Lenze 339405 8606_E.1B.11 – Systembus CAN Kommunikationsmodul

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Produktinformationen
Das Lenze Systembus-Kommunikationsmodul 339405 (Typ 8606_E.1B.11) aus der Produktfamilie der Systembus Modules ist eine kompakte Schnittstellenbaugruppe für die vernetzte Antriebssteuerung. Das Modul wurde speziell für den Einsatz in Frequenzumrichtern der Serie Lenze 8600 sowie Servoregler der Serie Lenze 2100 entwickelt und wird direkt in den Funktionsschnittstellen-Steckplatz (FIF / Automation Slot) des Host-Umrichters eingesetzt. Die Stromversorgung erfolgt intern mit 5 V DC direkt über das Grundgerät, wodurch eine externe Versorgungsverdrahtung entfällt. Basierend auf dem CAN-Standard ISO 11898 ermöglicht das Modul eine direkte, masterlose Peer-to-Peer-Kommunikation zwischen mehreren Antrieben und Steuerungen für synchrone Drehzahl- und Drehmomentregelungen ohne übergeordneten Master-Regler.
Der physikalische Anschluss an den CAN-Bus erfolgt wahlweise über eine Steckklemmleiste oder eine Sub-D-Buchse. Die Inbetriebnahme eines Ersatzgeräts erfordert die korrekte Hardware-Einstellung über die integrierten DIP-Schalter, mit denen die Knotenadresse sowie die Übertragungsgeschwindigkeit im Bereich von 20 kbit/s bis 500 kbit/s vor dem Einbau konfiguriert werden. Erweiterte Parameter und Systembus-Überwachungszeiten lassen sich mit der Bediensoftware Lenze Global Drive Control (GDC) oder dem XT-Bedienmodul einstellen. Da der Austausch eines Moduls neben den mechanischen Schritten auch die präzise Übereinstimmung der Schalterstellungen und Netzwerkeinstellungen erfordert, unterstützt ABC Industrial Parts Techniker bei der Bereitstellung vorkonfigurierter Ersatzmodule und der sicheren Einbindung in bestehende Systeme.
Für die Diagnose im laufenden Betrieb stehen die Status-LEDs RUN (Grün) und ERR (Rot) zur Verfügung. Die RUN-LED signalisiert einen aktiven Systembus-Betrieb, während die ERR-LED Busfehler wie Bus-Off-Zustände, Verdrahtungsfehler, falsche Baudraten oder Kollisionen anzeigt. Zudem treten bei Übertragungsstörungen spezifische Fehlercodes wie CE0 für Bus-Off oder CE1 bis CE4 für Watchdog-Zeitüberschreitungen auf. Diagnosewerte und Fehlerzähler können zusätzlich über die GDC-Software oder die Systembus-Diagnoseregister am Bediengerät ausgelesen werden. Leuchtet die ERR-LED ohne Busverkehr dauerhaft rot, liegt meist ein interner Hardwarefehler vor, der nicht vor Ort repariert werden kann; in solchen Fällen bietet ABC Industrial Parts mit geprüften Ersatzgeräten oder einer professionellen Reparatur eine schnelle Lösung zur Wiederherstellung der Produktion.
Technische Daten
| Hersteller | Lenze |
| Teilenummer | 339405 |
| Modell / Typ | 8606_E.1B.11 |
| Komponenten-Typ | Communication Module |
| Produktfamilie | Systembus Modules |
| Versorgungsspannung | 5 V DC (intern über Grundgerät) |
| Bussystem | Lenze Systembus (CAN ISO 11898) |
| Maximale Baudrate | 500 kbit/s |
| Baudratenbereich | 20 - 500 kbit/s |
| Schnittstellenanschluss | Steckklemmleiste / Sub-D-Buchse |
| Montageart | Steckmodul (FIF / Automation Slot) |
| Lebenszyklus-Status | Abgekündigt (Empfohlener Nachfolger: EMF2171IB) |
Programmierung und Konfiguration
Die Konfiguration des Lenze 339405 Systembus-Moduls erfolgt kombiniert über Hardware-Schalter und Software-Parameter. Über die integrierten DIP-Schalter werden vor dem Einbau die Knotenadresse und die gewünschte Übertragungsrate manuell eingestellt.
Für die erweiterte Anparametrierung und Funktionsüberwachung kommt die Software Lenze Global Drive Control (GDC) zum Einsatz. Über GDC oder das XT-Bedienmodul können Prozessdatenobjekte zugewiesen, Telegrammweiterleitungen konfiguriert und gerätespezifische Überwachungszeiten (Watchdogs) angepasst werden.
Kommunikation und Systemintegration
Das Modul nutzt den Lenze Systembus auf Basis des physikalischen CAN-Standards ISO 11898. Es unterstützt flexible Übertragungsgeschwindigkeiten von 20 kbit/s bis zu 500 kbit/s und ist für eine masterlose Peer-to-Peer-Topologie ausgelegt, bei der Antriebsumrichter direkt miteinander Daten austauschen.
Der physikalische Anschluss erfolgt über eine Steckklemmleiste oder eine Sub-D-Buchse. Die Baugruppe fügt sich nahtlos in Frequenzumrichter der Serie Lenze 8600 und Servoregler der Serie Lenze 2100 ein und nutzt die direkte Modulaufnahme des Host-Geräts (FIF / Automation Slot).
Diagnose und Statusanzeige
Die optische Diagnose erfolgt direkt an der Frontseite des Moduls über zwei LED-Indikatoren. Die grüne RUN-LED signalisiert einen aktiven Datenverkehr und den ordnungsgemäßen Betrieb des Systembusses. Die rote ERR-LED zeigt Bus- und Hardwarefehler an.
Erweiterte Diagnosedaten wie Buszustände, Fehlerzähler und Verarbeitungsstatus können über die Software Lenze Global Drive Control (GDC) oder über die Systembus-Diagnoseregister am angeschlossenen XT-Bedienmodul ausgelesen werden.
Status-LED-Anzeigen
| LED | Farbe/Status | Bedeutung |
|---|---|---|
| RUN / Grüne LED | Grün - Dauerhaft an / Aktiv | Systembus-Betrieb aktiv; Kommunikation läuft ordnungsgemäß. |
| ERR / Rote LED | Rot - Dauerhaft an / Blinkend | Systembus-Fehler liegt vor (Bus-Off-Zustand, Verdrahtungsfehler, Fehlanpassung der Baudrate oder Kollision). Hardwarefehler, wenn die LED ohne Busverkehr dauerhaft rot leuchtet. |
Austausch und Ersatzteile
Beim Austausch des Lenze 339405 Kommunikationsmoduls ist darauf zu achten, dass die DIP-Schalter für Knotenadresse und Baudrate exakt mit der Konfiguration des Altgeräts übereinstimmen. Zudem muss sichergestellt werden, dass die CAN-Bus-Abschlusswiderstände von 120 Ohm an beiden Enden der Buslinie korrekt gesetzt sind.
Da das Modul vom Hersteller abgekündigt wurde, dient es primär der Instandhaltung bestehender Maschinenanlagen. Für Neuplanungen oder umfassende Anlagenmodernisierungen wird von Lenze die Modulreihe EMF2171IB als funktioneller Nachfolger empfohlen.
Fehlercodes und Stoercodes
Die folgenden Fehlercodes koennen waehrend Betrieb oder Diagnose angezeigt werden:
| Code | Name | Beschreibung | Moegliche Ursache | Empfohlene Massnahme |
|---|---|---|---|---|
| CE0 | CAN-Kommunikationsfehler / Bus Off | Systembus CAN-Modul hat eine schwere Kommunikationsstörung oder den Bus-Off-Zustand erkannt. | Falsche Baudrate, defektes Kabel/Schirmung, fehlender Abschlusswiderstand, zu hohe Buslast. | CAN-Verdrahtung, Schirmungserdung, Abschlusswiderstände (120 Ohm) und Baudraten-Einstellungen der Knoten prüfen. |
| CE1 | Systembus-Überwachungszeit abgelaufen (CAN-IN1) | Prozessdatenobjekt 1 wurde nicht innerhalb der konfigurierten Watchdog-Zeit empfangen. | Senderknoten hat das Senden eingestellt, Netzwerkunterbrechung, Knotenausfall. | Status des Senderknotens, Kabelintegrität und Einstellungen der Überwachungszeit prüfen. |
| CE2 | Systembus-Überwachungszeit abgelaufen (CAN-IN2) | Prozessdatenobjekt 2 wurde nicht innerhalb der konfigurierten Watchdog-Zeit empfangen. | Zeitüberschreitung des Senderknotens, Verbindung unterbrochen. | Status des Senderknotens und Netzwerkverbindung überprüfen. |
| CE3 | Systembus-Überwachungszeit abgelaufen (CAN-IN3) | Prozessdatenobjekt 3 wurde nicht innerhalb der konfigurierten Watchdog-Zeit empfangen. | Zeitüberschreitung des Senderknotens, CAN-Frame verloren. | Status des Senderknotens und Auslastung der Kommunikation überprüfen. |
| CE4 | Systembus-Überwachungszeit abgelaufen (CAN-IN4) | Prozessdatenobjekt 4 wurde nicht innerhalb der konfigurierten Watchdog-Zeit empfangen. | Zeitüberschreitung des Senderknotens. | Status des Senderknotens und den Zustand des Feldbusnetzwerks überprüfen. |
Haeufig gestellte Fragen
Welche Antriebe sind mit dem Lenze 339405 Modul kompatibel?
Das Modul ist für den Einsatz in Frequenzumrichtern der Serie Lenze 8600 sowie Servoregler der Serie Lenze 2100 ausgelegt und wird direkt in den FIF-Steckplatz (Automation Slot) eingesetzt.
Wie werden Baudrate und Knotenadresse am Modul 339405 eingestellt?
Die Einstellung der Knotenadresse und der Übertragungsrate (20 kbit/s bis 500 kbit/s) erfolgt manuell über integrierte DIP-Schalter direkt auf der Baugruppe vor dem Einbau.
Welche Software wird für die Diagnose und Parametrierung benötigt?
Für erweiterte Parameteranpassungen und die Systembus-Diagnose wird die Software Lenze Global Drive Control (GDC) verwendet. Alternativ können Diagnoseregister über das Lenze XT-Bedienmodul ausgelesen werden.
Was bedeutet ein dauerhaft rotes Leuchten der ERR-LED?
Ein dauerhaft rotes Leuchten der ERR-LED ohne aktiven Busverkehr deutet auf einen internen Hardwarefehler des Moduls hin. Tritt dies bei aktiver Kommunikation auf, liegt eine Bus-Off-Störung, eine falsche Baudrate oder ein Verdrahtungsfehler vor.
Gibt es einen offiziellen Nachfolger für das abgekündigte Modul 339405?
Ja, als funktioneller Nachfolger für das abgekündigte Kommunikationsmodul 339405 wird von Lenze die Baugruppe EMF2171IB empfohlen.
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Haftungsausschluss:
Wir sind kein autorisierter Vertriebspartner von Lenze.
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