Lenze EMF2133IB 13166937 – PROFIBUS-DP Kommunikationsmodul

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Produktinformationen

Das Lenze EMF2133IB (Sachnummer 13166937) ist ein PROFIBUS-DP-Kommunikationsmodul aus der Serie der 2100 Feldbus-Kommunikationsmodule. Das Modul wurde speziell zur Anbindung von Lenze 8200 Vector Frequenzumrichtern sowie Lenze 9300 Servoreglern an übergeordnete Feldbussysteme entwickelt. Die Integration erfolgt direkt über den internen Function-In-Function (FIF) Steckplatz des Grundgeräts, wodurch die Spannungsversorgung unmittelbar vom Umrichter übernommen wird und keine externe Hilfsenergie erforderlich ist. Für die physikalische Feldbusanbindung steht eine 9-polige Sub-D-Buchse nach RS-485-Standard bereit, die durch ihre galvanische Trennung das Antriebsgerät effektiv vor Potenzialverschleppungen und elektrischen Störungen schützt.

Für die Einbindung in die Automatisierungsumgebung nutzt das Modul den PROFIBUS-DP-Standard und unterstützt sowohl zyklischen DP-V0- als auch azyklischen DP-V1-Datenaustausch. Die Einstellung der Teilnehmeradresse im Bereich von 1 bis 125 erfolgt unkompliziert über manuelle DIP-Schalter direkt auf der Baugruppe oder alternativ softwareseitig über Umrichterparameter mit der Software Global Drive Control (GDC). Die Übertragungsrate wird zwischen 9,6 kbit/s und 12 Mbit/s automatisch erkannt. Bei der Inbetriebnahme eines Ersatzgeräts müssen die Adressschalter exakt an die Konfiguration des Altgeräts angepasst und die zugehörige GSD-Datei LENZ2133.GSD in der Steuerung wie Siemens STEP 7 oder TIA Portal hinterlegt werden. Bei Fragen zur Konfiguration und Parameterübernahme bietet ABC Industrial Parts fachliche Unterstützung.

Die Diagnose des Modulzustands erfolgt direkt über zwei integrierte Status-LEDs sowie über diagnosefähige Laufzeitparameter des Frequenzumrichters wie C0168 und C0170. Eine grüne LED (READY) signalisiert die betriebsbereite interne Spannungsversorgung, während eine rote LED (BUS FAULT) auf Kommunikationsunterbrechungen, fehlende Parametrierung oder Busfehler hinweist. Treten spezifische Fehlercodes wie CE0 (Kommunikationsstörung im FIF-Steckplatz), CE1 (Prozessdaten-Timeout) oder der Hardwarefehler H10 auf, sollten zunächst der korrekte Sitz der Baugruppe, die Busverkabelung und die Abschlusswiderstände überprüft werden. Liegt ein dauerhafter interner Hardwaredefekt oder eine Initialisierungsstörung vor, lässt sich der Fehler nicht vor Ort beheben, sodass der Austausch durch ein geprüftes Ersatzmodul oder eine Reparatur über ABC Industrial Parts den schnellsten Weg zur Wiederherstellung der Anlage darstellt.

Technische Daten

HerstellerLenze
Sachnummer13166937
Modell / TypEMF2133IB
Produktfamilie2100 Series Fieldbus Communication Modules
KomponententypKommunikationsmodul
Feldbus-ProtokollPROFIBUS-DP
Min. Übertragungsrate9,6 kbit/s
Max. Übertragungsrate12 Mbit/s
Bus-Adressbereich1 - 125
Feldbusschnittstelle9-polige Sub-D-Buchse (RS-485)
Schnittstelle zum GrundgerätFunction-In-Function (FIF) Steckleiste
Galvanische TrennungGalvanisch getrennte RS-485-Schnittstelle

Programmierung und Konfiguration

Die Projektierung des Lenze EMF2133IB erfolgt nahtlos in gängigen Engineering-Werkzeugen wie Siemens STEP 7 oder TIA Portal unter Verwendung der Gerätestammdatendatei LENZ2133.GSD. Diese Datei stellt dem Master-System alle erforderlichen Identifikationsdaten und Einstellmöglichkeiten zur Verfügung, um den zyklischen E/A-Datenaustausch sowie den Zugriff auf die Laufzeitparameter des Antriebs einzurichten. Zur detaillierten Parameter- und Diagnosebearbeitung dient die Herstellersoftware Global Drive Control (GDC), mit der sämtliche steuerungsrelevanten Werte ausgelesen und angepasst werden können.

Die Adressierung des Kommunikationsmoduls im PROFIBUS-Netzwerk lässt sich flexibel über die integrierten DIP-Schalter direkt auf der Hardware vornehmen. Es können Busadressen von 1 bis 125 eingestellt werden, was eine schnelle Vor-Ort-Konfiguration ohne angeschlossenes Programmiergerät ermöglicht. Alternativ besteht die Möglichkeit, Adressierungs- und Überwachungseinstellungen über Umrichterparameter wie C0035 und C0357 vorzunehmen. Bei einem Tausch des Moduls muss sichergestellt werden, dass die Schalterstellungen oder Parameterwerte exakt mit der ursprünglichen Anlagenkonfiguration übereinstimmen.

Kommunikation und Systemintegration

Das Kommunikationsmodul EMF2133IB stellt eine galvanisch getrennte RS-485-Schnittstelle zur Verfügung, die über eine standardmäßige 9-polige Sub-D-Buchse angeschlossen wird. Als Feldbusprotokoll kommt PROFIBUS-DP zum Einsatz, welches Datenübertragungsraten von 9,6 kbit/s bis zu 12 Mbit/s unterstützt. Die Baugruppe verfügt über eine automatische Baudratenerkennung, wodurch sich das Modul beim Hochlauf selbstständig an die Übertragungsgeschwindigkeit des aktiven Bus-Masters anpasst.

Durch die direkte Ankopplung über die FIF-Steckplatzleiste (Function-In-Function) fügt sich das Modul mechanisch und elektrisch nahtlos in Lenze 8200 Vector Frequenzumrichter und Lenze 9300 Servo-Umrichter ein. Es unterstützt sowohl den schnellen zyklischen Datenverkehr (DP-V0) für Soll- und Istwerte als auch den azyklischen Parameterkanal (DP-V1) für Konfigurationsdaten. Die integrierte galvanische Entkopplung verhindert Erdschleifen und schützt die empfindliche Steuerungselektronik des Umrichters zuverlässig vor Störeinstrahlungen in rauen Industrieumgebungen.

Diagnose und Statusanzeige

Zur Überwachung und schnellen Fehlersuche verfügt das EMF2133IB über zwei gut sichtbare Front-LEDs zur Statusanzeige sowie über feldbusspezifische Diagnoseparameter im Grundgerät. Über die Antriebsparameter C0168 und C0170 lassen sich Kommunikationszustände und Bustelegramme detailliert auslesen. Zudem überträgt das Modul bei Störungen entsprechende Diagnose-Telegramme an den PROFIBUS-Master, um Ausfälle in der übergeordneten Steuerung unverzüglich zu melden.

Status-LED-Anzeigen

LEDFarbe/StatusBedeutung
Rote LED (BUS FAULT)Rot - Aus / Blinkt / Dauerhaft EinAus: Normale zyklische Kommunikation. Blinkt/Ein: Kommunikations-Timeout, fehlende Parametrierung, Busfehler oder getrennter Master. Dauerhaftes Leuchten beim Hochlauf ohne grüne LED deutet auf eine fehlerhafte interne Hardware-Initialisierung hin.
Grüne LED (READY)Grün - Dauerhaft Ein / AusEin: Interne Spannungsversorgung betriebsbereit. Aus: Keine Versorgungsspannung vom Grundgerät oder interner Platinenfehler.

Austausch und Ersatzteile

Beim Austausch eines defekten Lenze EMF2133IB Kommunikationsmoduls ist ein direkter 1:1-Ersatz problemlos möglich, da das Ersatzgerät hardwareseitig vollkompatibel zu den Frequenzumrichtern der Serien 8200 Vector und 9300 ist. Vor dem Einbau im spannungsfreien Zustand muss sichergestellt werden, dass die manuellen DIP-Schalter für die Busadresse (Bereich 1 bis 125) exakt so eingestellt sind wie beim auszutauschenden Modul. Eine zusätzliche Verkabelung für die Spannungsversorgung entfällt, da das Modul über die FIF-Schnittstellenleiste direkt aus dem Grundgerät versorgt wird.

Nach dem Einsetzen und dem Wiedereinschalten der Versorgungsspannung erkennt das Modul über die automatische Baudratenerkennung die Busgeschwindigkeit des PROFIBUS-Netzwerks selbstständig. Zeigt das Modul nach dem Einschalten weiterhin Fehler wie CE0 oder den Hardwarefehler H10 an, deutet dies auf tieferliegende Platinen- oder Kontaktfehler hin. In solchen Fällen ist eine Reparatur der Baugruppe oder der Einsatz eines geprüften Austauschgeräts erforderlich, um Stillstandszeiten in der Produktion zu minimieren.

Fehlercodes und Stoercodes

Die folgenden Fehlercodes koennen waehrend Betrieb oder Diagnose angezeigt werden:

CodeNameBeschreibungMoegliche UrsacheEmpfohlene Massnahme
CE0Kommunikationsfehler FIF-SteckplatzUnterbrechung der Kommunikation zwischen dem Grundgerät und dem Funktionsmodul im FIF-Steckplatz.Modul locker oder schlecht gesteckt, beschädigte Steckerkontakte, interner Hardwarefehler des Moduls.Mechanischen Sitz des Moduls prüfen. Grundgerät aus- und wiedereinschalten. Bleibt der Fehler bestehen, liegt ein interner Hardwarefehler vor – Modul EMF2133IB austauschen.
CE1Prozessdaten-TimeoutDer Umrichter hat innerhalb der konfigurierten Überwachungszeit keine zyklischen Prozessdaten empfangen.PROFIBUS-Kabel getrennt, SPS im STOPP-Zustand, falsche Watchdog-Einstellung, Fehler beim Busabschluss.Feldbuskabelverbindungen, Master-Status, Busabschlusswiderstände und Parameter C0035/C0357 überprüfen.
CE2Parameterkanal-Timeout / KommunikationsfehlerFehler während der azyklischen Übertragung über den PROFIBUS-Parameterkanal.Ungültiges Parameter-Anforderungstelegramm, Nachrichtenspeicherüberlauf, elektrische Störungen.Struktur der Parameteranforderung im SPS-Programm überprüfen; Schirmung des Kabels und Erdung kontrollieren.
CE3Feldbusfehler 3Allgemeiner Feldbus-Überwachungsfehler oder Synchronisationsfehler.Inkompatible Baudrate, fehlerhafte Netzwerkeinrichtung, starke elektromagnetische Störungen.Netzwerkschirmung prüfen und Master-Konfiguration anhand der GSD-Datei abgleichen.
H10Hardwarefehler FunktionsmodulFehler beim internen Selbsttest oder bei der Modul-Initialisierung beim Einschalten.Interner Bauteiledefekt oder beschädigte Firmware auf dem EMF2133IB.Interner Hardwarefehler – Gerät zur Reparatur einsenden oder Modul austauschen.

Haeufig gestellte Fragen

Welche Umrichter sind mit dem Kommunikationsmodul Lenze EMF2133IB kompatibel?

Das Modul EMF2133IB (Sachnummer 13166937) ist speziell für den Einsatz in Frequenzumrichtern der Serie Lenze 8200 Vector sowie Servoreglern der Serie Lenze 9300 konzipiert und wird direkt in den internen FIF-Steckplatz eingesetzt.

Welche GSD-Datei wird für die Einbindung in eine Siemens-SPS benötigt?

Für die Projektierung in Steuerungssystemen wie Siemens STEP 7 oder TIA Portal wird die Gerätestammdatendatei LENZ2133.GSD verwendet.

Wie wird die PROFIBUS-Teilnehmeradresse am EMF2133IB eingestellt?

Die Busadresse lässt sich im Bereich von 1 bis 125 direkt über die integrierten Hardware-DIP-Schalter auf dem Modul oder alternativ über Umrichterparameter einstellen.

Muss die Übertragungsgeschwindigkeit (Baudrate) manuell konfiguriert werden?

Nein, das EMF2133IB verfügt über eine automatische Baudratenerkennung für Übertragungsraten von 9,6 kbit/s bis 12 Mbit/s.

Was bedeutet die Störungsmeldung CE0 und wie lässt sie sich beheben?

Der Fehler CE0 weist auf eine Kommunikationsstörung im FIF-Steckplatz hin. Überprüfen Sie den festen Sitz des Moduls und schalten Sie das Gerät aus und wieder ein. Besteht der Fehler weiterhin, liegt meist ein interner Hardwaredefekt vor.

Was zeigt die rote BUS FAULT LED am Modul an?

Ein Blinkend oder dauerhaftes Leuchten der roten LED signalisiert ein Kommunikations-Timeout, eine fehlende Parametrierung, ein Busproblem oder eine Unterbrechung zum Master. Leuchtet sie beim Hochlauf dauerhaft ohne die grüne LED, liegt ein Hardware-Initialisierungsfehler vor.

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Datensicherung und -wiederherstellung

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