Siemens 3RW5236-6TC04 SIRIUS 3RW52 Softstarter

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Produktinformationen
Der Siemens 3RW5236-6TC04 ist ein 2-phasig gesteuerter Sanftstarter aus der Serie SIRIUS 3RW52 für den gesteuerten Anlauf und Auslauf dreiphasiger Asynchronmotoren. Das Gerät ist für Hauptbetriebsspannungen von 200 V AC bis 480 V AC ausgelegt und wird mit einer Steuerspannung von 24 V AC/DC betrieben. In Standard-Relaisschaltung (Inline) stellt der Softstarter einen Bemessungsbetriebsstrom von 171 A bei einer Leistung von 90 kW (bei 400 V) bereit. In einer Wurzel-3-Schaltung (Inside-Delta) werden bis zu 296 A und 160 kW (bei 400 V) unterstützt. Für den sicheren elektrischen Anschluss im Schaltschrank ist die Einheit mit robusten Schraubklemmen für Haupt- und Steuerstromkreise ausgestattet. Integrierte Bypass-Kontakte schließen nach dem Hochlauf automatisch, um den Wärmeeintrag und die Leistungsverluste im Dauerbetrieb zu minimieren.
Zur Einbindung in übergeordnete Automatisierungsstrukturen verfügt das Gerät über Steckplätze für optionale SIRIUS 3RW59 Kommunikationsmodule, welche die Protokolle PROFINET, PROFIBUS-DP, Modbus TCP/RTU und EtherNet/IP unterstützen. Die Parametervergabe und Inbetriebsetzung des Sanftstarters erfolgt wahlweise über die Software SIRIUS Soft Starter ES im TIA Portal ab Version V15 oder direkt über optionale Bediengeräte der Reihen SIRIUS 3RW5 HMI Standard und High Feature. Bei der Inbetriebnahme eines Ersatzgeräts müssen die spezifischen Parameter wie Hochlaufzeit, Auslaufzeit, Startspannung und Strombegrenzung auf die neue Einheit übertragen werden. ABC Industrial Parts unterstützt Sie bei der Beschaffung passender Ersatzgeräte und der Vorbereitung von Sicherungen der Anlagenkonfiguration.
Die Zustandsüberwachung erfolgt über frontseitige LED-Indikatoren für RN/ER, STATE/BYPASS und DEVICE/CHG sowie über zyklische Diagnosetelegramme der Feldbusschnittstelle. Ein integrierter Thermistoreingang ermöglicht die direkte Überwachung von PTC-Fühlern im Motor zur Verhinderung thermischer Überlastung, während ein umschaltbarer Analogausgang (0–10 V oder 4–20 mA) das aktuelle Motorsignal ausgibt. Bei internen Hardwarefehlern wie beschädigten Leistungshalbleitern oder defekten Bypass-Relais ist eine Reparatur vor Ort nicht möglich. In solchen Fällen bietet ein geprüftes Tauschgerät von ABC Industrial Parts die schnellste Möglichkeit zur Wiederherstellung der Anlageneinsatzbereitschaft.
Technische Daten
| Bemessungsbetriebsstrom (Inline) | 171 A |
| Bemessungsbetriebsstrom (Wurzel-3) | 296 A |
| Bemessungsbetriebsleistung (Inline bei 400 V) | 90 kW |
| Bemessungsbetriebsleistung (Wurzel-3 bei 400 V) | 160 kW |
| Hauptbetriebsspannung | 200 - 480 V AC |
| Steuerspannung | 24 V AC/DC |
| Digitaleingänge | 2 |
| Relaisausgänge | 3 |
| Analogausgänge | 1 (0-10 V / 4-20 mA) |
| Anschlusstechnik | Schraubanschluss |
| Steuerungsverfahren | 2-phasig gesteuert |
| Bypass-System | Integrierter interner Bypass |
Programmierung und Konfiguration
Die Projektierung, Parametervergabe und Diagnose des Sanftstarters Siemens 3RW5236-6TC04 werden mit dem Engineering-Werkzeug SIRIUS Soft Starter ES im TIA Portal ab Version V15 durchgeführt. Über die Software lassen sich detaillierte Anlauf- und Auslaufparameter, Strombegrenzungswerte sowie Schutzfunktionen exakt an die Anforderungen der angetriebenen Arbeitsmaschine anpassen.
Alternativ zur PC-gestützten Software kann die Parameteranpassung direkt an der Schaltschranktür über die optionalen Bediengeräte SIRIUS 3RW5 HMI Standard (3RW5980-0HS00) oder High Feature (3RW5980-0HF00) vorgenommen werden. Beim Austausch einer Komponente können die abgespeicherten Parametersätze direkt auf das Ersatzgerät eingespielt werden, um Ausfallzeiten zu minimieren.
Kommunikation und Systemintegration
Der Sanftstarter SIRIUS 3RW5236-6TC04 lässt sich über steckbare SIRIUS 3RW59 Kommunikationsmodule flexibel an übergeordnete Steuerungssysteme anbinden. Verfügbar sind Kommunikationsschnittstellen für PROFINET (3RW5980-0CS00), PROFIBUS-DP (3RW5980-0CP00), Modbus TCP (3RW5980-0CT00), Modbus RTU (3RW5980-0CR00) sowie EtherNet/IP (3RW5980-0CE00).
Über die Kommunikationsanbindung überträgt das Gerät Prozesswerte, Statusmeldungen und detaillierte Diagnosedaten an die SPS. Ergänzend stehen zwei Digitaleingänge, drei Relaisausgänge und ein parametrierbarer Analogausgang (0–10 V oder 4–20 mA) für die direkte Verdrahtung in der Steuerungsumgebung zur Verfügung.
Diagnose und Statusanzeige
Zur optischen Statusüberwachung befinden sich an der Frontseite des Sanftstarters drei mehrfarbige LED-Anzeigen, die Auskunft über den aktuellen Betriebszustand, den Bypass-Status und anstehende Fehler geben. Erweiterte Diagnosedaten können über das HMI-Panel, Feldbustelegramme oder die Online-Diagnose im TIA Portal ausgelesen werden.
Status-LED-Anzeigen
| LED | Farbe/Status | Bedeutung |
|---|---|---|
| RN/ER (Run/Error) | Grün / Rot - Dauerlicht / Blinkend | Grün = Sanftstarter betriebsbereit und in Betrieb; Rot / Rot blinkend = Sammelfehler oder Störung aktiv |
| STATE / BYPASS | Grün - Dauerlicht / Blinkend / Aus | Grün = Motor läuft im Bypass-Betrieb (Hochlauf beendet); Grün blinkend = Hochlauf oder Auslauf aktiv; Aus = Motor ausgeschaltet |
| DEVICE / CHG | Grün / Rot - Dauerlicht / Aus | Grün = Steuerspannung liegt an; Aus = Keine Steuerspannung; Rot = Interner Hardwarefehler / Auslösung der Leistungsteilstufe |
Austausch und Ersatzteile
Beim Austausch eines Sanftstarters Siemens 3RW5236-6TC04 muss sichergestellt werden, dass die Kenndaten des Ersatzgeräts bezüglich Hauptspannung (200–480 V AC), Steuerspannung (24 V AC/DC) und Bemessungsstrom (171 A Inline / 296 A Wurzel-3) exakt mit der bestehenden Installation übereinstimmen.
Vor der Inbetriebnahme müssen die gerätespezifischen Parameter wie Rampenzeiten, Strombegrenzung und Schaltungsart aus dem Altgerät ausgelesen oder aus dem Projektarchiv der Software SIRIUS Soft Starter ES auf das Ersatzgerät übertragen werden. Falls ein optionales Kommunikationsmodul genutzt wird, ist dieses auf das Neugerät umzustecken und hinsichtlich der Busadresse zu konfigurieren.
Fehlercodes und Stoercodes
Die folgenden Fehlercodes koennen waehrend Betrieb oder Diagnose angezeigt werden:
| Code | Name | Beschreibung | Moegliche Ursache | Empfohlene Massnahme |
|---|---|---|---|---|
| Phase supply failure / Line failure | Phasenausfall / Netzfehler | Eine oder mehrere Phasen der Einspeisespannung fehlen oder liegen außerhalb des zulässigen Toleranzbereichs. | Ausgelöste Netzsicherung, unterbrochene Netzphase oder Netzspannung unterhalb des Mindestwerts. | Netzsicherungen prüfen, Phasenspannungen messen und Netzanschlussleitungen kontrollieren. |
| Phase imbalance | Phasenunsymmetrie | Unsymmetrische Spannungs- oder Stromverteilung zwischen den Einspeisephasen. | Unsymmetrische Last, hohe Spannungsunsymmetrie im Netz oder schlechter Kontakt an einer Netzphase. | Spannungssymmetrie der Einspeisung und Kontaktierung der Hauptstromklemmen überprüfen. |
| Motor thermal overload trip | Thermische Motorüberlastauslösung | Die berechnete Motortemperatur hat basierend auf dem thermischen Motormodell den Grenzwert überschritten. | Mechanische Überlastung, zu lange Hochlaufzeit oder unterdimensionierter Motor. | Motor abkühlen lassen, mechanische Belastung prüfen, Überlastparameter und Stromeinstellungen kontrollieren. |
| Thermistor motor protection trip | Thermistor-Motorschutzauslösung | Der Thermistormesskreis hat einen hohen PTC-Widerstand registriert, was auf eine Motorüberhitzung hinweist. | Überhitzung des Motors, defekter oder blockierter Lüfter, beschädigter PTC-Sensor oder Unterbrechung der Sensorleitung. | Betriebstemperatur des Motors, Kühlung und Durchgang des PTC-Sensors überprüfen. |
| Bypass contact fault | Fehler der internen Bypass-Kontakte | Die internen Bypass-Kontakte haben nicht geschlossen oder sind verschweißt. | Verschlissene oder verschweißte Bypass-Relaiskontakte, hoher Kurzschlussstrom. | Interner Hardwarefehler — Sanftstarter austauschen. |
| Thyristor short circuit / defect | Thyristor-Hardwarefehler | Ein Kurzschluss oder ein Defekt an den internen Leistungshalbleitern (Thyristoren) wurde erkannt. | Thyristordurchschlag durch Überspannungsspitze, thermische Überlastung oder Kurzschluss am Ausgang. | Interner Hardwarefehler — Das Gerät ist nicht feldreparierbar und muss ausgetauscht werden. |
| Missing load current | Fehlender Laststrom | Der Stromverbrauch liegt nach Erteilung des Startbefehls unterhalb der Mindestgrenze. | Motorkabel nicht angeschlossen, Motorschutzschalter offen oder Motorleistung zu gering für den Sanftstarter. | Motorverkabelung und Hauptschaltelemente zwischen Sanftstarter und Motor prüfen. |
| Control supply voltage error | Steuerspannungsfehler | Die 24-V-AC/DC-Steuerspannung liegt außerhalb der zulässigen Betriebsgrenzen. | Defektes 24-V-Netzteil, Spannungseinbruch im Steuerstromkreis oder überlastetes Steuernetzteil. | 24-V-AC/DC-Spannungsversorgung und Verkabelung des Steuerstromkreises prüfen. |
Haeufig gestellte Fragen
Welche Software wird für die Konfiguration des Siemens 3RW5236-6TC04 benötigt?
Die Projektierung und Parametrierung erfolgt über die Software SIRIUS Soft Starter ES ab TIA Portal Version V15 oder direkt über ein optionales SIRIUS 3RW5 HMI-Bediengerät.
Welche Nennströme unterstützt der Softstarter 3RW5236-6TC04?
Das Gerät ist für einen Bemessungsbetriebsstrom von 171 A in Inline-Schaltung (90 kW bei 400 V) sowie bis zu 296 A in einer Wurzel-3-Schaltung (Inside-Delta, 160 kW bei 400 V) ausgelegt.
Kann der Sanftstarter in ein Feldbusnetzwerk integriert werden?
Ja, über optional steckbare SIRIUS 3RW59 Kommunikationsmodule werden PROFINET, PROFIBUS-DP, Modbus TCP, Modbus RTU und EtherNet/IP unterstützt.
Welche Ursache hat das Auslösen des Thermistorschutzes?
Eine Auslösung des Thermistorschutzes bedeutet, dass der am PTC-Eingang angeschlossene Fühler eine Überhitzung des Motors gemeldet hat. Zu prüfen sind die Motorbelastung, die Kühlung sowie die Sensorleitung.
Wie ist bei einem Fehler der Thyristoren oder der Bypass-Kontakte vorzugehen?
Meldungen über defekte Thyristoren oder verschweißte Bypass-Kontakte weisen auf interne Hardwarefehler hin. Das Gerät kann nicht vor Ort repariert werden und muss durch ein Ersatzgerät ausgetauscht werden.
Profitieren Sie von unserer Umtauschformel
Ein defektes Teil muss nicht wertlos sein. Bei ABC Industrial Parts können Sie defekte Teile abgeben und sofort von einem Rabatt auf Ihren Neukauf profitieren. Dies ist eine clevere Möglichkeit, Geld zu sparen und gleichzeitig zur Kreislaufwirtschaft beizutragen.
Gehen Sie mit unseren Garantiebedingungen auf Nummer sicher
Industrieanlagen sollten vorzugsweise stets in Betrieb bleiben, unabhängig von den Umständen. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, dass Sie sich auf hochwertige Produkte und/oder nachhaltige Reparaturen verlassen können. Mit unseren Garantiebedingungen können Sie sich auf Sicherheit verlassen, unabhängig davon, ob Sie sich für neue, gebrauchte oder reparierte Produkte entscheiden.
Datensicherung und -wiederherstellung
Haben Sie aufgrund eines Defekts wertvolle Parameter oder Daten verloren, während die Unterstützung durch den Hersteller eingestellt wurde? Bei ABC Industrial Parts unterstützen wir Sie bei der Sicherung dieser Daten, sowohl bei gängigen als auch bei spezifischen Produkten.
Spezifische Firmware- und Hardware-Versionen
Wenn Sie mit spezifischen Hardware- oder Firmware-Versionen arbeiten, die vom Hersteller nicht mehr angeboten werden, ist ABC Industrial Parts Ihr kompetenter Ansprechpartner. Geben Sie bei Ihrer Anfrage deutlich an, welche Versionen Sie benötigen. Wir prüfen dann die Möglichkeiten, diese Versionen zu liefern, damit Ihre Anlagen weiterhin optimale Leistungen erbringen.
Haftungsausschluss:
Wir sind kein autorisierter Vertriebspartner von Siemens.
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