Lust Antriebstechnik 1866-2131 VF1424L,C13,S35,PT1 Frequenzumrichter
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Produktinformationen
Der Frequenzumrichter Lust Antriebstechnik 1866-2131 aus der Serie VF1000 (Modell VF1424L,C13,S35,PT1) dient der präzisen Drehzahl- und Drehmomentregelung von dreiphasigen Asynchronmotoren in automatisierten Industrieanlagen. Das kompakte Gerät wird mit einer 3-phasigen Netzspannung von 380 V bis 460 V AC bei 50/60 Hz betrieben und stellt eine Nennleistung von 11 kW bereit. Mit einem kontinuierlichen Ausgangsstrom von 24 A sowie einer kurzzeitigen Spitzenstromabgabe von 36 A bietet die VF1000L-Architektur ausreichende Leistungsreserven für dynamische Anlaufvorgänge. Der Umrichter nutzt sensorlose Vektorregelung und U/f-Kennliniensteuerung bei einer Ausgangsfrequenz von 0 bis 400 Hz und einer PWM-Schaltfrequenz von 4 kHz.
Die Ausführung 1866-2131 ist mit spezifischen Werkoptionen ausgestattet, die eine direkte Anbindung an Steuerungsnetzwerke und Motorschutzsysteme ermöglichen. Die integrierte Option C13 stellt eine CANopen-Feldbusschnittstelle bereit, die die Antriebsprofile DS301 und DSP402 mit Übertragungsraten von bis zu 1 Mbit/s unterstützt. Ergänzend wertet die Option PT1 direkte PTC-Kaltleiter-Thermistoren nach DIN 44081 und DIN 44082 zur thermischen Motorüberwachung aus. Zur lokalen Signalverarbeitung stehen sechs digitale Eingänge, zwei digitale Ausgänge, zwei analoge Eingänge sowie zwei analoge Ausgänge zur Verfügung. Für die Erstinbetriebnahme oder den Austausch eines defekten Geräts lassen sich Konfigurationsdaten über die RJ45-Diagnoseschnittstelle (RS-232/RS-485) mittels der PC-Software DriveManager V3.x/V4.x oder über die steckbaren Bedienteile KP100 und KP200 übertragen. Die Parameter werden im internen, nichtflüchtigen EEPROM gespeichert. Bei der Vorbereitung eines Ersatzgeräts unterstützt ABC Industrial Parts Techniker und Instandhalter bei der Konfigurationsübertragung und der Auswahl kompatibler Baugruppen.
Zur Überwachung des Betriebszustands verfügt der Frequenzumrichter über LED-Statusanzeigen für READY/RUN (Grün), BUSY (Gelb) und ERROR/FAULT (Rot). Detaillierte Fehlercodes lassen sich über das 7-Segment-Display der Bedienteile KP100/KP200 oder über den Fehlerspeicher in der DriveManager-Software auslesen. Tritt eine Abschaltung auf, sollten vorrangig die Netzspannungsversorgung an den Klemmen L1, L2, L3, die CANopen-Busverbindungen sowie der Widerstand der PTC-Thermistorschleife überprüft werden. Systemmeldungen wie E-CPU weisen auf interne Prozessor- oder Speicherfehler hin, die vor Ort nicht durch Einstellungen behoben werden können. In solchen Fällen ist eine Überprüfung der Steuerplatine oder der Einsatz eines geprüften Tauschgeräts von ABC Industrial Parts der schnellste Weg zur Wiederherstellung der Anlagenverfügbarkeit.
Technische Daten
| Hersteller | Lust Antriebstechnik |
| Teilenummer | 1866-2131 |
| Modell / Typ | VF1424L,C13,S35,PT1 |
| Produktfamilie | VF1000 |
| Komponententyp | Frequenzumrichter |
| Nennleistung | 11 kW |
| Dauerausgangsstrom | 24 A |
| Spitzenausgangsstrom | 36 A |
| Versorgungsspannung | 380 - 460 V AC |
| Netzfrequenz | 50 / 60 Hz |
| Ausgangsspannung | 0 - 400 V AC |
| Maximale Ausgangsfrequenz | 400 Hz |
| PWM-Schaltfrequenz | 4 kHz |
| Digitale Eingänge | 6 |
| Digitale Ausgänge | 2 |
| Analoge Eingänge | 2 |
| Analoge Ausgänge | 2 |
Programmierung und Konfiguration
Die Parameterkonfiguration des Lust 1866-2131 Frequenzumrichters kann über die PC-Software DriveManager in den Versionen V3.x oder V4.x durchgeführt werden. Die Verbindung zum Programmier-PC erfolgt über die integrierte RJ45-Diagnoseschnittstelle, die serielle Kommunikation nach den Standards RS-232 und RS-485 unterstützt. Über die Software lassen sich Kennlinien verändern, Reglerparameter optimieren und der interne Diagnosepuffer auslesen.
Alternativ stehen für die Vor-Ort-Bedienung die steckbaren Bedienteile KP100 und KP200 zur Verfügung. Diese ermöglichen die direkte Eingabe von Parameterwerten sowie die Übertragung vollständiger Parametersätze von einem Umrichter auf ein Ersatzgerät. Das Gerät verfügt über ein nichtflüchtiges EEPROM, in dem bis zu zwei komplette Konfigurationssätze dauerhaft gespeichert werden können.
Kommunikation und Systemintegration
Durch die integrierte Option C13 verfügt der Umrichter über eine CANopen-Feldbusschnittstelle, die eine direkte Einbindung in übergeordnete SPS-Netzwerke ermöglicht. Das Modul unterstützt die genormten Geräteprofile DS301 und DSP402 für Antriebssteuerungen und erlaubt Datenübertragungsraten von bis zu 1 Mbit/s.
Zusätzlich zur Feldbusanbindung bietet der Umrichter eine vielseitige E/A-Ebene zur Einbindung lokaler Sensoren und Aktoren. Diese umfasst sechs digitale 24-V-DC-Eingänge, zwei digitale Ausgänge, zwei analoge Eingänge sowie zwei analoge Ausgänge zur Vorgabe von Sollwerten und zur Ausgabe von Betriebszuständen.
Diagnose und Statusanzeige
Zur visuellen Zustandskontrolle ist das Gerät auf der Frontseite mit drei LED-Statusanzeigen ausgestattet, die den aktuellen Betriebszustand und anliegende Fehler signalisieren. Zusätzlich können Fehlercodes über das 7-Segment-Display der optionalen Bedienteile KP100 oder KP200 abgelesen werden.
Fehlerdiagnosen und der integrierte Fehlerspeicher lassen sich detailliert über die PC-Software DriveManager auswerten. Dies vereinfacht die Fehlersuche bei Kommunikationsstörungen, thermischen Überlastungen oder Spannungsabweichungen im Laufzeitbetrieb.
Status-LED-Anzeigen
| LED | Farbe/Status | Bedeutung |
|---|---|---|
| READY / RUN | Grün - Dauerhaft / Blinkend | Grün leuchtend, wenn der Umrichter mit Spannung versorgt und betriebsbereit ist oder normal arbeitet; blinkend signalisiert Initialisierung oder Freigabezustand. |
| BUSY | Gelb - Dauerhaft | Gelbe LED zeigt aktive Verarbeitung, Parameterübertragung oder laufenden Feldbusdatenverkehr an. |
| ERROR / FAULT | Rot - Dauerhaft | Rote LED signalisiert einen aktiven Fehlerzustand. Ein dauerhaftes Leuchten deutet auf einen internen Hardwarefehler oder eine persistente Schutzabschaltung hin. |
Austausch und Ersatzteile
Bei der Auswahl eines Ersatzgeräts für die Teilenummer 1866-2131 muss darauf geachtet werden, dass die Typenbezeichnung VF1424L sowie die Ausstattungsoptionen C13 (CANopen) und PT1 (PTC-Auswertung) exakt übereinstimmen. Abweichende Optionen verhindern die direkte Einbindung in bestehende Feldbusarchitekturen oder den integrierten Motorschutz.
Vor der Inbetriebnahme des Tauschgeräts muss der anwendungsspezifische Parametersatz aus dem bisherigen Umrichter ausgelesen und auf das Neugerät übertragen werden. Dies erfolgt entweder über die Software DriveManager oder durch Zwischenspeicherung auf dem Bedienteil KP100/KP200. Bei Ausfällen der internen Steuerplatine bietet der Austausch des Geräts die schnellste Lösung zur Minimierung von Stillstandszeiten.
Fehlercodes und Stoercodes
Die folgenden Fehlercodes koennen waehrend Betrieb oder Diagnose angezeigt werden:
| Code | Name | Beschreibung | Moegliche Ursache | Empfohlene Massnahme |
|---|---|---|---|---|
| E-CPU | Prozessor- / Hardwarefehler | Interner Prozessorfehler, Watchdog-Zeitüberschreitung oder EEPROM-Speicher-Prüfsummenfehler. | Bauteilfehler auf der internen Steuerplatine, schwere EMV-Störung, beschädigter Speicher. | Neustart und Ausführen eines Reset durchführen. Bleibt der Fehler bestehen, liegt ein interner Platinenschaden vor, der Reparatur oder Austausch erfordert. |
| E-OC | Überstrom | Ausgangsstrom hat die interne Momentan-Überstromschwelle überschritten. | Kurzschluss oder Erdschluss an den Motorklemmen, zu kurze Beschleunigungszeit, Motor unterdimensioniert. | Motorkabel und Motorisolation prüfen. Beschleunigungszeit (Hochlauframpe) verlängern. |
| E-OV | Überspannung | Zwischenkreisspannung hat die obere Abschaltschwelle überschritten. | Verzögerungszeit zu kurz, Rückspeisung von Energie durch den Motor, Bremschopper oder Bremswiderstand fehlt oder ist defekt. | Verzögerungszeit (Rücklauframpe) verlängern, Anschluss und Widerstandswert des Bremswiderstands prüfen. |
| E-UV | Unterspannung | Zwischenkreisspannung ist unter die Mindestschwelle gefallen. | Netzspannungsausfall, Phasenausfall eingangsseitig, Auslösung einer Netzsicherung, geöffneter Netzschütz. | Dreiphasige Wechselspannung am Netzeingang messen, Netzsicherungen und Netzschütze überprüfen. |
| E-OL | Motorüberlastung (I2t) | Thermisches Motorschutzmodell hat die Abschaltschwelle überschritten. | Motor wurde über längere Zeit oberhalb des Nennstroms betrieben, mechanische Blockade. | Mechanische Belastung des Motors prüfen, eingestellte Motornennparameter im Umrichter verifizieren. |
| E-OLI | Wechselrichter-Überlastung (I2t) | Thermische Überlastgrenze des Leistungsteils erreicht. | Dauerhafter Betrieb über dem zulässigen Umrichternennstrom, zu hohe Umgebungstemperatur. | Lastzyklus des Umrichters reduzieren, Belüftung des Schaltschranks verbessern. |
| E-OT | Motorübertemperatur (PTC) | Motor-Thermistoreingang (Option PT1) hat eine Übertemperatur oder einen Fühlerdrahtbruch erkannt. | Thermisches Überlasten des Motors, unzureichende Motorkühlung, defekter oder getrennter PTC-Sensor. | Motor abkühlen lassen, Fremdlüfter prüfen, Widerstand der PTC-Sensorschleife messen. |
| E-IT | Kühlkörperübertemperatur | Temperatursensor des Kühlkörpers hat die maximal zulässige Temperatur überschritten. | Ausfall des Kühlkörperlüfters, verschmutzte Kühlrippen, zu hohe Schaltschrankinnentemperatur. | Kühlkanäle reinigen, Funktion des internen Lüfters prüfen, Luftzirkulation im Schaltschrank kontrollieren. |
| E-BUS | Feldbus-Kommunikationsfehler | CANopen-Feldbus-Watchdog abgelaufen (Option C13). | CAN-Bus-Kabel unterbrochen, Abschlusswiderstand fehlt, SPS-Master gestoppt, fehlerhafte Baudrate. | CAN-Bus-Verkabelung, Abschlusswiderstände (120 Ohm), Knotenadresse und Status der übergeordneten SPS prüfen. |
| E-PAR | Parameterfehler | Ungültige Parameterkombination oder fehlerhafter Parametersatz geladen. | Unvollständige Übertragung der Parameterdatei, widersprüchliche Parametergrenzen. | Werkseinstellungen wiederherstellen und verifizierten Parametersatz mit DriveManager neu einspielen. |
| E-OFF | Netzphasenausfall | Ausfall einer Phase der dreiphasigen Netzversorgung. | Einphasiger Spannungsabfall, lose Netzanschlussklemme, durchgebrannte Sicherung. | Spannung zwischen den Phasen an den Eingangsklemmen L1, L2 und L3 messen. |
Haeufig gestellte Fragen
Wie wird der Parametersatz auf einen neuen Frequenzumrichter 1866-2131 übertragen?
Die Parameter können mit der PC-Software DriveManager (Version V3.x oder V4.x) über die RJ45-Diagnoseschnittstelle gesichert und geladen werden. Alternativ lässt sich die Konfiguration über ein steckbares Bedienteil KP100 oder KP200 auslesen und direkt in das Ersatzgerät übertragen.
Welcher Feldbus wird von der integrierten Option C13 unterstützt?
Die Option C13 beinhaltet eine CANopen-Schnittstelle, die die Kommunikations- und Antriebsprofile DS301 und DSP402 unterstützt. Sie ermöglicht Baudraten von bis zu 1 Mbit/s.
Wie funktioniert der Motorschutz über die Option PT1?
Die Option PT1 dient dem Auswerten von PTC-Kaltleiter-Thermistoren nach DIN 44081 und DIN 44082. Bei Überschreitung der maximalen Wicklungstemperatur schaltet der Umrichter mit der Fehlermeldung E-OT ab.
Was bedeutet der Fehlercode E-CPU am Umrichter?
Der Fehler E-CPU weist auf eine interne Prozessorstörung, einen Watchdog-Timeout oder einen EEPROM-Prüfsummenfehler hin. Bleibt der Fehler nach einem Netz-Reset bestehen, liegt ein Hardwaredefekt vor, der einen Platinentausch oder den Ersatz des Geräts erfordert.
Welche Versorgungsspannung benötigt der Frequenzumrichter VF1424L?
Das Gerät benötigt eine 3-phasige Wechselspannung im Bereich von 380 V bis 460 V AC bei einer Frequenz von 50/60 Hz.
Profitieren Sie von unserer Umtauschformel
Ein defektes Teil muss nicht wertlos sein. Bei ABC Industrial Parts können Sie defekte Teile abgeben und sofort von einem Rabatt auf Ihren Neukauf profitieren. Dies ist eine clevere Möglichkeit, Geld zu sparen und gleichzeitig zur Kreislaufwirtschaft beizutragen.
Gehen Sie mit unseren Garantiebedingungen auf Nummer sicher
Industrieanlagen sollten vorzugsweise stets in Betrieb bleiben, unabhängig von den Umständen. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, dass Sie sich auf hochwertige Produkte und/oder nachhaltige Reparaturen verlassen können. Mit unseren Garantiebedingungen können Sie sich auf Sicherheit verlassen, unabhängig davon, ob Sie sich für neue, gebrauchte oder reparierte Produkte entscheiden.
Datensicherung und -wiederherstellung
Haben Sie aufgrund eines Defekts wertvolle Parameter oder Daten verloren, während die Unterstützung durch den Hersteller eingestellt wurde? Bei ABC Industrial Parts unterstützen wir Sie bei der Sicherung dieser Daten, sowohl bei gängigen als auch bei spezifischen Produkten.
Spezifische Firmware- und Hardware-Versionen
Wenn Sie mit spezifischen Hardware- oder Firmware-Versionen arbeiten, die vom Hersteller nicht mehr angeboten werden, ist ABC Industrial Parts Ihr kompetenter Ansprechpartner. Geben Sie bei Ihrer Anfrage deutlich an, welche Versionen Sie benötigen. Wir prüfen dann die Möglichkeiten, diese Versionen zu liefern, damit Ihre Anlagen weiterhin optimale Leistungen erbringen.
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Wir sind kein autorisierter Vertriebspartner von Lust (LTI).
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