Lenze 00472938 E82ZAFSC100 Systembus-Kommunikationsmodul

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Produktinformationen

Produktfamilie: 8200 vector

Das Lenze 00472938 E82ZAFSC100 ist ein Kommunikationsmodul der Serie Lenze 8200 vector zur Anbindung von Frequenzumrichtern an industrielle Feldbusnetze. Als Funktionsmodul wird die Einheit direkt in den dafür vorgesehenen Funktionsmodul-Steckplatz (FIF) des Frequenzumrichters gesteckt und benötigt keine zusätzliche externe Spannungsversorgung. Das Modul stellt eine Schnittstelle für den Lenze Systembus sowie das CANopen-Protokoll bereit und ermöglicht sowohl die direkte Quervernetzung mehrerer Umrichter als auch die Integration in übergeordnete Steuerungssysteme. Der physikalische Anschluss erfolgt über eine steckbare 5-polige Feder- bzw. Schraubklemmenleiste.

Für den Austausch oder die Inbetriebnahme des Moduls müssen die Hardware-Adresse und die Übertragungsrate exakt an die bestehende Busarchitektur angepasst werden. Der Adressbereich umfasst bis zu 63 Busknoten und wird zusammen mit der Baudrate von 10 kbit/s bis 500 kbit/s über die integrierten Hardware-DIP-Schalter S1 und S2 oder über geräteseitige Parameter definiert. Beim Ersatz einer defekten Baugruppe müssen die Einstellungen der DIP-Schalter übernommen oder über die Konfigurationssoftware Global Drive Control (GDC) beziehungsweise das Bedienelement Keypad XT E82ZBC in den Parametern C0350 und C0359 überprüft werden. Bei der Vorbereitung und Konfiguration von Ersatzgeräten unterstützt ABC Industrial Parts Instandhalter dabei, Ausfallzeiten durch korrekt abgestimmte Hardware- und Parametereinstellungen zu minimieren.

Zur Diagnose vor Ort ist das E82ZAFSC100 mit den Front-LEDs CAN-RUN (grün) und CAN-ERR (rot) ausgestattet. Die LED CAN-RUN zeigt den Betriebsstatus wie Init, Pre-Operational oder Operational an, während CAN-ERR auf Warngrenzen, Telegrammfehler oder einen Bus-Off-Zustand hinweist. Ergänzend lassen sich Diagnosewerte und Fehlercodes wie CE0 (Systembus-Timeout), CE1 (Bus-Off), CE2 (Empfangspuffer-Überlauf) oder CE3 (Parameterfehler) über die Antriebsparameter C0361 und C0363 auslesen. Erste Prüfschritte umfassen die Kontrolle der Signaladern CANH und CANL, der Abschlusswiderstände an beiden Leitungsenden sowie die Vermeidung doppelter Knotenadressen. Liegen interne Baugruppenfehler vor, bietet ABC Industrial Parts geprüfte Tauschgeräte und Reparaturmöglichkeiten für eine schnelle Wiederherstellung der Anlagenverfügbarkeit.

Technische Daten

HerstellerLenze
Teilenummer00472938
Modell / TypE82ZAFSC100
Produktfamilie8200 vector
KomponententypKommunikationsmodul
Unterstützte ProtokolleLenze System Bus, CANopen
Übertragungsrate (Baudrate)10 kbit/s bis 500 kbit/s
Maximale Knotenzahl63
Anschlussstecker5-polige steckbare Feder-/Schraubklemmenleiste
SchnittstellensteckplatzFunktionsmodul-Steckplatz (FIF)

Programmierung und Konfiguration

Die Konfiguration des Moduls E82ZAFSC100 kann sowohl hardwareseitig als auch softwaregeführt durchgeführt werden. Über die integrierten DIP-Schalter S1 und S2 lassen sich die Knotenadresse (1 bis 63) und die Baudrate direkt am Modul einstellen. Alternativ besteht die Möglichkeit, die Adressierung und Baudrateneinstellungen programmatisch über die nichtflüchtigen Antriebsparameter C0350 und C0359 des Frequenzumrichters vorzunehmen.

Für die erweiterte Inbetriebsetzung und Überwachung stehen die Bediensoftware Lenze Global Drive Control (GDC) sowie das Aufsteck-Bedienelement Keypad XT E82ZBC zur Verfügung. Beim Austausch einer Baugruppe ist sicherzustellen, dass die Hardware-DIP-Schalterstellungen oder die entsprechenden Parameter im Umrichter exakt mit den Vorgaben des Netzwerkmasters übereinstimmen.

Kommunikation und Systemintegration

Das Modul unterstützt den Lenze Systembus sowie das standardisierte CANopen-Protokoll. Es ermöglicht Übertragungsraten von 10 kbit/s bis zu 500 kbit/s und kann bis zu 63 Busteilnehmer in einer Netzwerktopologie miteinander verbinden. Dies erlaubt eine präzise Quervernetzung mehrerer Umrichter der Serie 8200 vector sowie die Einbindung in übergeordnete SPS-Steuerungen.

Der physikalische Busanschluss erfolgt über eine 5-polige steckbare Klemmenleiste im Funktionsmodul-Steckplatz (FIF) des Umrichters. Für eine störungsfreie Signalübertragung müssen die CAN-Leitungen an beiden Netzenden mit einem 120-Ohm-Abschlusswiderstand versehen werden und die Polarität der Signaladern CANH und CANL korrekt eingehalten werden.

Diagnose und Statusanzeige

Das Kommunikationsmodul verfügt auf der Frontseite über zwei Diagnose-LEDs zur unmittelbaren Statusbeurteilung. Die grüne LED CAN-RUN zeigt den aktuellen Betriebszustand der CANopen-NMS-Zustandsmaschine an, während die rote LED CAN-ERR Busfehler, Überschreitungen von Warngrenzen oder einen Bus-Off-Zustand signalisiert.

Detaillierte Diagnoseinformationen können direkt aus dem Frequenzumrichter über den Parameter C0361 (CAN-Status) und den Zähler C0363 (CAN-Fehlerzähler) ausgelesen werden. Diese Parameter stehen sowohl im Global Drive Control (GDC) als auch am Keypad XT E82ZBC zur Fehleranalyse bereit.

Status-LED-Anzeigen

LEDFarbe/StatusBedeutung
CAN-RUNGrün - Dauerhaft AUS, Blinkend oder Dauerhaft EINAUS = Gestoppt / Init-Zustand; Blinkend = Pre-Operational-Zustand; Dauerhaft EIN = Operational-Zustand.
CAN-ERRRot - Dauerhaft AUS, Blinkend oder Dauerhaft EINAUS = Normalbetrieb; Blinkend = Warngrenze überschritten oder Telegrammfehler; Dauerhaft EIN = Bus-Off-Zustand oder physikalischer Schichtfehler.

Austausch und Ersatzteile

Beim Austausch des Moduls E82ZAFSC100 an einem Lenze 8200 vector Frequenzumrichter muss sichergestellt werden, dass die Einstellungen der Schalter S1 (Knotenadresse) und S2 (Baudrate) exakt mit der Konfiguration der auszutauschenden Einheit übereinstimmen. Alternativ müssen die Parameter C0350 und C0359 im Umrichter kontrolliert werden.

Vor der Wiederinbetriebnahme sind die physikalischen Leitungsanschlüsse an der 5-poligen Klemmenleiste sowie das Vorhandensein der 120-Ohm-Abschlusswiderstände an den Endpunkten des Bussegments zu überprüfen, um Kommunikationsstörungen im CANopen-Netzwerk zu vermeiden.

Fehlercodes und Stoercodes

Die folgenden Fehlercodes koennen waehrend Betrieb oder Diagnose angezeigt werden:

CodeNameBeschreibungMoegliche UrsacheEmpfohlene Massnahme
CE0Systembus-TimeoutKommunikations-Zeitüberschreitung an der CAN-Systembusschnittstelle.Buskabel unterbrochen, falsche Baudrate eingestellt, Systembus-Master gestoppt oder defekt.CAN-Verkabelung und Schirmung prüfen, Baudrateneinstellung verifizieren, senden von gültigen Prozessdatenobjekten (PDO) durch den Master sicherstellen.
CE1Systembus Bus-OffCAN-Controller ist wegen zu hoher Sende-/Empfangsfehlerzähler in den Bus-Off-Zustand gewechselt.Signaladern CAN_H und CAN_L vertauscht, Kurzschluss auf dem CAN-Bus, fehlender Busabschluss (120 Ohm), doppelte Knotenadresse vergeben.Bustopologie und Abschlusswiderstände an beiden Leitungsenden prüfen, CAN-Signalanschlüsse kontrollieren, Eindeutigkeit der Knotenadressen verifizieren.
CE2Systembus Empfangspuffer-ÜberlaufDer interne Empfangspuffer für CAN-Nachrichten ist übergelaufen.Zu hohe Buslast, Telegramme treffen schneller ein als die Verarbeitungsrate der Antriebstask.Buslast reduzieren, Ereigniszeiten oder Sendeintervalle der Systembus-PDOs anpassen.
CE3Systembus ParameterfehlerUngültiger CAN-Knotenkonfigurationsparameter oder Fehler bei der Initialisierung.Doppelte Knotenadresse im Netzwerk oder ungültige Baudrateneinstellung.DIP-Schalterstellungen S1/S2 und Code-Einstellungen C0350/C0359 auf gültige und eindeutige Werte prüfen.

Haeufig gestellte Fragen

In welche Frequenzumrichter kann das Modul E82ZAFSC100 eingesetzt werden?

Das Modul ist für den direkten Einsatz im Funktionsmodul-Steckplatz (FIF) der Frequenzumrichterserie Lenze 8200 vector ausgelegt.

Benötigt das Modul E82ZAFSC100 eine externe Stromversorgung?

Nein, das Modul wird direkt über den Funktionsmodul-Steckplatz des Lenze 8200 vector Umrichters mit Spannung versorgt.

Wie werden Knotenadresse und Baudrate am Modul eingestellt?

Die Adressierung (1 bis 63) und die Baudrate (10 bis 500 kbit/s) können über die Hardware-DIP-Schalter S1 und S2 oder über die Antriebsparameter C0350 und C0359 eingestellt werden.

Welche Software wird für die Diagnose des Kommunikationsmoduls unterstützt?

Die Diagnose und Parameterüberwachung erfolgt über die Konfigurationssoftware Lenze Global Drive Control (GDC) oder das Bedienelement Keypad XT E82ZBC.

Was bedeutet eine dauerhaft rot leuchtende CAN-ERR LED?

Eine dauerhaft rote CAN-ERR LED signalisiert einen Bus-Off-Zustand oder einen Fehler auf der physikalischen Schicht, beispielsweise durch vertauschte Signaladern oder fehlende Abschlusswiderstände.

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