Lenze 33.8101-A 8100 Serie Frequenzumrichter 0,37 kW

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Produktinformationen

Produktfamilie: 8100 Series | Serie: 8100 Series

Der Lenze 33.8101-A ist ein kompakter Frequenzumrichter aus der Lenze Serie 8100, der für die präzise Drehzahlregelung von Standard-Dreiphasen-Asynchronmotoren bis zu einer Leistung von 0,37 kW (0,5 PS) entwickelt wurde. Das Gerät verarbeitet eine einphasige Eingangsspannung im Bereich von 190 bis 260 V AC und stellt an seinen Ausgangsklemmen eine dreiphasige Wechselspannung von 230 V AC bereit. Bei einem dauerhaften Nennstrom von 2,4 A deckt der Umrichter einen einstellbaren Frequenzbereich von 0 bis 480 Hz ab. Eine voreingestellte Taktfrequenz von 8 kHz sowie die frei wählbare V/f-Kennliniensteuerung mit linearen oder quadratischen Profilen ermöglichen eine flexible Anpassung an unterschiedliche Lastanforderungen wie Bandantriebe, Lüfter oder Pumpen.

Für die Integration in die Steuerungsumgebung verfügt der Frequenzumrichter über integrierte Schraubklemmenleisten zur Verdrahtung von Netz- und Motoranschlüssen, digitalen Steuereingängen, Sollwerteingängen sowie einem konfigurierbaren Relaisausgang. Bei der Inbetriebnahme eines Ersatzgeräts müssen die anwendungsspezifischen Betriebsparameter eingespielt werden. Sämtliche Konfigurationsdaten werden im internen, nichtflüchtigen EEPROM des Geräts gesichert. Die Übertragung der Parameter kann unkompliziert über das aufsteckbare Bedienmodul (Keypad) oder mittels der Diagnose-Software Lenze Global Drive Control (GDC) über das optionale Kommunikationsmodul 33.8100 LECOM (RS-232/RS-485) erfolgen. ABC Industrial Parts unterstützt Sie bei der Beschaffung passender Ersatzkomponenten für eine schnelle Wiederinbetriebnahme.

Zur visuellen Zustandsüberwachung besitzt der Lenze 33.8101-A frontseitige LED-Indikatoren. Eine grüne LED zeigt den Betriebsstatus oder eine aktive Reglersperre an, während eine rote LED auf anstehende Störungen und Trip-Abschaltungen hinweist. Über das steckbare Bedienmodul lassen sich detaillierte Fehlercodes auslesen, darunter Unterspannung (LU), Überspannung (OU), Überstrom (OC1, OC2) oder Erdschluss (OC5). Zu den grundlegenden Prüfschritten bei der Störungssuche gehören die Kontrolle der Netzspannung, der Motorverkabelung und der mechanischen Belastung. Bleiben Störungen wie ein EEPROM-Fehler (EE) nach dem Zurücksetzen bestehen, liegt meist ein interner Hardwaredefekt vor; in solchen Fällen bietet ABC Industrial Parts mit geprüften Austauschgeräten oder einer Reparatur den schnellsten Weg zurück in den Produktionsbetrieb.

Technische Daten

HerstellerLenze
Teilenummer33.8101-A
Modell/Typ33.8101-A
Produktfamilie8100 Series
KomponententypFrequenzumrichter
Bemessungsleistung (kW)0,37 kW
Bemessungsleistung (PS)0,5 HP
Versorgungsspannung190 - 260 V AC
Eingangsphasen1-phasig
Ausgangsspannung230 V AC
Ausgangsphasen3-phasig
Nennausgangsstrom2,4 A
Ausgangsfrequenzbereich0 - 480 Hz
Taktfrequenz8 kHz
SteuerungsverfahrenV/f-Kennliniensteuerung
Optionale KommunikationLECOM (RS-232 / RS-485)

Programmierung und Konfiguration

Die Einrichtung und Parameteranpassung des Lenze 33.8101-A erfolgt wahlweise direkt am Gerät über das steckbare Bedienmodul oder per Software. Das Bedienmodul ermöglicht den direkten Zugriff auf alle Parameter wie Beschleunigungs- und Verzögerungszeiten, V/f-Kennlinien sowie Strombegrenzungen. Zudem erlaubt das Keypad das Klonen und Übertragen von Parametersätzen auf andere Umrichter derselben Baureihe.

Für eine komfortablere Konfiguration und Dokumentation kann die PC-Software Lenze Global Drive Control (GDC) genutzt werden. Voraussetzung hierfür ist das aufgesteckte Kommunikationsmodul 33.8100 LECOM (RS-232 oder RS-485). Über GDC lassen sich Parameterdateien auf dem PC verwalten, sichern und bei einem Gerätetausch direkt in den neuen Frequenzumrichter einspielen.

Alle geänderten Parameter werden im internen, nichtflüchtigen EEPROM des Geräts abgelegt. Dadurch bleiben die Konfigurationsdaten auch bei vollständiger Trennung von der Versorgungsspannung dauerhaft erhalten.

Kommunikation und Systemintegration

Der Frequenzumrichter lässt sich über die optionale Schnittstelle LECOM (33.8100) in serielle Kommunikationsnetzwerke einbinden. Das Modul unterstützt Schnittstellenstandards nach RS-232 und RS-485 und ermöglicht die Anbindung an übergeordnete Steuerungen oder Bedienterminals.

Über das LECOM-Protokoll können Sollwerte vorgegeben, Start- und Stoppbefehle übermittelt sowie Betriebsdaten und Istwerte in Echtzeit ausgelesen werden. Die Auswertung von Fehlermeldungen über die Kommunikationsverbindung unterstützt eine zentrale Anlagenüberwachung.

Diagnose und Statusanzeige

Der Lenze 33.8101-A stellt mehrere Diagnoseebenen zur Verfügung. An der Frontseite befinden sich zwei Status-LEDs zur schnellen optischen Überprüfung des Betriebszustands und zur Anzeige aktiver Abschaltungen (Trips). Detaillierte Fehlercodes werden bei Verwendung des aufsteckbaren Bedienmoduls im Display dargestellt.

Zusätzlich kann der integrierte Relaisausgang so konfiguriert werden, dass er bei Auftreten einer Störung ein Hardware-Signal an die SPS gibt. Bei Nutzung des LECOM-Moduls stehen sämtliche Diagnose- und Statusinformationen auch in der Software Lenze Global Drive Control (GDC) zur Verfügung.

Status-LED-Anzeigen

LEDFarbe/StatusBedeutung
Grüne LED (Bereit/Betrieb)Grün - Dauerlicht / BlinkendNetzspannung liegt an und Umrichter ist betriebsbereit oder läuft. Blinkend signalisiert Reglersperre (Inhibit) oder Parametriermodus.
Rote LED (Störung/Trip)Rot - DauerlichtStörungszustand erkannt; Trip aktiv. Zeigt Fehlerzustand oder Trip-Sperre an, die eine Fehlerbehebung/Quittierung erfordert.

Austausch und Ersatzteile

Der 1:1-Austausch eines defekten Lenze 33.8101-A gegen ein baugleiches Gerät aus der Serie 8100 vermeidet langwierige Schaltschrankumbauten oder Verdrahtungsanpassungen. Da keine Änderungen am SPS-Steuerungsprogramm oder an den Aufnahmen im Schaltschrank nötig sind, lässt sich der Stillstand der Anlage auf ein Minimum reduzieren.

Vor der Demontage des Altgeräts empfiehlt es sich, den Parametersatz auf das steckbare Bedienmodul zu kopieren oder über die Software Global Drive Control zu sichern. Nach dem physischen Austausch des Geräts werden die Steuerklemmen wieder aufgetrennt und die gesicherte Konfiguration auf den Ersatzumrichter übertragen.

Es ist sicherzustellen, dass die Versorgungsspannung (190–260 V AC, 1-phasig) und die Nennleistung (0,37 kW) des Ersatzgeräts exakt den Spezifikationen der Bestandsanlage entsprechen. Nach dem Einspielen der Parameter sollte die Drehrichtung des Motors bei abgekoppelter Last überprüft werden.

Fehlercodes und Stoercodes

Die folgenden Fehlercodes koennen waehrend Betrieb oder Diagnose angezeigt werden:

CodeNameBeschreibungMoegliche UrsacheEmpfohlene Massnahme
LUUnterspannungZwischenkreisspannung hat den unteren Grenzwert unterschritten.Netzspannung zu niedrig, Netzphase fehlt, Netzausfall.Netzspannung und Netzzuleitung prüfen.
OUÜberspannungZwischenkreisspannung hat den oberen Schwellenwert überschritten.Zu hohe Rückspeiseenergie beim Verzögern des Motors; Verzögerungszeit zu kurz eingestellt.Verzögerungszeit erhöhen oder Bremswiderstand / Bremsmodul installieren.
OC1Überstrom bei BeschleunigungAugenblicklicher Ausgangsstromwert während der Motorbeschleunigung überschritten.Beschleunigungszeit zu kurz, Motorleistung zu groß, Kurzschluss oder Erdschluss im Motorkabel.Beschleunigungszeit erhöhen, Motorkabel auf Kurzschluss prüfen, Motorparameter kontrollieren.
OC2Überstrom bei VerzögerungAugenblicklicher Ausgangsstromwert während der Motorverzögerung überschritten.Verzögerungszeit zu kurz, starkes Abbremsen ohne Bremswiderstand.Verzögerungszeit erhöhen, Motorverkabelung prüfen.
OC5Erdschluss / Ground faultErdschluss an den Motorphasenausgängen erkannt.Erdschluss im Motorkabel, Isolationsschaden in den Motorwicklungen, unzulässige Kabellänge.Motor und Motorzuleitung auf Erdschluss und Isolationsschäden prüfen. Interner Hardwarefehler, wenn der Fehler nach Abklemmen der Motorleitungen bestehen bleibt.
OHÜbertemperatur UmrichterKühlkörpertemperatur hat den zulässigen Höchstwert überschritten.Unzureichende Kühlluftzufuhr, Umgebungstemperatur zu hoch, Lüfter blockiert oder defekt, Kühlrippen verschmutzt.Kühlkörper reinigen, Schaltschrankbelüftung und Umgebungstemperatur prüfen.
OH4Übertemperatur MotorMotorthermistorkontakt oder Thermokontakt hat ausgelöst.Überlastung des Motors, unzureichende Motorkühlung bei niedrigen Drehzahlbereichen.Motor abkühlen lassen, Motorlast und Fremdlüfter (falls vorhanden) überprüfen.
OL1Überlast Umrichter (Ixt)Dauerüberlastschwelle des Frequenzumrichters überschritten.Umrichter wird über längere Zeit oberhalb des Nennstroms betrieben.Motorlast reduzieren oder Umrichter mit höherer Leistungsklasse wählen.
OL2Überlast Motor (I2t)Thermische Motorüberlastüberwachung (I2t-Berechnung) hat ausgelöst.Dauerhafter Motorbetrieb oberhalb des eingestellten Motornennstroms.Mechanische Motorlast, Einschaltdauer und Motorparametrierung überprüfen.
EEEEPROM-FehlerInterne Parameter-Speicherbeschädigung oder Checksummenfehler beim Lesen/Schreiben.Starke elektromagnetische Störungen während des Speichervorgangs oder defekter EEPROM-Baustein.Werkseinstellungen neu laden und Umrichter neu konfigurieren. Bei dauerhaftem Fehler liegt ein Hardwaredefekt vor.
CE0Kommunikationsfehler (LECOM)Kommunikationsunterbrechung oder Bus-Timeout über die LECOM-Schnittstelle.Unterbrochenes Verbindungskabel, falsche Baudrate, übergeordnete Steuerung offline.RS-232/RS-485-Kabelverbindungen, Baudrateneinstellungen und Master-Steuerung prüfen.

Haeufig gestellte Fragen

Welche Netzspannung benötigt der Lenze 33.8101-A?

Der Frequenzumrichter wird an einer einphasigen Wechselspannung im Bereich von 190 bis 260 V AC betrieben und erzeugt ein dreiphasiges 230 V AC Ausgangssignal für Standard-Asynchronmotoren bis 0,37 kW.

Wie werden die Parameter auf ein Ersatzgerät übertragen?

Parametersätze können direkt über das steckbare Bedienmodul (Keypad) gesichert und auf ein neues Gerät geklont werden. Alternativ steht die PC-Software Lenze Global Drive Control (GDC) in Kombination mit dem LECOM-Kommunikationsmodul (33.8100) zur Verfügung.

Was bedeutet das Blinken der grünen Status-LED?

Ein Blinken der grünen LED zeigt an, dass Netzspannung anliegt, der Regler jedoch gesperrt ist (Controller Inhibit) oder sich das Gerät im Parametriermodus befindet.

Was deutet auf einen internen Hardwaredefekt hin?

Fehlermeldungen wie der EEPROM-Fehler (EE) oder ein dauerhafter Erdschluss (OC5), der auch nach dem Abklemmen der Motorkabel bestehen bleibt, deuten auf einen internen Platinendefekt hin, der eine Reparatur oder ein Austauschgerät erforderlich macht.

Kann der Umrichter über serielle Schnittstellen angesteuert werden?

Ja, mit dem optionalen Kommunikationsmodul 33.8100 LECOM kann der Umrichter über RS-232 oder RS-485 in übergeordnete Steuerungsnetzwerke integriert werden.

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Datensicherung und -wiederherstellung

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