SICK 1019600 S30A-6011DA – S3000 Advanced Sicherheitslaserscanner

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Produktinformationen

Produktfamilie: S3000 Advanced

Der SICK Sicherheitslaserscanner 1019600 (Typenbezeichnung S30A-6011DA) aus der Serie S3000 Advanced dient der optischen Absicherung von Gefahrenbereichen und Personen in automatisierten Fertigungs- und Logistikumgebungen. Das Gerät bietet einen Schutzfeldradius von 5,5 Metern bei einem Scanwinkel von 190 Grad und einer winkelgenauen Auflösung von 0,5 Grad. Neben dem Schutzfeld steht eine Warnfeld- und Distanzmessreichweite von bis zu 49 Metern zur Verfügung. Der Laser arbeitet bei einer Wellenlänge von 905 nm (Laserklasse 1) und wird mit einer Betriebsspannung von 24 V DC bei einem zulässigen Bereich von 16,8 bis 28,8 V DC versorgt.

Die Integration in die Maschinensteuerung erfolgt über das integrierte Enhanced Function Interface (EFI), das eine direkte Kommunikation mit SICK Flexi Soft Sicherheitssteuerungen, UE410 Modulen oder weiteren Laserscannern ermöglicht. Für die Konfiguration der bis zu 4 Feldsets, 12 Schutzfelder und 16 Überwachungsfälle wird die SICK Configuration & Diagnostic Software (CDS) über die M8-Serviceschnittstelle genutzt. Ein zentrales Merkmal der S3000 Advanced Baureihe ist der austauschbare Systemstecker mit integriertem Konfigurationsspeicher. Bei einem Gerätewechsel bleiben alle Parameter im Stecker gespeichert, sodass der Sensorkopf ohne erneutes Herunterladen von Konfigurationsdaten getauscht werden kann. ABC Industrial Parts unterstützt Sie bei der Beschaffung passender Ersatzgeräte und kompatibler Komponenten.

Zur lokalen Diagnose verfügt der S30A-6011DA über eine integrierte 7-Segment-Anzeige sowie mehrfarbige Status-LEDs, die den aktuellen Betriebszustand und spezifische Fehlercodes direkt anzeigen. LED-Signale informieren über den Zustand der Sicherheitsausgänge (OSSDs) sowie Unterbrechungen im Schutz- oder Warnfeld. Bei Warnungen oder Störungen wie einer Optikverschmutzung (Fehlercode 6 oder C) reicht oft die Reinigung der Frontscheibe aus. Treten jedoch interne Hardwarefehler (Fehlercode 7, 9 oder F) auf, sind diese vor Ort nicht reparabel. In solchen Fällen sichert ein geprüftes Austauschgerät oder die Reparatur durch ABC Industrial Parts eine schnelle Wiederinbetriebnahme der Anlage.

Technische Daten

HerstellerSICK
Teilenummer1019600
Modell / TypS30A-6011DA
ProduktfamilieS3000 Advanced
Schutzfeldreichweite5.5 m
Warnfeldreichweite49 m
Messreichweite49 m
Scanwinkel190 deg
Winkelauflösung0.5 deg
Ansprechzeit60 ms
Anzahl Feldsets4
Anzahl Felder12
Anzahl Überwachungsfälle16
Versorgungsspannung24 V DC
Spannungsbereich16.8 - 28.8 V DC
Laserklasse1
Laserwellenlänge905 nm

Programmierung und Konfiguration

Die Parametrierung des SICK S30A-6011DA erfolgt über die SICK Configuration & Diagnostic Software (CDS), die über die M8-Serviceschnittstelle an den Scanner angeschlossen wird. Innerhalb der Software lassen sich bis zu 4 unterschiedliche Feldsets mit insgesamt 12 individuellen Feldern und 16 Überwachungsfällen definieren und an die spezifischen Sicherheitsanforderungen der Applikation anpassen.

Nach Abschluss der Konfiguration werden die Parameter direkt im Speicher des entfernbaren Systemsteckers (beispielsweise der SX0A-Serie) abgelegt. Diese Trennung von Sensorkopf und Speichermedium vereinfacht den Austausch im Servicefall erheblich, da ein neuer Laserscanner die Einstellungen automatisch beim Aufstecken übernimmt.

Kommunikation und Systemintegration

Der Sicherheitslaserscanner S30A-6011DA ist mit dem Enhanced Function Interface (EFI) ausgestattet, einer Schnittstelle für die sichere Sensor-zu-Sensor- und Sensor-zu-Steuerung-Kommunikation. Über EFI lässt sich das Gerät nahtlos in Sicherheitssteuerungen wie SICK Flexi Soft oder das UE410-Sicherheits-Schaltgerät einbinden.

Durch die Netzwerkanbindung über EFI können komplexe Überwachungsaufgaben wie dynamische Schutzfeldumschaltungen koordiniert werden. Dies ermöglicht die synchrone Steuerung mehrerer Scanner an fahrerlosen Transportsystemen (FTS) oder in vernetzten Roboterzellen.

Diagnose und Statusanzeige

Die Diagnose des S30A-6011DA erfolgt direkt am Gerät über die integrierte 7-Segment-Anzeige und drei Status-LEDs. Die 7-Segment-Anzeige liefert Betriebszustände, aktive Feldset-Nummern und spezifische Fehlercodes zur schnellen Ursachenanalyse. Ergänzend speichert die CDS-Software einen detaillierten Diagnosehistorien-Puffer für die tiefergehende Fehleranalyse.

Status-LED-Anzeigen

LEDFarbe/StatusBedeutung
Red LEDRot - DauerhaftSchutzfeld unterbrochen, Sicherheitsausgänge (OSSDs) im AUS-Zustand
Green LEDGrün - DauerhaftSchutzfeld frei, Sicherheitsausgänge (OSSDs) im EIN-Zustand
Yellow LEDGelb - Dauerhaft / BlinkendWarnfeld unterbrochen oder Reset erforderlich / Wiederanlaufsperre aktiv
7-segment displayNumerische/Alphanumerische AnzeigeZeigt Betriebszustand, Feldset-Nummern und Diagnose-Fehlercodes an

Austausch und Ersatzteile

Beim Austausch eines defekten S30A-6011DA Scanners muss auf die genaue Sachnummer 1019600 geachtet werden. Da die vollständigen Konfigurationsdaten im separaten Systemstecker gespeichert sind, erfordert der Wechsel des Sensorkopfs in der Regel keine erneute Parametrierung per Software.

Vor der Inbetriebnahme des Ersatzgeräts sollten die optischen Flächen gereinigt und die mechanische Ausrichtung geprüft werden. Nach dem Aufstecken des vorhandenen Systemsteckers führt der Scanner beim Einschalten einen Selbsttest durch und übernimmt die gespeicherten Einstellungen automatisch.

Fehlercodes und Stoercodes

Die folgenden Fehlercodes koennen waehrend Betrieb oder Diagnose angezeigt werden:

CodeNameBeschreibungMoegliche UrsacheEmpfohlene Massnahme
1Normalbetrieb - OSSD EINSchutzfeld frei, OSSDs durchgeschaltet.Normalzustand.Keine Maßnahme erforderlich.
2Schutzfeld unterbrochenObjekt im Schutzfeldbereich erkannt.Hindernis im Schutzfeld, verschmutzte Optik oder fehlausgerichtetes Ziel.Schutzfeldbereich räumen, Optikscheibe bei Verschmutzung reinigen.
3Warnfeld unterbrochenObjekt in der Warnfeldzone erkannt.Hindernis im Warnfeldbereich.Warnfeldpfad freimachen.
4EDM / SchützfehlerFehler bei der externen Schützkontrolle erkannt.Relaiskontakt verklebt, fehlerhafte Verdrahtung oder Timing-Fehler der Rückmeldung.Aangeschlossene Schütze und Verdrahtung des EDM-Rückführsignals prüfen.
5Konfigurationsfehler / SystemsteckerfehlerParameterabweichung oder Speicherfehler im Systemstecker.Systemstecker getrennt, falscher Stecker montiert oder Konfiguration ungültig.Befestigung des Systemsteckers prüfen und Konfiguration über CDS-Software erneut übertragen.
6Optik verschmutztVerschmutzungsgrad der Frontscheibe hat den Schwellenwert überschritten.Staub, Schmutz, Fingerabdrücke oder Kratzer auf dem Optikfenster.Optikabdeckung mit einem nicht scheuernden Tuch und mildem Optikreiniger säubern.
7HardwarefehlerInterner Hardwarefehler beim Selbsttest festgestellt.Interne Elektronikstörung, Motorantriebsfehler oder Sensorfehler.Interner Hardwarefehler – Scannerkopf austauschen oder zur Reparatur einsenden.
8Eingangs- / AusgangsverdrahtungsfehlerQuerschluss oder Unterbrechung an Steuereingängen oder OSSD-Ausgängen erkannt.Kurzschluss gegen 24V oder GND, Drahtbruch oder fehlerhafte Kabel.Steuereingangs- und OSSD-Ausgangskabel auf Kurzschlüsse und Unterbrechungen prüfen.
9SystemfehlerStörung der internen Systemüberwachung.Schwankung der Versorgungsspannung oder interne Bauteilstörung.Versorgungsspannung prüfen; bleibt der Fehler bestehen, liegt ein Hardwarefehler vor.
CVerschmutzungsvorwarnungVorwarnung für Verschmutzung der Optikabdeckung aktiv.Staubablagerung auf der Optikabdeckung.Optikfenster beim nächsten Wartungszyklus reinigen.
EEFI-KommunikationsfehlerKommunikationsfehler auf dem EFI-Bus (Enhanced Function Interface).EFI-Busleitung unterbrochen, falsche Baudrate oder verbundenes Gerät offline.EFI-Signalleitungen, Schirmung, Terminierung und Status des entfernten Geräts prüfen.
FKritischer GerätefehlerKritischer Systemfehler erfordert sofortige Sicherheitsabschaltung.Schwerwiegender interner Hardwarefehler, Motorfehler oder Spiegelrotationsfehler.Interner Hardwarefehler – Gerät zur Reparatur einsenden oder Scannerkopf austauschen.

Haeufig gestellte Fragen

Muss ein neuer S30A-6011DA beim Austausch neu parametriert werden?

Nein, sofern der bisherige Systemstecker intakt ist. Die Konfigurationsdaten verbleiben im Systemstecker und werden beim Aufstecken automatisch auf den Ersatzscanner übertragen.

Über welche Schnittstelle wird die Konfiguration per Software durchgeführt?

Die Parametrierung erfolgt mit der SICK Configuration & Diagnostic Software (CDS) über die M8-Serviceschnittstelle an der Vorderseite des Scanners.

Was bedeutet Fehlercode 6 auf der 7-Segment-Anzeige?

Fehlercode 6 zeigt eine unzulässige Verschmutzung der Optikabdeckung an. Das Optikfenster sollte vorsichtig mit einem weichen Tuch und mildem Reiniger gesäubert werden.

Wie verbindet sich der S30A-6011DA mit anderen Sicherheitssteuerungen?

Das Gerät nutzt das Enhanced Function Interface (EFI) zur Anbindung an SICK Sicherheitssteuerungen wie Flexi Soft oder UE410 sowie zur Kopplung mit weiteren Scannern.

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