Lenze 9321MP.2I.21 Control Board – 9300 Serie Steuerkarte
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Produktinformationen
Die Lenze Steuerkarte mit der Teilenummer 9321MP.2I.21 ist die zentrale Hauptsteuerungs- und Signalverarbeitungsplatine für Servo- und Frequenzumrichter der Lenze Serie 9300 der Baugröße 9321 mit einer Leistung von 0,37 kW. Diese Steuerungseinheit kommt sowohl in EVS9321 Servoreglern als auch in EVF9321 Vektor-Frequenzumrichtern zum Einsatz und übernimmt die präzise Vektor- und Servoregelung des Motors. Mit einer Versorgungsspannung von 320 V AC bis 528 V AC und einer Schaltfrequenz von 8 kHz gewährleistet die Baugruppe eine exakte Geschwindigkeits- sowie Drehmomentregelung in anspruchsvollen industriellen Bewegungsabläufen.
Für die Einbindung in das Automatisierungsumfeld verfügt die Platine über einen integrierten CAN-Systembus an der Klemmenleiste X4 mit Übertragungsraten von bis zu 500 kbps sowie einen AIF-Steckplatz (Automation Interface) zur Aufnahme von Kommunikationsmodulen wie PROFIBUS-DP (EMF2131IB), INTERBUS oder LECOM-Schnittstellen. Der Anbau eines Keypad XT (EMF2102IB) oder der Anschluss der Software Global Drive Control (GDC) ermöglichen eine schnelle Auslesung und Übertragung der Parameter. Das Board besitzt zudem einen 9-poligen Sub-D-Anschluss für Resolver und Schnittstellen für Inkrementalgeber im Master- oder Slave-Betrieb. Beim Austausch der Baugruppe müssen die genaue Hardware-Revision .2I.21 beachtet, der Resolverwinkel abgeglichen und die im internen EEPROM gespeicherten Parametersätze gesichert und auf das Ersatzteil übertragen werden. ABC Industrial Parts unterstützt bei der Bereitstellung passender Ersatzbaugruppen für den schnellen Wiederanlauf der Anlage.
Zur Vor-Ort-Diagnose verfügt das Control Board über zweifarbige Status-LEDs: Die grüne LED (DRIVE READY) signalisiert die Betriebsbereitschaft oder bei Blinken eine Reglersperre (CINH) bzw. Initialisierung, während die rote LED (TRIP) einen aktiven Störungszustand anzeigt. Das System speichert bis zu acht Störungscodes in einem Fehlerspeicher-Ringspeicher, der über das Keypad XT oder die GDC-Software eingesehen werden kann. Fehlercodes wie OC1, OU oder CE1 weisen auf externe Störungen an Verdrahtung, DC-Bus oder Buskommunikation hin, wohingegen Meldungen wie EE (EEPROM-Fehler) oder H05 (interner Hardwarefehler) auf platinenseitige Defekte hindeuten. Da interne Hardware- oder Bausteilfehler nicht im Feld repariert werden können, stellt der Austausch gegen eine geprüfte Ersatzplatine oder eine professionelle Reparatur über ABC Industrial Parts den schnellsten Weg zur Wiederherstellung der Produktion dar.
Technische Daten
| Hersteller | Lenze |
| Teilenummer | 9321MP.2I.21 |
| Modelltyp | Control Board |
| Komponententyp | Main Control PCB Assembly |
| Produktfamilie | 9300 Series |
| Nennleistung | 0.37 kW |
| Versorgungsspannungsbereich | 320 - 528 V AC |
| Schaltfrequenz | 8 kHz |
| Regelungsverfahren | Vector Control / Servo Control |
| Integrierter Systembus | CAN (500 kbps) |
| Erweiterungssteckplatz | Automation Interface (AIF) |
Programmierung und Konfiguration
Die Konfiguration des Steuerboards 9321MP.2I.21 erfolgt flexibel über die Lenze Software Global Drive Control (GDC) oder direkt vor Ort über das aufsteckbare Bedienelement Keypad XT (EMF2102IB). Über die AIF-Schnittstelle lässt sich eine direkte Verbindung herstellen, um Parameterstrukturen anzupassen, Antriebsfunktionen einzurichten oder Diagnosewerte in Echtzeit zu überwachen.
Auf dem integrierten, nichtflüchtigen EEPROM-Speicher der Baugruppe können bis zu vier vollständige Parametersätze hinterlegt werden. Bei der Inbetriebnahme eines Ersatzboards ist es erforderlich, die anwendungsspezifischen Datensätze vom Altgerät auszulesen und neu einzuspielen, um den exakten Funktionsumfang und die Achssynchronisation wiederherzustellen.
Kommunikation und Systemintegration
Für die Vernetzung im Mehrachsbetrieb bietet die Baugruppe einen integrierten CAN-Systembus an der Klemmenleiste X4, der Datenübertragungsraten von bis zu 500 kbps unterstützt. Damit lassen sich mehrere Antriebe der Serie 9300 direkt miteinander synchronisieren und schnelle Querverbindungen ohne übergeordneten Feldbus realisieren.
Über den integrierten AIF-Steckplatz (Automation Interface) kann das Control Board modular erweitert werden. Es unterstützt feldbusspezifische Baugruppen wie PROFIBUS-DP (EMF2131IB), INTERBUS (EMF2111IB/EMF2113IB) sowie serielle Schnittstellen (LECOM RS-232/RS-485), wodurch sich die Regler nahtlos in übergeordnete SPS-Umgebungen einbinden lassen.
Diagnose und Statusanzeige
Die Baugruppe verfügt über eine klare optische Statusindikation mittels LEDs auf der Frontseite sowie umfangreiche Software-Diagnosefunktionen. Die GDC-Software erlaubt die Oszilloskop-Funktion und Signalverfolgung in Echtzeit, während das Keypad XT über das Diagnosemenü (P000) direkten Zugriff auf den internen Fehlerspeicher bietet.
Der integrierte Ringspeicher sichert automatisch die letzten acht aufgetretenen Fehlercodes chronologisch. Dies ermöglicht Instandhaltern eine präzise Ursachenanalyse von Abschaltungen auch nach einer Spannungsunterbrechung.
Status-LED-Anzeigen
| LED | Farbe/Status | Bedeutung |
|---|---|---|
| Rote LED (TRIP) | Rot - Dauerhaft leuchtend | Aktiver Störungszustand / TRIP-Zustand. Leuchtet die LED nach dem Einschalten dauerhaft ohne externe Ursache, liegt ein interner Hardware- oder Speicherfehler der Platine vor. |
| Grüne LED (DRIVE READY) | Grün - Dauerhaft leuchtend / Blinkend | Dauerhaftes Leuchten signalisiert Betriebsbereitschaft. Blinken zeigt eine Reglersperre (CINH) oder eine laufende Initialisierung an. |
Austausch und Ersatzteile
Beim Austausch einer Steuerplatine vom Typ 9321MP.2I.21 ist zwingend darauf zu achten, dass die Hardware-Revisionsnummer genau übereinstimmt, um Kompatibilitätsprobleme mit der Endstufe der Baugröße 9321 zu vermeiden. Ein bloßer Tausch der Platine ohne Übertragung der Parameter führt in der Regel dazu, dass der Antrieb nicht betriebsbereit ist oder Fehlermeldungen ausgibt.
Vor der Demontage der defekten Baugruppe sollten alle vier Parametersätze über die GDC-Software oder ein Keypad XT gesichert werden. Nach dem Einbau des Ersatzteils müssen diese Parametersätze wieder eingespielt und bei Servoanwendungen gegebenenfalls ein Resolverwinkelabgleich durchgeführt werden.
Steckbare Optionsmodule wie Feldbuskarten (z. B. PROFIBUS EMF2131IB) oder das Keypad XT können vom Altgerät übernommen und auf den AIF-Steckplatz der neuen Steuerkarte umgesteckt werden. Abschließend sollten die Adress- und Baudrateneinstellungen am CAN-Bus und den Kommunikationsmodulen überprüft werden.
Fehlercodes und Stoercodes
Die folgenden Fehlercodes koennen waehrend Betrieb oder Diagnose angezeigt werden:
| Code | Name | Beschreibung | Moegliche Ursache | Empfohlene Massnahme |
|---|---|---|---|---|
| OC1 | Kurzschluss / Überstrom 1 | Kurzschluss oder extremer Überstrom während der Beschleunigungsphase. | Kurzschluss im Motorkabel, Erdschluss, Kurzschluss in der Motorwicklung oder Beschleunigungsrampe zu kurz. | Motorverkabelung und Isolation prüfen, Beschleunigungszeit überprüfen, Motorleistung kontrollieren. |
| OC2 | Überstrom 2 | Überstrom während der Verzögerungsphase. | Verzögerungsrampe zu kurz oder regenerative Energie des Motors zu hoch. | Verzögerungszeit verlängern oder Bremswiderstand installieren. |
| OC5 | Überstrom 5 | Überstrom im stationären Betrieb. | Plötzliche mechanische Lastspitze, Motorblockade oder Störung in der Leistungsendstufe. | Mechanischen Antriebsstrang und Lastbedingungen überprüfen. |
| OU | Überspannung Zwischenkreis | Zwischenkreisspannung hat die obere Sicherheitsgrenze überschritten. | Zu hohe Rückspeiseenergie vom Motor oder Netzspannung zu hoch. | Netzspannung prüfen, Funktion des Bremschoppers und Anschluss des Bremswiderstands kontrollieren. |
| LU | Unterspannung Zwischenkreis | Zwischenkreisspannung unter den minimalen Betriebswert gefallen. | Netzphasenausfall, Netzspannungseinbruch oder defekte Netzteilvorstufe. | 3-phasige AC-Eingangsspannung und Netzsicherungen überprüfen. |
| OH | Kühlkörper-Übertemperatur | Kühlkörpertemperatur hat den Maximalwert überschritten (>90°C). | Lüfter defekt, unzureichende Belüftung, Umgebungstemperatur zu hoch oder Überlastung. | Kühlkörper reinigen, Lüfterfunktion prüfen und Umgebungskühlung kontrollieren. |
| OH4 | Thermische Motorüberlastung (I2t) | Rechnerische thermische Motorbelastung (I2t-Überwachung) hat den Grenzwert überschritten. | Kontinuierlicher Überlastbetrieb bei niedrigen Motordrehzahlen. | Motordimensionierung, Einschaltdauer oder externe Motorkühlung prüfen. |
| OH7 | Motortemperatursensor-Stromkreis | Unterbrechung oder Drahtbruch im Schaltkreis des Motortemperatursensors. | Abgetrennter Kaltleiter/PTC-Kabel oder Sensorfehler. | Verkabelung und Anschlüsse des Temperatursensors an der Klemmenleiste prüfen. |
| CE0 | AIF-Kommunikationsfehler | Kommunikationsausfall am Automation Interface Modul. | Fieldbus-Master-Timeout, lose Modulverbindung oder Störeinstrahlung. | Sitz des Steckmoduls, Feldbusverkabelung und Master-Konfiguration prüfen. |
| CE1 | Systembus-Kommunikationsfehler (CAN) | Kommunikationsunterbrechung auf dem internen/externen CAN-Systembus. | Buskabel gebrochen, fehlender Bus-Abschlusswiderstand oder falsche Baudrate. | CAN-Verkabelung, Abschlusswiderstandsschalter und Baudrateneinstellungen prüfen. |
| EE | EEPROM-Speicherfehler | Interner EEPROM-Prüfsummenfehler oder Parameter-Lese-/Schreibfehler. | Interne Speicherbeschädigung oder Fehler einer Hardwarekomponente. | Interner Hardwarefehler – Standardparameter neu laden oder Platine/Gerät zur Reparatur einsenden. |
| H05 | Interner Hardwarefehler | Interner Steuerungs-/Prozessor-Hardwarefehler während des Selbsttests erkannt. | Fehler auf Platinenebene, Mikrokontrollerfehler oder Fehlfunktion der internen Spannungsversorgung. | Interner Hardwarefehler – vor Ort nicht reparierbar; Steuerkarte oder gesamte Einheit austauschen. |
| PR0 | Parametersatzfehler | Ausgewählter Parametersatz ist ungültig oder nicht initialisiert. | Unvollständige Parametersatzübertragung oder inkompatible Firmware-Version. | Gültige Parameterdatei mit der GDC-Software neu herunterladen. |
Haeufig gestellte Fragen
Für welche Lenze-Geräte ist das Control Board 9321MP.2I.21 geeignet?
Die Platine ist speziell für Lenze 9300 Serie Antriebe der Baugröße 9321 mit 0,37 kW Leistung konzipiert, darunter EVS9321 Servoregler und EVF9321 Vektor-Frequenzumrichter.
Wie werden die Parameter auf eine neue 9321MP.2I.21 Steuerkarte übertragen?
Die Parameter können mithilfe der Lenze Software Global Drive Control (GDC) über ein Ankopplungsmodul oder direkt vor Ort über das Ansteckmodul Keypad XT (EMF2102IB) ausgelesen und auf die neue Platine aufgespielt werden.
Was bedeutet eine dauerhaft rot leuchtende TRIP-LED nach dem Einschalten?
Eine permanent rote TRIP-LED ohne externe Störung deutet auf einen internen Hardware- oder Speicherfehler (wie EEPROM-Defekt H05 oder EE) der Steuerkarte hin, der einen Austausch der Platine erfordert.
Welche Rückmeldesysteme unterstützt die Baugruppe?
Das Board verfügt über einen integrierten 9-poligen Sub-D-Anschluss für Resolver sowie über Schnittstellen für Inkrementalgeber im Master- oder Slave-Betrieb.
Kann das Control Board an Feldbusse wie PROFIBUS angeschlossen werden?
Ja, über den integrierten AIF-Steckplatz (Automation Interface) können Feldbusmodule wie das PROFIBUS-Modul EMF2131IB oder INTERBUS-Module direkt aufgesteckt werden.
Profitieren Sie von unserer Umtauschformel
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Gehen Sie mit unseren Garantiebedingungen auf Nummer sicher
Industrieanlagen sollten vorzugsweise stets in Betrieb bleiben, unabhängig von den Umständen. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, dass Sie sich auf hochwertige Produkte und/oder nachhaltige Reparaturen verlassen können. Mit unseren Garantiebedingungen können Sie sich auf Sicherheit verlassen, unabhängig davon, ob Sie sich für neue, gebrauchte oder reparierte Produkte entscheiden.
Datensicherung und -wiederherstellung
Haben Sie aufgrund eines Defekts wertvolle Parameter oder Daten verloren, während die Unterstützung durch den Hersteller eingestellt wurde? Bei ABC Industrial Parts unterstützen wir Sie bei der Sicherung dieser Daten, sowohl bei gängigen als auch bei spezifischen Produkten.
Spezifische Firmware- und Hardware-Versionen
Wenn Sie mit spezifischen Hardware- oder Firmware-Versionen arbeiten, die vom Hersteller nicht mehr angeboten werden, ist ABC Industrial Parts Ihr kompetenter Ansprechpartner. Geben Sie bei Ihrer Anfrage deutlich an, welche Versionen Sie benötigen. Wir prüfen dann die Möglichkeiten, diese Versionen zu liefern, damit Ihre Anlagen weiterhin optimale Leistungen erbringen.
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