Yaskawa SGDH-30DE-OY Servopack – Sigma II 3,0 kW Servoverstärker
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Produktinformationen
Der Yaskawa SGDH-30DE-OY ist ein digitaler AC-Servoverstärker aus der Sigma II-Serie, der als Servopack für die Präzisionssteuerung von Wechselstrom-Servomotoren entwickelt wurde. Das Gerät ist für eine Nennleistung von 3,0 kW bei einer dreiphasigen Netzspannung von 380 V bis 480 V AC ausgelegt. Mithilfe einer IGBT-basierten Sinus-PWM-Steuerung liefert der Antrieb einen Dauerausgangsstrom von 11,2 A sowie einen Spitzenstrom von 28,0 A. Der Servoverstärker unterstützt flexibel die Betriebsarten Positions-, Drehzahl- und Drehmomentregelung in anspruchsvollen Industrieanwendungen.
Für die Systemintegration verfügt der SGDH-30DE-OY über eine serielle Schnittstelle (CN3) für Modbus RTU über RS-232, RS-422 oder RS-485 sowie einen Gebereingang (CN2) für inkrementelle und 17-Bit-Absolutwertgeber. Über den Erweiterungssteckplatz CN5 können Feldbuskarten wie JUSP-NS100 (MECHATROLINK), JUSP-NS300 (DeviceNet) oder JUSP-NS500 (PROFIBUS-DP) eingebunden werden. Bei der Inbetriebnahme eines Ersatzgeräts müssen die Parameter aus dem EEPROM des Altgeräts gesichert und übertragen werden. Dies gelingt über die Konfigurationssoftware SigmaWin+ oder die Bediengeräte JUSP-OP02A und JUSP-OP03A. Bei der Aufbereitung und Parameterübertragung unterstützt ABC Industrial Parts Techniker und Instandhalter.
Der Servoverstärker bietet umfangreiche Diagnosefunktionen über eine 5-stellige LED-Anzeige an der Frontseite, die aktive Alarmcodes direkt anzeigt. Ein Alarmspeicher (Fn000) erlaubt das Auslesen vergangener Störungen, während Testläufe per JOG-Betrieb (Fn002/Fn003) eine unabhängige Überprüfung der Motorbewegung ermöglichen. Eine rote CHARGE-LED warnt vor anliegender Zwischenkreisspannung. Bei internen Hardwarefehlern oder defekten Leistungsteilen ist eine Reparatur vor Ort meist nicht möglich. In solchen Fällen stellt ABC Industrial Parts geprüfte Ersatzgeräte oder Reparaturdienste bereit, um Stillstandszeiten zu minimieren.
Technische Daten
| Hersteller | Yaskawa |
| Teilenummer | SGDH-30DE-OY |
| Modell / Typ | Servopack |
| Produktfamilie | Sigma II |
| Komponententyp | Servoverstärker |
| Nennleistung | 3,0 kW |
| Versorgungsspannung | 380 - 480 V AC |
| Eingangsphase | 3-Phasen |
| Dauer-Ausgangsstrom | 11,2 A |
| Spitzen-Ausgangsstrom | 28,0 A |
| Steuerungsverfahren | Sinus-PWM-Steuerung |
Programmierung und Konfiguration
Die Konfiguration und Inbetriebnahme des Yaskawa SGDH-30DE-OY erfolgt über die Software SigmaWin+ oder über die Handbediengeräte JUSP-OP02A und JUSP-OP03A. Sämtliche Betriebsparameter werden in einem nichtflüchtigen EEPROM gespeichert, sodass die Einstellungen auch bei einer Unterbrechung der Versorgungsspannung erhalten bleiben. Integrierte Autotuning-Funktionen (Online- und Offline-Autotuning) ermöglichen eine automatische Anpassung der Verstärkungsfaktoren an das Massenträgheitsmoment der Last.
Zur Durchführung von Wartungsarbeiten stehen spezifische Hilfsfunktionen zur Verfügung, wie die Rücksetzung auf Werkseinstellungen (Fn005) oder die Initialisierung des Absolutwertgebers (Fn008). Bei der Verwendung von Absolutwertgebern muss nach einem Batteriewechsel oder einer Positionszurücksetzung der Maschinen-Nullpunkt neu eingemessen werden.
Kommunikation und Systemintegration
Der SGDH-30DE-OY verfügt über eine integrierte serielle Schnittstelle am Anschluss CN3, die Modbus RTU-Kommunikation über RS-232, RS-422 oder RS-485 unterstützt. Darüber können Parameter editiert und Diagnosedaten an ein übergeordnetes System oder ein Programmiergerät übertragen werden. Für die Rückkopplung des Servomotors dient der hochgeschwindigkeits-serielle Schnittstellenanschluss CN2, der sowohl mit inkrementellen als auch mit 17-Bit-Absolutwertgebern kompatibel ist.
Zur Einbindung in feldbusbasierte Automatisierungsnetzwerke ist das Gerät mit einem internen Optionssteckplatz (CN5) ausgestattet. Durch das Einsetzen optionaler Schnittstellenkarten wie der JUSP-NS100 für MECHATROLINK-I/II, der JUSP-NS300 für DeviceNet oder der JUSP-NS500 für PROFIBUS-DP lässt sich der Servoverstärker nahtlos in komplexe Mehrachsarchitekturen integrieren.
Diagnose und Statusanzeige
Die Fehlerdiagnose am SGDH-30DE-OY erfolgt primär über die 5-stellige LED-Anzeige auf der Frontplatte des Geräts, die Alarmcodes im Klartext ausgibt. Zusätzlich steht eine rote CHARGE-LED zur Verfügung, die leuchtet, sobald der Hauptstrom-Zwischenkreis unter Spannung steht und das Entladen der Kondensatoren noch nicht abgeschlossen ist.
Über die Bediengeräte oder SigmaWin+ lässt sich der historische Alarmspeicher (Fn000) abrufen, um sporadisch auftretende Fehler zu analysieren. Zur Überprüfung der Motorverkabelung und -mechanik unabhängig von der übergeordneten Steuerung kann ein Testlauf per JOG-Betrieb über die Funktionen Fn002 und Fn003 ausgeführt werden.
Status-LED-Anzeigen
| LED | Farbe/Status | Bedeutung |
|---|---|---|
| CHARGE | Rot - Dauerhaft leuchtend | Illuminated when main circuit DC bus voltage is present. Indicates hazardous voltage on main circuit capacitor. |
Austausch und Ersatzteile
Beim Austausch eines Yaskawa SGDH-30DE-OY Servoverstärkers muss sichergestellt werden, dass das Ersatzgerät bezüglich Nennleistung (3,0 kW) und Versorgungsspannung (380-480 V AC) exakt mit der zu steuernden Motor- und Maschinenkombination übereinstimmt. Eine abweichende Gerätekombination führt zum Alarm A.05.
Vor dem Austausch müssen alle eingestellten Betriebsparameter aus dem EEPROM des Altgeräts gesichert werden, da der Servoverstärker nach dem Einbau neu parametriert werden muss. Zudem ist darauf zu achten, dass eventuell genutzte Feldbus-Optionskarten (wie MECHATROLINK, DeviceNet oder PROFIBUS-DP) im Schacht CN5 korrekt umgesteckt und fixiert werden. Bei Verwendung von Absolutwertgebern ist nach dem Tausch eine Nullpunktinitialisierung (Fn008) erforderlich.
Fehlercodes und Stoercodes
Die folgenden Fehlercodes koennen waehrend Betrieb oder Diagnose angezeigt werden:
| Code | Name | Beschreibung | Moegliche Ursache | Empfohlene Massnahme |
|---|---|---|---|---|
| A.02 | Parameter Checksum Error | Parameter data in non-volatile memory (EEPROM) is corrupt or invalid. | Power failure during parameter write, hardware memory corruption, or control board defect. | Re-initialize parameters to factory defaults (Fn005) and re-download parameter file. Internal hardware fault requiring drive repair if error persists. |
| A.03 | Main Circuit Interface Error | Detection error on internal control board or power circuit interface. | Internal board hardware fault or control board failure. | Internal hardware fault — power cycle drive; replace drive or return unit for repair if error recurs. |
| A.04 | Parameter Setting Error | A parameter setting is outside the valid allowable range. | Out-of-range parameter programmed or incompatible combination of parameters configured. | Check parameters modified recently and re-enter valid parameter values according to manual. |
| A.05 | Combination Error | Incompatible combination of Servopack capacity and servomotor capacity. | Connected motor model or capacity does not correspond to Servopack rating. | Verify connected servomotor model matches SGDH-30DE capacity rating or re-configure motor code. |
| A.10 | Overcurrent or Heat Sink Overheat | Output current exceeded peak limit threshold or power module heat sink overheated. | Short circuit in motor output wiring (U, V, W), motor winding insulation breakdown, grounded motor phase, or cooling fan failure. | Check motor power wiring for short circuits or grounds. Check motor insulation resistance. Verify internal heat sink cooling fan is operating. Return unit for repair if error triggers with motor cable disconnected. |
| A.30 | Regeneration Error | Regenerative transistor fault or abnormal operation of regeneration circuit. | Defective regenerative transistor, disconnected/damaged external regenerative resistor, or excess deceleration energy. | Check external regenerative resistor resistance and connection wiring. If resistor is normal, internal switching transistor may be damaged — return unit for repair. |
| A.32 | Regenerative Overload | Regenerative energy continuously exceeded processing capacity of internal or external resistor. | Deceleration time too short, continuous negative load / overhaul load, or regenerative resistor capacity insufficient. | Increase motor deceleration time, reduce load inertia, or install an external regenerative resistor with higher capacity. |
| A.40 | Main Circuit Overvoltage | Main circuit DC bus voltage exceeded maximum safety threshold. | AC line voltage exceeds 480 VAC, excessive deceleration energy feed back without adequate regeneration resistor, or phase loss. | Measure input supply line voltage. Increase deceleration time or add an external braking resistor. |
| A.41 | Main Circuit Undervoltage | Main circuit DC bus voltage dropped below minimum operating limit. | Input AC line voltage lower than 380 VAC rating, momentary power interruption, or blown input fuse. | Measure input AC power supply line-to-line voltage. Inspect power supply lines, contactors, and input protection fuses. |
| A.51 | Overspeed | Motor rotation speed exceeded maximum allowable speed limit. | Incorrect speed reference input, wiring error on motor output phases (U, V, W), or gain tuning instability causing oscillation. | Check motor phase phase-sequence wiring (U, V, W). Verify speed command scaling and encoder feedback signals. |
| A.71 | Overload (High Load) | Servopack operated continuously above rated load output for several seconds to minutes. | Mechanical jam, binding in load, motor undersized, drive current limit improperly set, or holding brake engaged during run. | Check mechanical system for jamming or binding. Verify mechanical holding brake releases when drive is enabled. Reduce load or duty cycle. |
| A.72 | Overload (Low Load) | Servopack operated continuously at moderate overload level for extended period. | Continuous torque demand exceeds rated continuous torque rating of servomotor/servopack. | Check operating duty cycle and RMS torque requirement. Verify motor capacity is adequate for load profile. |
| A.7A | Heat Sink Overheated | Servopack cooling heat sink temperature exceeded maximum allowable thermal limit. | Internal cooling fan stopped or clogged, ambient air circulation obstructed, or heat sink fins covered in dust. | Clean heat sink cooling fins. Verify internal fan turns freely. Ensure proper panel ventilation and clearance around drive. |
| A.81 | Absolute Encoder Backup Error | Absolute position data in multi-turn encoder was cleared due to complete battery backup power loss. | Absolute encoder battery disconnected or completely discharged while main control power was turned off. | Replace absolute encoder backup battery. Perform absolute encoder setup/clear procedure (Fn008) and re-establish machine zero reference. |
| A.82 | Encoder Checksum Error | Memory checksum error detected inside encoder serial communications memory. | Internal encoder hardware failure or heavy electrical noise interference on encoder cable. | Check encoder cable shielding and ground connections. If error persists, replace servomotor / encoder. |
| A.83 | Encoder Battery Alarm | Absolute encoder backup battery voltage dropped below specified warning voltage limit. | Absolute encoder backup battery exhausted. | Replace backup battery while control power to Servopack is ON to prevent losing position home position. |
| A.84 | Encoder Data Error | Abnormal absolute position data detected inside multi-turn encoder. | Electrical noise coupling into encoder serial communication lines or internal encoder component failure. | Verify encoder cable grounding and shielding. Execute absolute encoder reset (Fn008). Replace motor encoder if failure recurs. |
| A.85 | Encoder Overspeed | Encoder rotated at speed exceeding 200 r/min when main control power was turned ON. | Motor was rotating at high speed when control power supply was energized. | Ensure motor is completely stopped before turning on control power. |
| A.86 | Encoder Overheated | Internal temperature of absolute encoder exceeded operating limit. | Servomotor body overheating or severe ambient temperature rise. | Check servomotor operating load and cooling. Reduce motor temperature. |
| A.b1 | Option Card Communication Error | Communication failure between Servopack main CPU and installed optional module in slot CN5. | Option card loosely seated or hardware failure in option board. | Power off, remove and re-seat option module in CN5 slot. Replace option card if defect persists. |
| A.C1 | Servo Control Error / System Error | Internal microprocessor system control error or execution exception. | Internal circuit error or CPU control malfunction. | Internal hardware fault — turn power off and back on. Replace Servopack if error recurs. |
| A.C9 | Encoder Communications Error | Serial communication link between Servopack and motor encoder failed. | Encoder cable disconnected, broken wire, loose connector at CN2, or severe noise interference. | Check CN2 cable connector latching, inspect encoder cable wire continuity, and verify shield grounding. |
| A.F1 | Power Line Open Phase | Missing phase detected in main circuit 3-phase AC power input (R, S, T). | Unbalanced AC input line voltage, open line phase fuse, or loose power terminal connection. | Measure 3-phase input supply voltage line-to-line across L1, L2, L3 (R, S, T) terminals. |
Haeufig gestellte Fragen
Wie werden die Parameter des Yaskawa SGDH-30DE-OY gesichert und übertragen?
Die Parameter können über die serielle CN3-Schnittstelle mit der Software SigmaWin+ oder über ein digitales Bediengerät (JUSP-OP02A oder JUSP-OP03A) aus dem EEPROM ausgelesen und auf ein Ersatzgerät übertragen werden.
Welcher Fehlercode deutet auf einen Datenverlust des Absolutwertgebers hin?
Der Fehlercode A.81 zeigt einen Backup-Fehler des Absolutwertgebers an, der durch den Ausfall der Pufferbatterie verursacht wird. Nach dem Batteriewechsel muss die Funktion Fn008 ausgeführt werden.
Welche Feldbussysteme werden vom SGDH-30DE-OY unterstützt?
Über den internen Optionssteckplatz CN5 unterstützt der Servoverstärker MECHATROLINK-I/II (JUSP-NS100), DeviceNet (JUSP-NS300) und PROFIBUS-DP (JUSP-NS500).
Was bedeutet die leuchtende CHARGE-LED am Servoverstärker?
Die rote CHARGE-LED zeigt an, dass im Zwischenkreis des Hauptstromkreises noch gefährliche Spannung anliegt. Wartungsarbeiten dürfen erst nach dem vollständigen Erlöschen dieser LED durchgeführt werden.
Was ist bei der Behebung des Alarms A.10 (Überstrom) zu beachten?
Es sollten die Motorleistungskabel (U, V, W) auf Kurzschluss und Erdschluss geprüft sowie die Motorisolierung gemessen werden. Wenn der Fehler auch bei abgeklemmtem Motorkabel bestehen bleibt, liegt ein interner Hardwaredefekt vor.
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Wenn Sie mit spezifischen Hardware- oder Firmware-Versionen arbeiten, die vom Hersteller nicht mehr angeboten werden, ist ABC Industrial Parts Ihr kompetenter Ansprechpartner. Geben Sie bei Ihrer Anfrage deutlich an, welche Versionen Sie benötigen. Wir prüfen dann die Möglichkeiten, diese Versionen zu liefern, damit Ihre Anlagen weiterhin optimale Leistungen erbringen.
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