Lenze 333644 8103_E4G.12 – Frequenzumrichter 8100 Serie
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Produktinformationen
Der Lenze 333644 (Modellbezeichnung 8103_E4G.12) ist ein kompakter Frequenzumrichter aus der Lenze Serie 8100, der für die präzise Drehzahl- und Drehmomentregelung von Drehstrom-Asynchronmotoren entwickelt wurde. Mit einer Bemessungsleistung von 1,5 kW und einem dauerhaften Ausgangsstrom von 3,9 A arbeitet das Gerät an einer dreiphasigen Netzspannung von 360 bis 528 V AC bei einer Nennspannung von 400 V beziehungsweise 480 V AC. Die Steuerung erfolgt über eine vielseitig konfigurierbare U/f-Kennliniensteuerung, die sowohl lineare als auch quadratische Lastprofile für konstante und variable Drehmomente unterstützt. Der regelbare Ausgangsfrequenzbereich reicht von 0 bis 480 Hz bei einer Taktfrequenz von 8 kHz.
Für die Einbindung in Steuerungsumgebungen verfügt der Umrichter über vier digitale Eingänge, einen Relais-Fehlerausgang, einen analogen Sollwerteingang (0–10 V / 0–20 mA) sowie einen analogen Monitorausgang (0–10 V). Der modulare Frontsteckplatz nimmt wahlweise ein aufsteckbares Bedienfeld wie die Einheiten 2102IB / 33.8100 oder ein LECOM-Kommunikationsmodul auf, beispielsweise das Modul LECOM-A (2102IB / 2101IB) für RS232 oder LECOM-B für RS485. Bei der Inbetriebnahme eines Ersatzgeräts muss die Anwenderkonfiguration übertragen werden; dies gelingt durch Umstecken des Keypad-Moduls oder das Auslesen und Einspielen der Parametersätze über die Software Lenze Global Drive Control (GDC). Das Fachexpertenteam von ABC Industrial Parts unterstützt Techniker bei der Sicherung und Übertragung von Parametern für einen schnellen Gerätewechsel.
Zur Vor-Ort-Diagnose dienen eine grüne Ready-LED für die Betriebsbereitschaft und eine rote Fault-LED zur Anzeige von Störungen sowie die detaillierte Fehlercode-Anzeige über das Bedienelement oder die GDC-Software. Störungsmeldungen wie E.OC1 bis E.OC3 weisen auf Überstrombedingungen hin, während E.OU und E.LU Überspannungen oder Unterspannungen im Zwischenkreis signalisieren. Hardware- oder Speicherfehler wie E.rO (ROM-Fehler), E.rU (RAM-Fehler) oder E.IF (interner Schnittstellenfehler) deuten auf interne Platinendefekte hin, die vor Ort nicht repariert werden können. In solchen Fällen bietet ABC Industrial Parts mit geprüften Ersatzgeräten und Reparaturservices einen zügigen Weg zur Vermeidung langer Anlagenstillstände.
Technische Daten
| Hersteller | Lenze |
| Teilenummer | 333644 |
| Modell/Typ | 8103_E4G.12 |
| Produktfamilie | 8100 Series |
| Komponententyp | Frequenzumrichter |
| Bemessungsleistung | 1.5 kW |
| Versorgungsspannung (Nennwert) | 400 / 480 V AC |
| Versorgungsspannungsbereich | 360 - 528 V AC |
| Dauerhafter Ausgangsstrom | 3.9 A |
| Ausgangsspannung | 0 - 480 V AC |
| Ausgangsfrequenzbereich | 0 - 480 Hz |
| Taktfrequenz | 8 kHz |
| Digitale Eingänge | 4 |
| Digitale Ausgänge | 1 (Relais-Fehlerkontakt) |
| Analoge Eingänge | 1 (0-10V / 0-20mA) |
| Analoge Ausgänge | 1 (0-10V) |
| Steuerungsverfahren | U/f-Kennliniensteuerung |
Programmierung und Konfiguration
Die Konfiguration des Frequenzumrichters Lenze 333644 (8103_E4G.12) erfolgt flexibel über ein aufsteckbares Bedienfeld (wie das Bediengerät 2102IB / 33.8100) oder über die PC-Software Lenze Global Drive Control (GDC). Bei der Inbetriebsetzung lassen sich Betriebsparameter wie Hochlauf- und Rücklaufzeiten, U/f-Kennlinienverläufe für konstantes oder quadratisches Drehmoment sowie Grenzwerte für Strom und Spannung anpassen.
Für eine schnelle Sicherung oder Übertragung von Einstellungen auf ein Austauschgerät bietet das steckbare Keypad eine praktische Möglichkeit zur Parameterübernahme. Alternativ können Parametersätze über ein passendes LECOM-Schnittstellenmodul mit der Software GDC ausgelesen, archiviert und auf den neuen Umrichter aufgespielt werden. Bei Speicherfehlern wie E.EE empfiehlt sich das Laden der Werkseinstellungen mit anschließender Neukonfiguration.
Kommunikation und Systemintegration
Der Lenze 8103_E4G.12 besitzt an der Frontseite einen modularen Optionssteckplatz zur Aufnahme von Schnittstellenmodulen. Über die Module LECOM-A (RS232, Ausführungen 2102IB / 2101IB) oder LECOM-B (RS485) lässt sich der Frequenzumrichter in übergeordnete Automatisierungsnetze und Steuerungssysteme integrieren.
Neben der seriellen Buskommunikation stehen fest verdrahtete Steueranschlüsse zur Verfügung: Vier programmierbare Digitaleingänge nehmen Steuersignale wie Start/Stopp oder Drehrichtung entgegen, während ein Relaisausgang als fehlerfreie Betriebsmeldung oder Störungskontakt dient. Ein analoger Eingang (0–10 V oder 0–20 mA) nimmt den Drehzahlsollwert auf, und ein analoger Ausgang (0–10 V) stellt Betriebswerte zur externen Überwachung bereit.
Diagnose und Statusanzeige
Die Diagnose des Geräts erfolgt direkt über die integrierten Front-LEDs, das aufsteckbare Keypad oder über die Software Global Drive Control. Die grüne Ready-LED signalisiert bei dauerhaftem Leuchten die Betriebsbereitschaft des Umrichters. Eine leuchtende oder blinkende rote Fault-LED zeigt das Vorliegen einer Störung oder Abschaltung an.
Neben den LED-Anzeigen steht ein Relaisausgang zur Übermittlung von Fehlermeldungen an eine übergeordnete SPS zur Verfügung. Über das aufgesteckte Keypad oder die LECOM-Schnittstelle lassen sich detaillierte Fehlercodes zur präzisen Ursachenanalyse im Ausfallfall auslesen.
Status-LED-Anzeigen
| LED | Farbe/Status | Bedeutung |
|---|---|---|
| Ready LED | Grün - Dauerhaft leuchtend | Indiziert die Betriebsbereitschaft des Umrichters bei kontinuierlichem Leuchten. |
| Fault LED | Rot - Dauerhaft leuchtend / Blinkend | Zeigt eine vorliegende Störung oder Auslösung an. |
Austausch und Ersatzteile
Beim Austausch eines defekten Lenze 333644 (8103_E4G.12) Geräts muss sichergestellt werden, dass das Ersatzgerät hinsichtlich Nennleistung (1,5 kW) und Spannungsebene (400 V / 480 V AC) exakt übereinstimmt. Da die Serie 8100 als Legacy-Komponente eingestuft ist, ist die direkte Passgenauigkeit in bestehenden Schaltschränken der Serie 8100 ohne mechanische Umbauten ein wesentlicher Vorteil.
Frequenzumrichter sind selten ohne vorherige Konfiguration betriebsbereit. Vor der Inbetriebnahme des Ersatzgeräts müssen die spezifischen Anwendungsparameter – etwa Hochlaufzeiten, U/f-Kennlinien und E/A-Zuordnungen – eingespielt werden. Dies kann durch Umstecken des vorhandenen Keypad-Moduls 2102IB / 33.8100 oder den Transfer via LECOM-A/B Schnittstelle mit der Software Global Drive Control geschehen.
Treten bei der Diagnose Fehlercodes wie E.rO, E.rU oder E.IF auf, liegt ein interner Platinenschaden vor, der nicht im Feld behoben werden kann. In diesen Fällen sichert der Einsatz eines geprüften Austauschgeräts oder eine fachgerechte Reparatur die schnelle Wiederherstellung der Anlagenverfügbarkeit.
Fehlercodes und Stoercodes
Die folgenden Fehlercodes koennen waehrend Betrieb oder Diagnose angezeigt werden:
| Code | Name | Beschreibung | Moegliche Ursache | Empfohlene Massnahme |
|---|---|---|---|---|
| E.OC1 | Kurzschluss / Überstrom während der Beschleunigung | Ausgangsstromgrenzwert während der Motorbeschleunigung überschritten. | Beschleunigungszeit zu kurz eingestellt; Kurzschluss oder Erdschluss im Motorkabel; defekte Motorwicklung. | Beschleunigungszeit (Parameter) erhöhen; Motor und Verbindungskabel auf Kurzschluss und Erdschluss prüfen. |
| E.OC2 | Kurzschluss / Überstrom während der Verzögerung | Ausgangsstromgrenzwert während der Motorverzögerung überschritten. | Verzögerungszeit zu kurz eingestellt; zu hohe generatorische Rückspeisung. | Verzögerungszeit erhöhen oder Bremswiderstand installieren, falls zutreffend. |
| E.OC3 | Überstrom im Stationärbetrieb | Ausgangsstromgrenzwert im Betrieb mit konstanter Drehzahl überschritten. | Plötzlicher Laststoß; Motorüberlastung; mechanische Blockade. | Mechanischen Antriebsstrang auf Blockaden prüfen; Lastprofil überprüfen. |
| E.OU | Zwischenkreis-Überspannung | Spannung im DC-Zwischenkreis hat den oberen Grenzwert überschritten. | Zu hohe kinetische Rückspeiseenergie beim Bremsen; Netzspannungsspitze. | Verzögerungszeit verlängern; Netzspannung prüfen; Bremschopper / Bremswiderstand installieren. |
| E.LU | Zwischenkreis-Unterspannung | Spannung im DC-Zwischenkreis hat den unteren Grenzwert unterschritten. | Netzspannungseinbruch oder -ausfall; Phasenausfall; ausgelöste Eingangssicherung. | Netzspannung, Eingangssicherungen und Leistung Verdrahtung prüfen. |
| E.OH | Kühlkörper-Übertemperatur | Kühlkörper der Leistungseinheit hat die maximal zulässige Temperatur erreicht. | Unzureichende Kühlung; Umgebungstemperatur zu hoch; verschmutzte Kühlrippen / Lüfterausfall. | Kühlrippen reinigen; für ausreichende Schaltschrankbelüftung sorgen; internen Lüfter prüfen, falls vorhanden. |
| E.OH4 | Motor-Übertemperatur | Motor-Thermistor/PTC-Eingang hat übermäßige Motortemperatur festgestellt. | Thermische Motorüberlastung; unzureichende Motorkühlung; mechanische Überlastung. | Motor abkühlen lassen; Last und Thermoschutzsensoren überprüfen. |
| E.rO | ROM-Fehler | Interner Read-Only-Memory-Firmwarefehler beim Selbsttest festgestellt. | Interner elektronischer Bauteilefehler; beschädigtes internes ROM. | Interner Hardwarefehler – Gerät zur Reparatur einsenden oder Umrichter austauschen. |
| E.rU | RAM-Fehler | Interner Random-Access-Memory-Fehler beim Selbsttest festgestellt. | Interner Speicherfehler oder Hardwaredefekt. | Interner Hardwarefehler – Gerät zur Reparatur einsenden oder Umrichter austauschen. |
| E.EE | EEPROM-Parameterfehler | Prüfsummenfehler oder ungültige Daten im EEPROM-Parameterspeicher festgestellt. | Spannungsausfall während eines Schreibvorgangs; Speicherbeschädigung. | Werkseinstellungen laden und Umrichterparameter neu konfigurieren. |
| E.cF | Kommunikations-Timeout / LECOM-Fehler | Kommunikationsfehler oder Watchdog-Zeitüberschreitung am optionalen seriellen Modul. | Unterbrochene serielle Verbindung; falsche Kommunikationsparameter. | Serielle Verbindung, Schirmung, Baudrate und Busadresseinstellungen prüfen. |
| E.IF | Interne Schnittstellenstörung | Kommunikationsverlust zwischen Steuerplatine und Leistungsteil. | Interne Flachbandleitung lose oder beschädigt; Steuerplatinenfehler. | Interner Hardwarefehler – Gerät zur Reparatur einsenden oder Umrichter austauschen. |
Haeufig gestellte Fragen
Welcher Leistungsklasse entspricht der Lenze 333644 Frequenzumrichter?
Der Lenze 333644 (Typ 8103_E4G.12) ist für eine Nennleistung von 1,5 kW (2 HP) ausgelegt und liefert einen kontinuierlichen Ausgangsstrom von 3,9 A bei einer Versorgungsspannung von 360 bis 528 V AC (400 V / 480 V nominal).
Wie werden die Anwendungsparameter auf ein Ersatzgerät übertragen?
Die Parameter können direkt über das steckbare Bedienfeld (2102IB / 33.8100) übertragen werden oder mithilfe der Software Lenze Global Drive Control (GDC) über ein LECOM-A (RS232) bzw. LECOM-B (RS485) Kommunikationsmodul ausgelesen und eingespielt werden.
Was bedeuten die LED-Anzeigen an der Frontseite des Umrichters?
Die grüne Ready-LED zeigt bei dauerhaftem Leuchten die Betriebsbereitschaft an. Die rote Fault-LED signalisiert durch Leuchten oder Blinken eine vorliegende Störung oder eine Abschaltung des Umrichters.
Was ist zu tun, wenn der Fehlercode E.EE angezeigt wird?
Der Fehler E.EE deutet auf einen EEPROM-Parameterfehler hin. Es wird empfohlen, die Werkseinstellungen des Geräts zu laden und die Anwendereinstellungen anschließend neu einzugeben.
Können Fehler wie E.rO, E.rU oder E.IF vor Ort repariert werden?
Nein, diese Fehlercodes weisen auf interne Hardware- oder Speicherdefekte hin (ROM-, RAM- oder interne Schnittstellenfehler). In diesen Fällen ist eine Reparatur der Platine oder der Austausch des Umrichters erforderlich.
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Industrieanlagen sollten vorzugsweise stets in Betrieb bleiben, unabhängig von den Umständen. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, dass Sie sich auf hochwertige Produkte und/oder nachhaltige Reparaturen verlassen können. Mit unseren Garantiebedingungen können Sie sich auf Sicherheit verlassen, unabhängig davon, ob Sie sich für neue, gebrauchte oder reparierte Produkte entscheiden.
Datensicherung und -wiederherstellung
Haben Sie aufgrund eines Defekts wertvolle Parameter oder Daten verloren, während die Unterstützung durch den Hersteller eingestellt wurde? Bei ABC Industrial Parts unterstützen wir Sie bei der Sicherung dieser Daten, sowohl bei gängigen als auch bei spezifischen Produkten.
Spezifische Firmware- und Hardware-Versionen
Wenn Sie mit spezifischen Hardware- oder Firmware-Versionen arbeiten, die vom Hersteller nicht mehr angeboten werden, ist ABC Industrial Parts Ihr kompetenter Ansprechpartner. Geben Sie bei Ihrer Anfrage deutlich an, welche Versionen Sie benötigen. Wir prüfen dann die Möglichkeiten, diese Versionen zu liefern, damit Ihre Anlagen weiterhin optimale Leistungen erbringen.
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