Lenze EMF2113IB 13300995 – Systembus CAN Kommunikationsmodul
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Produktinformationen
Das Lenze Systembus-Kommunikationsmodul EMF2113IB mit der Sachnummer 13300995 erweitert Frequenzumrichter und Servoregler von Lenze um eine leistungsfähige CANopen-Feldbusschnittstelle. Das als Funktionsmodul ausgelegte Interface wird direkt in den dafür vorgesehenen Steckplatz von Lenze 8200 Vector Frequenzumrichtern, Lenze 9300 Servoverstärkern oder Systemen der Lenze Drive PLC Serie eingesetzt. Baugruppenseitig basiert die Übertragung auf dem physikalischen Standard ISO 11898 und stellt die deterministische Master-Slave-Kommunikation über den Lenze Systembus bereit. Für den physischen Netzwerkanschluss verfügt die Komponente über eine integrierte 9-polige Sub-D-Buchse.
Der Anschluss an das Feldbusnetzwerk erfolgt unkompliziert über die 9-polige Sub-D-Schnittstelle, während die grundlegende Hardware-Konfiguration direkt auf der Platine vorgenommen wird. Über die integrierten DIP-Schalter S1 und S2 lassen sich die Bus-Knotenadresse im Bereich von 1 bis 63 sowie die Baudrate in festen Stufen von 20, 50, 125, 250 bis maximal 500 kbit/s ohne dedizierte Software einstellen. Beim Austausch eines fehlerhaften Moduls müssen die DIP-Schalter-Einstellungen des Ersatzgeräts exakt mit denen der Ursprungsbaugruppe abgeglichen werden, bevor die Anlage wieder zugeschaltet wird. Für eine weitergehende Parametrierung oder Funktionsüberwachung kann die Software Lenze Global Drive Control (GDC) genutzt werden. ABC Industrial Parts unterstützt Instandhalter bei der Beschaffung und Vorbereitung geprüfter Baugruppen für den reibungslosen Austausch im Betrieb.
Zur schnellen Betriebszustandserkennung vor Ort besitzt die Frontplatte zwei übersichtliche Anzeige-LEDs: Die grüne RUN-LED signalisiert die aktive Kommunikation im Systembus-Netzwerk, während die rote ERROR-LED Kommunikationswarnungen, Übertragungsfehler oder einen Bus-Off-Zustand anzeigt. Ergänzend stehen am Grundgerät Diagnoseparameter wie C0588 und C0589 sowie die CAN-TRIP-Überwachung zur präzisen Störungseingrenzung bereit. Bei Feldbusunterbrechungen oder Meldungen wie den Fehlercodes CE0 bis CE4 sollten zuerst die Verkabelung, die Sub-D-Steckverbindung, die 120-Ohm-Abschlusswiderstände an den Netzwerkenden und die eingestellten Übertragungsraten geprüft werden. Tritt trotz korrekter Peripherie ein interner Hardwaredefekt auf, ist eine Reparatur auf Bauteilebene im Schaltschrank nicht möglich; ein getestetes Austauschmodul von ABC Industrial Parts bietet in diesem Fall die schnellste Lösung zur Minimierung von Stillstandszeiten.
Technische Daten
| Hersteller | Lenze |
| Sachnummer | 13300995 |
| Typenbezeichnung | EMF2113IB |
| Komponentenart | Kommunikationsmodul |
| Kommunikationsprotokoll | CANopen / Lenze Systembus (CAN) |
| Maximale Baudrate | 500 kbit/s |
| Knotenadressbereich | 1 - 63 |
| Schnittstellenanschluss | 9-polige Sub-D-Buchse |
| Physikalischer Standard | ISO 11898 |
| Konfigurationsmethode | Integrierte DIP-Schalter (S1/S2) |
| Produktlebenszyklus | Abgekündigt |
Programmierung und Konfiguration
Die Inbetriebnahme und Konfiguration des Lenze EMF2113IB Moduls erfolgt primär über die hardwareseitigen DIP-Schalter S1 und S2 direkt auf der Platine. Über diese Schalter werden sowohl die CANopen-Knotenadresse im Bereich von 1 bis 63 als auch die gewünschte Übertragungsgeschwindigkeit festgelegt. Als Baudraten stehen vordefinierte Stufen von 20 kbit/s, 50 kbit/s, 125 kbit/s, 250 kbit/s und 500 kbit/s zur Auswahl. Da die Netzwerkeinstellungen rein hardwarebasiert übernommen werden, ist für die grundlegende Kommunikationsanbindung keine spezielle Engineering-Software erforderlich.
Zur erweiterten Konfiguration, Überwachung von Prozessdatenobjekten (PDOs) und detaillierten Parameteranpassung kann die Diagnose-Software Lenze Global Drive Control (GDC) eingesetzt werden. Über das Anwenderprogramm lassen sich gerätespezifische Parameter wie C0588 und C0589 auslesen, um den aktuellen Systembus-Status einzusehen oder Bus-Sollwerte im Frequenzumrichter beziehungsweise Servoregler abzugleichen.
Kommunikation und Systemintegration
Das Kommunikationsmodul EMF2113IB stellt die Verbindung zwischen dem Host-Antrieb (Lenze 8200 Vector, Lenze 9300 Servo oder Lenze Drive PLC) und dem übergeordneten CANopen-Feldbus her. Die physikalische Schnittstelle ist als 9-polige Sub-D-Buchse nach dem Industriestandard ISO 11898 ausgeführt. Das Modul unterstützt die deterministische Master-Slave-Kommunikation und ermöglicht die schnelle Übertragung von Prozessdaten sowie Parameterdaten im gesamten Lenze Systembus-Netzwerk.
Bei der physikalischen Einbindung in die Netzwerkstopologie ist auf die korrekte Bus-Topologie zu achten. An beiden Enden des CAN-Busses muss jeweils ein Abschlusswiderstand von 120 Ohm zwischen den Signalleitungen CAN-High und CAN-Low geschaltet werden. Sämtliche Busteilnehmer müssen auf dieselbe Baudrate eingestellt sein, um Übertragungsfehler oder Bus-Off-Zustände im laufenden Betrieb zu vermeiden.
Diagnose und Statusanzeige
Für eine schnelle Fehlerdiagnose direkt am Schaltschrank ist das Modul EMF2113IB auf der Frontseite mit zwei zweifarbigen Status-LEDs ausgestattet. Die grüne RUN-LED zeigt den aktuellen Betriebs- und Kommunikationsstatus des Systembusses an, während die rote ERROR-LED auf Busstörungen, fehlerhafte Telegramme oder eine Unterbrechung der Netzwerkverbindung aufmerksam macht.
Über die LEDs hinaus bietet das Host-Gerät umfangreiche Diagnosemöglichkeiten. Die Parameter C0588 und C0589 im Umrichter informieren über den Busstatus und aufgetretene Fehlerzähler. Bei schwerwiegenden Kommunikationsunterbrechungen löst der Antrieb eine CAN-TRIP-Schutzabschaltung aus, um ungewollte Maschinenzustände zu verhindern.
Status-LED-Anzeigen
| LED | Farbe/Status | Bedeutung |
|---|---|---|
| RUN | Grün - Dauerhaft / Blinkend | Normaler Betriebsstatus der Systembus- / CAN-Netzwerkkommunikation |
| ERROR | Rot - Dauerhaft / Blinkend | CAN-Bus-Fehler, Kommunikationswarnung oder Bus-Off-Zustand |
Austausch und Ersatzteile
Da das Kommunikationsmodul Lenze EMF2113IB (13300995) vom Hersteller abgekündigt wurde, ist die Vorhaltung von passenden Ersatzkomponenten für die Vermeidung langer Maschinenausfälle entscheidend. Das Modul ist mechanisch und elektrisch voll kompatibel mit den Modulsteckplätzen der Serien Lenze 8200 Vector, 9300 und Drive PLC.
Beim Einbau eines Ersatzmoduls muss vor dem Einschalten der Versorgungsspannung sichergestellt werden, dass die DIP-Schalter S1 und S2 exakt mit den Schalterstellungen der zu ersetzenden Baugruppe übereinstimmen. Dadurch werden die korrekte Knotenadresse (1–63) und die Baudrate (bis 500 kbit/s) direkt übernommen. Zudem sind der feste Sitz des 9-poligen Sub-D-Steckers sowie das Vorhandensein der 120-Ohm-Terminierung an den Netzendpunkten zu überprüfen.
Fehlercodes und Stoercodes
Die folgenden Fehlercodes koennen waehrend Betrieb oder Diagnose angezeigt werden:
| Code | Name | Beschreibung | Moegliche Ursache | Empfohlene Massnahme |
|---|---|---|---|---|
| CE0 | CAN-Kommunikationsfehler / Timeout | Kommunikationsausfall oder Zeitüberschreitung auf dem Lenze Systembus / CAN-Netzwerk erkannt. | Buskabel unterbrochen, loser Sub-D-Stecker, falsche Bus-Abschlusswiderstände, Netzwerk überlastet oder fehlerhafte Baudrate. | CAN-Verkabelung und 9-poligen Sub-D-Anschluss prüfen. 120-Ohm-Abschlusswiderstände an den Netzwerkenden überprüfen. Einstellung der Baudrate an den DIP-Schaltern kontrollieren. |
| CE1 | CAN Objekt 1 Fehler | Zeitüberschreitung bei der Überwachung von Prozessdatenobjekt 1 (PDO1) auf dem CAN-Bus. | Master-Steuerung hat den erwarteten PDO1-Frame nicht innerhalb der konfigurierten Überwachungszeit gesendet. | Master-SPS / CAN-Master-Programm, Zykluszeit und CAN-Netzwerkauslastung prüfen. |
| CE2 | CAN Objekt 2 Fehler | Zeitüberschreitung bei der Überwachung von Prozessdatenobjekt 2 (PDO2) auf dem CAN-Bus. | Master-Steuerung hat den erwarteten PDO2-Frame nicht innerhalb des festgelegten Intervalls gesendet. | Zyklische Kommunikationskonfiguration des CAN-Masters für PDO2 überprüfen. |
| CE3 | CAN Objekt 3 Fehler | Zeitüberschreitung bei der Überwachung von Prozessdatenobjekt 3 (PDO3) auf dem CAN-Bus. | Master-Steuerung hat den erwarteten PDO3-Frame nicht innerhalb des festgelegten Intervalls gesendet. | Timing der CAN-Master-Nachrichten und Netzwerkintegrität überprüfen. |
| CE4 | CAN Bus-Off Fehler | Der CAN-Controller ist aufgrund übermäßiger Fehler-Frames in den Bus-Off-Zustand gegangen. | Starke EMV-Störungen, gebrochene CAN-High/Low-Leitung, falsches Erdpotenzial, falsche Baudrate an einem Teilnehmer oder fehlender Abschluss. | Physikalische CAN-Schicht, Schirmanschlüsse, Signalleitungen und Abschlusswiderstände prüfen. Bleibt der Fehler nach Verkabelungsprüfung bestehen, Modul austauschen. |
Haeufig gestellte Fragen
Benötige ich Spezialsoftware, um das Modul Lenze EMF2113IB in Betrieb zu nehmen?
Nein, die grundlegende Hardware-Konfiguration von Knotenadresse (1–63) und Baudrate (bis 500 kbit/s) erfolgt direkt über die integrierten DIP-Schalter S1 und S2 auf der Baugruppe. Für erweiterte Diagnosen oder Parametrierungen kann die Software Lenze Global Drive Control (GDC) genutzt werden.
Welche Antriebe sind mit dem Lenze-Modul 13300995 / EMF2113IB kompatibel?
Das Kommunikationsmodul ist für den Einsatz in Lenze 8200 Vector Frequenzumrichtern, Lenze 9300 Servoregler-Serien sowie Geräten der Lenze Drive PLC Reihe konzipiert.
Was bedeuten die LEDs RUN und ERROR auf der Frontseite?
Die grüne RUN-LED zeigt den aktiven Übertragungsstatus des CAN-Busses an (dauerhaft oder blinkend). Die rote ERROR-LED deutet auf Kommunikationsfehler, Buswarnungen oder einen Bus-Off-Zustand hin.
Worauf ist beim Austausch eines defekten EMF2113IB-Moduls zu achten?
Vor der Inbetriebnahme des Ersatzgeräts müssen die DIP-Schalter S1 und S2 exakt so eingestellt werden wie beim bisherigen Modul. Zudem sollten die 9-polige Sub-D-Steckverbindung und die 120-Ohm-Abschlusswiderstände am Busende überprüft werden.
Welche Ursachen hat der Fehlercode CE0 am Umrichter?
CE0 weist auf eine Unterbrechung der CAN-Kommunikation hin. Häufige Ursachen sind beschädigte Buskabel, ein loser Sub-D-Stecker, fehlende oder falsche 120-Ohm-Abschlusswiderstände oder abweichende Baudraten-Einstellungen an den DIP-Schaltern.
Profitieren Sie von unserer Umtauschformel
Ein defektes Teil muss nicht wertlos sein. Bei ABC Industrial Parts können Sie defekte Teile abgeben und sofort von einem Rabatt auf Ihren Neukauf profitieren. Dies ist eine clevere Möglichkeit, Geld zu sparen und gleichzeitig zur Kreislaufwirtschaft beizutragen.
Gehen Sie mit unseren Garantiebedingungen auf Nummer sicher
Industrieanlagen sollten vorzugsweise stets in Betrieb bleiben, unabhängig von den Umständen. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, dass Sie sich auf hochwertige Produkte und/oder nachhaltige Reparaturen verlassen können. Mit unseren Garantiebedingungen können Sie sich auf Sicherheit verlassen, unabhängig davon, ob Sie sich für neue, gebrauchte oder reparierte Produkte entscheiden.
Datensicherung und -wiederherstellung
Haben Sie aufgrund eines Defekts wertvolle Parameter oder Daten verloren, während die Unterstützung durch den Hersteller eingestellt wurde? Bei ABC Industrial Parts unterstützen wir Sie bei der Sicherung dieser Daten, sowohl bei gängigen als auch bei spezifischen Produkten.
Spezifische Firmware- und Hardware-Versionen
Wenn Sie mit spezifischen Hardware- oder Firmware-Versionen arbeiten, die vom Hersteller nicht mehr angeboten werden, ist ABC Industrial Parts Ihr kompetenter Ansprechpartner. Geben Sie bei Ihrer Anfrage deutlich an, welche Versionen Sie benötigen. Wir prüfen dann die Möglichkeiten, diese Versionen zu liefern, damit Ihre Anlagen weiterhin optimale Leistungen erbringen.
Haftungsausschluss:
Wir sind kein autorisierter Vertriebspartner von Lenze.
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