Lenze 13013153 EMF2175IB PROFIBUS-DP Kommunikationsmodul
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Produktinformationen
Das Lenze 13013153 EMF2175IB ist ein PROFIBUS-DP-Kommunikationsmodul zur Anbindung von Lenze 8200 vector Frequenzumrichtern und Lenze 9300 Servoreglern an übergeordnete Feldbusnetzwerke. Als DP-V0-Slave ermöglicht diese Baugruppe den zyklischen Austausch von Prozessdaten für die Steuerung von Drehzahl, Drehmoment und Position in automatisierten Anlagen. Das Modul wird direkt in den Funktionsmodul-Steckplatz (FIF) des Host-Umrichters gesteckt und benötigt keine externe Spannungsversorgung, da die benötigten 5 V DC intern über das Grundgerät bereitgestellt werden. Der Netzwerkanschluss erfolgt über eine galvanisch getrennte, 9-polige Sub-D-Buchse nach RS-485-Standard.
Für die Inbetriebnahme eines Ersatzgeräts sind nur wenige Schritte erforderlich. Das Modul verfügt über eine automatische Baudratenerkennung im Bereich von 9,6 kbit/s bis 12 Mbit/s, wodurch eine manuelle Parameterzuordnung der Übertragungsgeschwindigkeit entfällt. Die Busadresse im Bereich von 1 bis 126 wird direkt über hardwareseitige DIP-Schalter an der Frontseite eingestellt. Bevor eine Ersatzbaugruppe in Betrieb genommen wird, müssen diese Schalter exakt an die Konfiguration des ausgetauschten Moduls angepasst werden. Parameterzuordnungen und Feldbuskonfigurationen im Umrichter können über das Lenze Keypad oder die Bediensoftware Lenze Global Drive Control (GDC) vorgenommen werden. ABC Industrial Parts unterstützt bei der Bereitstellung geprüfter Ersatzmodule für eine zügige Wiederinbetriebnahme.
Zur Diagnose vor Ort stehen zwei Status-LEDs an der Modulfront zur Verfügung: Die grüne LED PR signalisiert den Stromversorgungs- und Initialisierungszustand, während die zweifarbige LED DE den aktiven PROFIBUS-Datenaustausch oder Kommunikationsstörungen anzeigt. Störungsmeldungen wie CE0 für Kommunikationsfehler am FIF-Steckplatz, CE1 für Prozessdaten-Timeout oder CE3 für Watchdog-Fehler lassen sich direkt am Umrichter ablesen. Erste Prüfschritte umfassen die Kontrolle des RS-485-Kabels, der Schirmung, der Busabschlusswiderstände sowie des festen Sitzes im FIF-Schacht. Liegt ein interner Hardwarefehler wie H05 vor, ist dieser nicht feldserviceseitig behebbar; in diesem Fall bietet ABC Industrial Parts den Austausch oder die Reparatur der Baugruppe an.
Technische Daten
| Bus-System | PROFIBUS-DP |
| Protokoll | DP-V0 Slave |
| Übertragungsgeschwindigkeit | 9,6 kbit/s bis 12 Mbit/s (automatisch) |
| Teilnehmeradresse | 1 bis 126 (über DIP-Schalter) |
| Schnittstelle | RS-485 (Galvanisch getrennt) |
| Steckverbindertyp | 9-polige Sub-D-Buchse |
| Montageart | Funktionsmodul-Steckplatz (FIF) |
| Versorgungsspannung | 5 V DC (intern) |
| Kompatible Regler | Lenze 8200 vector, Lenze 9300 Servoregler |
| Softwarekompatibilität | Lenze Global Drive Control (GDC) |
Programmierung und Konfiguration
Die Konfiguration des Lenze EMF2175IB Moduls erfolgt in erster Linie über das Wirtsgerät, in dessen FIF-Steckplatz das Modul eingesetzt ist. Mithilfe der Software Lenze Global Drive Control (GDC) oder eines aufgesteckten Bedienmoduls (Keypad) werden die Prozessdatenwörter und Steuersignale den internen Funktionsblöcken des Reglers zugeordnet.
Die Einstellung der PROFIBUS-Teilnehmeradresse erfordert keine Softwareprogrammierung. Über integrierte DIP-Schalter an der Modulgehäusefront wird die Adressierung im Bereich von 1 bis 126 vor der Montage festgelegt. Dank der automatischen Baudratenerkennung passt sich die Baugruppe beim Hochlauf selbstständig an die im PROFIBUS-Master eingestellte Übertragungsrate zwischen 9,6 kbit/s und 12 Mbit/s an.
Kommunikation und Systemintegration
Das Kommunikationsmodul stellt eine galvanisch getrennte RS-485-Schnittstelle über eine standardmäßige 9-polige Sub-D-Buchse bereit. Als PROFIBUS-DP-V0-Slave fügt sich das Modul nahtlos in Steuerungsumgebungen mit gängigen DP-Mastern wie Siemens S7-300 oder S7-400 ein.
Die Datenübertragung erfolgt zyklisch für die schnelle Übermittlung von Soll- und Istwerten zwischen dem übergeordneten Automatisierungssystem und den Antrieben. Zur Gewährleistung einer störungsfreien Kommunikation in industriellen Umgebungen müssen die RS-485-Busleitungen korrekt geschirmt und an den beiden Leitungsenden des Busses mit aktiven Abschlusswiderständen versehen werden.
Diagnose und Statusanzeige
Zur schnellen Betriebszustandskontrolle besitzt das Modul zwei Diagnose-LEDs auf der Frontplatte. Die LED PR zeigt den Status der Spannungsversorgung und Initialisierung an, während die LED DE die aktive Kommunikation sowie Verbindungsfehler visualisiert. Ergänzend können detaillierte Diagnosewerte über die Antriebsparameter im Lenze Keypad oder in der GDC-Software eingesehen werden.
Status-LED-Anzeigen
| LED | Farbe/Status | Bedeutung |
|---|---|---|
| PR | Grün - Dauerlicht / Blinkend / Aus | Grün Dauerlicht = Modul initialisiert und Spannungsversorgung OK; Blinkend = Initialisierung läuft oder interner Fehler; Aus = Keine Spannungsversorgung oder Modul defekt. |
| DE | Grün / Rot - Dauerlicht / Aus | Grün Dauerlicht = Aktiver PROFIBUS-Datenaustausch; Rot Dauerlicht = Kommunikations-Timeout / Busfehler / Master offline; Aus = Kein aktiver Datenaustausch. |
Austausch und Ersatzteile
Beim Austausch eines defekten Lenze 13013153 Moduls muss darauf geachtet werden, dass die Hardware-DIP-Schalter für die Busadresse am Neuteil exakt so eingestellt werden wie am Altgerät. Da das Modul seine Versorgungsspannung von 5 V DC direkt aus dem FIF-Steckplatz bezieht, sind keine externen Verdrahtungsarbeiten an der Stromversorgung erforderlich.
Nach dem physischen Einstecken im spannungsfreien Zustand und dem Einschalten des Umrichters erkennt das Modul die Übertragungsrate des Netzwerks automatisch. Es muss sichergestellt werden, dass die Parameterzuordnungen im Regler für den Feldbusbetrieb korrekt hinterlegt sind und der PROFIBUS-Master das Modul (DP-V0-Slave) ordnungsgemäß im Zyklus anspricht.
Fehlercodes und Stoercodes
Die folgenden Fehlercodes koennen waehrend Betrieb oder Diagnose angezeigt werden:
| Code | Name | Beschreibung | Moegliche Ursache | Empfohlene Massnahme |
|---|---|---|---|---|
| CE0 | Kommunikationsfehler FIF-Steckplatz | Kommunikationsausfall oder Zeitüberschreitung zwischen dem Umrichter und dem Funktionsmodul im FIF-Steckplatz. | PROFIBUS-Verbindung unterbrochen, Watchdog-Timer abgelaufen, PROFIBUS-Master gestoppt oder schlechter Kontakt im FIF-Steckplatz. | PROFIBUS-Kabel und Stecker prüfen, Betriebsstatus des Masters kontrollieren, festen Sitz des Moduls im FIF-Steckplatz sicherstellen. Bleibt der Fehler bestehen, kann die Schnittstelle des Umrichters oder das Modul defekt sein. |
| CE1 | Prozessdaten-Überwachungszeit abgelaufen | Zeitüberschreitung bei der Prozessdatenüberwachung auf der Feldbusschnittstelle. | SPS/Master hat das zyklische Senden der Prozessdaten vor Ablauf der Überwachungszeit eingestellt. | SPS-Programmstatus, PROFIBUS-Master-Status und Ansprechzeit-Einstellungen in den Antriebsparametern überprüfen. |
| CE3 | PROFIBUS-Watchdog-Fehler | Zeitüberschreitung des Watchdogs der PROFIBUS DP-Masterschnittstelle. | Busunterbrechung, elektromagnetische Störungen oder Fehler im Master. | Schirmung und Verlegung des RS-485-Buskabels prüfen, Busabschlusswiderstände an den Leitungsenden kontrollieren. |
| H05 | Interner Hardwarefehler | Interner Hardwarefehler bei der Initialisierung oder während des Betriebs am Optionsmodul-Steckplatz erkannt. | Bauteilefehler auf der Platine, beschädigte Kontaktstifte oder EEPROM-Beschädigung. | Interner Hardwarefehler – nicht vor Ort instandsetzbar. Kommunikationsmodul austauschen oder zur Reparatur einsenden. |
Haeufig gestellte Fragen
Welche Versorgungsspannung benötigt das Lenze 13013153 EMF2175IB Modul?
Das Modul benötigt keine externe Spannungsversorgung. Es wird direkt über den FIF-Steckplatz des Host-Umrichters (Lenze 8200 vector oder 9300) mit 5 V DC versorgt.
Wie wird die PROFIBUS-Adresse am EMF2175IB eingestellt?
Die Busadresse im Bereich von 1 bis 126 wird direkt an der Modulfront über integrierte Hardware-DIP-Schalter eingestellt. Eine Softwareprogrammierung der Adresse ist nicht notwendig.
Muss die Übertragungsgeschwindigkeit (Baudrate) manuell parametriert werden?
Nein, das EMF2175IB Modul verfügt über eine automatische Baudratenerkennung für Übertragungsraten von 9,6 kbit/s bis 12 Mbit/s.
Was bedeutet eine rot leuchtende DE-LED am Modul?
Eine dauerhaft rot leuchtende DE-LED signalisiert eine Kommunikations-Zeitüberschreitung, einen Busfehler oder einen nicht aktiven/offlinen PROFIBUS-Master.
Was ist bei der Störungsmeldung H05 zu tun?
Der Fehler H05 deutet auf einen internen Hardwarefehler auf der Modulplatine hin. Dieser Fehler kann nicht vor Ort behoben werden. Das Kommunikationsmodul muss ausgetauscht oder zur Reparatur eingesendet werden.
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Wir sind kein autorisierter Vertriebspartner von Lenze.
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