Lenze E82ZAFCC – 8200 Series CAN/System Bus Function Module

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Produktinformationen
Das Lenze E82ZAFCC ist ein Funktionsmodul für die CAN- und Systembus-Kommunikation aus der Produktfamilie 8200 vector. Das als Kommunikationsmodul konzipierte Gerät wird direkt in den Funktionsmodul-Steckplatz (FIF) von Lenze 8200 vector Frequenzumrichtern sowie Lenze 8200 motec Motorumrichtern eingesetzt. Die interne Spannungsversorgung erfolgt mit 5 V DC direkt über den Host-Umrichter. Durch die direkte Integration ermöglicht das E82ZAFCC eine Anbindung der Antriebselektronik an übergeordnete Steuerungsnetzwerke oder die direkte Synchronisation zwischen mehreren Umrichtern.
Für den physikalischen Anschluss verfügt das E82ZAFCC über eine steckbare Schraubklemmenleiste mit den Anschlüssen CAN-H, CAN-L und CAN-GND, was den Tausch des Moduls ohne das Auftrennen der Netzwerkverdrahtung erlaubt. Die Einstellung der Knotenadresse und der Baudrate im Bereich von 10 kbit/s bis 500 kbit/s kann direkt über integrierte Hardware-DIP-Schalter ohne Software-Tools erfolgen. Für erweiterte Parameteranpassungen und die Einbindung in das Gesamtsystem stehen die Software Lenze Global Drive Control (GDC) ab Version 4.0 sowie das Bedienmodul Keypad XT (E82ZBC) zur Verfügung. Bei der Inbetriebnahme eines Ersatzgeräts müssen die DIP-Schalterstellungen präzise mit dem ausgetauschten Modul übereinstimmen, um eine fehlerfreie Adressierung im Systembus sicherzustellen; ABC Industrial Parts unterstützt hierbei als erfahrener Partner bei der Bereitstellung passender Ersatzkomponenten.
Zur Diagnose des Betriebszustands befinden sich an der Frontseite des Moduls die LED-Anzeigen CAN RUN und CAN ERR, die den Kommunikationsstatus sowie Fehlerzustände wie Vorwarnungen oder einen Bus-Off-Zustand signalisieren. Ergänzend lassen sich Systembus-Überwachungsparameter wie C0359, C0361 und C0363 über das Keypad XT oder die GDC-Software auslesen. Erstprüfungen bei Kommunikationsstörungen umfassen die Kontrolle der Polarität von CAN-H und CAN-L, der korrekten Schirmung sowie der 120-Ohm-Abschlusswiderstände an den Leitungsenden. Liegt eine interne Hardwarestörung oder ein dauerhafter Moduldefekt vor, lässt sich dieser nicht vor Ort auf Bauteilebene reparieren, sodass der Einsatz eines geprüften Austauschmoduls über ABC Industrial Parts den schnellsten Weg zur Wiederherstellung der Anlage darstellt.
Technische Daten
| Versorgungsspannung | 5 V DC |
| Baudratenbereich | 10 - 500 kbit/s |
| Unterstützte Protokolle | CANopen (DS301), Lenze Systembus (CAN 2.0A) |
| Bus-Abschlusswiderstand | 120 Ohm |
| Anschlussart | Steckbare Schraubklemmenleiste |
| Host-Schnittstellenanschluss | Funktionsmodul-Schnittstelle (FIF) |
Programmierung und Konfiguration
Die Konfiguration des Lenze E82ZAFCC erfolgt flexibel über Hardware-Schalter oder Software-Tools. Über die integrierten DIP-Schalter lassen sich die Knotenadresse sowie die Übertragungsrate direkt am Gerät einstellen, wodurch eine schnelle Grundeinstellung ohne Zusatzgeräte möglich ist.
Für weiterführende Systemanpassungen und Prozessdatenkonfigurationen wird die Diagnosesoftware Lenze Global Drive Control (GDC) ab Version 4.0 oder das Handbedienmodul Keypad XT (E82ZBC) genutzt. Über diese Schnittstellen können gezielte Systembus-Parameter angepasst und Überwachungszeiten für den Prozessdatenaustausch definiert werden.
Kommunikation und Systemintegration
Das Funktionsmodul E82ZAFCC unterstützt zwei Kommunikationsprotokolle: das standardisierte CANopen-Protokoll gemäß Profil DS301 sowie den schnellen Lenze Systembus auf Basis von CAN 2.0A. Es ermöglicht dadurch sowohl die Anbindung an SPS-Steuerungen als auch die synchrone Kommunikation von Antrieb zu Antrieb.
Der Netzwerkanschluss wird über eine steckbare Schraubklemmenleiste für die Signale CAN-H, CAN-L und CAN-GND realisiert. Das Modul verarbeitet Baudraten von 10 kbit/s bis 500 kbit/s und erfordert an beiden Enden der Busleitung einen definierten Abschlusswiderstand von 120 Ohm.
Diagnose und Statusanzeige
Die Diagnose des Moduls E82ZAFCC erfolgt über LED-Statusanzeigen an der Frontabdeckung sowie über interne Diagnoseparameter der Umrichtersteuerung. Über die Parameter C0359, C0361 und C0363 können Systembus-Diagnosewerte mit dem Keypad XT oder der GDC-Software eingesehen werden.
Status-LED-Anzeigen
| LED | Farbe/Status | Bedeutung |
|---|---|---|
| CAN RUN | Grün - Dauerhaft / Blinkend / Aus | Aus: Pre-Operational- / Stopp-Zustand. Ein: Operational-Status, reguläre CAN-Kommunikation aktiv. Blinkend: Pre-Operational-Zustand. |
| CAN ERR | Rot - Dauerhaft / Blinkend / Aus | Aus: Kein CAN-Kommunikationsfehler. Blinkend: CAN-Warngrenze erreicht oder Telegrammfehler. Ein: CAN Bus-Off-Zustand oder Hardware-Kommunikationsfehler. |
Austausch und Ersatzteile
Beim Austausch eines defekten Lenze E82ZAFCC Funktionsmoduls muss sichergestellt werden, dass die Hardware-DIP-Schalter am Ersatzmodul exakt mit den Einstellungen des bisherigen Moduls übereinstimmen. Dadurch werden die korrekte Knotenadresse und Baudrate ohne erneuten Softwarezugriff übernommen.
Die steckbare Schraubklemmenleiste erlaubt ein schnelles Umstecken der Leitungen CAN-H, CAN-L und CAN-GND, ohne die einzelnen Adern neu abisolieren oder anklemmen zu müssen. Nach dem Einsetzen in den FIF-Steckplatz des Host-Umrichters und Einschalten der Versorgungsspannung nimmt das Modul den Betrieb auf.
Es ist darauf zu achten, dass das Zielgerät aus der Baureihe Lenze 8200 vector oder 8200 motec stammt und die Busabschlusswiderstände von 120 Ohm an den physischen Enden des Bussegments korrekt gesetzt sind.
Fehlercodes und Stoercodes
Die folgenden Fehlercodes koennen waehrend Betrieb oder Diagnose angezeigt werden:
| Code | Name | Beschreibung | Moegliche Ursache | Empfohlene Massnahme |
|---|---|---|---|---|
| CE0 | CAN-Bus Kommunikationsfehler (Time-Out) | Kommunikationsausfall auf dem Lenze Systembus (CAN). Innerhalb der konfigurierten Überwachungszeit wurden keine Prozessdaten empfangen. | Busleitung unterbrochen oder getrennt, falsche Baudrate, falsche Knotenadresse, Slave nicht mit Spannung versorgt, fehlende Abschlusswiderstände. | Busleitungsanschlüsse und Schirmung prüfen, übereinstimmende Baudrate an allen Knoten kontrollieren, DIP-Schaltereinstellungen prüfen, 120-Ohm-Abschlusswiderstände an den Leitungsenden überprüfen. |
| CE1 | CAN-In1 Überwachungszeit überschritten | Das Prozessdatenobjekt CAN-In1 wurde nicht innerhalb der in C0357/1 eingestellten Antwortzeit empfangen. | Master-Steuerung hat das Senden von CAN-In1 PDO gestoppt, Netzwerküberlastung, Master-Zykluszeit zu langsam. | Run-Status der Master-Steuerung prüfen, SPS-Zykluszeit und PDO-Sendezeitpunkt kontrollieren, CAN-Verbindung überprüfen. |
| CE2 | CAN-In2 Überwachungszeit überschritten | Das Prozessdatenobjekt CAN-In2 wurde nicht innerhalb der in C0357/2 eingestellten Antwortzeit empfangen. | Master-Steuerung konnte CAN-In2-Frame nicht senden, Feldbusunterbrechung. | Prozessdatenkonfiguration und zyklische Sendeeinstellungen der Host-SPS überprüfen. |
| CE3 | CAN-In3 Überwachungszeit überschritten | Das Prozessdatenobjekt CAN-In3 wurde nicht innerhalb der in C0357/3 eingestellten Antwortzeit empfangen. | Übertragungsunterbrechung für das Prozessdatenobjekt CAN-In3. | Konfiguration des Senderknotens und Verkabelung prüfen. |
| CE4 | Systembus (CAN) Bus-Off-Zustand | Der CAN-Controller ist aufgrund zu hoher Sende- oder Empfangsfehlerzähler in den Bus-Off-Zustand gewechselt. | Extrem hohe elektromagnetische Störungen (EMV), vertauschte Signalleitungen (CAN-H und CAN-L vertauscht), fehlende oder doppelte Abschlusswiderstände, Abweichung der Baudrate. | Adernpolarität von CAN-H und CAN-L prüfen, korrekte Erdung/Schirmung sicherstellen, Abschlusswiderstand (60 Ohm Gesamtbuswiderstand) kontrollieren, Fehler am Umrichter quittieren. Bei weiterhin bestehendem Fehler trotz korrekter Verkabelung liegt ein interner Hardwaredefekt vor — Modul austauschen. |
Haeufig gestellte Fragen
Wie wird die Knotenadresse und Baudrate am Lenze E82ZAFCC eingestellt?
Die Einstellung erfolgt direkt am Modul über integrierte Hardware-DIP-Schalter, sodass keine Software-Tools erforderlich sind.
Welcher Steckplatz wird am Lenze 8200 Umrichter für das Modul E82ZAFCC genutzt?
Das E82ZAFCC wird direkt in den Funktionsmodul-Steckplatz (FIF) der Frequenzumrichter Lenze 8200 vector oder 8200 motec eingesteckt.
Welche Versorgungsspannung benötigt das E82ZAFCC Kommunikationsmodul?
Das Modul wird intern mit 5 V DC direkt über den angeschlossenen Host-Umrichter versorgt.
Welche Protokolle und Baudraten unterstützt das E82ZAFCC Modul?
Es unterstützt CANopen (Profil DS301) und den Lenze Systembus (CAN 2.0A) mit Übertragungsgeschwindigkeiten von 10 kbit/s bis 500 kbit/s.
Was bedeutet die Fehlermeldung CE4 am Umrichter?
Der Fehler CE4 zeigt einen Bus-Off-Zustand des CAN-Controllers an. Dies wird meist durch EMV-Störungen, vertauschte CAN-H/CAN-L-Leitungen oder falsche Busabschlüsse verursacht.
Werden für den Austausch des E82ZAFCC spezielle Werkzeuge benötigt?
Dank der steckbaren Schraubklemmenleiste und der Hardware-DIP-Schalter lässt sich das Modul ohne Neuverkabelung oder spezielle Programmierwerkzeuge austauschen.
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Industrieanlagen sollten vorzugsweise stets in Betrieb bleiben, unabhängig von den Umständen. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, dass Sie sich auf hochwertige Produkte und/oder nachhaltige Reparaturen verlassen können. Mit unseren Garantiebedingungen können Sie sich auf Sicherheit verlassen, unabhängig davon, ob Sie sich für neue, gebrauchte oder reparierte Produkte entscheiden.
Datensicherung und -wiederherstellung
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Wenn Sie mit spezifischen Hardware- oder Firmware-Versionen arbeiten, die vom Hersteller nicht mehr angeboten werden, ist ABC Industrial Parts Ihr kompetenter Ansprechpartner. Geben Sie bei Ihrer Anfrage deutlich an, welche Versionen Sie benötigen. Wir prüfen dann die Möglichkeiten, diese Versionen zu liefern, damit Ihre Anlagen weiterhin optimale Leistungen erbringen.
Haftungsausschluss:
Wir sind kein autorisierter Vertriebspartner von Lenze.
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