Lenze 13432058 EVF9324-EV – 9300 Vector Frequenzumrichter 11 kW

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Produktinformationen

Produktfamilie: 9300 Vector | Serie: 9300 Vector

Der Lenze EVF9324-EV (Teilenummer 13432058) ist ein Frequenzumrichter aus der Serie Lenze 9300 Vector mit einer Nennleistung von 11 kW. Das Gerät arbeitet an einer 3-phasigen Versorgungsspannung von 320 bis 528 V AC und liefert einen Dauerausgangsstrom von 23,5 A bei einer Schaltfrequenz von 8 kHz. Es unterstützt flexible Regelungsverfahren wie U/f-Kennliniensteuerung, geberlose Vektorregelung und rückgekoppelte Vektorregelung über einen Ausgangsfrequenzbereich von 0 bis 480 Hz. Der Umrichter kommt unter anderem in Förderantrieben, Verpackungsmaschinen, Extrudern und Pumpen in der Materialflusstechnik, Textilindustrie und Kunststoffverarbeitung zum Einsatz.

Für die Einbindung in Steuerungssysteme verfügt der EVF9324-EV über einen integrierten CAN-Systembus mit Übertragungsraten von bis zu 500 kbit/s sowie einen Steckplatz für das Automation Interface (AIF), der die Nutzung von Erweiterungsmodulen wie den PROFIBUS-DP-Baugruppen EMF2133IB und EMF2102IB ermöglicht. Im internen EEPROM lassen sich bis zu vier umschaltbare Parametersätze speichern. Die Inbetriebnahme eines Ersatzgeräts erfordert die Übertragung der anwendungsspezifischen Parameter oder der gesicherten Konfiguration. Dies kann mithilfe des optionalen Keypads XT EMZ9371BC oder über die Engineering-Software Global Drive Control (GDC) ab Version 4.x+ erfolgen, um das Ersatzgerät ohne langwierige Neukonfiguration in den Betrieb zu übernehmen. ABC Industrial Parts unterstützt Sie bei der Beschaffung passender Ersatzgeräte und der Vorbereitung von Parameterübertragungen.

Der Status des Frequenzumrichters wird direkt am Gerät über drei LEDs angezeigt: RUN (grün) für den betriebsbereiten Zustand, IMP (gelb) bei aktiver Impulssperre und TRIP (rot) bei einer aktiven Störung. Detaillierte Diagnosewerte und der Fehlerspeicher lassen sich über die Register C0161 bis C0164 mit dem Keypad XT oder der Software GDC auslesen. Typische Ursachen für Störungen sind Netzausfälle, Kurzschlüsse am Motorausgang oder Übertemperaturen des Kühlkörpers. Zeigen sich irreversible Fehlerbilder wie der Hardwarefehler H05 oder der EEPROM-Fehler EER, liegen in der Regel interne Platinen- oder Komponentenschäden vor, die nicht vor Ort behoben werden können. In solchen Fällen bietet der Austausch gegen ein geprüftes Baugruppengerät oder eine professionelle Reparatur über ABC Industrial Parts den schnellsten Weg zur Wiederherstellung der Anlage.

Technische Daten

Nennleistung11 kW
Versorgungsspannungsbereich320 - 528 V AC
Dauerausgangsstrom23.5 A
Ausgangsfrequenzbereich0 - 480 Hz
Schaltfrequenz8 kHz
RegelungsverfahrenU/f-Kennliniensteuerung, Geberlose Vektorregelung, Rückgekoppelte Vektorregelung
Integrierter FeldbusCAN-Systembus
Max. CAN-Übertragungsrate500 kbit/s
ErweiterungssteckplatzAutomation Interface (AIF)

Programmierung und Konfiguration

Der Frequenzumrichter Lenze EVF9324-EV verwendet für die Speicherung aller Betriebsparameter ein internes, nichtflüchtiges EEPROM. Dieses bietet Platz für bis zu vier unabhängige Parametersätze, die je nach Produktionsanforderung umgeschaltet werden können. Dadurch lässt sich das Gerät flexibel an unterschiedliche Betriebsmodi oder Produktvarianten anpassen, ohne dass eine vollständige Neuparametrierung erforderlich ist.

Die Projektierung und Parameterverwaltung erfolgt über die Software Lenze Global Drive Control (GDC) ab Version 4.x+ oder direkt vor Ort über das Bedienmodul Keypad XT EMZ9371BC. Sicherungsdateien aus GDC oder ein auf dem Keypad gespeicherter Parametersatz können nach dem Austausch einer defekten Einheit direkt auf das Ersatzgerät übertragen werden.

Kommunikation und Systemintegration

Für den Datenaustausch und die querverkoppelte Antriebskommunikation ist der EVF9324-EV serienmäßig mit einem integrierten CAN-Systembus ausgestattet. Die Schnittstelle unterstützt Datenraten von bis zu 500 kbit/s und ermöglicht eine zeitsynchrone Vernetzung mehrerer Umrichter innerhalb einer Automatisierungslösung. Für den einwandfreien Betrieb müssen die CAN-Busleitungen an den Busenden mit 120-Ohm-Abschlusswiderständen versehen sein.

Zusätzlich verfügt der Umrichter über einen dedizierten Steckplatz für das Automation Interface (AIF). Über diesen Erweiterungsschacht lassen sich Feldbusmodule wie die PROFIBUS-DP-Schnittstellen EMF2133IB oder EMF2102IB sowie serielle LECOM-Adapter nachrüsten, wodurch eine nahtlose Anbindung an übergeordnete SPS-Steuerungen gewährleistet ist.

Diagnose und Statusanzeige

Zur Überwachung des Betriebszustands und zur raschen Fehlersuche stehen beim EVF9324-EV sowohl optische Signalgeber am Gerät als auch softwarebasierte Diagnoseregister zur Verfügung. Die Diagnosehistorie wird in den internen Registern C0161 bis C0164 gespeichert und kann über das Keypad XT oder die Diagnoseschnittstelle in Global Drive Control (GDC) ausgelesen werden.

Status-LED-Anzeigen

LEDFarbe/StatusBedeutung
TRIPRot - AktivStörung aktiv / Antrieb ausgelöst. Interner Fehler, Überstrom, Überspannung oder thermische Auslösung.
RUNGrün - AktivUmrichter freigegeben und betriebsbereit.
IMPGelb - AktivImpulssperre aktiv / Reglersperre.

Austausch und Ersatzteile

Beim Austausch eines Frequenzumrichters Lenze EVF9324-EV (13432058) muss sichergestellt werden, dass das Ersatzgerät bezüglich Leistung (11 kW) und Ausgangsstrom (23,5 A) exakt den Spezifikationen der Bestandsanlage entspricht. Vor dem Netzanschluss sollten die Versorgungsspannung (320 bis 528 V AC) sowie der Zustand der Zuleitungen und Absicherungen überprüft werden.

Ein neues oder aufbereitetes Ersatzgerät ist nach dem Einbau nicht sofort betriebsbereit. Die gespeicherte Anlagenkonfiguration muss aus dem Altgerät ausgelesen oder aus einem GDC-Software-Backup übertragen werden. Bei der Nutzung von Steckmodulen im AIF-Slot (wie PROFIBUS-DP EMF2133IB) sowie beim CAN-Systembus sind zudem die korrekte Modulbefestigung, Busadressierung und Terminierung zu beachten.

Fehlercodes und Stoercodes

Die folgenden Fehlercodes koennen waehrend Betrieb oder Diagnose angezeigt werden:

CodeNameBeschreibungMoegliche UrsacheEmpfohlene Massnahme
OC1Kurzschluss / ÜberstromMomentaner Kurzschluss oder schwerer Überstrom an den Ausgangsklemmen.Kurzschluss im Motorkabel oder in der Motorwicklung; zu kurze Hochlaufzeit; Umrichter unterdimensioniert.Motorkabel und Motorisolation prüfen; Hochlaufzeit erhöhen; Endstufe prüfen. Bleibt der Fehler bei abgeklemmtem Motor bestehen, liegt ein interner Hardwarefehler vor.
OC2ErdschlussErdschluss / Ableitstrom gegen Erde erkannt.Erdschluss im Motor oder Motorkabel; zu hohe Erdkapazität der Leitung.Motor und Motorkabel auf Erdschluss prüfen; zulässige Leitungslängen kontrollieren.
OC5Ixt-ÜberlastungKontinuierliche Geräteüberlastung (I x t-Schutzgrenze erreicht).Dauerhafter Betrieb oberhalb des Nennstroms; mechanische Überlastung; zu hohes Lastspiel.Motorlast reduzieren; Mechanik auf Schwergängigkeit prüfen; Lastprofil überprüfen.
OUÜberspannung ZwischenkreisZwischenkreis-Gleichspannung hat den maximalen Grenzwert überschritten.Zu hohe Rückspeiseenergie beim Bremsen; Verzögerungszeit zu kurz; Bremschopper defekt oder fehlender Bremswiderstand.Verzögerungszeit (Stopprampe) verlängern; Bremswiderstand anschließen / Bremschopper prüfen.
LUUnterspannung ZwischenkreisZwischenkreisspannung hat den minimalen Betriebsgrenzwert unterschritten.Netzspannung zu niedrig; Phasenausfall im Versorgungsnetz; Spannungseinbruch.Netzspannung und Einspeisung sowie Sicherungen prüfen.
OHKühlkörper-ÜbertemperaturKühlkörpertemperatur hat den oberen Grenzwert überschritten (> 90 °C).Unzureichender Kühlluftstrom; Umgebungstemperatur zu hoch; Lüfter defekt oder Kühlkörper verschmutzt.Kühlrippen reinigen; Funktion des Kühlgebläses prüfen; Schaltschrankbelüftung sicherstellen.
OH4Motor-ÜbertemperaturThermosensor des Motors oder PTC-Kontakt hat angesprochen.Thermische Überlastung des Motors; PTC-Fühler ausgelöst; Unterbrechung der Auswerteleitung.Motor abkühlen lassen; Motorbelastung prüfen; PTC-Verdrahtung an den Klemmen T1/T2 prüfen.
OH7Innenraum-ÜbertemperaturInnentemperatur des Umrichtergehäuses hat den Grenzwert überschritten.Umgebungstemperatur im Schaltschrank zu hoch; interner Lüfter ausgefallen.Schaltschrankkühlung verbessern; internen Lüfter überprüfen.
EEREEPROM-SpeicherfehlerFehler beim Lesen oder Schreiben von Daten im nichtflüchtigen internen Speicher.EEPROM korrupt; Spannungsausfall während des Speichervorgangs; Hardware-Speicherdefekt.Werkseinstellungen laden und Gerät neu konfigurieren. Bleibt der Fehler bestehen, liegt ein Hardwaredefekt vor – Gerät zur Reparatur einsenden.
H05Interner HardwarefehlerFehler beim internen Selbsttest der Steuerplatine festgestellt.Ausfall elektronischer Bauteile; beschädigte Mikrocontroller-Firmware.Interner Hardwarefehler – Netzspannung aus- und wiedereinschalten. Bleibt der Fehler bestehen, Gerät zur Reparatur einsenden.
CE0AIF-KommunikationsfehlerKommunikationsausfall mit dem Steckmodul im Automation Interface Steckplatz.Feldbusmodul lose; Buskabel getrennt; Kommunikationstimeout.Festen Sitz des AIF-Moduls prüfen; Feldbuskabel und Status der übergeordneten Steuerung überprüfen.
CE1Systembus CAN-FehlerKommunikationsstörung auf dem internen CAN-Systembus.CAN-Buskabel unterbrochen; fehlende Bus-Abschlusswiderstände; falsche Baudrate.CAN-Verdrahtung, Abschlusswiderstände (120 Ohm an den Busenden) und Baudrateneinstellungen prüfen.
PINetzphasenausfallEine Einspeisephase fehlt oder starke Phasenunsymmetrie an den Netzklemmen.Netzsicherung ausgelöst; lose Verdrahtung an L1, L2 oder L3.Netzsicherungen und Netzspannungsgleichmäßigkeit an allen drei Phasen prüfen.

Haeufig gestellte Fragen

Welches Zubehör wird für die Parametrierung des Lenze EVF9324-EV benötigt?

Die Parametrierung kann entweder über das steckbare Bedienmodul Keypad XT (EMZ9371BC) oder über die PC-Software Lenze Global Drive Control (GDC) ab Version 4.x+ vorgenommen werden.

Welche Feldbusverbindungen unterstützt der EVF9324-EV?

Das Gerät verfügt werkseitig über einen CAN-Systembus (bis 500 kbit/s). Über den AIF-Erweiterungssteckplatz können Feldbusmodule wie PROFIBUS-DP (EMF2133IB / EMF2102IB) oder LECOM-Adapter verwendet werden.

Welche Betriebsarten bietet der Frequenzumrichter?

Der Umrichter unterstützt U/f-Kennliniensteuerung, geberlose Vektorregelung und rückgekoppelte Vektorregelung bei einer Einstellbarkeit der Ausgangsfrequenz von 0 bis 480 Hz.

Wie wird die Fehlerursache beim Auslösen der roten TRIP-LED ermittelt?

Über das Keypad XT oder die Software Global Drive Control (GDC) lassen sich die Diagnoseregister C0161 bis C0164 auslesen, um den genauen Fehlercode und die Historie einzusehen.

Was bedeutet der Fehlercode H05 oder EER am Umrichter?

Der Code H05 weist auf einen internen Hardwarefehler der Steuerplatine hin, während EER einen Fehler beim Lesen oder Schreiben des EEPROM-Speichers anzeigt. Lässt sich EER nicht durch Laden der Werkseinstellungen beheben, liegt ein interner Hardwaredefekt vor, der eine Reparatur erfordert.

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Gehen Sie mit unseren Garantiebedingungen auf Nummer sicher

Industrieanlagen sollten vorzugsweise stets in Betrieb bleiben, unabhängig von den Umständen. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, dass Sie sich auf hochwertige Produkte und/oder nachhaltige Reparaturen verlassen können. Mit unseren Garantiebedingungen können Sie sich auf Sicherheit verlassen, unabhängig davon, ob Sie sich für neue, gebrauchte oder reparierte Produkte entscheiden.

Datensicherung und -wiederherstellung

Haben Sie aufgrund eines Defekts wertvolle Parameter oder Daten verloren, während die Unterstützung durch den Hersteller eingestellt wurde? Bei ABC Industrial Parts unterstützen wir Sie bei der Sicherung dieser Daten, sowohl bei gängigen als auch bei spezifischen Produkten.

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