Lenze 8601.F.2E.20 Frequenzumrichter 8600 Serie 0,75 kW

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Produktinformationen

Produktfamilie: 8600 Series | Serie: 8600 Series

Der Lenze 8601.F.2E.20 ist ein kompakter Frequenzumrichter aus der Lenze Serie 8600, der für die präzise Drehzahlregelung von dreiphasigen Asynchronmotoren bis zu einer Leistung von 0,75 kW ausgelegt ist. Das Gerät arbeitet an einem dreiphasigen Netzanschluss mit Nennspannungen von 400 V AC bis 480 V AC bei zulässigen Spannungsgrenzen zwischen 320 V AC und 528 V AC und liefert einen kontinuierlichen Ausgangsstrom von 2,5 A. Die Modellbezeichnung mit dem Zusatz .F kennzeichnet den integrierten Funkentstörfilter gemäß EN 55011, der elektromagnetische Störungen minimiert und die Installation ohne externe Filterkomponenten im Schaltschrank ermöglicht. Die Motorsteuerung erfolgt flexibel über U/f-Kennliniensteuerung mit linearer oder quadratischer Charakteristik sowie Schlupfkompensation im Schutzart-IP20-Gehäuse.

Für die Einbindung in moderne Maschinenarchitekturen verfügt der Frequenzumrichter über einen modularen Schnittstellensteckplatz. Dieser nimmt Bedientastaturen wie das Modul 2102 IB oder Kommunikationsadapter für LECOM, CANopen, PROFIBUS DP und INTERBUS auf. Bei der Inbetriebnahme eines Ersatzgeräts ist zu beachten, dass der Frequenzumrichter vor dem Betrieb konfiguriert werden muss. Die Parametrierung kann direkt über die Tastatur 2102 IB oder über die PC-Software Lenze Global Drive Control ausgeführt werden. Da zwei vollständige Parametersätze im nicht-flüchtigen EEPROM des Geräts gespeichert werden, lassen sich Anlageneinstellungen sichern und auf das Tauschgerät übertragen. ABC Industrial Parts unterstützt Instandhalter bei der Bereitstellung geprüfter Ersatzgeräte sowie bei der Konfigurationsübertragung.

Zur Statusüberwachung bietet der Umrichter visuelle LED-Anzeigen, bei denen eine grüne LED den normalen Betrieb sowie das Anliegen der Versorgungsspannung signalisiert und eine rote LED einen aktiven TRIP-Zustand anzeigt. Im Störungsfall werden detaillierte Fehlercodes im Bedienelement 2102 IB oder im Diagnosefenster der Software ausgegeben, wobei der historische Fehlerspeicher im Parameter C0168 zurückliegende Ereignisse festhält. Erste Prüfschritte sollten die Netzspannung, Phasenbelegung, Motorkabel und Schnittstellenverbindungen umfassen. Wenn interne Hardwaredefekte oder Speicherfehler auftreten, lassen sich diese Komponenten nicht vor Ort reparieren. In solchen Fällen stellt der Einsatz eines getesteten Austauschgeräts über ABC Industrial Parts die schnellste Lösung zur Vermeidung längerer Stillstandzeiten dar.

Technische Daten

HerstellerLenze
Teilenummer8601.F.2E.20
Modell / Typ8601.F.2E.20
Produktfamilie8600 Series
KomponententypFrequenzumrichter
Nennleistung0.75 kW
Versorgungsspannung3x 400 / 480 V AC
Spannungsbereich320 - 528 V AC
Nennstrom2.5 A
Dauer-Ausgangsstrom2.5 A
Ausgangsspannung3x 0 - Versorgungsspannung V AC
Ausgangsfrequenz0 - 480 Hz
Schaltfrequenz8 kHz
RegelungsartU/f-Kennliniensteuerung mit Schlupfkompensation
SchutzartIP20
EMV-FilterIntegrierter Funkentstörfilter nach EN 55011

Programmierung und Konfiguration

Die Parameterkonfiguration des Lenze 8601.F.2E.20 erfolgt wahlweise über das aufsteckbare Bedienelement 2102 IB oder die PC-Software Lenze Global Drive Control (GDC). Über das Bedienfeld können Parameter direkt am Gerät angepasst und Diagnosewerte ausgelesen werden. Die Software GDC bietet eine übersichtliche Oberfläche zur Verwaltung von Parameterdateien, Inbetriebsetzung und Auswertung von Betriebsdaten.

Ein zentraler Bestandteil der Speicherarchitektur ist der nicht-flüchtige EEPROM-Speicher, der zwei vollständige Parametersätze aufnehmen kann. Dadurch bleiben eingestellte Motordaten, Rampen und Reglerparameter auch bei einer Unterbrechung der Netzspannung dauerhaft erhalten. Bei einem Gerätetausch lässt sich der Parametersatz sichern und auf den Ersatzumrichter übertragen, um die Ausfallzeit der Anlage zu minimieren.

Kommunikation und Systemintegration

Der Frequenzumrichter Lenze 8601.F.2E.20 ist mit einem Steckplatz für modulare Kommunikationsschnittstellen ausgestattet. Dies ermöglicht eine flexible Anbindung an übergeordnete Automatisierungsnetzwerke ohne aufwendige Verdrahtungsumbauten. Als Schnittstellenmodule stehen unter anderem LECOM-Baugruppen (wie 2102 oder 2171) sowie Systembus-Adapter für CAN (wie 2175) zur Verfügung.

Darüber hinaus unterstützt die Modulpalette der Serie 8600 die Integration in Feldbussysteme wie CANopen, PROFIBUS DP und INTERBUS. Steuerbefehle, Frequenzsollwerte und Statusrückmeldungen werden zyklisch über den Feldbus ausgetauscht, was eine nahtlose Einbindung in speicherprogrammierbare Steuerungen (SPS) erlaubt.

Diagnose und Statusanzeige

Der Zustand des Frequenzumrichters lässt sich über zwei visuelle LED-Indikatoren an der Frontseite ablesen. Eine grüne LED signalisiert das Anliegen der Versorgungsspannung und den ordnungsgemäßen Betrieb, während eine rote LED das Auslösen einer TRIP-Abschaltung bei einer Störung anzeigt.

Für eine detaillierte Ursachenanalyse stehen das Bedienelement 2102 IB und das Diagnosefenster der Software Global Drive Control zur Verfügung. Im Parameter C0168 speichert das Gerät ein TRIP-Historienprotokoll, mit dem die zuletzt aufgetretenen Fehlercodes auch nach einem Neustart nachvollzogen werden können.

Status-LED-Anzeigen

LEDFarbe/StatusBedeutung
Ready / Fault LEDsGrün / Rot - Dauerhaft / BlinkendGrüne LED zeigt Betriebsbereitschaft und Spannungsversorgung an; Rote LED signalisiert aktiven TRIP oder Fehlerzustand.

Austausch und Ersatzteile

Beim Austausch eines Lenze 8601.F.2E.20 in bestehenden Produktionsanlagen müssen die genaue Teilenummer und die Ausführung der Schaltung abgeglichen werden. Da dieses Modell mit einem integrierten EMV-Filter (.F) ausgestattet ist, entfällt der Aufwand für die Installation externer Filterkomponenten. Das vorhandene Erweiterungsmodul – wie ein LECOM- oder CAN-Busmodul – wird direkt vom Altgerät auf den neuen Umrichter umgesteckt.

Ein Ersatzgerät läuft nach dem Einbau nicht ohne Übertragung der anwendungsspezifischen Konfiguration. Vor dem Start der Maschine müssen die Motor- und Steuerungsparameter eingespielt werden. Dies kann manuell über das Tastaturmodul 2102 IB oder über die Software Global Drive Control durch Auslesen der Parameterdatei aus dem Altgerät oder einer Datensicherung erfolgen.

Falls im Rahmen von Modernisierungsprojekten ein Upgrade angestrebt wird, stehen mit der Serie Lenze 8200 vector sowie den aktuellen Reihen i510 und i550 geeignete Nachfolgeoptionen bereit. Für eine schnelle Wiederinbetriebnahme ohne Änderungen an der Verdrahtung oder der SPS-Programmierung bleibt der direkte 1:1-Austausch mit einem identischen Umrichter die bevorzugte Lösung.

Fehlercodes und Stoercodes

Die folgenden Fehlercodes koennen waehrend Betrieb oder Diagnose angezeigt werden:

CodeNameBeschreibungMoegliche UrsacheEmpfohlene Massnahme
OC1Kurzschluss / Überstrom während BeschleunigungAusgangsstrom hat während der Beschleunigungsphase den Spitzenstromgrenzwert überschritten.Kurzschluss oder Erdschluss auf Motorseite; Motorkabel zu lang; Beschleunigungszeit zu kurz eingestellt.Motor und Motorkabel auf Kurzschluss und Isolationswiderstand prüfen; Beschleunigungszeit verlängern.
OC2Überstrom während VerzögerungAusgangsstrom hat während der Verzögerungsphase den Spitzenstromgrenzwert überschritten.Verzögerungszeit zu kurz eingestellt; steile Ramping-Mappe bei hoher Lastträgheit.Verzögerungszeit verlängern oder externes Bremsmodul/Bremswiderstand anschließen.
OC5Überstrom bei konstanter FahrtAusgangsstrom hat während des stationären Betriebs den Spitzenstromgrenzwert überschritten.Plötzlicher Laststoß oder Blockade; Motor überlastet; mechanische Blockierung.Mechanisches System auf Blockaden prüfen; Motorlast und -dimensionierung überprüfen.
OUÜberspannung im ZwischenkreisDie Zwischenkreisspannung im DC-Bus hat den maximalen Sicherheitsgrenzwert überschritten.Zu hohe Rückspeiseenergie vom Motor während der Verzögerung; Netzspannung zu hoch.Verzögerungszeit verlängern; Netzspannung prüfen; externen Bremswiderstand installieren.
LUUnterspannung im ZwischenkreisDie Zwischenkreisspannung im DC-Bus hat den minimalen Grenzwert unterschritten.Netzspannung zu niedrig; Netzphasenausfall; Unterbrechung der Versorgungsleitung.Netzspannung, Sicherungen und Netzverdrahtung überprüfen.
OHKühlkörper-ÜbertemperaturTemperatur des Leistungsteil-Kühlkörpers hat den zulässigen Grenzwert überschritten.Umgebungstemperatur zu hoch; Kühlkörper verschmutzt/blockiert; Schaltschrankkühlung unzureichend; Lüfter defekt.Kühlkörper reinigen, Belüftung des Schaltschranks verbessern, Lüfterfunktion prüfen.
OH4Motor-ÜbertemperaturThermische Überwachung des Motors oder PTC-Fühler hat angesprochen.Motor dauerhaft überlastet; unzureichende Kühlung des Motors; PTC-Fühlerkabel unterbrochen.Thermische Last und externe Kühlung des Motors prüfen; PTC-Anschluss überprüfen.
OH7Geräteinterne ÜbertemperaturDie Innentemperatur des Elektronikgehäuses hat den Sicherheitsgrenzwert überschritten.Umgebungstemperatur innerhalb des Schaltschranks zu hoch.Innentemperatur des Schaltschranks reduzieren und Belüftung überprüfen.
CE0Kommunikationsfehler (LECOM/Tastatur)Kommunikationsverlust zwischen Umrichtersteuerung und Bedienelement oder LECOM-Schnittstelle.Steckmodul lose oder defekt; Kommunikations-Timeout; Leitungsstörungen.Steckverbindung, Schnittstellenverdrahtung und Schirmung überprüfen.
CE1Kommunikationsfehler (Systembus / CAN)Kommunikationsausfall auf dem Systembus (CAN).Buskabel unterbrochen, Abschlusswiderstand fehlt oder Busknoten offline.CAN-Bus-Verdrahtung, Busabschlusswiderstände und Moduleinstellungen prüfen.
EEEEPROM-SpeicherfehlerSchreib-/Lesefehler im EEPROM oder Prüfsummenfehler.Interner Speicher korrupt, starke elektrische Störungen beim Speichern oder interner Hardware-Platinenfehler.Werkseinstellung zurücksetzen. Bei fortbestehendem Fehler liegt ein Hardwaredefekt vor, der Reparatur oder Austausch erfordert.
LP1NetzphasenausfallInverter hat eine Asymmetrie oder den vollständigen Ausfall einer Einspeisephase erkannt.Netzsicherung ausgelöst, lose Netzklemme oder Phasenausfall unter Last.Eingangssicherungen und Netzphasenspannungen unter Last überprüfen.
Pr0ParametersatzfehlerGeladener Parametersatz ist ungültig oder inkompatibel.Fehlerhafter Parameter-Download oder Parametersatz von inkompatibler Inverterversion übertragen.Gültigen Parametersatz neu laden oder Werkseinstellung durchführen.

Haeufig gestellte Fragen

Welche Bedienelemente und Software sind mit dem Lenze 8601.F.2E.20 kompatibel?

Der Frequenzumrichter unterstützt das aufsteckbare Bedienelement Lenze 2102 IB für die lokale Steuerung sowie die PC-Software Lenze Global Drive Control (GDC) zur Konfiguration und Diagnose.

Wie werden die Einstellungen auf ein Ersatzgerät übertragen?

Die Parameter können mit der Software Lenze Global Drive Control gesichert und eingespielt oder manuell über das Bedienelement 2102 IB eingegeben werden. Im internen EEPROM lassen sich zwei Parametersätze dauerhaft speichern.

Über welchen integrierten Filter verfügt das Modell 8601.F.2E.20?

Das Kennzeichen .F steht für einen integrierten Funkentstörfilter (EMV-Filter) nach EN 55011, der leitungsgebundene Störungen reduziert.

Was bedeutet die Fehlermeldung EE am Frequenzumrichter?

Der Fehlercode EE weist auf einen EEPROM-Speicherfehler hin. Lässt sich der Fehler nicht durch ein Zurücksetzen auf die Werkseinstellungen beheben, liegt ein interner Hardwaredefekt vor, der eine Reparatur oder ein Austauschgerät erfordert.

Welche Feldbus- und Kommunikationsmodule können verwendet werden?

Über den Steckplatz unterstützt das Gerät LECOM-Schnittstellen (2102/2171), CAN-Module (2175) sowie Schnittstellen für CANopen, PROFIBUS DP und INTERBUS.

Welche Nachfolgemodelle empfiehlt Lenze für die Serie 8600?

Als Nachfolge- und Modernisierungspfade empfiehlt Lenze die Serie 8200 vector oder die aktuellen Frequenzumrichter der Serien i510 und i550.

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Datensicherung und -wiederherstellung

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