Lenze 8104_E.6B.22 Frequenzumrichter – Serie 8100

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Produktinformationen
Der Lenze 8104_E.6B.22 ist ein kompakter Frequenzumrichter der Serie 8100, der für die stufenlose Drehzahlregelung von dreiphasigen Asynchronmotoren in industriellen Anwendungen entwickelt wurde. Das Gerät liefert eine Ausgangsleistung von 2.2 kW bei einer Versorgungsspannung von 400 V AC mit einem zulässigen Spannungsbereich von 320 V bis 528 V AC sowie einen dauerhaften Ausgangsstrom von 5.6 A. Basierend auf einer steuerungs- und regelungstechnischen U/f-Kennliniensteuerung mit linearen oder quadratischen Betriebsarten eignet sich dieser Schaltschrank-Umrichter für die Ansteuerung von Fördereinrichtungen, Lüftern und Kreiselpumpen mit Frequenzen von 0 bis 480 Hz und einstellbaren Schaltfrequenzen bis zu 16 kHz.
Für den Signal- und Netzwerkanschluss stellt der Umrichter eine integrierte Steuerklemmleiste mit 6 digitalen Eingängen, 2 digitalen Ausgängen, 2 analogen Eingängen (0–10 V / 0–20 mA) sowie 1 analogen Ausgang bereit. Über einen modularen Feldbussteckplatz lässt sich die Einheit mit LECOM-Kommunikationsmodulen wie 2102IB (LECOM-A für RS-232, LECOM-B für RS-485 oder Lichtwellenleiter) sowie PROFIBUS-DP-Adaptern (2131IB / 2133IB) ausrüsten. Die Konfiguration wird batterielos im internen EEPROM-Speicher hinterlegt, sodass Parameter und Einstellungen beim Gerätetausch direkt über das aufsteckbare Bedienelement 8100 Keypad oder die PC-Software Lenze Global Drive Control (GDC) ausgelesen und auf ein Ersatzgerät übertragen werden können. Bei der Vorbereitung von Ersatzgeräten unterstützt ABC Industrial Parts durch Fachwissen zur Parameterübertragung und Inbetriebnahme.
Der Betriebszustand und eventuelle Störungen werden direkt über zwei LED-Indikatoren an der Frontseite visualisiert, wobei die grüne LED die Betriebsbereitschaft bei geladenem Zwischenkreis signalisiert und die rote LED einen aktiven Fehler anzeigt. Detaillierte Fehlercodes wie überstrombedingte Abschaltungen (OC1, OC2, OC5), Überspannung (OU), Unterspannung (LU) oder Übertemperatur (OH) lassen sich über das 8100 Keypad oder die Diagnoseparameter C0161 und C0168 auslesen. Bei internen Speicher- oder Hardwarefehlern wie der Meldung EE schlägt ein Zurücksetzen über Parameter C0002 fehl, woraufhin ein internes Platinenproblem vorliegt; in solchen Fällen bietet ein getestetes Austauschgerät oder die Reparatur über ABC Industrial Parts den schnellsten Weg zur Wiederherstellung der Anlagenverfügbarkeit.
Technische Daten
| Hersteller | Lenze |
| Teilenummer | 8104_E.6B.22 |
| Modell/Typ | 8104 E.6B.22 |
| Produktfamilie | Lenze 8100 |
| Komponententyp | Frequenzumrichter |
| Nennleistung | 2.2 kW |
| Versorgungsspannung | 400 V AC |
| Spannungsbereich | 320 - 528 V AC |
| Dauerhafter Ausgangsstrom | 5.6 A |
| Ausgangsfrequenzbereich | 0 - 480 Hz |
| Schaltfrequenz | 8 kHz |
| Steuerungsverfahren | U/f-Kennliniensteuerung (linear / quadratisch) |
| Digitale Eingänge | 6 |
| Digitale Ausgänge | 2 |
| Analoge Eingänge | 2 |
| Analoge Ausgänge | 1 |
Programmierung und Konfiguration
Die Parametrierung des Lenze 8104_E.6B.22 erfolgt wahlweise direkt am Gerät über das steckbare Bedienteil 8100 Keypad oder computergestützt über die PC-Software Lenze Global Drive Control (GDC). Sämtliche Anwendungs- und Motorparameter werden in einem integrierten, nichtflüchtigen EEPROM-Speicher abgelegt. Dadurch bleiben alle Konfigurationsdaten auch bei einem Stromausfall oder einer längeren Außerbetriebnahme ohne zusätzliche Pufferbatterie dauerhaft erhalten.
Bei der Inbetriebnahme oder dem Austausch eines Umrichters lässt sich der Parametersatz über das Keypad oder die GDC-Software auslesen und auf ein neues Gerät übertragen. Bei schwerwiegenden Konfigurationsfehlern oder zum Zurücksetzen auf die Werkseinstellungen steht die Parameterfunktion C0002 zur Verfügung. Zur erweiterten Diagnose und Überwachung von Betriebsdaten dienen die spezifischen Parameter C0161 und C0168.
Kommunikation und Systemintegration
Zur Einbindung in übergeordnete Automatisierungsstrukturen verfügt der Frequenzumrichter über einen modularen Feldbussteckplatz. Dieser unterstützt verschiedene Kommunikationsbaugruppen wie die LECOM-Schnittstellen 2102IB (LECOM-A für RS-232, LECOM-B für RS-485 sowie Lichtwellenleiter LECOM-LI) sowie PROFIBUS-DP-Adaptermodule der Typen 2131IB und 2133IB.
Für die direkte Ansteuerung über Steuersignale ist das Gerät mit einer Steuerklemmleiste ausgestattet. Diese bietet 6 digitale Eingänge, 2 digitale Ausgänge, 2 analoge Eingänge zur Sollwertvorgabe über 0–10 V oder 0–20 mA sowie 1 analogen Ausgang. Zudem stehen Relaisausgänge für die externe Signalisierung von Störungs- und Betriebsbereitschaftszuständen bereit.
Diagnose und Statusanzeige
Der Lenze 8104_E.6B.22 bietet mehrstufige Diagnosemöglichkeiten über integrierte Status-LEDs, das steckbare 8100 Keypad und die feldbusbasierte Softwareabfrage. Das Bedienteil zeigt im Störungsfall klare Fehlercodes an, während über die Parameter C0161 und C0168 genaue Statusinformationen über die LECOM-Schnittstelle ausgelesen werden können.
Zwei Leuchtdioden an der Gerätefront geben eine schnelle optische Rückmeldung über den Betriebszustand. Die grüne LED signalisiert das Anliegen der Zwischenkreisspannung und die Betriebsbereitschaft des Umrichters, während die rote LED eine aktive Störabschaltung anzeigt.
Status-LED-Anzeigen
| LED | Farbe/Status | Bedeutung |
|---|---|---|
| Ready / Power | Grün - Dauerhaft leuchtend | Zwischenkreis geladen und Umrichter betriebsbereit |
| Fault / Trip | Rot - Dauerhaft leuchtend | Störabschaltung aktiv. Leuchtet die LED dauerhaft zusammen mit dem Fehlercode EE und lässt sich nicht zurücksetzen, liegt ein interner EEPROM- oder Hardwarefehler vor, der einen Austausch oder Service erfordert. |
Austausch und Ersatzteile
Beim Austausch eines Lenze 8104_E.6B.22 ist sicherzustellen, dass das Ersatzgerät bezüglich Nennleistung (2.2 kW), Versorgungsspannung (400 V AC) und Ausgangsstrom (5.6 A) exakt mit der bestehenden Installation übereinstimmt. Zudem müssen installierte Kommunikationsbaugruppen, wie LECOM-Modul oder PROFIBUS-DP-Adapter, vom Altgerät auf das Ersatzgerät umgesteckt werden.
Da der Umrichter Konfigurationsdaten im internen EEPROM speichert, muss vor der Inbetriebnahme der Parametersatz übertragen werden. Dies kann durch das Umstecken des optionalen 8100 Keypads oder das Einlesen und Aufspielen der Daten mittels der Software Lenze Global Drive Control (GDC) erfolgen. Steht eine Modernisierung an, dient die Lenze i500-Serie (z. B. i55AE222F) als Nachfolgelösung, erfordert jedoch Anpassungen bei Verdrahtung und Parametrierung.
Fehlercodes und Stoercodes
Die folgenden Fehlercodes koennen waehrend Betrieb oder Diagnose angezeigt werden:
| Code | Name | Beschreibung | Moegliche Ursache | Empfohlene Massnahme |
|---|---|---|---|---|
| OC1 | Überstrom während der Beschleunigung | Ausgangsstrom überschreitet während der Beschleunigungsphase den Abschaltgrenzwert. | Beschleunigungszeit zu kurz eingestellt; Kurzschluss oder Erdschluss im Motorkabel; Motorleistung passt nicht zum Umrichter. | Beschleunigungszeit erhöhen; Motor und Verkabelung auf Kurzschluss und Erdschluss prüfen; Motordimensionierung überprüfen. |
| OC2 | Überstrom während der Verzögerung | Ausgangsstrom überschreitet während der Verzögerungsphase den Abschaltgrenzwert. | Verzögerungszeit zu kurz eingestellt; Bremswiderstand fehlt oder ist falsch konfiguriert. | Verzögerungszeit erhöhen; externen Bremswiderstand anschließen, wenn hohe Generatorenergie auftritt. |
| OC5 | Überstrom bei konstanter Fahrt | Ausgangsstrom überschreitet im stationären Betrieb den Abschaltgrenzwert. | Plötzliche mechanische Lastspitze; Motorblockade; Fehler in der Leistungsendstufe. | Mechanischen Antriebsstrang auf Blockaden prüfen; Motorparameter überprüfen. |
| OU | Überspannung im Zwischenkreis | Die Zwischenkreisspannung hat den maximal zulässigen Schwellenwert überschritten. | Generatorische Energie vom Motor bei schiebender Last während der Verzögerung; Verzögerungszeit zu kurz. | Verzögerungszeit verlängern; Bremsmodul / Bremschopper und Bremswiderstand nachrüsten. |
| LU | Unterspannung im Zwischenkreis | Die Zwischenkreisspannung ist unter den minimalen Schwellenwert gefallen. | Netzversorgungsspannung zu niedrig; Netzphasenausfall; Netzunterbrechung. | Wechselstrom-Netzspannung und Sicherungen prüfen; Netzverkabelung kontrollieren. |
| OH | Kühlkörper-Übertemperatur | Die Temperatur des Umrichter-Kühlkörpers hat den Grenzwert überschritten. | Unzureichende Kühlung / Belüftung; Umgebungstemperatur zu hoch; Lüfter defekt oder verschmutzt. | Kühlrippen des Kühlkörpers reinigen; Schaltschrankbelüftung und Funktion des Lüfters überprüfen. |
| OH4 | Motorthermik / Überlast | Motorthermoschalter oder PTC-Fühler hat ausgelöst. | Thermische Überlastung des Motors; Fremdlüfter am Motor defekt; Unterbrechung in der PTC-Fühlerleitung. | Motor abkühlen lassen; Motorlast prüfen; PTC-Verdrahtung und Klemmenanschluss überprüfen. |
| PE | Erdschluss | Erdschluss an den Motorausgangsphasen erkannt. | Isolationsschaden in der Motorwicklung oder im Motorkabel gegen Erde. | Isolationswiderstand von Motorkabel und Motorwicklungen mit einem Isolationsprüfgerät messen. |
| EE | EEPROM-Fehler | Interner Speicherfehler oder Prüfsummenfehler beim Lesen/Schreiben von Parametern. | Beschädigter nichtflüchtiger Parameterspeicher; interner Hardwarefehler. | Werksreset über Parameter C0002 durchführen. Bleibt der Fehler bestehen, liegt ein interner Hardwarefehler vor – Gerät zur Reparatur einsenden oder Umrichter austauschen. |
| LP | Motorausgangsphasenausfall | Phasenausfall an den Umrichterausgangsklemmen U, V, W erkannt. | Unterbrechung im Motorkabel; nachgeschaltetes Schütz hat während des Betriebs geöffnet. | Motorausgangsanschlüsse und Logik des Motorschützes überprüfen. |
| CE0 | LECOM-Kommunikations-Timeout | Kommunikationsunterbrechung zwischen Umrichter und LECOM-Master. | Feldbuskabel getrennt; Baudraten-Fehlanpassung; Master-Steuerung offline. | Feldbuskabelanschlüsse und Status des Bus-Masters überprüfen. |
| EEr | Externer Fehler | Externer Fehler über einen programmierten Digitaleingang ausgelöst. | Externe Überwachungseinrichtung (z. B. Thermorelais, Sicherheitsschalter) hat ausgelöst. | Externe Fehlerschaltung am konfigurierten Digitaleingang überprüfen. |
Haeufig gestellte Fragen
Wie werden die Parameter des Lenze 8104_E.6B.22 auf ein Ersatzgerät übertragen?
Die Parameter können entweder über das aufsteckbare 8100 Keypad gesichert und übertragen werden oder mithilfe der PC-Software Lenze Global Drive Control (GDC) ausgelesen und auf den neuen Umrichter aufgespielt werden.
Welche Kommunikationsmodule unterstützt der Frequenzumrichter 8104_E.6B.22?
Das Gerät verfügt über einen Steckplatz für LECOM-A (RS-232, 2102IB), LECOM-B (RS-485), LECOM-LI (Lichtwellenleiter) sowie PROFIBUS-DP-Adaptermodule der Typen 2131IB und 2133IB.
Was bedeutet der Fehlercode EE beim Lenze 8104_E.6B.22?
Der Code EE weist auf einen EEPROM-Speicherfehler oder einen Prüfsummenfehler hin. Zunächst sollte ein Werksreset über Parameter C0002 versucht werden; bleibt die Meldung bestehen, liegt ein Hardwaredefekt der Platine vor.
Benötigt der Frequenzumrichter eine Pufferbatterie für die Datensicherung?
Nein, der Lenze 8104_E.6B.22 nutzt ein internes, nichtflüchtiges EEPROM, das alle Parameter dauerhaft ohne Batterie sichert.
Welches moderne Nachfolgegerät steht für den Lenze 8104_E.6B.22 zur Verfügung?
Als moderner Nachfolger innerhalb des Lenze-Portfolios wird die i500-Serie empfohlen, beispielsweise die Type i55AE222F.
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