Lenze 8303 A.1K.23 8300 Serie Frequenzumrichter
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Produktinformationen
Der Lenze 8303 A.1K.23 ist ein kompakter Frequenzumrichter aus der Lenze 8300 Serie, der für die präzise Drehzahlregelung von drei Phasen Asynchronmotoren in industriellen Umgebungen entwickelt wurde. Mit einer Nennleistung von 1,5 kW und einem kontinuierlichen Ausgangsstrom von 3,9 A bei 400 V AC steuert das Gerät Drehstromelektromotoren im Frequenzbereich von 0 bis 480 Hz. Der Schaltschrankumrichter verarbeitet einen breiten Dreiphasen-Eingangsspannungsbereich von 323 V bis 528 V AC und gleicht somit Netzspannungsschwankungen zuverlässig aus. Zur Optimierung des Motormoments stehen sowohl die U/f-Kennliniensteuerung als auch eine geberlose Open-Loop-Vektorregelung zur Verfügung.
Für die Ansteuerung und Systemintegration verfügt der Lenze 8303 A.1K.23 über vier programmierbare Digitaleingänge, einen analogen Eingang für Signale von 0–10 V, 0–20 mA oder 4–20 mA sowie einen 0–10 V Analogausgang und ein integriertes Störmelde-Relais. Ein Erweiterungssteckplatz ermöglicht den Anschluss von Kommunikationsmodulen wie PROFIBUS-DP (2131), CANopen/Systembus (2111) oder seriellen LECOM-Schnittstellen (RS232/RS485). Die Inbetriebnahme und der Austausch eines Ersatzgeräts erfordern die Übertragung der anwendungsspezifischen Betriebsparameter, die im internen EEPROM in zwei Datensätzen gespeichert sind. Der Parameterübertrag kann direkt über das steckbare Bedienmodul 2102 oder mittels der PC-Software Lenze Global Drive Control (GDC) durchgeführt werden, wobei ABC Industrial Parts bei der Parameterübernahme und Gerätevorbereitung unterstützen kann.
Die Statusdiagnose erfolgt direkt am Gerät über zwei LEDs: Eine grüne LED zeigt den Betriebsstatus und eine Reglersperre an, während eine rote LED aktive Störungen signalisiert. Detaillierte Fehlercodes und der letzte Störspeicher lassen sich über das Display des Bedienmoduls 2102 oder den GDC-Diagnosemonitor auslesen. Bei Störungen sollten zunächst die Versorgungsspannung an den Phasen L1, L2 und L3, die Motorverkabelung sowie die Kühlkörperbelüftung überprüft werden. Tritt ein schwerwiegender interner Fehler wie eine EEPROM-Checksummenstörung auf, die sich nicht durch ein Laden der Werkseinstellungen beheben lässt, liegt ein Hardwaredefekt vor, der einen Austausch des Geräts erforderlich macht.
Technische Daten
| Hersteller | Lenze |
| Teilenummer | 8303 A.1K.23 |
| Modell/Typ | 8300 Serie Inverter Drive |
| Komponentenart | Frequenzumrichter |
| Nennleistung | 1,5 kW |
| Versorgungsspannung | 400 V AC |
| Eingangsspannungsbereich | 323 - 528 V AC |
| Nennstrom | 3,9 A |
| Ausgangsspannung | 0 - 400 V AC |
| Ausgangsfrequenz | 0 - 480 Hz |
| Schaltfrequenz | 16 kHz |
| Regelungsverfahren | U/f-Kennliniensteuerung / Vektorregelung (geberlos) |
| Digitaleingänge | 4 |
| Analogeingänge | 1 (0-10 V / 0-20 mA / 4-20 mA) |
| Analogausgänge | 1 (0-10 V) |
Programmierung und Konfiguration
Die Konfiguration des Frequenzumrichters Lenze 8303 A.1K.23 erfolgt wahlweise über das aufsteckbare Bedienmodul 2102 oder die PC-basierten Engineering-Tools der Lenze Global Drive Control (GDC) Software. Sämtliche gerätespezifischen Funktionsparameter werden unflüchtig in einem internen EEPROM abgespeichert, das zwei getrennte Parametersätze unterstützt. Dies ermöglicht das schnelle Umschalten zwischen verschiedenen Betriebsmodi oder Maschinenrezepturen.
Wichtige Parameter wie die Beschleunigungszeit (C012), die Verzögerungszeit (C013) und die maximale Frequenzbegrenzung (C011) können individuell an die mechanischen Anforderungen der Last angepasst werden. Über den Parameter C002 lässt sich der Umrichter bei Bedarf wieder auf die Werkseinstellungen zurücksetzen, was insbesondere bei der Erstinbetriebnahme oder nach unvollständigen Speichervorgängen erforderlich ist.
Kommunikation und Systemintegration
Der Lenze 8303 A.1K.23 bietet flexible Schnittstellen für die Anbindung an übergeordnete SPS-Steuerungen und Industrienetze. Standardmäßig stehen vier digitale Eingänge für Start-, Stopp- und Freigabesignale, ein konfigurierbarer Analogeingang (0–10 V, 0–20 mA, 4–20 mA) für Sollwertvorgaben sowie ein Analogausgang (0–10 V) zur Istwertausgabe bereit. Ein Relaiskontakt signalisiert zusätzlich betriebsbereite oder gestörte Zustände.
Über den integrierten Optionssteckplatz lässt sich der Frequenzumrichter mit feldbusspezifischen Modulen ausstatten. Zur Verfügung stehen das Modul 2131 für PROFIBUS-DP, das Modul 2111 für CANopen und den Lenze-Systembus sowie die LECOM-Module für serielle RS232- (LECOM-A) oder RS485-Verbindungen (LECOM-B). Über diese Schnittstellen können Prozessdaten, Sollwerte und Diagnose-Statuswörter zyklisch übertragen werden.
Diagnose und Statusanzeige
Zur Überwachung des Betriebszustands kombiniert der Umrichter optische LED-Anzeigen mit digitalen Diagnoseoptionen. Die grüne LED signalisiert durch Dauerlicht die Betriebsbereitschaft oder den aktiven Modulationsbetrieb, während Blinklicht eine Reglersperre anzeigt. Die rote LED weist auf das Vorliegen einer Störung hin. Für eine erweiterte Fehleranalyse stehen das Display des Bedienmoduls 2102 sowie der Diagnosemonitor der GDC-Software zur Verfügung.
Das Gerät zeichnet auftretende Fehlerursachen in einem internen Fehlerspeicher auf. Dazu gehören Abschaltungen wegen Überstrom (OC1, OC2, OC5), Überspannung (OU), Unterspannung (LU), Übertemperatur des Kühlkörpers (OH) oder das Auslösen des Motorkaltleiters (OH4). Auch Ausfälle der Einspeisephasen (LP) oder Feldbusunterbrechungen (CE0, CE1) werden erfasst und eindeutig klassifiziert.
Status-LED-Anzeigen
| LED | Farbe/Status | Bedeutung |
|---|---|---|
| Grüne LED (Betrieb / Bereitschaft) | Grün - Dauerlicht / Blinkend | Antrieb aktiv oder betriebsbereit bei Dauerlicht; Blinklicht signalisiert Reglersperre (Drive Inhibitor). |
| Rote LED (Störung / Fehler) | Rot - Dauerlicht / Blinkend | Störungszustand aktiv bei Dauerlicht oder Blinken spezifischer Fehlercodes. |
Austausch und Ersatzteile
Beim Austausch eines defekten Lenze 8303 A.1K.23 Umrichters ist darauf zu achten, dass das Ersatzgerät hinsichtlich Nennleistung (1,5 kW), Ausgangsstrom (3,9 A) und Versorgungsspannung exakt mit der bestehenden Installation übereinstimmt. Da der Frequenzumrichter anwendungsspezifische Parameter benötigt, ist ein reines Stecken ohne vorherige Parameterübertragung nicht ausreichend.
Die Parameter können problemlos vom alten Gerät kopiert werden, indem das Bedienmodul 2102 verwendet oder eine Sicherung per GDC-Software erstellt wird. Sollten bei der Umstellung neuere Antriebe in Betracht gezogen werden, stellt die Serie Lenze i550 Cabinet Inverter den Nachfolger dar. Für eine schnelle Verfügbarkeit von passenden Austauschgeräten der Serie 8300 bietet ABC Industrial Parts geprüfte Ersatzkomponenten an.
Fehlercodes und Stoercodes
Die folgenden Fehlercodes koennen waehrend Betrieb oder Diagnose angezeigt werden:
| Code | Name | Beschreibung | Moegliche Ursache | Empfohlene Massnahme |
|---|---|---|---|---|
| OC1 | Kurzschluss / Überstrom während der Beschleunigung | Der Ausgangsstrom hat während der Beschleunigungsphase des Motors den Überstromschwellenwert überschritten. | Kurzschluss an den Motorabgangsklemmen, Erdschluss, Beschleunigungsrampe zu kurz eingestellt, Motor falsch dimensioniert. | Motorverkabelung und Isolation prüfen, Beschleunigungszeit im Parameter C012 erhöhen, Motorparameter überprüfen. |
| OC2 | Kurzschluss / Überstrom während der Verzögerung | Der Ausgangsstrom hat während der Verzögerungsphase des Motors den Schwellenwert überschritten. | Verzögerungsrampe zu kurz, Kurzschluss am Ausgang, Erdschluss. | Verzögerungszeit im Parameter C013 erhöhen, Motorkabel und Motorwicklung überprüfen. |
| OC5 | Überstrom bei konstanter Drehzahl | Der Umrichter hat im stationären Betrieb den Überstromschwellenwert überschritten. | Abrupte Lastspitzen, mechanische Blockade oder Klemmen der Maschine, Windungsschluss im Motor. | Mechanische Antriebslast auf Blockaden prüfen, Motor untersuchen. |
| OU | Zwischenkreis-Überspannung | Die Gleichspannung im Zwischenkreis hat den oberen Grenzwert überschritten. | Zu hohe Generatorenergie vom Motor während der Verzögerung, Verzögerungsrampe zu kurz, Netzspannung zu hoch. | Verzögerungszeit verlängern, optionalen Bremschopper/-widerstand montieren, Netzspannung prüfen. |
| LU | Zwischenkreis-Unterspannung | Die Zwischenkreisspannung ist während des Betriebs unter den Mindestwert gefallen. | Netzspannungseinbruch, Phasenausfall der Einspeisung, Unterbrechung der Spannungsversorgung, Eingangs-Sicherung ausgelöst. | Netzeinspeisung prüfen, Eingangssicherungen und Netzschütz kontrollieren. |
| OH | Übertemperatur Kühlkörper | Die Temperatur des Kühlkörpers hat den oberen thermischen Abschaltpunkt überschritten. | Unzureichender Kühlluftstrom, Kühlkörper verschmutzt oder blockiert, Umgebungstemperatur zu hoch, Lüfter defekt. | Kühlrippen reinigen, ausreichenden Belüftungsabstand um das Gerät sicherstellen, Schaltschrankkühlung prüfen. |
| OH4 | Motor-Überlastung (PTC aktiv) | Der an den Steuerklemmen angeschlossene Motor-Kaltleiter (PTC) hat ausgelöst. | Thermische Überlastung des Motors, Ausfall des Motorlüfters, längerer Betrieb bei niedriger Drehzahl unter hoher Last. | Motor abkühlen lassen, Last und Fremdlüfter des Motors prüfen. |
| EE | EEPROM-Checksummenfehler | Datenkorruption im internen EEPROM-Parameterspeicher erkannt. | Interner Hardwarefehler, Spannungsausfall während eines Speichervorgangs. | Werkseinstellungen neu laden (Parameter C002). Interner Hardwarefehler – wenn der Fehler nach dem Werksreset bestehen bleibt, Umrichter austauschen. |
| CE0 | LECOM-Kommunikationsfehler | Kommunikationsverlust über die serielle LECOM-Schnittstelle. | Loses Kabel, falsche Baudrate oder Adresseinstellung, Zeitüberschreitung der Master-Steuerung. | Serielle Verkabelung prüfen, LECOM-Baudrate und Adresseinstellungen in den Parametern kontrollieren. |
| CE1 | Feldbus-Kommunikationsmodul-Fehler | Fehler oder Leitungsunterbrechung am optionalen Feldbusmodul (z. B. PROFIBUS/CAN) erkannt. | Feldbuskabel defekt, Busabschluss fehlt, Feldbus-Master offline. | Feldbusverbindungen, Busabschlusswiderstände und Status des Feldbus-Masters überprüfen. |
| LP | Netzphasenausfall | Phasenunsymmetrie oder Phasenausfall an der 3-phasigen AC-Einspeisung erkannt. | Ausfall einer Netzphase, durchgebrannte Eingangssicherung, lose Netzanschlussklemme. | Eingangsspannung über alle Phasen L1, L2, L3 messen; Netzsicherungen prüfen. |
| NMAX | Maximale Drehzahl überschritten | Motordrehzahl oder -frequenz hat den maximalen Schwellenwert überschritten. | Externe mechanische Überdrehzahl des Antriebs, falsche Konfiguration von Geber oder Drehzahl-Sollwert. | Mechanische Last am Motor prüfen, Drehzahlbegrenzung im Parameter C011 überprüfen. |
| Er | Externer Fehler | Abschaltbefehl über einen für externen Fehler konfigurierten Digitaleingang ausgelöst. | Externe Sicherheitsschaltung, externes Überwachungsrelais oder Maschinensensor hat ausgelöst. | An den Digitaleingang angeschlossenen externen Schaltkreis überprüfen. |
Haeufig gestellte Fragen
Welches Bedienmodul wird für die Parametrierung des Lenze 8303 A.1K.23 benötigt?
Für die direkte Parametrierung und Anzeige am Gerät wird das steckbare Lenze Bedienmodul 2102 verwendet. Alternativ kann die Einstellung über einen PC mit der Software Lenze Global Drive Control (GDC) vorgenommen werden.
Welche Feldbusmodule sind für den Lenze 8303 A.1K.23 verfügbar?
Der Umrichter kann über seinen Erweiterungssteckplatz mit dem PROFIBUS-Modul 2131, dem CAN-/Systembus-Modul 2111 oder den seriellen LECOM-A (RS232) und LECOM-B (RS485) Modulen ausgerüstet werden.
Was bedeutet der Fehlercode OU beim Lenze 8303 A.1K.23?
Der Fehlercode OU weist auf eine Zwischenkreis-Überspannung hin. Dies tritt häufig durch zu hohe Rückspeiseenergie des Motors während der Verzögerung auf. Abhilfe schaffen das Verlängern der Verzögerungszeit (Parameter C013) oder der Einsatz eines Bremschoppers mit Bremswiderstand.
Wie können die Parameter auf ein Ersatzgerät übertragen werden?
Die Konfigurationsdaten können im Bedienteil 2102 gespeichert und auf das neue Gerät aufgesteckt werden. Ebenso ist das Auslesen und Einspielen des Parameterdatensatzes über die PC-Software Lenze Global Drive Control (GDC) möglich.
Welche Nachfolgeserie existiert für den Umrichter der Serie 8300?
Als moderne Nachfolgeserie für Schaltschrankanwendungen empfiehlt Lenze die Inverter-Serie i550 Cabinet.
Profitieren Sie von unserer Umtauschformel
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Gehen Sie mit unseren Garantiebedingungen auf Nummer sicher
Industrieanlagen sollten vorzugsweise stets in Betrieb bleiben, unabhängig von den Umständen. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, dass Sie sich auf hochwertige Produkte und/oder nachhaltige Reparaturen verlassen können. Mit unseren Garantiebedingungen können Sie sich auf Sicherheit verlassen, unabhängig davon, ob Sie sich für neue, gebrauchte oder reparierte Produkte entscheiden.
Datensicherung und -wiederherstellung
Haben Sie aufgrund eines Defekts wertvolle Parameter oder Daten verloren, während die Unterstützung durch den Hersteller eingestellt wurde? Bei ABC Industrial Parts unterstützen wir Sie bei der Sicherung dieser Daten, sowohl bei gängigen als auch bei spezifischen Produkten.
Spezifische Firmware- und Hardware-Versionen
Wenn Sie mit spezifischen Hardware- oder Firmware-Versionen arbeiten, die vom Hersteller nicht mehr angeboten werden, ist ABC Industrial Parts Ihr kompetenter Ansprechpartner. Geben Sie bei Ihrer Anfrage deutlich an, welche Versionen Sie benötigen. Wir prüfen dann die Möglichkeiten, diese Versionen zu liefern, damit Ihre Anlagen weiterhin optimale Leistungen erbringen.
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