Landis & Gyr LFL1.635 Feuerungsautomat – LFL Serie
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Produktinformationen
Der Feuerungsautomat Landis & Gyr LFL1.635 ist ein elektromechanisches Steuergerät aus der LFL-Serie zur Steuerung und Überwachung von gebläseunterstützten Gas-, Öl- oder Zweistoffbrennern mittlerer bis großer Leistung. Das Gerät regelt komplexe Anlaufsequenzen bei intermittierendem Betrieb, einschließlich Luftklappensteuerung, Vorbelüftung, Zündung und Brennstoffventilfreigabe. Der LFL1.635 ist für eine Betriebsspannung von 230 V AC bei 50/60 Hz ausgelegt und bietet ein kompaktes Gehäuse in Schutzart IP40. Die Ablaufsteuerung erfolgt über ein robustes Nockenschaltwerk mit harter Zeitvorgabe, wodurch eine Softwarekonfiguration oder Programmierung vor Ort entfällt.
Der LFL1.635 ist als Steckgerät ausgeführt und wird auf die Standardsockel AGM410011000 oder AGM11 aufgesetzt. Der Tausch einer Einheit erfordert keine Änderung an der Sockelverdrahtung, und das Gerät lässt sich als direkter Ersatz für das Modell Siemens BPZ:LFL1.635 einsetzen. Zur Flammenüberwachung verarbeitet der Controller Signale von Ionisationssonden, Fotozellen oder UV-Flammenfühlern der Typen Siemens / Landis & Gyr QRA2, QRA10 und QRA4.a. Bei der Inbetriebnahme eines Ersatzgeräts müssen die Endschalter der Luftklappenstellantriebe sowie die Verdrahtung der Druckwächter geprüft werden. ABC Industrial Parts unterstützt Sie bei der Vorbereitung und Bereitstellung passender Steuergeräte für Ihre Verbrennungsanlage.
Für den Betrieb und die Fehlersuche besitzt der Feuerungsautomat eine rotierende, farbige Sequenzanzeigescheibe mit Symbolen, die durch ein Sichtfenster an der Frontabdeckung ablesbar ist. Im Störungsfall stoppt das Schaltwerk exakt auf den definierten Symbolen wie ▲, ▲I, P, ■, II oder 1/2, wodurch Ursachen im Bereich der Sicherheitskette, der Luftklappenstellung, des Verbrennungsluftdrucks oder der Flammenbildung direkt zugeordnet werden können. Störabschaltungen lassen sich über die integrierte Entstörtaste manuell zurücksetzen. Bei internen Schaltwerksdefekten ist eine Feldreparatur nicht möglich; in diesen Fällen bietet ABC Industrial Parts den schnellen Austausch gegen ein geprüftes Ersatzgerät.
Technische Daten
| Hersteller | Landis & Gyr |
| Teilenummer | LFL1.635 |
| Komponentenart | Feuerungsautomat |
| Produktfamilie | LFL |
| Versorgungsspannung | 230 V AC |
| Netzfrequenz | 50/60 Hz |
| Leistungsaufnahme | 3.5 VA |
| Kontaktbelastbarkeit Klemme 3 | 5 A |
| Vorbelüftungszeit (t1) | 66 s |
| Sicherheitszeit (t2) | 2.5 s |
| Vorzündzeit (t3) | 2.5 s |
| Intervall (t4) | 12.5 s |
| Intervall (t5) | 2.5 s |
| Nachbelüftungszeit (t6) | 15 s |
| Schutzart | IP40 |
Diagnose und Statusanzeige
Die Diagnose des Feuerungsautomaten Landis & Gyr LFL1.635 erfolgt mechanisch über eine rotierende Stellungsanzeigescheibe. Diese Anzeigescheibe ist unter einem transparenten Sichtfenster auf der Vorderseite des Gehäuses angebracht und dreht sich synchron mit dem internen Nockenschaltwerk. Sie stellt den aktuellen Fortschritt im Start- und Betriebsablauf anhand genormter Symbole dar.
Bei einer Störung stoppt die Anzeigescheibe exakt auf dem Symbol der Phase, in der die Verriegelung ausgelöst wurde. Das Bedienpersonal kann dadurch unmittelbar erkennen, ob der Ablauf beispielsweise beim Aufsteuern der Luftklappe, beim Warten auf den Luftdruckschalter oder während der Sicherheitszeit unterbrochen wurde. Nach Behebung der Ursache erfolgt die Entstörung manuell über die integrierte Drucktaste.
Austausch und Ersatzteile
Beim Austausch eines LFL1.635 Steuergeräts ist auf die genaue Typenbezeichnung zu achten, da die Zeiten für Vorbelüftung (66 s) und Sicherheitszeit (2,5 s) fest im mechanischen Schaltwerk hinterlegt sind. Der Austausch der Steuereinheit erfolgt durch einfaches Ausstecken aus dem vorhandenen Sockel AGM410011000 oder AGM11. Die Verdrahtung des Klemmenblocks bleibt dabei unverändert.
Das Gerät ersetzt eins zu eins die Ausführung Siemens BPZ:LFL1.635. Vor dem Einsetzen eines Ersatzgeräts sollten die Kontakte des Sockels auf festen Sitz und Korrosion geprüft werden. Ebenso ist sicherzustellen, dass der verwendete Flammenfühler (Ionisationssonde, Fotozelle oder UV-Sensor QRA2, QRA10 bzw. QRA4.a) zum gewählten Überwachungskreis passt.
Da der Ablauf rein elektromechanisch gesteuert wird, sind keine Parameterübertragungen oder Programmierarbeiten erforderlich. Nach dem Aufstecken und Festziehen der Befestigungsschrauben ist ein Testlauf durchzuführen, um die korrekte Ansteuerung der Luftklappe, die Funktion des Luftdruckwächters und die einwandfreie Flammenabschaltung zu überprüfen.
Fehlercodes und Stoercodes
Die folgenden Fehlercodes koennen waehrend Betrieb oder Diagnose angezeigt werden:
| Code | Name | Beschreibung | Moegliche Ursache | Empfohlene Massnahme |
|---|---|---|---|---|
| Symbol ▲ | Startpositionsverriegelung / Unterbrechung | Ablaufanzeige verbleibt auf dem Startsymbol ▲. | Regelthermostat- oder Druckwächterkontakt nicht geschlossen oder Störsignal im Flammenüberwachungskreis vor dem Startbefehl. | Steuerkreiseingänge, Grenzschalter überprüfen und sicherstellen, dass kein vorzeitiges Flammensignal anliegt. |
| Symbol ▲I | Fehler Luftklappenöffnung | Steuerablauf stoppt während der Öffnungsphase der Luftklappe. | Endschalter AUF des Luftklappenstellantriebs nicht erreicht oder fehlerhafte Positionsrückmeldung. | Luftklappenstellmotor, Endschalterkontakt und Verdrahtung zu Klemme 8 überprüfen. |
| Symbol P | Luftdruckwächterabschaltung | Verriegelung erfolgt und Steuerablauf stoppt beim Symbol P. | Verbrennungsluftdruckwächter hat zu Beginn der Vorbelüftung nicht geschlossen oder öffnete während der Belüftungsphase. | Gebläsefunktion, Kalibrierung des Luftdruckwächters, Druckschläuche und Verdrahtung zu Klemme 6/14 prüfen. |
| Symbol ■ | Fehler Luftklappenschließung / Kleinlaststellung | Ablauf stoppt während der Bewegung in die Kleinlast- oder Startlaststellung. | Luftklappenstellantrieb hat den Schalterkontakt für Kleinlast nicht erreicht. | Luftklappenstellantrieb, Kleinlast-Grenzschalter und Signal an Klemme 4 überprüfen. |
| Symbol II | Keine Flammenbildung während der Sicherheitszeit t2 | Verriegelung erfolgt während des Zünd- / Sicherheitszeitintervalls. | Keine Flammenbildung während der Sicherheitszeit, defekter Zündtransformator, blockiertes Gasventil oder fehlerhafter Flammenfühler. | Zündfunken, Brennstoffzufuhrdruck, Hauptbrennstoff-Magnetventilfunktion sowie Lage und Sauberkeit der Ionisationssonde bzw. des UV-Fühlers prüfen. |
| Symbol 1 / 2 | Flammenverlust während der Betriebsstellung | Verriegelung während des Hauptstufenbetriebs. | Abreißen der Flamme im Normalbetrieb, verschmutzte UV-Fühlerlinse, defekte Sonde oder zu geringer Brenngasdruck. | Verbrennungsqualität des Brenners, Signalstärke der Flamme, Sauberkeit des Fühlers und Gaseingangsdruck prüfen. |
Haeufig gestellte Fragen
Welche Versorgungsspannung benötigt der Landis & Gyr LFL1.635?
Der LFL1.635 wird mit 230 V AC bei einer Frequenz von 50/60 Hz betrieben. Seine Leistungsaufnahme beträgt 3,5 VA.
Welche Sockel sind mit dem LFL1.635 kompatibel?
Der LFL1.635 ist als Steckgerät ausgeführt und passt direkt in die Standardsockel AGM410011000 sowie AGM11.
Welche Flammenfühler können am LFL1.635 betrieben werden?
Das Steuergerät unterstützt Ionisationssonden, Fotozellen und UV-Flammenfühler der Baureihen Siemens / Landis & Gyr QRA2, QRA10 und QRA4.a.
Wie wird eine Störung am LFL1.635 diagnostiziert?
Über das Sichtfenster auf der Frontseite kann die rotierende Stellungsanzeigescheibe abgelesen werden. Bei einer Störung stoppt die Scheibe auf einem Symbol (wie ▲, P oder II), das die Fehlerursache im Ablauf anzeigt.
Muss der LFL1.635 vor dem Einbau programmiert werden?
Nein, die Ablaufzeiten (66 s Vorbelüftung, 2,5 s Sicherheitszeit) sind durch das interne elektromechanische Schaltwerk fest vorgegeben. Es ist keine Software- oder Parameterkonfiguration erforderlich.
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