Lenze 338120 8306 A.1M.23 Frequenzumrichter – Serie 8300 15kW

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Produktinformationen

Produktfamilie: 8300 | Serie: 8300 Serie

Der Lenze 338120 (Modellbezeichnung 8306 A.1M.23) ist ein Frequenzumrichter aus der Serie Lenze 8300, der für die Steuerung von Drehstrommotoren in industriellen Automatisierungsanlagen eingesetzt wird. Mit einer Nennleistung von 15 kW und einem Ausgangsstrom von 32 A arbeitet das Gerät an einem 3-Phasen-Netz im Versorgungsspannungsbereich von 320 V bis 528 V AC bei einer Nennspannung von 400 V AC. Die Steuerung erfolgt wahlweise über frei einstellbare V/f-Kennlinien oder im sensorlosen Vektorregelungsmodus über einen Ausgangsfrequenzbereich von 0 bis 480 Hz. Das Schaltschrankgerät ist in der Schutzart IP20 ausgeführt und bietet zur Minimierung von Motorgeräuschen einstellbare Taktfrequenzen bis zu 16 kHz.

Für die Einbindung in bestehende Steuerungsarchitekturen verfügt der Frequenzumrichter über einen modularen Steckplatz. Dieser nimmt Bedienmodule wie das Keypad 8201 / 2102 IB oder Feldbus- und Kommunikationsbaugruppen auf, darunter PROFIBUS-DP (2131IB / 2133IB), CANopen (2171IB / 2172IB) sowie LECOM RS232/RS485 (2102IB / 2111IB / 2112IB). Beim Austausch einer Einheit muss die Konfiguration auf das Ersatzgerät übertragen werden, da ein neuer Umrichter ohne angepasste Parameter nicht betriebsbereit ist. Die Parametersätze werden im internen EEPROM-Speicher vorgehalten und lassen sich über das Bedienmodul oder die PC-Software Lenze Global Drive Control (GDC) sichern und übertragen. Bei der Parameterübertragung von defekten Einheiten unterstützt ABC Industrial Parts Instandhalter und Techniker praxisnah.

Zur Statusüberwachung direkt an der Gerätefront sind Diagnose-LEDs für Betriebsstatus (DRV), Sammelstörung (TRIP) und Impulssperre (IMP) vorhanden. Bei Anlagenstörungen geben definierte Fehlercodes wie OC1 (Überstrom), OU (Zwischenkreisüberspannung), LU (Unterspannung) oder OH (Kühlkörperübertemperatur) Auskunft über Ursachen im Leistungsteil, der Netzversorgung oder den Motorzuleitungen. Führen externe Prüfungen der Anschlüsse L1, L2 und L3 sowie der Verkabelung zu keinem Ergebnis und liegt beispielsweise ein Speicherfehler (EE0) vor, deutet dies auf eine interne Hardwareursache hin. In diesen Fällen stellt ein geprüftes Tauschgerät oder die Reparatur über ABC Industrial Parts den schnellsten Weg zur Wiederherstellung der Produktion dar.

Technische Daten

HerstellerLenze
Teilenummer338120
Modell / Typ8306 A.1M.23
Produktfamilie8300
KomponententypFrequenzumrichter
Nennleistung15 kW
Versorgungsspannung400 V AC
Versorgungsspannungsbereich320 - 528 V AC
Nennausgangsstrom32 A
Ausgangsfrequenzbereich0 - 480 Hz
Maximale Schaltfrequenz16 kHz
RegelungsartV/f-Kennliniensteuerung & Sensorlose Vektorregelung
SchutzartIP20

Programmierung und Konfiguration

Die Parametrierung des Frequenzumrichters Lenze 338120 erfolgt wahlweise über ein aufsteckbares Bedienmodul 8201 / 2102 IB oder über die Engineering-Software Lenze Global Drive Control (GDC). Alle anwendungsspezifischen Einstellungen, wie Motornenndaten, Hochlauf- und Bremszeiten sowie Regelparameter, werden im internen, nichtflüchtigen EEPROM-Speicher dauerhaft gesichert.

Beim Gerätetausch kann der Parametersatz über die GDC-Software oder das Keypad aus der Originaleinheit ausgelesen und direkt auf den Ersatzumrichter kopiert werden. Tritt nach einer fehlerhaften Übertragung der Fehlercode PR (Parametersatzfehler) auf, kann das Gerät auf die Werkseinstellungen zurückgesetzt und anschließend neu konfiguriert werden.

Kommunikation und Systemintegrationsoptionen

Der Lenze 338120 zeichnet sich durch eine modulare Schnittstellenarchitektur aus. Über den integrierten Modulsteckplatz lässt sich der Frequenzumrichter an unterschiedliche industrielle Netzwerke anbinden. Für serielle Verbindungen stehen LECOM-RS232/RS485-Module der Typen 2102IB, 2111IB und 2112IB zur Verfügung.

Für die Einbindung in übergeordnete Feldbussysteme können PROFIBUS-DP-Baugruppen (2131IB / 2133IB) oder CANopen-Systemmodule (2171IB / 2172IB) verwendet werden. Über diese Schnittstellen tauscht der Umrichter Prozeßdaten, Steuerbefehle und Statuswerte in Echtzeit mit der Steuerung aus.

Diagnose und Statusanzeige

Zur schnellen Orientierung am Schaltschrank verfügt der Lenze 338120 über drei frontseitige Status-LEDs. Darüber hinaus lassen sich detaillierte Diagnoseinformationen und der Fehlerspeicher über ein angeschlossenes Bedienmodul, die GDC-Software oder das Statuswort der Feldbusschnittstelle abrufen.

Status-LED-Anzeigen

LEDFarbe/StatusBedeutung
DRVAnzeige des Antriebsbetriebsstatus
TRIPAnzeige einer Antriebsstörung / Fehlerabschaltung
IMPAnzeige der Impulssperre / Wechselrichterausgangsstatus

Austausch und Ersatzteile

Beim Austausch eines Lenze 338120 (8306 A.1M.23) muss sichergestellt werden, dass die Leistungsdaten (15 kW, 32 A, 400 V AC) exakt mit den Spezifikationen der Bestandsanlage übereinstimmen. Vorhandene Optionsmodule für Feldbus oder serielle Kommunikation müssen aus dem Altgerät entnommen und auf das Ersatzgerät umgesteckt werden.

Ein Ersatzgerät ist nach dem mechanischen Einbau nicht ohne Parameterübertragung einsatzbereit. Vor der Inbetriebnahme ist der gerätespezifische Parametersatz über das Bedienmodul 8201 / 2102 IB oder die Lenze GDC-Software einzuspielen, um ein korrektes Regelverhalten des angeschlossenen Motors zu gewährleisten.

Fehlercodes und Stoercodes

Die folgenden Fehlercodes koennen waehrend Betrieb oder Diagnose angezeigt werden:

CodeNameBeschreibungMoegliche UrsacheEmpfohlene Massnahme
OC1Kurzschluss / ÜberstromKurzschluss oder übermäßiger Beschleunigungsstrom an den Ausgangsklemmen festgestellt.Kurzschluss im Motorkabel oder in der Motorwicklung; Beschleunigungszeit zu kurz eingestellt; Motor unterdimensioniert.Motor und Verkabelung auf Kurzschluss prüfen; Beschleunigungszeitparameter erhöhen; Motorauslegung überprüfen.
OC2Überstrom während VerzögerungÜbermäßiger Motorstrom während der Verzögerungsphase festgestellt.Verzögerungszeit zu kurz eingestellt; Bremschopper oder Bremswiderstand defekt oder fehlt.Verzögerungszeit verlängern; Anschluss und Wert des externen Bremswiderstands überprüfen.
OC5I x t OverloadKontinuierliche Überlastung von Motor oder Umrichter (I x t-Schwellenwert überschritten).Umrichter in dauerhafter Überlast betrieben; mechanische Blockade an der Motorwelle; zu hohe Last.Mechanische Last auf Freigängigkeit prüfen; Lastprofil der Anwendung prüfen; Nennstromeinstellungen des Motors im Umrichter kontrollieren.
OUZwischenkreisüberspannungZwischenkreisspannung hat die sichere Obergrenze überschritten.Zu hohe Rückspeiseenergie beim Bremsen; Verzögerungszeit zu kurz; Bremschopper/Bremswiderstand ohne Funktion oder nicht angeschlossen.Verzögerungszeit verlängern; Bremschopper / externen Bremswiderstand anschließen; Netzspannungsniveau überprüfen.
LUZwischenkreisunterspannungZwischenkreisspannung ist unter den Mindestbetriebswert gefallen.Netzspannungsausfall; Phasenausfall; Netzeingangsspannung zu niedrig.Netzspannung und Eingangssicherungen prüfen; Leitungsanschlüsse an den Klemmen L1, L2, L3 kontrollieren.
OHKühlkörperübertemperaturKühlkörpertemperatur hat den internen Maximalwert überschritten.Unzureichender Kühlluftstrom; Lüfterausfall; Umgebungstemperatur zu hoch; Kühlrippen verschmutzt.Kühlrippen des Kühlkörpers reinigen; Schaltschrankbelüftung und Lüfterfunktion prüfen; Umgebungstemperatur kontrollieren.
OH4MotorübertemperaturThermischer Überwachungssensor des Motors hat angesprochen (PTC-Kaltleiter oder Thermokontakt).Thermische Überlastung des Motors; unzureichende Motorkühlung; Kabel zum Thermosensor defekt.Motor abkühlen lassen; Motorlüfter prüfen; Thermistor-Verkabelung zu den Umrichterklemmen kontrollieren.
CE0KommunikationsfehlerKommunikationsunterbrechung zwischen Umrichtersteuerkarte und aufgestecktem Modul oder Master-System.Kommunikationsmodul locker oder abgezogen; Feldbus-Time-out; fehlerhafte Kabelverbindung.Sitz des LECOM- oder Feldbusmoduls prüfen; Signalleitungen und Busabschlusswiderstände kontrollieren.
EE0EEPROM-FehlerPrüfsummen- oder Schreib-/Lesefehler im nichtflüchtigen Parameterspeicher.Parameterspeicher beim Speichern oder Netz-Ein/Ausschalten beschädigt; interner Hardwaredefekt im Speicher.Werkseinstellungen neu laden. Bleibt der Fehler bestehen, liegt ein Hardwaredefekt vor – Gerät zur Reparatur einsenden.
PRParametersatzfehlerUngültige Parametersatzkombination oder Fehler bei der Parameterübertragung.Inkompatible Parameterdatei von einer anderen Umrichterversion oder Baugröße übertragen.Parameter auf Werkseinstellungen zurücksetzen und Motorparameter manuell neu eingeben.

Haeufig gestellte Fragen

Ist der Lenze 338120 Frequenzumrichter nach dem Austausch sofort betriebsbereit?

Nein, der Umrichter erfordert vor der Inbetriebnahme das Aufspielen des anwendungsspezifischen Parametersatzes. Dieser kann über das Keypad 8201 / 2102 IB oder die Software Lenze Global Drive Control (GDC) vom Altgerät übertragen werden.

Welche Kommunikationsschnittstellen können am Lenze 338120 genutzt werden?

Über den integrierten Modulsteckplatz können LECOM-RS232/RS485-Module (2102IB, 2111IB, 2112IB), PROFIBUS-DP-Baugruppen (2131IB, 2133IB) oder CANopen-Module (2171IB, 2172IB) eingesetzt werden.

Was ist zu tun, wenn der Fehlercode EE0 am Gerät angezeigt wird?

Der Fehler EE0 zeigt eine Beschädigung im EEPROM-Parameterspeicher an. Zunächst sollten die Werkseinstellungen neu geladen werden. Bleibt der Fehler bestehen, liegt ein interner Hardwaredefekt vor, der eine Reparatur oder ein Tauschgerät erfordert.

Welche Regelungsarten bietet der Lenze 338120?

Das Modell 8306 A.1M.23 unterstützt sowohl die V/f-Kennliniensteuerung als auch die sensorlose Vektorregelung in einem Frequenzbereich von 0 bis 480 Hz.

Wie kann die Ursache für eine Überspannungsabschaltung (Fehler OU) behoben werden?

Bei der Meldung OU sollte die Verzögerungszeit im Parametersatz verlängert werden. Wenn beim Bremsen hohe generative Energien entstehen, ist zudem der Anschluss eines Bremschoppers oder externen Bremswiderstands zu prüfen.

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Datensicherung und -wiederherstellung

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