Lenze E82ZAFD - CANopen Funktionsmodul für 8200 vector & motec

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Produktinformationen

Produktfamilie: 8200 vector / 8200 motec | Serie: 8200 vector

Das Lenze E82ZAFD ist ein CANopen-Funktionsmodul zur Einbindung von Frequenzumrichtern der Serien Lenze 8200 vector und 8200 motec in übergeordnete CANopen-Feldbusnetze. Das Modul wird direkt in den standardisierten Function Interface Steckplatz (FIF-Steckplatz) des Umrichters eingesetzt und benötigt keine externe Spannungsversorgung, da die benötigten 24 V DC direkt über die FIF-Schnittstelle des Host-Umrichters bereitgestellt werden. Der Anschluss an das CANopen-Netzwerk erfolgt über eine 5-polige steckbare Schraubklemme.

Für die Inbetriebnahme und Konfiguration eines Ersatzgeräts stehen hardwareseitige DIP-Schalter an der Frontseite zur Verfügung, mit denen die Knotenadresse (1 bis 63) und die Baudrate (10 bis 1000 kbit/s) manuell ohne Spezialwerkzeug eingestellt werden können. Alternativ und ergänzend lassen sich erweiterte Kommunikationsparameter sowie Diagnosewerte (wie C0091, C0150–C0154 sowie C0352/C0353) über die Software Lenze Global Drive Control (GDC) oder das aufsteckbare Bedienteil Lenze E82ZBC anpassen. Bei der Inbetriebnahme eines Ersatzmoduls müssen die Einstellungen der DIP-Schalter und die relevanten Parameter mit der bestehenden Anlagenkonfiguration übereinstimmen. ABC Industrial Parts unterstützt bei der Bereitstellung passender Ersatzgeräte und der Vorbereitung der Modulkonfiguration.

Zur Vor-Ort-Diagnose verfügt das E82ZAFD über zwei frontseitige Status-LEDs: Die grüne LED CAN-RUN signalisiert den betrieblichen CANopen-Status, während die rote LED CAN-ERR Busfehler oder Guarding-Störungen anzeigt. Auftretende Störungen werden am Umrichter über spezifische Fehlercodes wie CE0 bis CE4 ausgegeben, welche Hinweise auf Unterbrechungen der Busleitung, fehlende 120-Ohm-Abschlusswiderstände, Parameterabweichungen oder interne Verbindungsfehler im FIF-Steckplatz liefern. Sollte nach Überprüfung der Verkabelung, der Abschirmung und des korrekten Modulsitzes der interne Fehler CE4 bestehen bleiben, liegt meist ein Hardwaredefekt vor, der einen Austausch des Moduls erfordert. ABC Industrial Parts bietet hierfür geprüfte Ersatzmodule und Reparaturmöglichkeiten an.

Technische Daten

HerstellerLenze
TeilenummerE82ZAFD
Modell / TypFunction Module CANopen
KomponententypKommunikationsmodul / Funktionsmodul
Versorgungsspannung24 V DC (über FIF-Schnittstelle)
KommunikationsprotokollCANopen (CiA DS301)
Übertragungsrate10 - 1000 kbit/s
Maximale Teilnehmerzahl63
Schnittstelle zum UmrichterLenze Function Interface (FIF)
Anschlussart5-polige steckbare Schraubklemme

Programmierung und Konfiguration

Die Konfiguration des Lenze E82ZAFD Funktionsmoduls erfolgt flexibel über Hardware-Schalter oder Software-Tools. Über die integrierten DIP-Schalter an der Modulfront lassen sich die CANopen-Knotenadresse im Bereich von 1 bis 63 sowie die Übertragungsrate zwischen 10 und 1000 kbit/s direkt vor Ort einstellen.

Zusätzlich kann die Parametrierung über das Bedienfeld Lenze E82ZBC oder die Diagnosesoftware Lenze Global Drive Control (GDC) vorgenommen werden. Dabei lassen sich spezifische Funktions- und Überwachungsparameter wie C0091 für den Kommunikationsstatus, C0150 bis C0154 für erweiterte CANopen-Einstellungen sowie C0352 und C0353 für das Node Guarding bzw. Heartbeat-Verhalten anpassen.

Kommunikation und Systemintegration

Das Funktionsmodul E82ZAFD erfüllt das CANopen-Kommunikationsprofil CiA DS301 und unterstützt sowohl Process Data Objects (PDO) für die schnelle Übertragung von Steuer- und Sollwerten als auch Service Data Objects (SDO) für den Zugriff auf Umrichterparameter.

Die physikalische Anbindung an den CANbus erfolgt über eine 5-polige steckbare Schraubklemme. Das Modul fügt sich nahtlos in zentrale SPS-Steuerungsumgebungen ein und ermöglicht die dezentrale Geschwindigkeits- und Drehmomentregelung in Antriebssystemen der Serien Lenze 8200 vector und 8200 motec.

Diagnose und Statusanzeige

Zur schnellen visuellen Statuskontrolle besitzt das Modul zwei Diagnose-LEDs an der Frontseite. Die grüne LED CAN-RUN zeigt den aktuellen Betriebsstatus des CANopen-Knotens an (Operational, Pre-Operational oder Stopped). Die rote LED CAN-ERR signalisiert Busfehler, Warning-Zustände oder Fehler bei der Life-Time-Überwachung.

Ergänzend zur LED-Anzeige bietet das System erweiterte Diagnosemöglichkeiten durch Auslesen der Diagnoseparameter C0091 und C0150–C0154 über das Keypad oder die GDC-Software sowie durch automatische CANopen-Emergency-Meldungen, die über den Bus an die Steuerung gesendet werden.

Status-LED-Anzeigen

LEDFarbe/StatusBedeutung
CAN-RUNGrün - Dauerlicht / BlinkendZeigt den CANopen-Betriebsstatus an (Operational, Pre-Operational, Stopped)
CAN-ERRRot - Dauerlicht / BlinkendZeigt den CANopen-Busfehlerstatus an (Bus Off, Error Warning, Node Guarding / Life Time Event)

Austausch und Ersatzteile

Beim Austausch eines defekten E82ZAFD-Moduls muss sichergestellt werden, dass die Hardware-DIP-Schalter für die Knotenadresse und die Baudrate am Ersatzgerät exakt so eingestellt sind wie am Altgerät. Da das Modul direkt über den FIF-Steckplatz mit 24 V DC versorgt wird, ist keine zusätzliche externe Stromverkabelung erforderlich.

Nach dem Einsetzen des Moduls in den FIF-Steckplatz sollte geprüft werden, ob feldbusseitig ein korrekt eingesteckter 5-poliger Stecker vorliegt und der Busabschluss mit 120-Ohm-Widerständen an den Enden des Netzwerks vorhanden ist. Werden erweiterte Parameter wie Guarding-Zeiten genutzt, sollten diese über die GDC-Software oder das E82ZBC-Bedienfeld im Umrichter überprüft werden.

Fehlercodes und Stoercodes

Die folgenden Fehlercodes koennen waehrend Betrieb oder Diagnose angezeigt werden:

CodeNameBeschreibungMoegliche UrsacheEmpfohlene Massnahme
CE0Kommunikationsfehler 0 (CAN-Timeout)Kommunikationsausfall oder Zeitüberschreitung auf dem CANopen-Bus (PDO-Timeout / Bus Off).Busleitung unterbrochen, fehlerhafte Verdrahtung, falsche Baudrate, Master gestoppt, fehlende Abschlusswiderstände.CAN-Verkabelung und 120-Ohm-Abschlusswiderstände prüfen. Einstellung der Baudrate und Status der Master-Steuerung überprüfen.
CE1CAN Bus-Off ZustandDer CAN-Controller auf dem Modul ist aufgrund übermäßiger Übertragungs- oder Empfangsfehlerframes in den Bus-Off-Zustand gewechselt.Starke EMV-/RFI-Störungen, fehlerhafte Kabelschirmung, Abweichung der Baudrate, falsche Knoten-ID.Erdung und Schirmung der Busleitungen prüfen. Baudrateneinstellungen aller Bus-Teilnehmer abgleichen. Modul bzw. Umrichter neu starten.
CE2CAN-EmpfangspufferüberlaufDaten werden schneller empfangen, als die interne Verarbeitungskapazität des Host-Umrichters verarbeiten kann.Zu hohe PDO-Übertragungsraten oder ungesteuerte Message-Bursts auf dem Bus.PDO-Übertragungszykluszeit bzw. Inhibit-Zeit am CANopen-Master-Controller erhöhen.
CE3CAN Guarding-Fehler / Heartbeat-FehlerNode-Guarding- oder Heartbeat-Überwachung hat ein Fehlerereignis ausgelöst.Master hat den Knoten nicht innerhalb der Guard Time abgefragt oder Heartbeat-Producer ist ausgefallen.Status des CANopen-Masters und konfigurierte Node-Guarding- bzw. Heartbeat-Parameter (C0352/C0353) überprüfen.
CE4Interner CAN-KommunikationsfehlerInterne Kommunikationsstörung zwischen dem E82ZAFD Funktionsmodul und der CPU des Host-Umrichters.Mangelhafte elektrische Verbindung am FIF-Steckplatz, beschädigte Kontaktstifte, interner Hardwarefehler des Moduls.Spannung ausschalten, E82ZAFD-Modul aus dem FIF-Steckplatz entnehmen und neu einsetzen. Bleibt der Fehler bestehen, Modul austauschen.

Haeufig gestellte Fragen

Welche Umrichter sind mit dem Lenze E82ZAFD Funktionsmodul kompatibel?

Das E82ZAFD ist direkt kompatibel mit den Frequenzumrichtern der Serien Lenze 8200 vector und Lenze 8200 motec, die über einen standardisierten Function Interface Steckplatz (FIF) verfügen.

Wie werden Knotenadresse und Baudrate am E82ZAFD eingestellt?

Die Knotenadresse (1 bis 63) und die Baudrate (10 bis 1000 kbit/s) können direkt über die DIP-Schalter an der Frontseite des Moduls manuell eingestellt werden.

Benötigt das Modul eine externe 24-V-Spannungsversorgung?

Nein, das E82ZAFD bezieht seine erforderliche Betriebsspannung von 24 V DC direkt intern über den FIF-Schnittstellensteckplatz des Host-Umrichters.

Welche Bedeutung haben die Status-LEDs am E82ZAFD?

Die grüne LED CAN-RUN zeigt den Betriebszustand des CANopen-Knotens an (Operational, Pre-Operational, Stopped). Die rote LED CAN-ERR signalisiert Busfehler, Warnungen oder Ausfälle der Guarding-Überwachung.

Was ist bei der Fehlermeldung CE4 zu tun?

Der Fehler CE4 weist auf eine gestörte interne Verbindung zwischen dem Modul und dem Umrichter hin. Schalten Sie das Gerät spannungsfrei, ziehen Sie das Modul ab und setzen Sie es erneut im FIF-Steckplatz ein. Bleibt der Fehler bestehen, liegt ein Hardwaredefekt vor und das Modul muss ersetzt werden.

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