Lenze 00409551 EMF2111IB CAN Systembus-Modul

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Produktinformationen

Produktfamilie: 8200 Vector / 9300

Das Lenze EMF2111IB mit der Sachnummer 00409551 ist ein CAN-Systembus-Funktionsmodul zur Einbindung von Lenze 8200 Vector Frequenzumrichtern sowie Lenze 9300 Servo- und Frequenzumrichtern in CANopen- und Lenze-Systembus-Netzwerke. Als steckbare Kommunikationsschnittstelle ermöglicht die Baugruppe die dynamische Prozessdatenübertragung zwischen mehreren Antrieben, die dezentrale Steuerung sowie den Zugriff auf Antriebsparameter. Mechanisch wird das Modul über eine 20-polige Stiftleiste direkt auf die Steuerkarte des Grundgeräts gesteckt und verfügt über einen frontseitigen 5-poligen Steckschraubklemmenanschluss für das CAN-Netzwerk. Eine galvanische Trennung schützt die Steuerelektronik des Umrichters vor Potenzialverschiebungen und Netzstörungen, während ein optionaler externer 24-V-DC-Versorgungsanschluss die Kommunikation auch bei ausgeschalteter Hauptversorgung des Umrichters aufrechterhält.

Beim Austausch eines Moduls gegen ein Ersatzgerät müssen die Hardware-Einstellungen exakt mit dem Altgerät übereinstimmen. Die Konfiguration der Knotenadresse (Node ID) sowie der Übertragungsrate (10 kbps bis 500 kbps) erfolgt hardwareseitig über DIP-Schalter oder softwareseitig im Parametersatz des Umrichters. Ein neues Modul erfordert daher vor der Wiederinbetriebnahme die Überprüfung der DIP-Schalterpositionen und der Parameter im Umrichter. Werkzeuge wie Lenze Global Drive Control (GDC) oder L-force Engineer ermöglichen das Auslesen und Verifizieren der Busparameter. Für die Beschaffung von geprüften Ersatzgeräten oder die Unterstützung beim Austausch bietet ABC Industrial Parts passende Komponenten direkt ab Lager.

Zur Fehlerdiagnose und Statusüberwachung befinden sich an der Frontseite des EMF2111IB zwei zweifarbige LED-Anzeigen für CAN-RUN und CAN-ERR. Der Betriebsstatus des Netzwerks lässt sich damit direkt am Gerät ablesen, beispielsweise beim Erkennen von Warnschwellen oder Bus-Off-Zuständen. Ergänzend können Kommunikationsfehler über das Bediencode-Menü des Umrichters oder die Softwareparameter C0361 und C0363 ausgelesen werden. Tritt der Fehler ECE auf, liegt eine Unterbrechung der internen Schnittstelle zum Grundgerät vor, was häufig durch ein erneutes Feststecken des Moduls gelöst werden kann. Sollte ein interner Hardwaredefekt vorliegen, lässt sich der Betrieb durch ein geprüftes Tauschgerät von ABC Industrial Parts schnell wiederherstellen.

Technische Daten

HerstellerLenze
Sachnummer / Teilenummer00409551
ModellbezeichnungEMF2111IB
KomponententypKommunikationsmodul / Funktionsmodul
Produktfamilie8200 Vector / 9300
Unterstützte ProtokolleCAN / Lenze Systembus / CANopen
Übertragungsrate (Baudrate)10 - 500 kbps
Externe Versorgungsspannung24 V DC
Galvanische TrennungIsoliert
Feldbusanschluss5-poliger Steckschraubklemmenblock
Backplane-Anschluss20-polige Multipin-Funktionsmodulleiste

Programmierung und Konfiguration

Die Konfiguration des Lenze EMF2111IB Moduls erfolgt wahlweise über integrierte Hardware-DIP-Schalter an der Baugruppe oder über die Parameterstruktur des angeschlossenen Lenze-Frequenzumrichters. Über die DIP-Schalter lassen sich die CAN-Knotenadresse sowie die Baudrate in festen Stufen von 10 kbps bis 500 kbps direkt vor dem Einbau einstellen.

Für eine erweiterte Inbetriebnahme und Überwachung werden die Engineering-Tools Lenze Global Drive Control (GDC) oder Lenze L-force Engineer eingesetzt. Über diese Softwarelösungen können spezifische Systembus-Parameter eingesehen und angepasst werden. Bei der Inbetriebsetzung eines Ersatzmoduls müssen die Einstellungen des Moduls exakt mit den Projektierungsdaten der Anlage übereinstimmen.

Kommunikation und Systemintegration

Das EMF2111IB stellt eine High-Speed-Kommunikationsverbindung auf Basis des CANopen-Standards und des Lenze-Systembusses zur Verfügung. Über den frontseitigen 5-poligen Steckschraubklemmenblock wird das Modul in die Feldbustopologie eingebunden. Die interne Verbindung zum Umrichter erfolgt über eine 20-polige Steckerleiste direkt auf dem Backplane des Grundgeräts.

Durch den optionalen externen 24-V-DC-Spannungsanschluss bleibt die Netzwerkknoten-Kommunikation auch dann aktiv, wenn die Hauptversorgung des Umrichters abgeschaltet wird. Dies ermöglicht eine durchgängige Diagnose und Datenerfassung im Systembus bei Wartungsarbeiten. Die integrierte galvanische Trennung schützt das Netzwerk zuverlässig vor Erdschleifen und elektromagnetischen Störungen.

Diagnose und Statusanzeige

Zur schnellen Statusdiagnose vor Ort verfügt das Modul EMF2111IB über zwei LED-Indikatoren auf der Frontplatte. Die grüne LED (CAN-RUN) signalisiert den Initialisierungs- und Betriebsstatus des CANopen-Knotens, während die rote LED (CAN-ERR) Kommunikationswarnungen oder einen Bus-Off-Zustand anzeigt.

Zusätzlich zur optischen Anzeige lassen sich Diagnosewerte direkt im Frequenzumrichter abfragen. Über das Keypad des Umrichters oder über die Software Lenze GDC können in der Codetabelle (unter anderem in den Parametern C0361 und C0363) detaillierte Diagnosedaten zum Systembus aufgerufen werden.

Status-LED-Anzeigen

LEDFarbe/StatusBedeutung
CAN-RUNGrün - Aus / Blinkend / Dauerhaft anAus = Modul unversorgt oder Initialisierung; Blinkend = Pre-Operational Status; Dauerhaft an = Operational Status / Normaler Betrieb
CAN-ERRRot - Aus / Blinkend / Dauerhaft anAus = Normaler Betrieb / Kein Fehler; Blinkend = CAN-Warngrenze erreicht / Error-Passive-Status; Dauerhaft an = Bus-Off-Status / Hardware-Verbindungsfehler

Austausch und Ersatzteile

Beim Ersatz eines defekten Lenze EMF2111IB Kommunikationsmoduls ist darauf zu achten, dass die Sachnummer 00409551 exakt mit dem Altgerät übereinstimmt. Vor dem Wiedereinschalten der Anlage müssen die DIP-Schalter für die Knotenadresse und Baudrate am neuen Modul identisch zum Original eingestellt werden.

Sollten die Buseinstellungen im Umrichter per Software (GDC oder L-force Engineer) festgelegt worden sein, müssen diese nach dem Baugruppentausch überprüft werden. Tritt trotz korrekter Montage und Einstellung weiterhin der Fehler ECE auf, deutet dies auf einen Hardwaredefekt der Platine hin. In diesem Fall sichert ein geprüfter Ersatzmodul-Tausch die schnelle Rückkehr zur betriebsbereiten Produktion.

Fehlercodes und Stoercodes

Die folgenden Fehlercodes koennen waehrend Betrieb oder Diagnose angezeigt werden:

CodeNameBeschreibungMoegliche UrsacheEmpfohlene Massnahme
CE0Systembus (CAN) Kommunikationsfehler / Bus OffCAN-Kommunikation befindet sich aufgrund von physikalischen Leitungsfehlern oder Knotenkonflikten im Bus-Off-Zustand.Fehlerhafte Busverdrahtung, fehlende oder falsche 120-Ohm-Abschlusswiderstände, doppelte CAN-Knotenadresse, falsche Baudrateneinstellung, defektes Kabel.CAN-Busverdrahtung und Schirmung prüfen; 120-Ohm-Abschluss an beiden Busenden verifizieren; DIP-Schalter-Einstellungen für Knoten-ID und Baudrate kontrollieren.
CE1CAN Kommunikations-TimeoutProzessdaten-Überwachungszeit (Watchdog) auf dem Systembus (CAN) wurde überschritten.Master oder sendender Knoten überträgt keine Prozessdaten mehr, Busüberlastung, temporäre Unterbrechung der Verbindung.Sendenden Master oder Peer-Gerät prüfen; Buskabelverbindungen kontrollieren; Watchdog-Time-out-Parametereinstellungen überprüfen.
CE2CAN Empfangs-/Sendepuffer-ÜberlaufÜberlauf des CAN-Empfangs- oder Sendepuffers aufgrund hoher Telegrammrate.Zu hohe Buslast, zu kurze Zykluszeiten für zyklische Prozessdatenobjekte.Sendezykluszeiten erhöhen; unnötigen CAN-Datenverkehr reduzieren; Busauslastung überprüfen.
CE3CAN Telegramm-/BusfehlerUngültiges CAN-Telegramm oder Datenkorruption auf dem Systembus erkannt.Elektromagnetische Störungen, beschädigte Kabelschirmung, fehlender Massebezug.EMV-gerechte Schirmung und Erdung sicherstellen; CAN-Leitungen getrennt von leistungsstarken Motorkabeln verlegen.
ECEFunktionsmodul KommunikationsfehlerGrundgerät hat die interne Kommunikation mit dem gesteckten Funktionsmodul verloren.Funktionsmodul sitzt locker im Steckplatz, Kontaktproblem, interner Hardwaredefekt auf dem EMF2111IB Modul.Spannungsversorgung trennen, EMF2111IB Modul fest in den Steckplatz einsetzen. Wenn der Fehler bestehen bleibt, liegt ein interner Hardwarefehler vor – EMF2111IB Modul austauschen.

Haeufig gestellte Fragen

Mit welchen Lenze Frequenzumrichtern ist das Modul EMF2111IB kompatibel?

Das EMF2111IB (Sachnummer 00409551) ist kompatibel mit Frequenzumrichtern der Serie Lenze 8200 Vector sowie den Servo- und Frequenzumrichtern der Serie Lenze 9300.

Wie werden Knotenadresse und Baudrate am EMF2111IB eingestellt?

Die Einstellungen können direkt über die integrierten DIP-Schalter auf der Baugruppe für Baudraten von 10 kbps bis 500 kbps vorgenommen werden. Alternativ lassen sich die Werte über die Software Lenze Global Drive Control (GDC) oder L-force Engineer in den Umrichterparametern festlegen.

Wozu dient der externe 24-V-DC-Anschluss am Modul?

Der optionale 24-V-DC-Eingang versorgt die Kommunikationsschaltkreise des Moduls unabhängig von der Hauptversorgung des Umrichters. Dadurch bleibt der CAN-Bus-Knoten auch bei abgeschaltetem oder gewartetem Frequenzumrichter im Netzwerk erreichbar.

Was bedeutet der Fehlercode ECE am Lenze Frequenzumrichter?

Der Fehler ECE zeigt eine gestörte interne Kommunikation zwischen dem Frequenzumrichter-Grundgerät und dem Funktionsmodul EMF2111IB an. Nach dem Freischalten der Spannung sollte der feste Sitz des Moduls im Steckplatz kontrolliert werden. Bleibt der Fehler bestehen, ist das Modul defekt und muss ausgetauscht werden.

Welche Bedeutung haben die Status-LEDs CAN-RUN und CAN-ERR?

Die grüne LED CAN-RUN zeigt den Netzwerkstatus an (Aus = unversorgt/Initialisierung, Blinkend = Pre-Operational, Dauerhaft an = Operational). Die rote LED CAN-ERR signalisiert Störungen (Blinkend = Warning/Error Passive, Dauerhaft an = Bus-Off oder Hardwarefehler).

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Wir sind kein autorisierter Vertriebspartner von Lenze.
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