Siemens LFL1.635 Burner Control – Feuerungsautomat

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Produktinformationen

Produktfamilie: LFL

Der Siemens LFL1.635 Burner Control ist ein elektromechanischer Feuerungsautomat der LFL-Familie, der für die Steuerung und Überwachung von mittel- bis großflächigen Gebläsebrennern entwickelt wurde. Das Gerät kommt in Gas-, Öl- und Zweistoffbrennern von gewerblichen Heizungsanlagen, Fernwärmesystemen, industriellen Prozessthermeanlagen und Kesselsteuerungen zum Einsatz. Es arbeitet an einer Netzspannung von 187 bis 264 V AC (220 bis 240 V AC nominal) bei 50 bis 60 Hz mit einer Leistungsaufnahme von 3,5 VA. Ein zentraler motorgetriebener Nockenschalter garantiert eine exakte Einhaltung aller Ablauffristen für Luftklappensteuerung, Zündung und Brennstofffreigabe.

Für den elektrischen Anschluss und die mechanische Befestigung nutzt der Siemens LFL1.635 den Stecksockel AGK11, was den Austausch im Servicefall ohne Eingriff in die Festverdrahtung ermöglicht. Das Gerät steuert die Luftklappenstellglieder und unterstützt unterschiedliche Flammenfühler wie Ionisationssonden, UV-Flammenwächter der Siemens-Reihen QRA2, QRA10, QRA53 und QRA55 sowie Selen-Photosonden der Typen RAR7 und RAR8. Da die Ablaufsteuerung fest über das mechanische Nockenwerk vorgegeben ist (darunter 66 Sekunden Vorbelüftungszeit t1 und 2,5 Sekunden Sicherheitszeit t2), erfordert die Inbetriebnahme eines Ersatzgeräts keine Programmierung oder Softwareübertragung. Nach dem Spannungsfreischalten wird die Alt-Einheit vom Stecksockel abgezogen und das Ersatzteil aufgesteckt. ABC Industrial Parts unterstützt Anwender bei der schnellen Beschaffung passender Ersatzgeräte.

Die Diagnose erfolgt beim LFL1.635 direkt an der Frontseite des Geräts. Ein Sichtfenster gibt den Blick auf die mechanische Folgeschalt-Anzeigescheibe frei, welche die aktuellen Betriebsphasen (a, b, c, d, P) sowie spezifische Störungsursachen-Markierungen anzeigt. Bei Störungen leuchtet die im internen Entriegelungsknopf integrierte rote Signallampe LOCKOUT / RESET dauerhaft auf. Erste Prüfschritte bei Anlagenstörungen umfassen die Kontrolle des Luftdruckwächters, der Zündelektroden, der Brennstoffventile sowie die Ausrichtung und Sauberkeit des Flammenfühlers. Tritt der Fehler im internen Nockenwerk oder in der Verstärkerelektronik auf, ist eine Feldreparatur der Platine nicht vorgesehen. In diesen Fällen stellt der Austausch gegen ein geprüftes Ersatzteil über ABC Industrial Parts den schnellsten Weg zur Wiederherstellung des Betriebs dar.

Technische Daten

HerstellerSiemens
TeilenummerLFL1.635
ModelltypBurner Control
ProduktfamilieLFL
KomponententypFeuerungsautomat / Brennersteuerung
Versorgungsspannung187 - 264 V AC (220-240 V AC nominal)
Netzfrequenz50-60 Hz
Leistungsaufnahme3.5 VA
Vorbelüftungszeit (t1)66 s
Sicherheitszeit (t2)2.5 s
Vorzündzeit (t3)2.5 s
Nachzündzeit (t3n)2.5 s
Intervall t412.5 s
Intervall t512.5 s
Nachbelüftungszeit (t6)15 s
Startbefehlsverzögerung (t7)2.5 s
Luftdruckprüfzeit (t10)10 s
Zulässige Nachverbrennungszeit (t13)15 s
SchutzartIP40

Diagnose und Statusanzeige

Der Siemens LFL1.635 bietet eine visuelle Vor-Ort-Diagnose über das Frontfenster des Gehäuses. Dahinter befindet sich eine rotierende, mechanische Programmanzeigescheibe, die den aktuellen Zustand im Ablaufdiagramm abbildet. Die Abschnitte a bis d sowie P kennzeichnen die jeweiligen Phasen wie Anlauf, Vorbelüftung, Zündung und Betrieb. Bei einer Sicherheitsabschaltung stoppt die Scheibe exakt an der Position, die die Fehlerursache angibt.

Zusätzlich verfügt das Gerät über eine im internen Entriegelungsknopf integrierte Signallampe. Bei einer Störabschaltung leuchtet die Taste LOCKOUT / RESET dauerhaft rot. Durch Drücken dieser Taste wird das Gerät nach Behebung der Ursache manuell zurückgesetzt.

Status-LED-Anzeigen

LEDFarbe/StatusBedeutung
LOCKOUT / RESETRot - Dauerhaft anStörabschaltungs-Anzeigelampe im internen Entriegelungsknopf integriert

Austausch und Ersatzteile

Beim Austausch eines Siemens LFL1.635 muss auf die exakte Typenbezeichnung geachtet werden, da die LFL1-Serie verschiedene Ausführungen mit abweichenden Belüftungs- und Sicherheitszeiten umfasst. Der LFL1.635 besitzt eine festgelegte Vorbelüftungszeit von 66 Sekunden und eine Sicherheitszeit von 2,5 Sekunden. Diese Parameter sind mechanisch vorgegeben und nicht einstellbar.

Der physische Austausch gestaltet sich dank der AGK11-Steckbasis unkompliziert. Nach dem Freischalten der Spannungsversorgung wird die alte Steuereinheit abgezogen. Vor dem Aufstecken des neuen LFL1.635 sollten die Sockelkontakte auf Oxidation, Beschädigung und festen Sitz der Verdrahtung überprüft werden. Eine Neuverdrahtung oder Softwarekonfiguration ist nicht erforderlich.

Falls nach dem Einbau eines Ersatzgeräts wiederholt Störabschaltungen auftreten, liegt die Ursache häufig in den Peripheriegeräten wie Luftdruckwächtern, Brennstoffventilen oder Flammenfühlern (z. B. QRA2, QRA10, QRA53, QRA55 oder RAR7/RAR8). Eine sorgfältige Überprüfung der Gehäuseanzeigescheibe liefert hierbei den direkten Hinweis auf den betroffenen Funktionsabschnitt.

Fehlercodes und Stoercodes

Die folgenden Fehlercodes koennen waehrend Betrieb oder Diagnose angezeigt werden:

CodeNameBeschreibungMoegliche UrsacheEmpfohlene Massnahme
▲ at start / standby / position aFremdlicht / Vorzeitiges FlammensignalStörabschaltung während der Vorbelüftung oder im Standby vor Abschluss des Brennerstartablaufs.Flammenfühler erfasst Fremdlicht oder vorzeitiges Flammensignal, Flammenwächter defekt oder interner Flammenverstärker fehlerhaft.Auf Fremdlichtquellen prüfen, Flammenfühler reinigen oder überprüfen, Flammenfühler austauschen. Bleibt der Fehler ohne Lichteinfall bestehen, Feuerungsautomat austauschen.
▲ at position PLuftdruckausfallStörabschaltung durch fehlendes Signal des Luftdruckwächters.Kontakt des Luftdruckwächters hat sich innerhalb des Intervalls t10 nicht geschlossen oder öffnete während der Vorbelüftung bzw. des Betriebs.Einstellung und Kontakte des Luftdruckwächters prüfen, Gebläsefunktion und Luftkanäle kontrollieren, Verdrahtung zum Luftdruckwächter überprüfen.
▲ at position cZündfehler / Keines FlammensignalStörabschaltung nach Ablauf der Sicherheitszeit t2.Keine Flammenbildung während der Sicherheitszeit t2, Brennstoffventil defekt, Zündtransformator oder Zündelektrode fehlerhaft, Flammenfühler defekt.Brennstoffzufuhr und Magnetventile prüfen, Zündfunken und Zündelektroden inspizieren, Ausrichtung des Flammenfühlers prüfen und Fühler reinigen.
▲ at position dFlammenabriss im BetriebStörabschaltung während der normalen Betriebsphase.Flammenabriss während des Brennerbetriebs, Unterbrechung der Brennstoffzufuhr, Flammenfühler oder Flammenverstärker defekt.Brennstofffließdruck prüfen, Brennerstabilität und Luft-Brennstoff-Verhältnis kontrollieren, Flammenfühler auf Verschmutzung und Verdrahtung prüfen.
▲ at position post-purge / t6 / t13Nachbrennen / Flammensignal nach AbschaltungStörabschaltung während der Nachbelüftungsphase t6.Brennstoffventil undicht oder schließt nicht vollständig, anhaltendes Nachbrennsignal nach dem Abschalten erfasst.Brennstoffabsperrventile auf Dichtheit prüfen, undichte Brennstoffventile instand setzen oder austauschen.

Haeufig gestellte Fragen

Benötigt der Siemens LFL1.635 eine Softwareprogrammierung bei der Inbetriebnahme?

Nein, der Siemens LFL1.635 arbeitet mit einem fest eingestellten mechanischen Nockenwerk. Es werden keine Softwarewerkzeuge, Parameterübertragungen oder Programmiergeräte benötigt. Nach dem Aufstecken auf den AGK11-Sockel ist das Gerät betriebsbereit.

Welche Flammenwächter können mit dem LFL1.635 verwendet werden?

Der LFL1.635 unterstützt Ionisationssonden, Siemens UV-Flammenwächter der Typen QRA2, QRA10, QRA53 und QRA55 sowie Selen-Photosonden der Typen RAR7 und RAR8.

Wie wird der Grund für eine Störabschaltung am LFL1.635 abgelesen?

Über das Sichtfenster an der Frontseite lässt sich die mechanische Programmanscheibe ablesen. Bleibt die Scheibe bei einer Störung stehen, zeigt die Position (z. B. a, P, c, d oder Nachbelüftung) die genaue Fehlerursache im Ablaufdiagramm an.

Auf welchem Sockel wird der LFL1.635 montiert?

Der Siemens LFL1.635 ist für die Montage auf dem Siemens Stecksockel AGK11 ausgelegt, was einen schnellen Austausch ohne Lösen der Anlagenverdrahtung ermöglicht.

Was bedeutet eine dauerhaft rot leuchtende Taste am Gerät?

Das rote Dauerlicht der integrierten Signallampe LOCKOUT / RESET zeigt eine Störabschaltung an. Nach Behebung der Störungsursache kann der Feuerungsautomat durch Drücken dieser Taste entriegelt werden.

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