Lenze LENZE-8301 AC Inverter – Frequenzumrichter 0,37 kW

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Produktinformationen
Der Lenze 8301 (auch geführt unter den Typenbezeichnungen EVF8301-E, 8301-E sowie 8301-S) ist ein kompakter Frequenzumrichter der Lenze 8300 Serie für die Drehzahl- und Drehmomentregelung von dreiphasigen Asynchronmotoren bis 0,37 kW (0,5 HP). Das Gerät arbeitet an einem einphasigen 230-V-Wechselstromnetz mit einem Eingangsspannungsbereich von 180 V bis 264 V AC und liefert eine regelbare Dreiphasen-Ausgangsspannung von 0 bis 230 V AC mit einer Ausgangsfrequenz von 0 bis 480 Hz. Mit einstellbaren linearen oder quadratischen U/f-Kennlinien eignet sich der Umrichter im IP20-Gehäuse für kleine Förderbänder, Zentrifugalpumpen, Lüftersysteme und Verpackungsmaschinen. Der Frequenzumrichter bietet einen Nennausgangsstrom von 2,4 A und deckt Anlaufspitzen durch eine Überlastfähigkeit von 150 % (3,6 A für 60 Sekunden) ab.
Für den Signalanschluss verfügt der Lenze 8301 über integrierte Schraubklemmen für digitale Steuereingänge (Start/Stopp, Drehrichtung, JOG-Betrieb), einen analogen Sollwerteingang (0–10 V, 0/4–20 mA), einen analogen Istwert-Monitorausgang sowie einen programmierbaren Wechsler-Relaiskontakt zur Bereitschafts- und Störungsmeldung. Beim Austausch eines defekten Altgeräts müssen die gespeicherten Betriebsparameter auf das Ersatzgerät übertragen werden. Die Parameterübertragung erfolgt schnell und unkompliziert über das steckbare Bedienmodul Lenze 8371 oder mittels der PC-Software Global Drive Control (GDC) in Verbindung mit einem LECOM-Kommunikationsmodul (RS232/RS485). ABC Industrial Parts unterstützt Servicetechniker und Instandhalter bei der Beschaffung passender Ersatzgeräte und der Vorbereitung des Parameter-Setups.
Der Betriebszustand des Lenze 8301 wird direkt am Gerät über zwei LEDs angezeigt: Eine dauerhaft grüne LED signalisiert Netzspannung und Betriebsbereitschaft bei freigegebenem Umrichter, während eine dauerhaft rote LED eine aktive Auslösung (TRIP) anzeigt. Zur genauen Fehlersuche liefert das aufsteckbare Bedienmodul 8371 Klartext-Fehlercodes auf seinem Display, während der Relaiskontakt eine einfache Auswertung über die übergeordnete Steuerung ermöglicht. Typische Ursachen für Abschaltungen sind externe Faktoren wie Netzunterspannungen, Kurzschlüsse in der Motorverkabelung oder thermische Überlastungen des Kühlkörpers. Treten intern fest eingestellte Systemfehler wie ein Speicherfehler der Platine (EE) auf, ist eine Reparatur auf Bauteilebene erforderlich, weshalb der schnelle Einsatz eines geprüften Tauschgeräts von ABC Industrial Parts die Stillstandszeiten in der Produktion minimiert.
Technische Daten
| Hersteller | Lenze |
| Teilenummer | LENZE-8301 (8301 / EVF8301-E) |
| Komponententyp | Frequenzumrichter |
| Produktfamilie | Lenze 8300 |
| Nennleistung (kW) | 0,37 kW |
| Nennleistung (HP) | 0,5 HP |
| Versorgungsspannung | 230 V AC (1-phasig) |
| Versorgungsspannungsbereich | 180 - 264 V AC |
| Nennausgangsstrom | 2,4 A |
| Maximaler Ausgangsstrom (60s) | 3,6 A (150 % Überlast) |
| Ausgangsspannungsbereich | 0 - 230 V AC (3-phasig) |
| Ausgangsfrequenzbereich | 0 - 480 Hz |
| Steuerungsverfahren | U/f-Kennliniensteuerung (Linear oder Quadratisch) |
| Schutzart | IP20 |
Programmierung und Konfiguration
Die Projektierung und Konfiguration des Lenze 8301 Frequenzumrichters erfolgt wahlweise direkt am Gerät oder softwaregestützt über einen PC. Für die direkte Einrichtung am Schaltschrank wird das optionale Bedienmodul Lenze 8371 auf den Erweiterungssteckplatz des Umrichters aufgesteckt. Das Keypad ermöglicht den Zugriff auf alle Antriebsparameter, darunter U/f-Steuerkennlinien, Beschleunigungs- und Verzögerungszeiten sowie die Zuordnung der digitalen und analogen Steuerklemmen.
Für eine komfortablere Inbetriebnahme und die Archivierung von Parametersätzen wird die PC-Software Global Drive Control (GDC) eingesetzt. Die Anbindung des PCs an den Inverter setzt ein passendes LECOM-Kommunikationsmodul (2102 RS232 oder RS485) voraus. Mithilfe der Software lassen sich Parametersätze auslesen, sichern und auf andere Umrichter der Lenze 8300 Serie übertragen. Über die Copy-Funktion des Bedienmoduls 8371 lassen sich Parameter zudem direkt von einem Inverter auf ein Ersatzgerät duplizieren, ohne dass ein Programmiergerät erforderlich ist.
Kommunikation und Systemintegration
Der Lenze 8301 Frequenzumrichter integriert sich über eine flexible Steckplatzarchitektur in bestehende Automatisierungslandschaften. Der integrierte Schacht nimmt die Kommunikationsmodule der LECOM-Reihe auf, beispielsweise die Typen 2102 für RS232- oder RS485-Schnittstellen. Dadurch wird der serielle Datenaustausch mit übergeordneten SPS-Systemen, Prozessleitsystemen oder Programmiergeräten ermöglicht.
Neben der busbasierten Kommunikation stehen für die Einbindung in die Anlagensteuerung umfangreiche Klemmanschlüsse zur Verfügung. Die Steuerung der Motorfunktionen erfolgt über digitale Eingänge für Start/Stopp, Drehrichtungsumkehr und Tippbetrieb (JOG). Analoge Sollwerte können flexibel als Spannungssignal (0–10 V) oder Stromsignal (0–20 mA bzw. 4–20 mA) eingespeist werden, während ein analoger Ausgang zur Rückmeldung der aktuellen Ausgangsfrequenz dient. Ein integrierter Relais-Wechslerkontakt signalisiert den Betriebszustand oder Störungen an das übergeordnete Leitsystem.
Diagnose und Statusanzeige
Zur Überwachung des Betriebszustands verfügt der Lenze 8301 über zwei Status-LEDs an der Frontseite. Eine grüne LED signalisiert das Anliegen der Netzspannung sowie die Freigabe des Frequenzumrichters. Eine rote LED weist auf eine Störung und die damit verbundene TRIP-Abschaltung hin, bei der der Leistungsausgang des Umrichters sofort gesperrt wird.
Für detaillierte Diagnoseinformationen wird das aufsteckbare Bedienmodul 8371 genutzt, das spezifische TRIP-Fehlercodes wie OC1, OU oder OH im Display darstellt. Zusätzlich lässt sich der Status über die LECOM-Schnittstelle in der Software Global Drive Control (GDC) in Echtzeit überwachen oder über den internen Melderelaiskontakt an die Anlagensteuerung weiterleiten.
Status-LED-Anzeigen
| LED | Farbe/Status | Bedeutung |
|---|---|---|
| Ready (Grün) | Grün - Dauerhaft | Netzspannung liegt an, Frequenzumrichter betriebsbereit / Antrieb freigegeben |
| Trip / Fehler (Rot) | Rot - Dauerhaft | Antriebsstörung aktiv, Leistungsausgang gesperrt. Rote LED signalisiert aktiven TRIP-Zustand. |
Austausch und Ersatzteile
Beim Austausch eines Lenze 8301 Frequenzumrichters muss sichergestellt werden, dass die elektrischen Anschlusswerte sowie die Konfiguration des Altgeräts exakt mit dem Ersatzteil übereinstimmen. Der 8301 ist für den Betrieb an 230 V AC Einphasennetz ausgelegt und leistet maximal 0,37 kW bei einem Nennstrom von 2,4 A. Bei der Auswahl von Ersatzgeräten ist auf die genaue Typenbezeichnung (z. B. EVF8301-E, 8301-E oder 8301-S) und die physikalische Bauform mit IP20-Schutzart zu achten.
Ein neues oder gebraucht beschafftes Ersatzgerät ist nach dem mechanischen und elektrischen Einbau nicht sofort betriebsbereit. Vor dem ersten Motorstart müssen die anwendungsspezifischen Parameter wie Motorstrom, U/f-Kennlinie, Rampe-Zeiten und Klemmenfunktionen eingestellt werden. Der Transfer gelingt am schnellsten durch Umstecken des Bedienmoduls 8371 und Aufrufen der Kopierfunktion oder das Einspielen der gesicherten GDC-Datei über eine LECOM-Schnittstelle.
Sollte eine Modernisierung der Anlage anstehen, steht mit dem Lenze i510 Cabinet Inverter ein moderner Nachfolger für Retrofit-Projekte zur Verfügung. Für den direkten 1:1-Austausch ohne Schaltschrankumbau bleibt der Lenze 8301 jedoch die bevorzugte Lösung, da er ohne Anpassung von Verdrahtung und Befestigungspunkten in bestehende Systeme integriert werden kann.
Fehlercodes und Stoercodes
Die folgenden Fehlercodes koennen waehrend Betrieb oder Diagnose angezeigt werden:
| Code | Name | Beschreibung | Moegliche Ursache | Empfohlene Massnahme |
|---|---|---|---|---|
| OC1 | Überstrom während der Beschleunigung | Ausgangsstromgrenze während der Beschleunigungsphase überschritten. | Beschleunigungszeit zu kurz, Kurzschluss im Motorkabel, Erdschluss im Motor, Motorleistung zu groß für den Umrichter. | Beschleunigungszeit erhöhen, Motorverkabelung und Isolation prüfen, Motorleistung abgleichen. |
| OC2 | Überstrom während der Verzögerung | Ausgangsstromgrenze während der Verzögerungsphase überschritten. | Verzögerungszeit zu kurz, mechanische Blockade der Last. | Verzögerungszeit erhöhen, mechanische Bremse und Last prüfen. |
| OC3 | Überstrom bei konstanter Drehzahl | Ausgangsstromgrenze im stationären Betrieb überschritten. | Plötzlicher Laststoß, Kurzschluss, mechanisches Klemmen. | Mechanische Last prüfen, Motor und Verkabelung kontrollieren. |
| OC4 | Erdschluss im Motorkreis | Erdschluss an den Ausgangsphasen des Motors erkannt. | Erdschluss im Motorkabel oder in den Motorwicklungen. | Motor und Ausgangsverkabelung auf Isolationsschäden und Erdschluss überprüfen. |
| OU | Zwischenkreis-Überspannung | Spannung im DC-Zwischenkreis übersteigt den maximalen Schwellenwert. | Zu hohe Rückspeiseenergie vom Motor beim Abbremsen, Verzögerungszeit zu kurz, Netzspannung zu hoch. | Verzögerungsrampe verlängern, Bremsresistor / Bremsmodul installieren, Netzspannung überprüfen. |
| LU | Zwischenkreis-Unterspannung | Zwischenkreisspannung unter den Mindestwert gefallen. | Netzausfall, Netzspannung zu niedrig, kurzzeitige Unterbrechung der Stromversorgung. | Netzspannung, Netzsicherungen und Zuleitungen prüfen. |
| OH | Übertemperatur des Frequenzumrichters | Kühlkörpertemperatur hat den zulässigen Höchstwert überschritten. | Umgebungstemperatur zu hoch, Lüftung blockiert, Kühlkörper verschmutzt. | Kühlkörper reinigen, Schaltschrankbelüftung verbessern, Umgebungstemperatur kontrollieren. |
| OH4 | Übertemperatur des Motors | Motormessfühler / PTC-Thermistor hat ausgelöst. | Thermische Überlastung des Motors, dauerhafter Betrieb bei niedriger Drehzahl ohne Fremdlüfter, Unterbrechung der Fühlerleitung. | Motor abkühlen lassen, Motorlast prüfen, Fremdlüfter überprüfen, PTC-Sensorverdrahtung kontrollieren. |
| OL | Überlast des Frequenzumrichters | Umrichter wird über dem zulässigen Dauernennstrom betrieben (I x t-Grenze erreicht). | Dauerhafte mechanische Überlastung des Motors, falsche U/f-Kennlinieneinstellung. | Mechanische Last reduzieren, Motorstrom mit der Umrichternennleistung abgleichen. |
| CE0 | Kommunikationsfehler | Kommunikationsunterbrechung zwischen Umrichter und LECOM-Modul / Leitsystem. | Lose Kabelverbindung, Übertragungszeitüberschreitung, EMV-Störungen. | Serielles Verbindungskabel prüfen, Schirmung kontrollieren, Baudrate und Adresseinstellungen verifizieren. |
| EE | Interner Speicherfehler / EEPROM-Fehler | EEPROM-Schreib-/Lese-Fehler auf der Steuerplatine. | Interner Hardwaredefekt, beschädigter EEPROM-Baustein. | Interner Platinenfehler – Parameter auf Werkseinstellungen zurücksetzen. Bleibt der Fehler bestehen, Gerät zur Reparatur einsenden oder austauschen. |
| Pr | Fehler bei der Parameterübertragung | Fehler während des Kopierens von Parametern zwischen Bedienmodul und Umrichter. | Bedienmodul während der Übertragung getrennt, inkompatibler Parametersatz. | Parameterübertragung wiederholen, Sitz des Bedienmoduls überprüfen. |
| LP | Phasenausfall der Netzspannung | Fehlende Eingangsphase an der Netzversorgung erkannt. | Phasenausfall in der Zuleitung, ausgelöste Eingangssicherung. | Eingangsspannung an allen Phasen und Netzsicherungen überprüfen. |
Haeufig gestellte Fragen
Wie werden die Parameter eines defekten Lenze 8301 auf ein Ersatzgerät übertragen?
Die Parameterübertragung kann über das steckbare Bedienmodul Lenze 8371 erfolgen, indem der Parametersatz im Keypad gespeichert und auf den neuen Umrichter übertragen wird. Alternativ lässt sich die Konfiguration mit der Software Global Drive Control (GDC) über ein LECOM-Kommunikationsmodul (RS232/RS485) sichern und wieder einspielen.
Welche Spannungsversorgung benötigt der Frequenzumrichter Lenze 8301?
Der Lenze 8301 wird an einer einphasigen Wechselspannung von 230 V AC betrieben (zulässiger Eingangsspannungsbereich 180 V bis 264 V AC) und wandelt diese in eine dreiphasige Ausgangsspannung von 0 bis 230 V AC für Asynchronmotoren bis 0,37 kW um.
Was bedeutet der Fehlercode EE auf dem Display des Lenze 8301?
Der Code EE weist auf einen internen Speicherfehler oder EEPROM-Lesefehler auf der Steuerplatine hin. Als erste Maßnahme wird empfohlen, das Gerät auf die Werkseinstellungen zurückzusetzen. Bleibt der Fehler bestehen, liegt ein Hardwaredefekt vor, der eine Reparatur oder den Austausch des Umrichters erfordert.
Wie wird der Status des Inverters ohne Display abgelesen?
Über die zwei Front-LEDs lässt sich der Grundstatus ablesen: Die grüne LED signalisiert Netzspannung und Betriebsbereitschaft bei freigegebenem Antrieb. Die rote LED zeigt eine aktive Störung (TRIP) und die Sperrung des Leistungsausgangs an. Zudem kann der Status über den integrierten Relaiskontakt abgefragt werden.
Welche Kommunikationsmodule werden vom Lenze 8301 unterstützt?
Der Umrichter besitzt einen Erweiterungssteckplatz für LECOM-Kommunikationsmodule wie das Modul 2102 für RS232- oder RS485-Schnittstellen. Damit ist die Anbindung an PC-Tools wie Global Drive Control (GDC) oder übergeordnete Steuerungen möglich.
Welcher moderne Umrichter eignet sich als Nachfolger für den Lenze 8301?
Als moderner Retrofit-Nachfolger für den Lenze 8301 wird der Lenze i510 Cabinet Inverter empfohlen. Für den schnellen 1:1-Ersatz im Reparaturfall empfiehlt sich jedoch das originale Bauteil der 8300 Serie, um Umverdrahtungen und Schaltschrankanpassungen zu vermeiden.
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Wenn Sie mit spezifischen Hardware- oder Firmware-Versionen arbeiten, die vom Hersteller nicht mehr angeboten werden, ist ABC Industrial Parts Ihr kompetenter Ansprechpartner. Geben Sie bei Ihrer Anfrage deutlich an, welche Versionen Sie benötigen. Wir prüfen dann die Möglichkeiten, diese Versionen zu liefern, damit Ihre Anlagen weiterhin optimale Leistungen erbringen.
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