Lenze 00488200 EVF9324-EV 9300 Vector Frequenzumrichter

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Produktinformationen

Produktfamilie: 9300 Vector

Der Frequenzumrichter Lenze 00488200 (Typ EVF9324-EV) gehört zur Produktfamilie 9300 Vector und dient als Antriebsregler für die präzise Drehzahl- und Drehmomentregelung von dreiphasigen Asynchronmotoren. Das Gerät verfügt über eine Bemessungsleistung von 2,2 kW bei einer Versorgungsspannung von 400 V AC und liefert einen Nennausgangsstrom von 5,9 A sowie einen maximalen Ausgangsstrom von 8,9 A bei einer Überlastfähigkeit von 150 % für 60 Sekunden. Zu den Regelungsverfahren zählen die geberlose Vektorregelung sowie die U/f-Kennliniensteuerung im Ausgangsfrequenzbereich von 0 Hz bis 480 Hz. Der Frequenzumrichter ist mit vier digitalen Eingängen, zwei digitalen Ausgängen, zwei bipolaren analogen Eingängen, zwei analogen Ausgängen und einem Relaisausgang ausgestattet.

Für die Einbindung in Automatisierungsnetzwerke verfügt der EVF9324-EV über eine integrierte CAN-Systembusschnittstelle mit einer Übertragungsrate von bis zu 500 kbit/s sowie einen frontseitigen AIF-Steckplatz (Automation Interface). Über diesen Erweiterungssteckplatz können optionale Kommunikationsmodule wie PROFIBUS-DP (EMF2133IB), LECOM-RS232/RS485-Adapter (EMF2102IB, EMF2101IB) oder ein Keypad XT (EMZ9371BC) angeschlossen werden. Die Parametrierung erfolgt über die PC-Software Lenze Global Drive Control (GDC) ab Version 4.x oder direkt über das portable Keypad XT. Beim Austausch eines defekten Geräts müssen die im internen EEPROM gespeicherten Parametersätze gesichert und auf das Ersatzgerät übertragen werden, um den fehlerfreien Betrieb der Anlage sicherzustellen. ABC Industrial Parts unterstützt bei der Bereitstellung von getesteten Ersatzgeräten sowie bei der Vorbereitung von Austauschgeräten.

Die Diagnose des Systemstatus erfolgt beim Lenze EVF9324-EV direkt am Gerät über drei Status-LEDs (Ready, IMP und TRIP) oder detailliert über die Auslesung des Fehlerspeichers mittels Keypad XT beziehungsweise GDC-Software. Fehlermeldungen wie Übertemperatur des Kühlkörpers (OH), Zwischenkreis-Überspannung (OU) oder CAN-Kommunikationsstörungen (CE1, CE4) geben gezielte Hinweise auf externe oder steuerungstechnische Ursachen. Erste Prüfschritte umfassen die Kontrolle der Versorgungsspannung, der Motorverkabelung sowie der Busabschlüsse und Baudraten. Liegen interne Hardwarefehler wie ein EEPROM-Fehler (EEr) oder ein Endstufenfehler (H05) vor, ist eine Reparatur auf Bauteilebene oder der Austausch gegen ein geprüftes Ersatzgerät durch ABC Industrial Parts der schnellste Weg zurück in den Produktionsbetrieb.

Technische Daten

HerstellerLenze
Teilenummer00488200
Modell/TypEVF9324-EV
KomponententypFrequenzumrichter
Produktfamilie9300 Vector
Bemessungsleistung2,2 kW
Versorgungsspannung400 V AC
Nennausgangsstrom5,9 A
Maximaler Ausgangsstrom8,9 A
Verlustleistung110 W
Ausgangsfrequenzbereich0 - 480 Hz
Schaltfrequenz8 kHz
RegelungsverfahrenGeberlose Vektorregelung / U/f-Kennliniensteuerung
Digitale Eingänge4
Digitale Ausgänge2
Analoge Eingänge2
Analoge Ausgänge2
Relaisausgänge1

Programmierung und Konfiguration

Die Konfiguration und Programmierung des Lenze 00488200 EVF9324-EV erfolgt flexibel über die Engineering-Software Lenze Global Drive Control (GDC) ab Version 4.x oder direkt am Gerät über das Bedienelement Keypad XT (EMZ9371BC). Die integrierte Funktionsblockarchitektur ermöglicht eine individuelle Anpassung der Steuerungslogik, darunter interne PID-Regler, Rampengeneratoren und eine freie Zuordnung der Ein- und Ausgangssignale.

Der Frequenzumrichter verfügt über einen internen, nichtflüchtigen EEPROM-Speicher, der bis zu vier vollständige Parametersätze aufnehmen kann. Parametersätze können über das Keypad XT zwischen Geräten kopiert oder mittels GDC-Software auf einem PC gesichert und auf Ersatzgeräte übertragen werden. Dies vereinfacht die Inbetriebnahme und minimiert die Ausfallzeit beim Austausch von Geräten im Feld.

Kommunikation und Systemintegration

Für die Vernetzung in Mehrantriebssystemen und die Anbindung an übergeordnete Steuerungen besitzt der EVF9324-EV eine Onboard-CAN-Systembusschnittstelle an den Klemmen X4, die Datenraten von bis zu 500 kbit/s unterstützt. Der CAN-Bus ermöglicht eine synchrone Steuerung mehrerer Antriebe und die direkte Übertragung von Sollwerten und Diagnoseparametern.

Ergänzend bietet der Frequenzumrichter einen modularen Automation Interface (AIF)-Steckplatz an der Frontseite. Über diesen Steckplatz lassen sich optionale Feldbusmodule wie PROFIBUS-DP (EMF2133IB), DeviceNet, INTERBUS oder LECOM-RS232/RS485-Schnittstellenadapter (EMF2101IB, EMF2102IB) einsetzen, um den Umrichter nahtlos in bestehende Industrienetzwerke zu integrieren.

Diagnose und Statusanzeige

Der Lenze EVF9324-EV bietet umfassende Diagnosemöglichkeiten zur raschen Fehlererkennung und Zustandskontrolle. Drei frontseitige LEDs (Ready, IMP, TRIP) signalisieren visuell den aktuellen Betriebsstatus des Reglers, der Impulssperre und anstehende Störungen oder Warnungen. Zudem steht ein Relaiskontakt für die TRIP-Meldung (Klemmen 11-12-14) zur externen Signalisierung zur Verfügung.

Zur vertieften Diagnose können Fehlercodes und der Fehlerspeicher über das Keypad XT oder mittels Lenze Global Drive Control (GDC) über die Parameter C0003, C0161 und C0168 ausgelesen werden. Dies erlaubt eine präzise Zuordnung von Störungsursachen im laufenden Betrieb.

Status-LED-Anzeigen

LEDFarbe/StatusBedeutung
ReadyGrün - Dauerlicht / Schnelles Blinken / Langsames BlinkenDauerlicht = Antrieb betriebsbereit / Impulse freigegeben. Schnelles Blinken = Reglersperre aktiv. Langsames Blinken = Antrieb im Zustand Stopp/Bereit.
IMPGelb - DauerlichtDauerlicht = Impulssperre aktiv (Leistungsteil des Antriebs gesperrt).
TRIPRot - Dauerlicht / BlinkenDauerlicht = Störung/TRIP aktiv (Antrieb wegen aktivem Fehler abgeschaltet). Blinken = Warnung aktiv.

Austausch und Ersatzteile

Bei der Ersetzung eines Geräts vom Typ Lenze EVF9324-EV muss sichergestellt werden, dass die Parameter der bestehenden Anwendung exakt auf das Ersatzgerät übertragen werden. Da der Frequenzumrichter werkseitig mit Standardparametern ausgeliefert wird, führt ein direkter Austausch ohne Parameterübertragung in der Regel nicht zur Funktionsfähigkeit der Anlage.

Die Übertragung der Konfiguration kann einfach über das portable Keypad XT (EMZ9371BC) oder durch Hochladen des Parameterprofils über die GDC-Software und ein LECOM-Schnittstellenmodul erfolgen. Werden optionale AIF-Feldbusmodule (wie PROFIBUS EMF2133IB) genutzt, müssen diese auf das Ersatzgerät umgesteckt und bezüglich Adresse und Busabschluss überprüft werden.

Sollte die Parameterübertragung aufgrund eines elektrischen Defekts der Inverter-Elektronik nicht mehr direkt möglich sein, können die Konfigurationsdaten im Rahmen einer fachgerechten Überprüfung aus dem internen Speicher ausgelesen oder das Altgerät instandgesetzt werden.

Fehlercodes und Stoercodes

Die folgenden Fehlercodes koennen waehrend Betrieb oder Diagnose angezeigt werden:

CodeNameBeschreibungMoegliche UrsacheEmpfohlene Massnahme
OHKühlkörper-ÜbertemperaturDie Temperatur des Kühlkörpers hat den maximal zulässigen Grenzwert überschritten.Umgebungstemperatur zu hoch, Lüfterausfall, Kühlkörper verschmutzt, unzureichende Schaltschrankbelüftung oder dauerhafte Überlastung.Kühlkörper reinigen, Funktion des Schaltschranklüfters prüfen, Umgebungstemperatur senken oder Antriebslast reduzieren.
OH4Motor-Thermosensor ÜbertemperaturDer an Klemme X10/T1, T2 angeschlossene Motor-Temperatursensor hat angesprochen.Thermische Überlastung des Motors, blockierte Motorwelle, fehlerhafte Sensorauswertung, Unterbrechung im PTC/TK-Kabel.Motor abkühlen lassen, Motorlast und mechanische Leichtgängigkeit prüfen, Sensorverkabelung an X10 kontrollieren.
OH7Interne Geräte-ÜbertemperaturDie Innentemperatur im Gehäuse des Frequenzumrichters liegt über dem zulässigen Grenzwert.Schaltschrank-Innentemperatur zu hoch, interner Lüfter defekt.Schaltschrankbelüftung und -kühlung verbessern, interne Kühlung des Geräts überprüfen.
OUZwischenkreis-ÜberspannungDie Zwischenkreisspannung hat die obere Abschaltgrenze (ca. 770 V DC) überschritten.Zu hohe Rückspeiseenergie beim Verzögern, Verzögerungsrampe zu kurz, Bremschopper defekt oder Bremswiderstand nicht angeschlossen/unterdimensioniert, Netzspannung zu hoch.Verzögerungszeit verlängern (QSP/Rampengenerator), Anschluss und Wert des externen Bremswiderstands prüfen, Netzspannung kontrollieren.
LUZwischenkreis-UnterspannungDie Zwischenkreisspannung hat die untere Auslösegrenze unterschritten.Netzspannung zu niedrig, Netzphasenausfall, Unterbrechung der Stromversorgung, Eingangsnetzsicherung ausgelöst.Netzspannung prüfen, Netzsicherungen und Zuleitungsverkabelung kontrollieren.
OC1Kurzschluss / Überstrom bei BeschleunigungAugenblicklicher Ausgangs-Spitzenstromwert während der Motorbeschleunigung überschritten.Kurzschluss oder Erdschluss an den Ausgangsklemmen, Beschleunigungszeit zu kurz, Motor falsch dimensioniert, lose Motorleitung.Motorverkabelung und Motorwicklung auf Kurz- und Erdschluss prüfen, Beschleunigungszeit erhöhen.
OC2Kurzschluss / Überstrom bei VerzögerungAugenblicklicher Ausgangs-Spitzenstromwert während der Motorverzögerung überschritten.Kurzschluss oder Erdschluss an den Motorphasen, Verzögerungsrampe zu steil.Motorverkabelung und Isolation prüfen, Verzögerungszeit verlängern.
OC3Kurzschluss / Überstrom bei konstantem BetriebAugenblicklicher Ausgangs-Spitzenstromwert im stationären Betrieb überschritten.Kurzschluss oder Erdschluss, plötzlicher mechanischer Lastspitzenwert/Klemmer, defekte Isolierung der Motorwicklung.Ausgangskabel und Motor überprüfen, Mechanik auf Blockaden oder plötzliche Lastwechsel kontrollieren.
OC5Ixt-ÜberlastThermische Ixt-Überlast der Umrichter-Endstufe hat 100 % der Kapazität erreicht.Dauerhafter Beschleunigungs-/Verzögerungszyklus außerhalb der Nennleistung, anhaltende Motorüberlastung.Lastzyklusanforderungen reduzieren, Umrichter für Aussetzbetrieb/Schweranlauf neu dimensionieren.
CE0AIF-KommunikationsfehlerKommunikationsstörung zwischen der Reglerkarte und dem aufgesteckten Automation Interface (AIF)-Modul.AIF-Modul (PROFIBUS/LECOM/Keypad) nicht richtig aufgesteckt, Steckverbinder beschädigt oder Feldbus-Master-Timeout.AIF-Modul neu aufstecken, Feldbuskabelverbindung prüfen, Status des Feldbus-Masters kontrollieren.
CE1Systembus CAN-KommunikationsunterbrechungFehler der CAN-Systembus-Kommunikation an Klemme X4.CAN-Busleitung unterbrochen, fehlender Abschlusswiderstand (120 Ohm), CAN-Baudraten-Fehlanpassung, hohe Störeinflüsse.CAN-Verkabelung prüfen, Busabschlusswiderstände an beiden Enden kontrollieren, Baudrateneinstellung überprüfen.
CE4Systembus CAN Bus-Off-FehlerCAN-Controller ist aufgrund übermäßiger Übertragungsfehler in den BUS-OFF-Zustand gegangen.Starke Störeinstrahlung, fehlerhafte Schirmerdung, falsche CAN-Baudrateneinstellung, doppelte Knotenadresse.Schirmung, Erdungsanschlüsse, Knotenadressen und CAN-Verkabelung überprüfen.
EErEEPROM-SpeicherfehlerInterner EEPROM-Prüfsummenfehler oder Schreibfehler bei Parameterspeicherung.Spannungsausfall während des Speichervorgangs, defekter interner Speicherbaustein.Werkseinstellungen laden (C0002) und Speichern (PAR SAVE) ausführen. Tritt der Fehler weiterhin auf, liegt ein interner Hardwaredefekt vor.
H05Interner Leistungsteil-HardwarefehlerHardwarefehler im internen Leistungsmodul oder der Ansteuerschaltung erkannt.Interner Bauteilausfall, defekter Treiberschaltkreis oder IGBT.Interner Hardwarefehler – Gerät ausschalten. Bleibt der Fehler nach Wiedereinschalten bestehen, Gerät zur Reparatur einsenden.
LP1NetzphasenausfallAusfall oder starke Unsymmmetrie in einer der drei AC-Eingangsphasen erkannt.Ausgelöste Netzsicherung, defektes Schütz, Phasenausfall in der Zuleitung.AC-Eingangsspannungen an den Klemmen L1, L2, L3 unter Lastbedingungen überprüfen.
NMAXDrehzahlgrenze überschrittenMotoristdrehzahl oder Sollwertfrequenz hat die programmierte maximale Grenze (C0011) überschritten.Falsche Motordaten, durchgehende Last, fehlerhafte Vektorregelparameter.Drehzahlrückführung prüfen, Motordaten im Umrichter verifizieren, maximalen Drehzahlparameter C0011 kontrollieren.
PR0System-Software-ExceptionInterner Laufzeitprogrammfehler des Mikrocontrollers.Starke elektromagnetische Störungen, fehlerhafter Firmware-Zustand.Netzspannung aus- und wieder einschalten. Bleibt der Fehler bestehen, liegt ein Hardware-/Firmwarefehler vor.

Haeufig gestellte Fragen

Welche Software wird für die Konfiguration des Lenze EVF9324-EV benötigt?

Zur Konfiguration und Parameterübertragung wird die PC-Software Lenze Global Drive Control (GDC) ab Version 4.x verwendet, die über einen LECOM-RS232/RS485-Adapter an den AIF-Steckplatz des Umrichters angeschlossen wird. Alternativ kann die Einstellung direkt über das Keypad XT (EMZ9371BC) vorgenommen werden.

Wie werden Parameter von einem defekten EVF9324-EV auf ein Ersatzgerät übertragen?

Die Parametersätze können über das Bedienteil Keypad XT vom Altgerät zwischengespeichert und auf den neuen Umrichter übertragen werden. Alternativ lässt sich das Parameterprofil über die Lenze GDC-Software auslesen und in das Ersatzgerät einspielen.

Was bedeutet ein rotes Dauerlicht der TRIP-LED am Gerät?

Ein rotes Dauerlicht der TRIP-LED signalisiert eine aktive Störung (TRIP), bei der der Antrieb aus Sicherheitsgründen abgeschaltet wurde. Der genaue Fehlercode kann über das Keypad XT oder die Parameter C0003/C0168 in der GDC-Software ausgelesen werden.

Kann der Lenze EVF9324-EV in ein PROFIBUS-Netzwerk eingebunden werden?

Ja, über den frontseitigen AIF-Erweiterungssteckplatz kann das PROFIBUS-DP-Kommunikationsmodul EMF2133IB nachgerüstet werden, um den Frequenzumrichter in bestehende PROFIBUS-Netzwerke zu integrieren.

Was ist bei der Behebung eines EEr-Fehlers zu beachten?

Der Fehler EEr deutet auf einen EEPROM-Speicherfehler hin. Zunächst sollte versucht werden, die Werkseinstellungen über Parameter C0002 zu laden und abzuspeichern. Tritt der Fehler weiterhin auf, liegt ein interner Hardwaredefekt vor, der eine Reparatur oder ein geprüftes Ersatzgerät erfordert.

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Gehen Sie mit unseren Garantiebedingungen auf Nummer sicher

Industrieanlagen sollten vorzugsweise stets in Betrieb bleiben, unabhängig von den Umständen. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, dass Sie sich auf hochwertige Produkte und/oder nachhaltige Reparaturen verlassen können. Mit unseren Garantiebedingungen können Sie sich auf Sicherheit verlassen, unabhängig davon, ob Sie sich für neue, gebrauchte oder reparierte Produkte entscheiden.

Datensicherung und -wiederherstellung

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Spezifische Firmware- und Hardware-Versionen

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