Lenze 13018572 E82ZAFAC – Systembus CAN Kommunikationsmodul

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Produktinformationen

Produktfamilie: 8200 vector

Das Lenze 13018572 E82ZAFAC ist ein Systembus-Kommunikationsmodul aus der Serie 8200 vector, das für den Einsatz in Lenze 8200 vector Frequenzumrichtern sowie 8200 motec Antrieben entwickelt wurde. Als Funktionsmodul wird die Baugruppe direkt in den FIF-Steckplatz (Function Module Slot) des Ansteuergeräts eingesetzt und erweitert den Umrichter um eine leistungsfähige CAN-Schnittstelle. Das Modul ermöglicht sowohl die proprietäre Kommunikation über den Lenze Systembus als auch die Einbindung in standardisierte CANopen-Netzwerke nach DS301-Profil. Es dient als zentrale Kommunikationsschnittstelle für koordinierte Mehrmotorenantriebe, synchrone Drehmoment- und Drehzahlsteuerungen sowie dezentrale Automatisierungskonzepte.

Für die physikalische Vernetzung stehen zwei RJ45-Buchsen zur Verfügung, die das direkte Durchschleifen der CAN-Busleitung von Antrieb zu Antrieb ohne externe Verteiler ermöglichen. Die Adressierung und Parametrierung der Netzwerkeigenschaften erfolgt direkt am Modul über integrierte DIP-Schalter. Hierüber lassen sich Netzwerkknotenadressen von 1 bis 63, Übertragungsraten zwischen 10 kbit/s und 1000 kbit/s sowie der integrierte Busabschlusswiderstand ohne zusätzlichen Softwareaufwand einstellen. Beim Austausch einer Baugruppe müssen lediglich die DIP-Schalter der Ersatzbaugruppe exakt auf die Werte des Altgeräts eingestellt werden, bevor das Modul in den FIF-Steckplatz gesteckt wird. Für eine erweiterte Parameterdiagnose oder Konfiguration lässt sich das Modul über die Software Lenze Global Drive Control (GDC) und entsprechende Schnittstellenadapter ansprechen. ABC Industrial Parts unterstützt Anwender bei der Bereitstellung geprüfter Ersatzmodule für bestehende Anlagen.

Zur Vor-Ort-Diagnose verfügt das Lenze E82ZAFAC über die beiden Front-LEDs CAN-RUN und CAN-ERR, die den aktuellen Betriebs- und Busstatus anzeigen. Während die grüne CAN-RUN-LED Auskunft über den Pre-Operational- oder Operational-Zustand gibt, signalisiert die rote CAN-ERR-LED Busfehler, Heartbeat-Überschreitungen oder den Bus-Off-Zustand. Tritt beispielsweise ein Kommunikationsfehler wie CE0 oder CE1 auf, sollten zunächst die RJ45-Steckverbindungen, die Leitungsabschirmung sowie die Einstellungen der DIP-Schalter geprüft werden. Zeigt das Host-Gerät den Fehler H10 für einen Hardwarefehler der FIF-Schnittstelle an oder leuchtet die CAN-ERR-LED dauerhaft rot, liegt meist ein interner Baugruppendefekt vor, der nicht im Feld repariert werden kann. In solchen Fällen stellt ein geprüfter Ersatz oder Austausch über ABC Industrial Parts die schnellste Wiederherstellung der Betriebsbereitschaft sicher.

Technische Daten

HerstellerLenze
Teilenummer13018572
Modell/TypE82ZAFAC
Produktfamilie8200 vector
KomponententypKommunikationsmodul
Unterstützte ProtokolleLenze Systembus (CAN), CANopen DS301
Maximale Baudrate1000 kbit/s
Wählbare Baudraten10, 20, 50, 125, 250, 500, 1000 kbit/s
Knotenadressbereich1 bis 63
Schnittstellenanschlüsse2x RJ45
Host-SchnittstelleFIF-Steckplatz (Function Module Slot)
BusabschlussIntegrierter Widerstand schaltbar über DIP-Schalter oder externer Widerstand

Programmierung und Konfiguration

Die Inbetriebnahme und Konfiguration des Lenze 13018572 E82ZAFAC Kommunikationsmoduls erfolgt vorrangig direkt über die am Modul angebrachten Hardware-DIP-Schalter. Über diese Schalter lassen sich die Bus-Knotenadresse im Bereich von 1 bis 63 sowie die gewünschte Baudrate festlegen. Unterstützt werden Übertragungsgeschwindigkeiten von 10, 20, 50, 125, 250, 500 und 1000 kbit/s. Zudem kann der interne Busabschlusswiderstand direkt per DIP-Schalter zu- oder abgeschaltet werden, was externe Abschlusswiderstände an den Netzenden überflüssig macht.

Für erweiterte Systemeinstellungen, Diagnose und Parameterüberwachung kann das Modul in Kombination mit der Software Lenze Global Drive Control (GDC) genutzt werden. Die Verbindung zum PC erfolgt dabei beispielsweise über den Systembus-Adapter E82ZBC. Da die grundlegenden Netzwerkeinstellungen hardwareseitig vorgenommen werden, ist für den reinen Modulaustausch in der Regel keine erneute Programmentwicklung erforderlich, sofern die Schalterstellungen der Ersatzbaugruppe mit dem Original übereinstimmen.

Kommunikation und Systemintegration

Das E82ZAFAC Modul bildet die Schnittstelle zwischen den Lenze 8200 vector und 8200 motec Frequenzumrichtern und übergeordneten Steuerungssystemen auf CAN-Basis. Es unterstützt sowohl den Lenze Systembus (CAN) für die schnelle, synchrone Querkommunikation zwischen mehreren Antrieben als auch das standardisierte CANopen-Protokoll nach DS301. Dadurch lässt sich der Umrichter nahtlos in speicherprogrammierbare Steuerungen (SPS) und übergeordnete Feldbussysteme integrieren.

Die physikalische Anbindung erfolgt über zwei integrierte RJ45-Schnittstellen. Diese ermöglichen eine einfache Daisy-Chain-Topologie, bei der das Buskabel direkt von einem Umrichter zum nächsten durchgeschleift werden kann. Bei Datenraten von bis zu 1000 kbit/s gewährleistet das Modul eine zuverlässige und echtzeitnahe Übertragung von Prozessdaten (PDOs) und Parameterdaten (SDOs) im gesamten Antriebsnetzwerk.

Diagnose und Statusanzeige

Zur schnellen visuellen Statuskontrolle ist das Kommunikationsmodul mit zwei zweifarbigen Status-LEDs auf der Frontseite ausgestattet. Die LED CAN-RUN informiert über den aktuellen Systembus-Zustand, während die LED CAN-ERR Störungen auf der Kommunikationsleitung oder interne Baugruppenfehler anzeigt. Ergänzend können Diagnosewerte und Fehlermeldungen über das Bedienelement des Host-Umrichters oder die Software Global Drive Control ausgelesen werden.

Status-LED-Anzeigen

LEDFarbe/StatusBedeutung
CAN-RUNGrün - Aus / Blinkend / Dauerhaft anAus: Bus off oder Reset. Blinkend: Pre-Operational-Zustand. Dauerhaft an: Operational-Zustand auf dem Systembus.
CAN-ERRRot - Aus / Einfaches Blinken / Zweifaches Blinken / Dauerhaft anAus: Normalbetrieb. Einfaches Blinken: Warngrenze erreicht. Zweifaches Blinken: Node-Guarding- / Heartbeat-Fehler. Dauerhaft an: Bus-Off-Zustand oder schwerer interner Hardwarefehler. Bei dauerhaftem Leuchten trotz korrekter Busverbindung liegt ein interner Defekt vor, der einen Modulaustausch erfordert.

Austausch und Ersatzteile

Beim Austausch eines defekten Lenze 13018572 E82ZAFAC Kommunikationsmoduls ist ein direkter Eins-zu-eins-Wechsel möglich. Voraussetzung ist, dass die hardwareseitigen DIP-Schalter der Ersatzbaugruppe exakt so eingestellt werden wie beim bisherigen Modul. Achten Sie darauf, dass Knotenadresse, Baudrate und die Aktivierung des Busabschlusswiderstands exakt übereinstimmen, um Störungen im CANopen-Netzwerk oder auf dem Lenze Systembus zu vermeiden.

Vor dem Ausbau oder Einstecken in den FIF-Steckplatz muss der Frequenzumrichter vollständig spannungsfrei geschaltet werden. Nach dem Einsetzen und Feststecken des Moduls sowie dem Anschließen der RJ45-Steckverbinder übernimmt der Frequenzumrichter beim erneuten Einschalten die Konfiguration automatisch. Sollte nach dem Austausch der Fehler H10 auftreten, prüfen Sie den festen Sitz der Steckkontakte im FIF-Steckplatz.

Fehlercodes und Stoercodes

Die folgenden Fehlercodes koennen waehrend Betrieb oder Diagnose angezeigt werden:

CodeNameBeschreibungMoegliche UrsacheEmpfohlene Massnahme
CE0CAN-Kommunikationsfehler / Time-outKommunikationsstörung auf der CAN-Systembus-Schnittstelle.Buskabel getrennt, falsche Baudrate eingestellt, Drahtbruch, fehlender Abschlusswiderstand.RJ45-Verkabelung prüfen, DIP-Schalter-Einstellungen für Baudrate und Knotenadresse kontrollieren, Busabschluss prüfen.
CE1CAN Bus-Off-ZustandDer CAN-Controller des Funktionsmoduls ist aufgrund hoher Sende-/Empfangsfehlerraten in den Bus-Off-Zustand gewechselt.Starke EMV-Störungen, falsche Baudrate, doppelte Knotenadresse im Netzwerk, fehlerhafte RJ45-Verkabelung.Verkabelung und Erdung überprüfen, doppelte Knotenadressen im Netzwerk ausschließen, Netzspannung des Umrichters aus- und wiedereinschalten.
CE2CAN-PufferüberlaufEmpfangs- oder Sendepufferüberlauf auf dem CAN-Systembusmodul.Hohe Netzwerkauslastung, unerwartet hohe Datenpaketdichte auf dem CAN-Bus.Übertragungsrate von PDOs/SDOs reduzieren, Task-Zykluszeit anpassen.
CE3CAN-Überwachungsfehler (Node Guarding / Heartbeat)Zeitüberschreitung beim Node-Guarding- oder Heartbeat-Überwachungsframe.Master-Steuerung hat Übertragung eingestellt, Master-Kabel getrennt.Status der SPS/Master-Steuerung und Kabelverbindung prüfen.
H10FIF-Modul HardwarefehlerDer Host-Umrichter kann nicht mit dem Funktionsmodul im FIF-Steckplatz kommunizieren.Funktionsmodul nicht korrekt gesteckt, beschädigte Kontakte oder interner Platinenfehler auf dem E82ZAFAC.Gerät spannungsfrei schalten, E82ZAFAC-Modul neu einstecken. Bleibt der Fehler bestehen, liegt ein interner Hardwaredefekt vor und das Modul muss ersetzt werden.
H11FIF-Modul inkompatibel / unbekanntDas Funktionsmodul im FIF-Steckplatz wird von der Firmware-Revision des Umrichters nicht erkannt oder nicht unterstützt.Inkompatible Firmware-Version des Host-Umrichters oder fehlerhaftes Einstecken des Moduls.Kompatibilität des Umrichters prüfen, Modul bei Beschädigung austauschen.

Haeufig gestellte Fragen

Welche Umrichter sind mit dem Lenze E82ZAFAC Kommunikationsmodul kompatibel?

Das E82ZAFAC Modul (Teilenummer 13018572) ist für den Einsatz in Frequenzumrichtern der Serien Lenze 8200 vector und Lenze 8200 motec vorgesehen, die über einen FIF-Steckplatz (Function Module Slot) verfügen.

Muss das Lenze E82ZAFAC nach dem Austausch per Software programmiert werden?

Nein, für die grundlegende Netzwerkeinbindung ist keine Softwareprogrammierung erforderlich. Die Einstellung der Knotenadresse (1–63), der Baudrate (10–1000 kbit/s) und des Busabschlusswiderstands erfolgt direkt über die Hardware-DIP-Schalter am Modul.

Wofür dienen die zwei RJ45-Anschlüsse am E82ZAFAC Modul?

Die beiden RJ45-Buchsen ermöglichen eine einfache Verketten (Daisy-Chaining) der CAN-Busleitung von einem Antrieb zum nächsten, ohne dass externe T-Stücke oder Verteiler notwendig sind.

Was bedeutet der Fehlercode H10 am Umrichter?

Der Fehlercode H10 weist auf einen Hardware-Kommunikationsfehler zwischen dem Host-Umrichter und dem Funktionsmodul im FIF-Steckplatz hin. Mögliche Ursachen sind ein unzureichender Sitz des Moduls, verschmutzte Kontakte oder ein interner Hardwaredefekt des E82ZAFAC Moduls.

Was zeigt die rote CAN-ERR-LED auf dem Modul an?

Die CAN-ERR-LED signalisiert Kommunikationsstörungen auf dem Bus. Einfaches Blinken weist auf eine erreichte Warngrenze hin, zweifaches Blinken auf einen Heartbeat-/Node-Guarding-Fehler. Dauerhaftes rotes Leuchten deutet auf einen Bus-Off-Zustand oder einen internen Baugruppenfehler hin.

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