Lenze EVF8226-E 8200 Series 15 kW / 20 HP Frequenzumrichter

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Produktinformationen
Der Lenze EVF8226-E ist ein schaltschrankmontierbarer Frequenzumrichter der Serie 8200 / 8220 zur präzisen Drehzahlregelung von Dreiphasen-Asynchronmotoren. Das Gerät ist für ein dreiphasiges Versorgungsnetz von 320 V AC bis 528 V AC ausgelegt und eignet sich damit für den flexiblen Einsatz an 400-V- und 480-V-Netzen. Bei einer Nennleistung von 15 kW (20 HP) liefert der Umrichter einen Dauerausgangsstrom von 32 A bei 400 V bzw. 27 A bei 480 V in einem Frequenzbereich von 0 bis 480 Hz. Durch die integrierte U/f-Kennliniensteuerung mit einstellbaren linearen oder quadratischen Kennlinien wird die Motorleistung in Pumpen-, Lüfter- und Materialtransportanwendungen optimiert.
Für die Steuerung und Systemintegration verfügt der EVF8226-E über 6 programmierbare Digitaleingänge, 1 Digitalausgang, 2 Analogeingänge, 1 Analogausgang sowie ein integriertes Status-Relais für Spannungen bis 250 V AC. Ein dedizierter Automatisierungssteckplatz ermöglicht die Aufnahme optionaler Feldbuskarten wie dem EMF2133IB PROFIBUS-Modul, dem EMF2171IB CANopen-Systembusmodul oder LECOM-Schnittstellen. Bei der Inbetriebnahme eines Ersatzgeräts müssen die anwendungsspezifischen Betriebsparameter überspielt werden. Der EVF8226-E bietet einen internen EEPROM-Speicher für zwei komplette Parametersätze, die über das Bedienfeld EMZ8201BB oder die Software Lenze Global Drive Control (GDC) ab Version 4.0 ausgelesen und übertragen werden können. Bei der Sicherung und Übertragung von Parametern beschädigter Altgeräte unterstützt ABC Industrial Parts Servicetechniker direkt.
Zur schnellen Diagnose sind an der Gerätefront LED-Statusanzeigen für den Betriebs- und Störungszustand angebracht. Detaillierte Fehlercodes lassen sich über das Keypad EMZ8201BB oder den Fehlerspeicher der GDC-Software auslesen. Bei Fehlermeldungen wie Überstrom (OC1, OC2, OC5), Überspannung (OU) oder Unterspannung (LU) sollten primär die Rampenzeiten, Netzphasen sowie die Motorisolierung und -verkabelung überprüft werden. Tritt ein Überstromfehler wie OC1 oder OC5 auch bei abgeklemmtem Motor auf oder meldet das Gerät einen Hardwarefehler (H05), liegt ein interner Defekt der Leistungselektronik oder Steuerplatine vor. In solchen Fällen bietet ABC Industrial Parts mit geprüften Ersatzgeräten und Reparaturoptionen eine schnelle Lösung zur Vermeidung langer Stillstandszeiten.
Technische Daten
| Hersteller | Lenze |
| Teilenummer | EVF8226-E |
| Modell / Typ | 8220 Series Panel-Mount Frequency Inverter |
| Produktfamilie | 8200 Series |
| Nennleistung (400V) | 15 kW |
| Nennleistung (480V) | 20 HP |
| Versorgungsspannungsbereich | 320 - 528 V AC |
| Eingangsphasen | 3 |
| Dauerausgangsstrom (400V) | 32 A |
| Dauerausgangsstrom (480V) | 27 A |
| Ausgangsfrequenzbereich | 0 - 480 Hz |
| Schaltfrequenz | 4 kHz (einstellbar bis 16 kHz) |
| Steuerungsverfahren | U/f-Kennliniensteuerung |
| Digitaleingänge | 6 |
| Digitalausgänge | 1 |
| Analogeingänge | 2 |
| Analogausgänge | 1 |
| Montageart | Schaltschrankmontage (Panel Mount) |
Programmierung und Konfiguration
Die Konfiguration des Lenze EVF8226-E erfolgt wahlweise über die Bedien- und Diagnose-Software Lenze Global Drive Control (GDC) ab Version 4.0 oder direkt am Gerät mit dem optionalen Keypad-Modul EMZ8201BB. Der Frequenzumrichter verfügt über eine U/f-Kennliniensteuerung mit auswählbaren linearen und quadratischen Spannungs-/Frequenzkurven, wodurch die Anpassung an unterschiedlichste Lastprofile wie Konstantmoment-Anwendungen oder Zentrifugalpumpen vereinfacht wird.
Zur Sicherung der Anlagenparameter bietet das Gerät einen internen EEPROM-Speicher mit Kapazität für zwei vollständige Parametersätze. Dies ermöglicht die schnelle Klonung und Wiederherstellung von Einstellungen bei Gerätewechseln. Über den Parameter C002 kann der Umrichter bei Bedarf wieder auf die Werkseinstellungen zurückgesetzt werden. Wichtige Anpassungen wie die Beschleunigungszeit (Parameter C012) oder die Verzögerungszeit (Parameter C013) lassen sich direkt im Parametersatz hinterlegen.
Kommunikation und Systemintegration
Der Frequenzumrichter EVF8226-E bietet einen modularen Automatisierungssteckplatz, der die Anbindung an gängige industrielle Feldbussysteme ermöglicht. Zu den kompatiblen Erweiterungsmodulen gehören das PROFIBUS-Modul EMF2133IB und das CANopen-Systembusmodul EMF2171IB sowie optionale Karten für INTERBUS und LECOM (RS232/RS485). Dadurch lässt sich der Antriebe nahtlos in übergeordnete SPS-Netzwerke integrieren.
Ergänzend zur Feldbusanbindung stellt der Umrichter umfangreiche E/A-Klemmen bereit: 6 frei programmierbare Digitaleingänge, 1 Digitalausgang, 2 Analogeingänge (0–10 V / 0–20 mA) und 1 Analogausgang. Ein integrierter Relaiskontakt mit einer Schaltleistung von bis zu 250 V AC steht für die Ausgabe von Betriebs- oder Störungssignalen an externe Überwachungssysteme zur Verfügung.
Diagnose und Statusanzeige
Der Lenze EVF8226-E ist mit LED-Statusanzeigen auf der Frontplatte ausgestattet, die eine schnelle optische Überprüfung des Betriebszustands ermöglichen. Ergänzend können detaillierte Klartext-Fehlercodes über das ansteckbare Bedienfeld EMZ8201BB oder über die Software Global Drive Control (GDC) ausgelesen werden. GDC bietet zudem Zugriff auf einen Ringspeicher zur Nachverfolgung historischer Störungsmeldungen.
Status-LED-Anzeigen
| LED | Farbe/Status | Bedeutung |
|---|---|---|
| Operation | Grün - Dauerhaft / Aktiv | Normaler Inverterbetrieb / Bereitschaftszustand |
| Fault | Rot - Dauerhaft / Aktiv | Inverterstörung / Trip-Zustand |
Austausch und Ersatzteile
Beim Austausch eines defekten Lenze EVF8226-E gegen ein Ersatzgerät muss sichergestellt werden, dass die Typenbezeichnung und die Nennwerte übereinstimmen. Da das Gerät mit modularen Feldbuskarten genutzt wird, muss das im Automatisierungssteckplatz installierte Modul (z. B. EMF2133IB oder EMF2171IB) vom Altgerät auf das Ersatzgerät umgesteckt oder identisch bestückt werden.
Vor der Wiederinbetriebnahme des Antriebs ist eine Übertragung des Parametersatzes erforderlich. Über die Lenze Global Drive Control Software oder das Bedienfeld EMZ8201BB lassen sich die gesicherten Parameter aus dem EEPROM des Altgeräts auf den neuen Umrichter übertragen. Zudem sollten vor dem Zuschalten der Netzspannung die Motorwicklungen auf Erdschluss und Kurzschluss geprüft werden, um eine Beschädigung des neuen Frequenzumrichters zu vermeiden.
Fehlercodes und Stoercodes
Die folgenden Fehlercodes koennen waehrend Betrieb oder Diagnose angezeigt werden:
| Code | Name | Beschreibung | Moegliche Ursache | Empfohlene Massnahme |
|---|---|---|---|---|
| OC1 | Kurzschluss / Überstrom bei Beschleunigung | Der Ausgangsstrom des Inverters hat während der Beschleunigungsphase den Spitzenstromgrenzwert überschritten. | Beschleunigungszeit zu kurz eingestellt; Kurzschluss oder Erdschluss in der Motorwicklung; Motorkabel beschädigt; Motor falsch dimensioniert. | Beschleunigungszeit erhöhen (Parameter C012); Motorverkabelung und Isolationswiderstand der Motorwicklung mit Isolationsmessgerät prüfen. Tritt der Fehler auch bei abgeklemmtem Motor auf, ist das interne Leistungsmodul defekt. |
| OC2 | Kurzschluss / Überstrom bei Verzögerung | Der Ausgangsstrom des Inverters hat während der Verzögerungsphase den Spitzenstromgrenzwert überschritten. | Verzögerungszeit zu kurz eingestellt; zu hohe Lastträgheit. | Verzögerungszeit erhöhen (Parameter C013) oder externen Bremswiderstand anschließen. |
| OC5 | Kurzschluss / Überstrom bei konstanter Drehzahl | Überstrom während des stationären Betriebs bei konstanter Drehzahl festgestellt. | Plötzlicher Laststoß; mechanische Blockade; Erdschluss; defekter interner Leistungstransistor. | Mechanischen Antriebsstrang auf Schwergängigkeit oder Überlastung prüfen; Motorisolation überprüfen. Tritt der Fehler sofort ohne angeschlossenen Motor auf, ist der interne Leistungsteil beschädigt. |
| OU | Überspannung Zwischenkreis | Die Zwischenkreisspannung hat den oberen Grenzwert überschritten (ca. 770 V DC). | Generatorischer Betrieb durch schiebende Last; Verzögerungszeit zu kurz; Spannungsspitze im Versorgungsnetz. | Verzögerungszeit verlängern oder dynamisches Bremswiderstandsmodul anschließen. |
| LU | Unterspannung Zwischenkreis | Die Zwischenkreisspannung ist unter den Mindestbetriebswert gefallen. | Netzspannung zu niedrig; Phasenausfall der Eingangsspannung; Hauptsicherung ausgelöst. | Eingangsspannung am Netzanschluss und Netzsicherungen prüfen; Phasen auf Vollständigkeit kontrollieren. |
| OH | Kühlkörper-Übertemperatur | Die Kühlkörpertemperatur des Umrichters hat den maximal zulässigen Wert überschritten. | Kühlventilator verschmutzt oder defekt; unzureichender Belüftungsabstand; Umgebungstemperatur zu hoch; dauerhafte Überlastung. | Kühlrippen des Kühlkörpers reinigen; Lüfterfunktion überprüfen; Umgebungstemperatur senken oder Schaltschrankbelüftung verbessern. |
| OH4 | Thermische Motorüberlastung (PTC) | Der Motorthemistor / PTC-Sensor hat eine Auslöse-Übertemperatur gemeldet. | Thermische Überlastung des Motors; Fremdlüfter am Motor defekt oder blockiert; PTC-Sensorverkabelung beschädigt oder lose. | Motor abkühlen lassen; Motorlast prüfen; Motorlüfter und Verkabelung des PTC-Thermistors überprüfen. |
| LP | Netzphasenausfall | Unsymmetrie oder Ausfall einer Phase an der dreiphasigen AC-Einspeisung erkannt. | Fehlende Phase an der Versorgungsleitung oder ausgelöste Eingangs-Sicherung. | Zuleitungsphasen, Trennschalter und Netzsicherungen auf Durchgang prüfen. |
| P12 | I2t-Überlast Motor | Die rechnerische thermische Motorbelastung (I2t) hat den Abschaltwert erreicht. | Motor wird dauerhaft über dem Nennstrom ohne ausreichende Kühlung betrieben. | Motorlast und Stromaufnahme prüfen; Parameter der Motorschutzeinstellungen anpassen. |
| P13 | I2t-Überlast Inverter | Die rechnerische Belastung der Inverter-Endstufe (I2t) hat die thermische Grenze überschritten. | Kontinuierlicher Betrieb des Inverters oberhalb des nominellen Nennstroms. | Maschinenlast oder Einschaltdauer reduzieren; Beschleunigungs- und Verzögerungszeiten verlängern. |
| EEr | EEPROM-Speicherfehler | Prüfsummenfehler oder korrupte Parameterdaten im nichtflüchtigen Speicher. | Interne Speicherbeschädigung oder Hardware-Speicherfehler. | Rücksetzen auf Werkseinstellungen durchführen (Parameter C002 = 1). Besteht der Fehler weiterhin, liegt ein Defekt der Steuerplatine vor. |
| H05 | Hardwarefehler | Der interne Selbsttest hat einen Hardwarefehler auf Platinenebene festgestellt. | Interner Schaltkreisdefekt oder gestörte interne Kommunikation. | Interner Hardwarefehler — Gerät zur Reparatur einsenden oder Umrichter austauschen. |
| CE0 | Kommunikationsfehler | Unterbrechung der Kommunikation zwischen der Steuerplatine und einem Ansteckmodul oder Bedienfeld. | Loses Steckmodul, gestörte serielle Kommunikation oder beschädigte Schnittstellenplatine. | Festen Sitz des Keypads oder der Kommunikationskarte prüfen; Verkabelung kontrollieren. |
Haeufig gestellte Fragen
Welche Software wird für die Konfiguration des Lenze EVF8226-E benötigt?
Die Konfiguration und Parameteranpassung erfolgt über die Software Lenze Global Drive Control (GDC) ab Version 4.0 oder direkt am Gerät mit dem Bedienfeld EMZ8201BB.
Wie werden die Parameter auf einen neuen Frequenzumrichter übertragen?
Die Parameter können aus dem nichtflüchtigen EEPROM-Speicher des Altgeräts über das Keypad EMZ8201BB oder mittels GDC-Software ausgelesen und direkt in das Ersatzgerät eingespielt werden.
Welche Feldbusmodule unterstützt der EVF8226-E?
Über den integrierten Automatisierungssteckplatz unterstützt der Umrichter unter anderem das PROFIBUS-Modul EMF2133IB, das CANopen-Modul EMF2171IB sowie INTERBUS- und LECOM-Schnittstellen.
Was bedeutet die Störungsmeldung OC1 am Umrichter?
Der Fehler OC1 weist auf einen Überstrom während der Beschleunigung hin. Ursachen können eine zu kurze Beschleunigungszeit (Parameter C012) oder ein Defekt an der Motorverkabelung bzw. Motorwicklung sein.
Was ist bei den Fehlercodes H05 oder EEr zu tun?
EEr deutet auf korrupte EEPROM-Daten hin und kann eventuell durch einen Werksreset (Parameter C002 = 1) behoben werden. Der Code H05 zeigt einen internen Hardwarefehler an. Bleiben diese Fehler nach dem Zurücksetzen bestehen, erfordert das Gerät eine Reparatur oder ein Austauschgerät.
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Haben Sie aufgrund eines Defekts wertvolle Parameter oder Daten verloren, während die Unterstützung durch den Hersteller eingestellt wurde? Bei ABC Industrial Parts unterstützen wir Sie bei der Sicherung dieser Daten, sowohl bei gängigen als auch bei spezifischen Produkten.
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Wenn Sie mit spezifischen Hardware- oder Firmware-Versionen arbeiten, die vom Hersteller nicht mehr angeboten werden, ist ABC Industrial Parts Ihr kompetenter Ansprechpartner. Geben Sie bei Ihrer Anfrage deutlich an, welche Versionen Sie benötigen. Wir prüfen dann die Möglichkeiten, diese Versionen zu liefern, damit Ihre Anlagen weiterhin optimale Leistungen erbringen.
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Wir sind kein autorisierter Vertriebspartner von Lenze.
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