die Konfiguration erfolgt über die Bediensoftware Lenze Global Drive Control (GDC) oder lokal über das Bedienteil Keypad XT (E82ZBC). Die Werte werden im Parameter C0351 sowie weiteren Systembus-Parametern des Umrichters gespeichert.
Was bedeutet eine leuchtende oder blinkende rote LED CAN ERR?
Eine leuchtende oder blinkende rote LED CAN ERR weist auf eine Störung des CAN-Busses hin. Mögliche Ursachen sind ein Bus-Off-Zustand, das Erreichen der Fehler-Warngrenze oder ein Guard-Timeout.
Werden die Busparameter auf dem Modul oder im Frequenzumrichter gespeichert?
Die Buskonfiguration und Adressierung sind im nichtflüchtigen EEPROM des Lenze 8200 vector Host-Umrichters gespeichert. Bei einem reinen Modultausch bleiben die Einstellungen im Umrichter erhalten.
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Gehen Sie mit unseren Garantiebedingungen auf Nummer sicher
Industrieanlagen sollten vorzugsweise stets in Betrieb bleiben, unabhängig von den Umständen. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, dass Sie sich auf hochwertige Produkte und/oder nachhaltige Reparaturen verlassen können. Mit unseren Garantiebedingungen können Sie sich auf Sicherheit verlassen, unabhängig davon, ob Sie sich für neue, gebrauchte oder reparierte Produkte entscheiden.
Datensicherung und -wiederherstellung
Haben Sie aufgrund eines Defekts wertvolle Parameter oder Daten verloren, während die Unterstützung durch den Hersteller eingestellt wurde? Bei ABC Industrial Parts unterstützen wir Sie bei der Sicherung dieser Daten, sowohl bei gängigen als auch bei spezifischen Produkten.
Spezifische Firmware- und Hardware-Versionen
Wenn Sie mit spezifischen Hardware- oder Firmware-Versionen arbeiten, die vom Hersteller nicht mehr angeboten werden, ist ABC Industrial Parts Ihr kompetenter Ansprechpartner. Geben Sie bei Ihrer Anfrage deutlich an, welche Versionen Sie benötigen. Wir prüfen dann die Möglichkeiten, diese Versionen zu liefern, damit Ihre Anlagen weiterhin optimale Leistungen erbringen.
Haftungsausschluss:
Wir sind kein autorisierter Vertriebspartner von Lenze.
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