Lenze EVS9326-EPV004 EVS9326-EP V004 – 9300 Servo Position Controller 11 kW

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Produktinformationen
Der Lenze EVS9326-EPV004 ist eine intelligente Servo-Positioniersteuerung aus der Serie 9300 Servo, die für anspruchsvolle Bewegungsaufgaben in der industriellen Automatisierung entwickelt wurde. Das Gerät wird an einer Dreiphasen-Netzspannung von 400 V AC betrieben, wofür ein zulässiger Versorgungsbereich von 320 V AC bis 528 V AC spezifiziert ist. Bei einer Schaltfrequenz von 8 kHz liefert die Antriebseinheit eine Nennleistung von 11 kW, einen Bemessungsstrom von 23,5 A sowie einen kurzzeitigen Spitzenstrom von 35,3 A bei einer Ausgangsspannung von bis zu 460 V AC. Als EP-Variante verfügt dieser Servoregler über integrierte Positionierfunktionen für Punkt-zu-Punkt-Positionierungen, Referenzfahrten und frei programmierbare Bewegungsprofile direkt im Gerät, was übergeordnete Steuerungseinheiten entlastet.
Für die Einbindung in bestehende Steuerungsarchitekturen bietet der EVS9326-EPV004 eine integrierte CAN-Systembus-Schnittstelle nach CAN 2.0B mit Datenraten bis zu 500 kbit/s sowie zwei Erweiterungssteckplätze (Automation Slot A und Function Slot M) für Feldbusmodule wie PROFIBUS-DP (EMF2133IB) oder CANopen (EMF2171IB). Die Rückführung von Synchronservomotoren erfolgt über den Resolveranschluss X7, ergänzt durch Inkrementalgeber- und Masterfrequenz-Anschlüsse an Stecker X8. Vor der Wiederinbetriebnahme einer Ersatzeinheit muss der im internen EEPROM hinterlegte Parametersatz übertragen werden, der bis zu vier unabhängige Konfigurationen aufnehmen kann. Zur Sicherung und Übertragung von Parametern dienen der Bedienbaustein Keypad XT (EMZ9371BC) sowie die Software Lenze Global Drive Control (GDC), wobei ABC Industrial Parts bei der Auslesung und Aufbereitung bestehender Konfigurationen unterstützen kann.
Zur Vor-Ort-Diagnose ist der Servoregler mit zwei frontseitigen Status-LEDs, einem internen Fehlerspeicher (Code C0168) für die letzten vier TRIP-Zustände mit Betriebsstundenstempel sowie einer Echtzeit-Parameterüberwachung ausgestattet. Eine grün leuchtende LED zeigt die Betriebsbereitschaft und Reglerfreigabe an, während eine rote LED aktive Warnungen durch Blinken oder Abschaltungen (TRIP) durch Dauerlicht signalisiert. Bei Abschaltungen durch Netzunterspannung (LU), Zwischenkreisüberspannung (OU) oder Überstrom (OC1) sollten zunächst die Netzspannung, Motorkabel und Bremswiderstände kontrolliert werden. Liegen dagegen interne Platinen- oder Speicherfehler wie EER, PER oder H05 vor, ist eine Reparatur im Schaltschrank nicht möglich; in solchen Fällen bietet ein getestetes Austauschgerät von ABC Industrial Parts den schnellsten Weg zur Wiederherstellung der Anlage.
Technische Daten
| Hersteller | Lenze |
| Teilenummer | EVS9326-EPV004 |
| Modell / Typ | EVS9326-EP V004 |
| Produktfamilie | 9300 Servo |
| Komponententyp | Servo Controller |
| Nennspannung | 400 V AC |
| Versorgungsspannungsbereich | 320 ... 528 V AC |
| Bemessungsstrom | 23,5 A |
| Spitzenausgangsstrom | 35,3 A |
| Ausgangsspannung | 0 ... 460 V AC |
| Nennleistung | 11 kW |
| Schaltfrequenz | 8 kHz |
| Maximale Ausgangsfrequenz | 480 Hz |
Programmierung und Konfiguration
Die Programmierung und Feineinstellung des Lenze EVS9326-EPV004 erfolgt bevorzugt mit der Software Lenze Global Drive Control (GDC). Diese Softwareumgebung ermöglicht das Erstellen von Bewegungsprofilen, die Einrichtung von Referenzfahrten sowie die visuelle Analyse über eine integrierte Oszilloskop-Funktion. Für Anpassungen direkt an der Maschine kann der steckbare Bedienbaustein Keypad XT (EMZ9371BC) genutzt werden, der Zugriff auf die Diagnose- und Parametermenüs wie Code C0003, C0161 und C0168 bietet.
Ein wesentliches Merkmal der Steuerung ist das interne, nichtflüchtige EEPROM, das bis zu vier eigenständige Parametersätze speichert. Dadurch lassen sich komplette Anlagenkonfigurationen auslesen, sichern und bei einem Reglerwechsel direkt in das Ersatzgerät einspielen. Ein manuelles Nachprogrammieren von Positionier- und Motordaten entfällt bei der Inbetriebnahme weitgehend.
Kommunikation und Systemintegration
Für den Datenaustausch im Mehrachsverbund ist der EVS9326-EPV004 standardmäßig mit einer CAN-Systembus-Schnittstelle nach CAN 2.0B ausgerüstet. Diese unterstützt Übertragungsraten von bis zu 500 kbit/s und erlaubt die direkte Querverbindung zwischen Servoregler-Achsen sowie die Einbindung in übergeordnete Steuerungsnetzwerke via CANbus oder LECOM-Protokoll.
Zusätzliche Feldbusanbindungen werden über die zwei Erweiterungssteckplätze Automation Slot A und Function Slot M realisiert. Hier können optionale Schnittstellenmodule wie EMF2133IB für PROFIBUS-DP oder EMF2171IB für CANopen eingesetzt werden. Die Rückführungssignale von Servomotoren verarbeitet das Gerät über einen Sub-D Resolveranschluss (X7) sowie einen multifunktionalen Geberanschluss (X8) für Inkrementalgeber- und Masterfrequenzsignale.
Diagnose und Statusanzeige
Zur unmittelbaren optischen Diagnose verfügt der Regler über zwei LED-Indikatoren an der Frontseite. Die grüne LED zeigt den Betriebszustand und die Freigabe der Leistungsendstufe an, während die rote LED Warnungen und aktive Fehlerabschaltungen signalisiert. Bei einer TRIP-Abschaltung wird die Ausführung von Fahrbefehlen sofort unterbrochen.
Erweiterte Diagnoseinformationen liefert der interne Fehlerspeicher. Unter Code C0168 werden die letzten vier aufgetretenen TRIP-Zustände inklusive Betriebsstundenstempel chronologisch abgespeichert. Diese Historie kann zusammen mit aktuellen Messwerten über das Keypad XT oder den GDC Diagnose-Monitor ausgelesen werden, um Ursachen von Anlagenstillständen einzugrenzen.
Status-LED-Anzeigen
| LED | Farbe/Status | Bedeutung |
|---|---|---|
| Red LED (TRIP) | Red - Flashing / Solid ON | Blinkend: Warnung aktiv; Dauerlicht: TRIP-Fehlerzustand aktiv, Regler gesperrt |
| Green LED (Ready / Operation) | Green - Solid ON / Flashing | Dauerlicht: Regler freigegeben und betriebsbereit; Blinkend: Reglersperre / Safe Stop aktiv |
Austausch und Ersatzteile
Bei der Auswahl eines Ersatzgeräts für den Lenze EVS9326-EPV004 muss sichergestellt werden, dass die Leistungsdaten (11 kW Nennleistung, 23,5 A Bemessungsstrom) und die genaue Ausführungsvariante (EP mit integrierter Positionierung) übereinstimmen. Da die Einstellungen im Regler gespeichert werden, ist ein reiner Plug-and-Play-Tausch ohne Vorbereitung in der Regel nicht möglich.
Vor der Inbetriebnahme des Ersatzgeräts muss der anwendungsspezifische Parametersatz über den Keypad XT Baustein oder die Lenze GDC Software übertragen werden. Darüber hinaus sollten vorhandene Feldbusmodule (z. B. EMF2133IB für PROFIBUS) aus den Steckplätzen A und M übernommen und die Resolververbindungen an Stecker X7 auf ordnungsgemäße Rastelement- und Schirmkontaktierung überprüft werden.
Fehlercodes und Stoercodes
Die folgenden Fehlercodes koennen waehrend Betrieb oder Diagnose angezeigt werden:
| Code | Name | Beschreibung | Moegliche Ursache | Empfohlene Massnahme |
|---|---|---|---|---|
| OC1 | Kurzschluss / Erdschluss | Überstrom in der Leistungsendstufe durch Kurzschluss oder Erdschluss erkannt. | Kurzschluss in den Motorwicklungen oder im Motorkabel, Erdschluss, unzulässig langes Motorkabel. | Motorkabel und Wicklungsisolation prüfen; Länge des Motorkabels kontrollieren; Ausgangsklemmen des Reglers überprüfen. |
| OC2 | Überstrom während Beschleunigung | Spitzenstrom der Leistungsendstufe während der Beschleunigungsphase überschritten. | Beschleunigungsrampe zu kurz eingestellt, mechanische Blockade oder Überlast am Motor, falsche Motordaten parametriert. | Beschleunigungszeit (C0012/C0013) erhöhen; Mechanik auf Freigängigkeit prüfen; Motorparameter im Regler verifizieren. |
| OC5 | I2t-Motorüberlastung | Berechnete thermische Motorbelastung hat den I2t-Grenzwert überschritten. | Dauerhafte mechanische Überlastung des Motors, falsche Einstellung des Motornennstroms in Parameter C0087. | Mechanische Belastung und Einschaltdauer prüfen; Einstellung des Motornennstroms in C0087 kontrollieren. |
| OU | Zwischenkreisüberspannung | Zwischenkreisspannung hat den oberen Schwellenwert (>770 V DC) überschritten. | Zu hohe Generatorenergie vom Motor beim Bremsen, Bremschopper oder externer Bremswiderstand fehlt oder ist defekt. | Verzögerungsrampe verlängern; externen Bremswiderstand und Bremschopperschaltung prüfen oder nachrüsten. |
| LU | Zwischenkreisunterspannung | Zwischenkreisspannung ist unter den Mindestschwellenwert (<370 V DC) gefallen. | Netzspannungseinbruch, Phasenausfall in der Zuleitung, Störung der Netzversorgung. | Einspeisespannung an den Netzanschlussklemmen prüfen; Sicherungen und Netzschütze kontrollieren. |
| OH | Kühlkörperübertemperatur | Kühlkörpertemperatur hat den Grenzwert von 85 °C überschritten. | Umgebungstemperatur zu hoch, Lüfterausfall, verschmutzte Kühlkörperlamellen oder verdeckte Lüftungsschlitze. | Schaltschrankbelüftung verbessern; Kühlkörper reinigen; internen Gerätelüfter auf Funktion prüfen und ggf. austauschen. |
| OH4 | Motor thermische Überlastung | Motortemperatursensor (PTC oder Thermokontakt) hat angesprochen. | Motor durch Überlastung oder mangelnde Kühlung überhitzt; Unterbrechung in der Sensorleitung. | Motor abkühlen lassen; Fremdlüfter und Kühlung des Motors prüfen; Sensoranschluss an den Klemmen X1/X2 überprüfen. |
| OH7 | Innenraumtemperatur zu hoch | Die Temperatur im Innenraum des Reglergehäuses hat den zulässigen Grenzwert überschritten. | Umgebungstemperatur im Schaltschrank zu hoch. | Schaltschranktemperatur senken; Schaltschrankkühlung oder Klimatisierung prüfen. |
| OH8 | Sensorbruch Motortemperatur | Drahtbruch oder fehlendes Signal am Eingang des Motortemperatursensors erkannt. | Unterbrochenes oder nicht angeschlossenes Sensorkabel (PTC/KTY). | Verkabelung zwischen Motortemperatursensor und Klemmen des Reglers auf Durchgang prüfen. |
| CE0 | CANbus Kommunikationsfehler | Kommunikationsstörung auf dem Lenze Systembus CAN oder Bus-Off-Zustand. | Falsche Baudrateneinstellung, beschädigtes CAN-Kabel, fehlende Busabschlusswiderstände (120 Ohm), EMV-Einstreuung. | CAN-Baudrate verifizieren; Buskabel, Schirmung und die beiden 120-Ohm-Abschlusswiderstände an den Busenden prüfen. |
| EER | EEPROM-Speicherfehler | Prüfsummenfehler oder Datenkorruption im internen EEPROM-Speicher festgestellt. | Interner EEPROM-Fehler, abgebrochener Speichervorgang bei Netzausfall, Hardwaredefekt auf der Steuerplatine. | Werkseinstellungen laden (C0002 = 11); bleibt der Fehler bestehen, liegt ein Platinen-Hardwarefehler vor. |
| H05 | Interner Hardwarefehler | Fehler beim internen Hardware-Selbsttest während des Starts oder Betriebs aufgetreten. | Defekt der internen Netzteilplatine oder der Mikrocontroller-Hardware. | Gerät aus- und wieder einschalten; bei bleibender Meldung ist der Regler zur Reparatur einzusenden oder auszutauschen. |
| NMAX | Maximaldrehzahl überschritten | Motordrehzahl-Rückmeldung hat den eingestellten Grenzwert (C0028) überschritten. | Falsche Reglerparameter, Störung im Geber-/Resolversignal, durchgehende Last. | Verkabelung des Rückführgebers prüfen; Drehzahleinstellungen und Parameter C0028 kontrollieren. |
| PI | Netzphasenausfall | Ausfall einer oder mehrerer Phasen der eingehenden Netzversorgung erkannt. | Ausgelöste Netzssicherung, defekter Hauptschalter oder lose Zuleitung Phase L1, L2 oder L3. | Dreiphasen-Einspeisespannung an L1, L2 und L3 unter Lastbedingungen messen. |
| Sd2 | Resolverfehler / Signalausfall | Signalausfall oder Kabelbruch des Resolversystems an Stecker X7 festgestellt. | Defekter Resolver, beschädigtes Feedbackkabel, loser Stecker X7. | Resolverkabel und Steckverbindung X7 prüfen; Widerstandswerte des Resolvers durchmessen. |
| Sd3 | Geberspurfehler | Inkrementalgebersignal gestört oder Spurausfall an Stecker X8 erkannt. | Geberkabel unterbrochen, defekter Inkrementalgeber, fehlerhafte Geberversorgungsspannung. | Geberkabel und Schirmung kontrollieren; Spannungsversorgung sowie Spuren A, B und Z überprüfen. |
| PER | Programmspeicherfehler | Fehler bei der internen Programmcode-Prüfung oder Defekt im Flash-Speicher. | Hardwarefehler auf der Steuerplatine oder korrupte Firmware. | Interner Hardwarefehler; das Gerät erfordert eine Reparatur oder einen Austausch. |
Haeufig gestellte Fragen
Welche Software wird für die Konfiguration des Lenze EVS9326-EPV004 benötigt?
Für die Parametrierung, Diagnose und Erstellung von Bewegungsprofilen wird die Software Lenze Global Drive Control (GDC) verwendet. Alternativ können Einstellungen direkt am Gerät über den Bedieneinheit Keypad XT (EMZ9371BC) vorgenommen werden.
An welcher Versorgungsspannung wird der EVS9326-EPV004 betrieben?
Der Servoregler ist für den Betrieb an einer 3-phasigen Wechselspannung von 400 V AC ausgelegt. Der zulässige Betriebsspannungsbereich liegt zwischen 320 V AC und 528 V AC.
Was bedeutet die Fehlermeldung EER am Regler?
Die Meldung EER deutet auf einen Prüfsummenfehler oder korrumpierte Daten im internen EEPROM hin. Tritt der Fehler nach dem Rücksetzen auf Werkseinstellungen (C0002 = 11) erneut auf, liegt ein Hardwaredefekt auf der Steuerplatine vor.
Kann der Servoregler mit Feldbussystemen wie PROFIBUS nachgerüstet werden?
Ja, über die integrierten Steckplätze Automation Slot A und Function Slot M können optionale Kommunikationsmodule wie das EMF2133IB für PROFIBUS-DP oder EMF2171IB für CANopen montiert werden.
Was zeigen die Status-LEDs an der Frontseite an?
Die grüne LED signalisiert bei Dauerlicht den betriebsbereiten und freigegebenen Zustand des Reglers. Eine dauerhaft rot leuchtende TRIP-LED zeigt eine Fehlerabschaltung an, bei der die Leistungsendstufe gesperrt wird.
Profitieren Sie von unserer Umtauschformel
Ein defektes Teil muss nicht wertlos sein. Bei ABC Industrial Parts können Sie defekte Teile abgeben und sofort von einem Rabatt auf Ihren Neukauf profitieren. Dies ist eine clevere Möglichkeit, Geld zu sparen und gleichzeitig zur Kreislaufwirtschaft beizutragen.
Gehen Sie mit unseren Garantiebedingungen auf Nummer sicher
Industrieanlagen sollten vorzugsweise stets in Betrieb bleiben, unabhängig von den Umständen. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, dass Sie sich auf hochwertige Produkte und/oder nachhaltige Reparaturen verlassen können. Mit unseren Garantiebedingungen können Sie sich auf Sicherheit verlassen, unabhängig davon, ob Sie sich für neue, gebrauchte oder reparierte Produkte entscheiden.
Datensicherung und -wiederherstellung
Haben Sie aufgrund eines Defekts wertvolle Parameter oder Daten verloren, während die Unterstützung durch den Hersteller eingestellt wurde? Bei ABC Industrial Parts unterstützen wir Sie bei der Sicherung dieser Daten, sowohl bei gängigen als auch bei spezifischen Produkten.
Spezifische Firmware- und Hardware-Versionen
Wenn Sie mit spezifischen Hardware- oder Firmware-Versionen arbeiten, die vom Hersteller nicht mehr angeboten werden, ist ABC Industrial Parts Ihr kompetenter Ansprechpartner. Geben Sie bei Ihrer Anfrage deutlich an, welche Versionen Sie benötigen. Wir prüfen dann die Möglichkeiten, diese Versionen zu liefern, damit Ihre Anlagen weiterhin optimale Leistungen erbringen.
Haftungsausschluss:
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