Lenze E93DA552I4B531 9300 Servo PLC Regler 5,5 kW

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Produktinformationen
Der Lenze E93DA552I4B531 ist ein kompakter Regler aus der Serie 9300 Servo PLC, der eine präzise Servo-Antriebssteuerung mit einer integrierten IEC 61131-3 Soft-SPS vereint. Das Gerät ist für hochdynamische Bewegungssteuerungen in der industriellen Automation ausgelegt und arbeitet an einer 3-phasigen Netzspannung im Bereich von 320 V AC bis 528 V AC. Mit einer Bemessungsleistung von 5,5 kW liefert dieser Servoregler einen Dauerausgangsstrom von 13 A bei einer Schaltfrequenz von 8 kHz sowie einen kurzzeitigen Spitzenstrom von 19,5 A für bis zu 60 Sekunden, um anspruchsvolle Beschleunigungsphasen zu bewältigen.
Zur Einbindung in Maschinenkonstruktionen verfügt das Gerät über eine integrierte CANopen-Systembusschnittstelle, dedizierte Sub-D-Anschlüsse für Resolver (X7) sowie Inkremental- oder SinCos-Geber (X8) und eine flexible AIF-Steckplatzerweiterung für Feldbusse wie PROFIBUS-DP oder EtherCAT. Die Peripherieanbindung wird durch 8 digitale Eingänge, 4 digitale Ausgänge, 2 analoge Differenzeingänge und 2 analoge Ausgänge abgedeckt. Die Inbetriebnahme eines Ersatzgeräts erfordert das Einspielen der Anwendungsparameter und des SPS-Programms über Global Drive Control (ab v4.x) oder Drive PLC Developer Studio (ab v2.x). Alternativ ermöglicht das steckbare E93DZM-Speichermodul einen direkten Programm- und Parameterübertrag ohne PC. ABC Industrial Parts unterstützt Sie bei der Beschaffung passender Ersatzgeräte und der Vorbereitung der benötigten Konfiguration.
Für den laufenden Betrieb und die Fehlersuche bietet die Einheit eine integrierte LED-Diagnose für Bereitschaft, Fehlerzustände und CAN-Bus-Status sowie einen internen TRIP-Fehlerspeicher, der per Keypad EMF2102IB XT oder Diagnose-Software ausgelesen werden kann. Statusmeldungen und Fehlercodes wie OC1 (Überstrom), OU (Überspannung) oder Sd2 (Resolverfehler) erlauben eine schnelle Zuordnung externer Störungen in der Verkabelung oder Motorlast. Treten hingegen interne Fehler wie EE (EEPROM-Fehler) oder H05 (Hardwarefehler) auf, liegt ein Defekt auf Platinen- oder Leistungsebene vor, der nicht vor Ort instand gesetzt werden kann. In diesen Fällen bietet ABC Industrial Parts mit geprüften Austauschgeräten und Reparaturservices einen schnellen Weg zurück zur betriebsbereiten Anlage.
Technische Daten
| Hersteller | Lenze |
| Sachnummer | E93DA552I4B531 |
| Modell / Typ | REGULATOR |
| Komponententyp | Servo PLC Regulator |
| Produktfamilie | 9300 |
| Bemessungsleistung | 5.5 kW |
| Min. Versorgungsspannung | 320 V AC |
| Max. Versorgungsspannung | 528 V AC |
| Dauerausgangsstrom | 13 A |
| Spitzenausgangsstrom | 19.5 A |
| Verlustleistung | 220 W |
| Schaltfrequenz | 8 kHz |
| Digitale Eingänge | 8 |
| Digitale Ausgänge | 4 |
| Analoge Eingänge | 2 |
| Analoge Ausgänge | 2 |
Programmierung und Konfiguration
Die Konfiguration und Programmierung des Lenze E93DA552I4B531 erfolgt über die Inbetriebnahmesoftware Global Drive Control (GDC) ab Version 4.x sowie das Drive PLC Developer Studio (DDS) ab Version 2.x. Dank der integrierten IEC 61131-3 Soft-SPS führt der Regler komplexe Steuerungs- und Bewegungsaufgaben direkt auf dem Antrieb aus. Dadurch lassen sich Anwendungslogiken wie elektronische Getriebe, Kurvenscheiben oder dezentrale Positionierabläufe ohne Belastung der zentralen Haupt-SPS realisieren.
Für einen schnellen Gerätewechsel ohne Rechner unterstützt das System das steckbare Speichermodul E93DZM. Dieses speichert sämtliche Antriebsparameter und SPS-Programme ab, sodass beim Austausch des Reglers lediglich das Speichermodul umgesteckt werden muss. Die Verbindung zwischen Programmierwerkzeugen und dem Regler erfolgt entweder über den CANopen-Systembus oder mit Hilfe des PC-Adapters EMF2177IB (USB/CAN).
Kommunikation und Systemintegration
Zur Vernetzung in mehrachsigen Antriebsverbänden ist der Servoregler E93DA552I4B531 standardmäßig mit einer CANopen-Systembusschnittstelle über Steckklemmen ausgestattet. Diese ermöglicht die hochdynamische Querverbindung zwischen mehreren Achsen sowie die Übertragung von Prozess- und Parameterdaten.
Zusätzlich verfügt der Regler über den Automation Interface (AIF) Steckplatz. Dieser nimmt optionale Feldbusmodule auf, darunter die PROFIBUS-DP-Baugruppen EMF2131IB und EMF2133IB oder das EtherCAT-Modul EMF2192IB. Für die direkte Signalverarbeitung an der Maschine stehen 8 digitale Eingänge, 4 digitale Ausgänge, 2 analoge Differenzeingänge und 2 analoge Ausgänge zur Verfügung.
Diagnose und Statusanzeige
Die Betriebszustände und Störungen des E93DA552I4B531 werden über drei Leuchtdioden an der Frontseite signalisiert. Detaillierte Diagnosewerte und gespeicherte Warn- oder Fehlerzustände lassen sich über das aufsteckbare Keypad EMF2102IB XT oder per Kommunikationsverbindung mit der Software Global Drive Control aus dem internen TRIP-Speicher abrufen.
Status-LED-Anzeigen
| LED | Farbe/Status | Bedeutung |
|---|---|---|
| Ready | Grün - Dauerhaft / Blinkend | Dauerhaft: Antriebsregler betriebsbereit. Blinkend: Reglersperre aktiv oder Initialisierung läuft. |
| Error | Rot - Dauerhaft / Blinkend | Dauerhaft: Aktiver TRIP-Fehler liegt an. Blinkend: Aktive Warnmeldung. |
| CAN | Grün/Rot - Dauerhaft Grün / Rot | Grün: CAN-Systembus arbeitet normal. Rot: Bus-Off oder Kommunikationsfehler. |
Austausch und Ersatzteile
Beim Ersetzen eines Lenze E93DA552I4B531 muss sichergestellt werden, dass die elektrische Leistung von 5,5 kW und die Versorgungsspannung im Bereich von 320 V AC bis 528 V AC mit der vorhandenen Konfiguration übereinstimmen. Da der Regler sowohl Antriebs- als auch SPS-Funktionen ausführt, ist die Übertragung des Anwendungsprogramms und der Parameter auf das Ersatzgerät zwingend erforderlich.
Der einfachste Übertrag gelingt durch Umstecken des E93DZM-Speichermoduls vom alten auf den neuen Regler. Ist das Speichermodul beschädigt, müssen die Daten über die Software Global Drive Control (GDC v4.x+) oder Drive PLC Developer Studio (DDS v2.x+) aus einem vorhandenen Projekt-Backup auf den Ersatzregler eingespielt werden. Zudem müssen eventuell vorhandene AIF-Steckmodule (z. B. PROFIBUS-DP oder EtherCAT) auf das Ersatzgerät übertragen und deren Busadresse kontrolliert werden.
Fehlercodes und Stoercodes
Die folgenden Fehlercodes koennen waehrend Betrieb oder Diagnose angezeigt werden:
| Code | Name | Beschreibung | Moegliche Ursache | Empfohlene Massnahme |
|---|---|---|---|---|
| OC1 | Kurzschluss / Überstrom | Kurzschluss oder extremer Überstrom in den Motorausgangsstufen während der Beschleunigung. | Kurzschluss im Motorkabel, Wicklungsschluss gegen Masse, Motor zu klein dimensioniert, Beschleunigungsrampe zu kurz. | Motorkabel und Wicklungsisolation prüfen; Beschleunigungszeit erhöhen. |
| OC2 | Überstrom während der Verzögerung | Motorstrom hat während der Bremsphase den Grenzwert überschritten. | Verzögerungsrampe zu kurz eingestellt, schnelle Stromgrenze überschritten. | Verzögerungszeit erhöhen; Konfiguration von Bremschopper und Bremswiderstand prüfen. |
| OC5 | Ixt-Überlastung | Kontinuierliche Stromüberlastüberwachung (Ixt-Überlast) hat angesprochen. | Dauerhafte mechanische Überlastung, blockierte Motorwelle, Regler für den Arbeitszyklus unterdimensioniert. | Mechanische Last und Arbeitszyklus prüfen; Motorlast reduzieren. |
| OU | Überspannung Zwischenkreis | Zwischenkreis-Gleichspannung hat den maximalen Schwellenwert überschritten. | Zu hohe Rückspeiseenergie beim Bremsen, Bremswiderstand nicht angeschlossen oder defekt, Netzspannung zu hoch. | Externen Bremswiderstand, Bremsmodul-Anschluss und Netzspannung prüfen. |
| LU | Unterspannung Zwischenkreis | Zwischenkreis-Gleichspannung ist unter die minimale Betriebsgrenze gefallen. | Netzausfall, fehlende Netzphase, Hauptschütz unter Last geöffnet. | Netzeinspeisung, Sicherungen, Netzleitungen und Leistungsverdrahtung prüfen. |
| LP1 | Phasenausfall | Fehlende Phase an der eingehenden 3-Phasen-Wechselstromleitung. | Sicherung durchgebrannt, lose Klemmenverbindung, unsymmetrische Netzspannung. | Hauptsicherungen, Netzeingangsanschlüsse und Netzphasensymmetrie prüfen. |
| OH | Übertemperatur Kühlkörper | Kühlkörpertemperatur des Reglers hat die maximale Sicherheitsgrenze überschritten. | Unzureichender Kühlluftstrom, verschmutzte Kühlrippen, Lüfterausfall im Schaltschrank, zu hohe Umgebungstemperatur. | Kühlkörper reinigen, Funktion des Schaltschranklüfters sicherstellen, Schaltschrankbelüftung verbessern. |
| OH4 | Motortemperaturfehler | Thermischer Motorsensor (PTC / KTY) meldet Übertemperatur. | Motor überlastet, Motorlüfter nicht in Betrieb, Sensorkabel gebrochen oder getrennt. | Motor abkühlen lassen; Sensorkabel der Motorüberwachung und Motorlast prüfen. |
| Sd2 | Resolverfehler | Resolver-Anschlussfehler oder Signalverlust an Stecker X7. | Resolverkabel nicht angeschlossen, Schirmung fehlerhaft, Drahtbruch. | Resolver-Rückführverdrahtung, Schirmung und Sub-D-Stecker an X7 prüfen. |
| Sd3 | Geberfehler | Inkremental- oder SinCos-Geber-Rückführfehler an Stecker X8. | Geberkabel defekt, Impuls fehlt, Geberversorgungsspannung fehlt. | Geberkabel, Schirmung, Stecker X8 und Geberversorgungsspannung prüfen. |
| CE0 | AIF-Kommunikationsfehler | Kommunikationsüberwachungsfehler zwischen Regler und Steckmodul auf dem AIF-Steckplatz. | Loses Feldbusmodul, Feldbus-Verbindungsfehler, Moduldefekt. | Sitz des Feldbusmoduls auf dem AIF-Steckplatz prüfen; Netzwerkverkabelung kontrollieren. |
| CE1 | Systembusfehler (CAN) | CAN-Bus-Kommunikationsfehler oder Master-Timeout an der Systembusschnittstelle X4. | Busverkabelungsfehler, fehlender Bus-Abschlusswiderstand (120 Ohm), falsche CAN-Baudrate. | CAN-Bus-Verkabelung, Abschlusswiderstände und Knotenadresseinstellung prüfen. |
| EE | EEPROM-Fehler | Prüfsummenfehler oder Lese-/Schreibfehler im internen nichtflüchtigen Speicher. | Defektes Speichermodul oder beschädigte Parameterdaten beim Ausschalten. | Interner Hardwarefehler – Werksparameter neu laden oder Speichermodul/Reglereinheit austauschen. |
| H05 | Interner Hardwarefehler | Hardwarefehler beim Selbsttest beim Einschalten oder während des Betriebs erkannt. | Interner Platinenfehler oder beschädigter Leistungsteil. | Interner Hardwarefehler – Reparatur vor Ort nicht möglich. Gerät zur Reparatur einsenden oder Regler austauschen. |
| P12 | SPS-Task-Watchdog-Fehler | Verarbeitungszeit der SPS-Anwenderprogramm-Task hat das zyklische Zeitlimit überschritten. | Endlosschleife im IEC 61131-Programm oder Task-Ausführungszeit zu niedrig eingestellt. | Ausführungszeit des SPS-Programms im Drive PLC Developer Studio überprüfen. |
Haeufig gestellte Fragen
Wie werden Parameter und SPS-Programme auf einen Ersatzregler E93DA552I4B531 übertragen?
Der Übertrag kann direkt durch Umstecken des E93DZM-Speichermoduls erfolgen. Alternativ lassen sich Projekt-Backups über die Software Global Drive Control (GDC v4.x+) oder Drive PLC Developer Studio (DDS v2.x+) einspielen.
Welche Software wird für die Konfiguration des Lenze E93DA552I4B531 benötigt?
Für die Inbetriebsetzung und Parameteranpassung wird Global Drive Control (GDC) ab Version 4.x verwendet. Für die Erstellung und Bearbeitung der IEC 61131-3 SPS-Programme dient das Drive PLC Developer Studio (DDS) ab Version 2.x.
Welche Geber- und Rückführsysteme können am E93DA552I4B531 angeschlossen werden?
Der Regler bietet dedizierte Sub-D-Anschlüsse: Klemme X7 unterstützt Resolver-Geber, während Klemme X8 für Inkrementalgeber sowie SinCos-Absolutwertgeber vorgesehen ist.
Welche Feldbusse lassen sich am E93DA552I4B531 nachrüsten?
Über den AIF-Steckplatz können Feldbusmodule wie die PROFIBUS-DP-Baugruppen EMF2131IB oder EMF2133IB sowie das EtherCAT-Modul EMF2192IB eingesetzt werden.
Was bedeuten die Fehlercodes EE oder H05 am Regler?
EE weist auf einen EEPROM-Speicherfehler hin, während H05 einen internen Hardwarefehler signalisiert. Diese Störungen betreffen die interne Elektronik und können vor Ort nicht behoben werden; das Gerät muss ausgetauscht oder repariert werden.
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