Lenze 9325MP.1B.73 – 9300 Series 5.5 kW Steuerkarte
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Produktinformationen
Die Lenze 9325MP.1B.73 ist die zentrale Mikroprozessor-Steuerkarte (MP-Board) für Servo- und Frequenzumrichter der Lenze Serie 9300 mit einer Leistung von 5,5 kW in der Baugröße 9325. Als Kernstück der modularen Antriebsarchitektur führt diese Baugruppe Regelungsalgorithmen aus, verarbeitet Rückführsignale von Motoren und steuert die Kommunikation im Gesamtsystem. Sie kommt bevorzugt in Verpackungsmaschinen, der Fördertechnik, Textilmaschinen und Druckanlagen zum Einsatz.
Zur Einbindung in die Maschinenumgebung verfügt die Baugruppe über einen integrierten CAN-Systembus mit 500 kbps, eine 15-polige Sub-D-Buchse für Resolver, Inkremental- und Absolutwertgeber sowie einen AIF-Steckplatz für Feldbus-Erweiterungen wie das PROFIBUS-Modul EMF2133IB oder das Bedienmodul EMF2102IB. Das integrierte EEPROM speichert bis zu vier vollständige Parametersätze. Beim Austausch einer defekten Steuerkarte lassen sich die Konfigurationsdaten über die Software Lenze Global Drive Control (GDC) oder das Keypad sichern und auf das Ersatzteil übertragen. ABC Industrial Parts unterstützt Sie bei der Vorbereitung und Bereitstellung funktionstüchtiger Baugruppen für einen reibungslosen Wechsel.
Der Betriebszustand und Störungen werden über integrierte LEDs visualisiert: Eine grüne RUN-LED zeigt die Betriebsbereitschaft oder eine aktive Reglersperre (CINH) an, während eine rote TRIP-LED auf aktive Fehler hinweist. Detaillierte Fehlercodes wie Zwischenkreis-Überspannung (OU), Überstrom (OC1) oder Kommunikationsstörungen (CE0, CE1) lassen sich über das Keypad-Diagnosemenü, den GDC-Fehlerspeicher oder den CAN-Bus auslesen. Hardwarebedingte Fehler wie EEPROM-Defekte (EER) oder interne Platinenfehler (H05) erfordern einen Austausch oder eine professionelle Instandsetzung, bei der Ihnen ABC Industrial Parts als Ansprechpartner zur Seite steht.
Technische Daten
| Hersteller | Lenze |
| Teilenummer | 9325MP.1B.73 |
| Komponententyp | Haupt-Mikroprozessor-Steuerkarte (MP Board) |
| Produktfamilie | 9300 Series |
| Zugehöriges Umrichtermodell | 9325 |
| Zugehörige Antriebsleistung | 5.5 kW |
| Integrierter Systembus | CAN (500 kbps) |
| Automation Interface Steckplatz | AIF Slot (PROFIBUS, INTERBUS, LECOM, CANopen) |
| Geberschnittstelle | Sub-D 15-polig (Resolver / Inkremental- / Absolutwertgeber) |
| Parameterspeicher | 4 Parametersätze (nichtflüchtiger EEPROM) |
Programmierung und Konfiguration
Die Programmierung und Einrichtung der Steuerkarte Lenze 9325MP.1B.73 erfolgt über die Bediensoftware Lenze Global Drive Control (GDC) oder direkt über das XT-Bedienmodul EMF2102IB. Das Board besitzt einen nichtflüchtigen EEPROM-Speicher, in dem bis zu vier vollständige Parametersätze abgelegt werden können. Dadurch bleiben sämtliche antriebsspezifischen Anwendungsdaten auch bei Unterbrechung der Versorgungsspannung erhalten.
Bei der Inbetriebnahme oder dem Tausch der Baugruppe lassen sich gesicherte Parametersätze mühelos aus der GDC-Software oder dem Keypad auf das neue Board laden. Dies ermöglicht die schnelle Wiederherstellung der ursprünglichen Regelungs- und Motoreinstellungen, ohne dass eine manuelle Neueingabe der Betriebsparameter erforderlich ist.
Kommunikation und Systemintegration
Für die Einbindung in vernetzte Automatisierungssysteme bietet die Lenze 9325MP.1B.73 einen integrierten CAN-Systembus mit einer Übertragungsrate von 500 kbps. Dieser Bus dient der synchronen Datenübertragung zwischen mehreren Antriebsachsen und der Anbindung an übergeordnete Steuerungen. Geber- und Feedbacksignale werden über eine 15-polige Sub-D-Buchse erfasst, die sowohl Resolver als auch Inkremental- und Absolutwertgeber unterstützt.
Über den integrierten Automation Interface (AIF) Steckplatz kann die Baugruppe flexibel um Feldbusschnittstellen erweitert werden. Es werden optionale Module wie das PROFIBUS-DP-Modul EMF2133IB sowie LECOM-Modulschnittstellen (RS232/RS485) unterstützt, wodurch der Umrichter nahtlos in bestehende Steuerungarchitekturen integriert werden kann.
Diagnose und Statusanzeige
Zur Fehlerdiagnose und Zustandsüberwachung stehen bei der Lenze 9325MP.1B.73 optische Anzeigen sowie interne Diagnosepuffer zur Verfügung. Status-LEDs direkt auf der Steuerkarte geben sofortige Rückmeldung über den aktuellen Betriebszustand und anstehende Störungen.
Detaillierte Diagnoseinformationen und historische Fehlermeldungen können über das Fehlercodemenü des EMF2102IB-Keypads, den GDC-Diagnosespeicher oder über spezielle Diagnose-Register des CAN-Systembusses ausgelesen werden.
Status-LED-Anzeigen
| LED | Farbe/Status | Bedeutung |
|---|---|---|
| TRIP / Fault | Rot - Dauerhaft oder blinkend | Zeigt einen Auslösefehler (TRIP) oder einen aktiven Fehlerzustand an |
| RUN / Ready | Grün - Dauerhaft oder blinkend | Dauerhaft grün zeigt an, dass der Regler aktiv und betriebsbereit ist; blinkend grün zeigt eine aktive Reglersperre (CINH active) an |
Austausch und Ersatzteile
Die Steuerkarte Lenze 9325MP.1B.73 dient als direktes OEM-Ersatzteil für Lenze 9300 Servo- und Frequenzumrichter der Baugröße 9325 (5,5 kW). Vor dem Austausch sollte sichergestellt werden, dass der aktuell genutzte Parametersatz gesichert wurde, da das Ersatzboard nach dem Einbau mit den anwendungsspezifischen Daten beschrieben werden muss.
Nach dem physischen Austausch der Baugruppe im Umrichtergehäuse wird der gesicherte Parametersatz über die GDC-Software oder das Keypad EMF2102IB eingespielt. Eventuell vorhandene Kommunikationsmodule im AIF-Steckplatz (z. B. PROFIBUS EMF2133IB) müssen aus der Altbaugruppe übernommen und korrekt auf dem neuen Board montiert werden.
Fehlercodes und Stoercodes
Die folgenden Fehlercodes koennen waehrend Betrieb oder Diagnose angezeigt werden:
| Code | Name | Beschreibung | Moegliche Ursache | Empfohlene Massnahme |
|---|---|---|---|---|
| OH | Kühlkörper-Übertemperatur | Die Temperatur des Umrichter-Kühlkörpers hat den maximalen Grenzwert (> 90 °C) überschritten. | Unzureichende Kühlung, zu hohe Umgebungstemperatur, Lüfterausfall, verschmutzte Kühlrippen. | Schaltschrankbelüftung prüfen, Kühlkörper reinigen, Funktion der internen Kühlgebläse kontrollieren. |
| OH4 | Innenraum-Übertemperatur | Die Temperatur im Umrichterinnenraum hat den zulässigen Grenzwert (> 85 °C) überschritten. | Zu hohe Umgebungstemperatur im Schaltschrank, Ausfall des Schaltschranklüfters. | Schaltschrankkühlung und Luftzirkulation verbessern. |
| OH7 | Motor-Übertemperatur | Der Motortemperatursensor (PTC / Thermokontakt) hat angesprochen. | Überlastung des Motors, mechanische Schwergängigkeit, fehlerhafte PTC-Verdrahtung oder Kabelbruch. | Motor abkühlen lassen, Mechanik und Motorlast prüfen, Sensoranschluss kontrollieren. |
| OU | Zwischenkreis-Überspannung | Die Zwischenkreisspannung hat den oberen Grenzwert (> 770 V DC / 800 V DC) überschritten. | Zu hohe Rückspeiseenergie beim Bremsen, Bremswiderstand nicht angeschlossen oder defekt, Bremsrampe zu kurz. | Verzögerungszeit verlängern, Bremswiderstand und Brems-Chopper prüfen. |
| LU | Zwischenkreis-Unterspannung | Die Zwischenkreisspannung ist unter den Mindestwert (< 430 V DC) gefallen. | Netzausfall, Phasenausfall in der Netzzuleitung, Netzsicherung ausgelöst. | Netzeingangsspannung und Netzsicherungen überprüfen. |
| OC1 | Überstrom bei Beschleunigung | Überhöhter Motorstrom während der Beschleunigungsphase festgestellt. | Kurzschluss in der Motorwicklung, Erdschluss im Motorkabel, Beschleunigungsrampe zu steil. | Motor und Motorkabel auf Erdschluss und Kurzschluss prüfen; Beschleunigungszeit erhöhen. |
| OC2 | Überstrom bei Verzögerung | Überhöhter Motorstrom während der Verzögerungsphase festgestellt. | Kurzschluss in der Endstufe, zu kurze Verzögerungszeit eingestellt. | Isolation des Motorkabels prüfen; Verzögerungsrampe verlängern. |
| OC5 | Überstrom im Dauerbetrieb | Überhöhter Strom während des konstanten Betriebs festgestellt. | Mechanische Überlastung oder Blockade an der Motorwelle. | Mechanische Belastung und Motorauslegung prüfen. |
| CE0 | AIF-Kommunikationsfehler | Kommunikationsstörung zwischen der Hauptsteuerkarte und dem Modul im Automation Interface-Steckplatz. | AIF-Modul nicht fest eingesteckt, fehlerhafte Kabelverbindung, Moduldefekt. | Sitz des AIF-Moduls und Feldbuskabelverbindung prüfen. |
| CE1 | CAN-Bus-Kommunikationsfehler | Zeitüberschreitung der CAN-Bus-Kommunikation auf Prozessdatenkanal 1. | Unterbrechung der CAN-Leitung, falsche Baudrate oder Stationsadresse, fehlender Busabschluss. | CAN-Verdrahtung, Baudrateneinstellung und 120-Ohm-Abschlusswiderstände überprüfen. |
| CE4 | CAN-Bus-OFF | Der onboard CAN-Controller ist aufgrund schwerwiegender Übertragungsfehler in den Status BUS-OFF gewechselt. | EMV-Störungen, falsche Baudrate, doppelte Knoten-ID, Kurzschluss auf den CAN-Leitungen. | CAN-Kabel, Schirmung, Erdung und Busabschluss kontrollieren. |
| EER | EEPROM-Speicherfehler | Lese- oder Schreibfehler im internen EEPROM der Steuerplatine. | Hardwaredefekt auf der Platine, beschädigter Speicherbaustein. | Interner Hardwarefehler – Parametersatz auf Werkseinstellung zurücksetzen; bleibt der Fehler bestehen, 9325MP Platine austauschen. |
| H05 | Interner Hardwarefehler | Hardwarefehler während der Selbsttestroutinen der Platine festgestellt. | Komponentenfehler auf der Mikroprozessorplatine oder im Leistungsteilansteuerungskreis. | Interner Hardwarefehler – Gerät zur Reparatur einsenden oder Steuerplatine 9325MP austauschen. |
| PR0 | Parametersatzfehler | Prüfsummenfehler oder Datenbeschädigung im aktiven Parametersatz. | Spannungsunterbrechung während des Schreib- oder Speichervorgangs. | Gültigen Parametersatz aus Datei oder Keypad laden oder Werkseinstellungen neu initialisieren. |
| rER | Resolver-Rückführungsfehler | Signalverlust oder Signalverzerrung vom Resolver-Rückführsignal des Motors. | Resolverkabel gebrochen, Steckverbinder defekt, Elektronik der Resolverauswertung beschädigt. | Resolverleitung und Schirmung prüfen; Pins des Resolversteckers an der Platine kontrollieren. |
| Sd2 | Resolverkabel-Fehler | Unterbrechung oder fehlendes Signal auf der Resolver-Spur festgestellt. | Kabel abgezogen oder Adernbruch. | Resolver-Kabelbaum und Schirmungserdung überprüfen. |
| Sd3 | Inkrementalgeber-Fehler | Spurfehler oder Signalstörung am Inkrementalgebereingang. | Geber defekt, Kabel fehlerhaft, Spannungsversorgung des Gebers ausgefallen. | Geberverdrahtung und Versorgungsspannung des Gebers überprüfen. |
Haeufig gestellte Fragen
Für welche Umrichtermodelle ist die Steuerkarte Lenze 9325MP.1B.73 geeignet?
Die Platine ist speziell für Servo- und Frequenzumrichter der Lenze 9300 Serie mit einer Leistung von 5,5 kW (Baugröße 9325) konzipiert.
Wie werden die Antriebsparameter auf die neue Steuerkarte übertragen?
Parametersätze können mithilfe der Lenze Global Drive Control (GDC) Software über eine PC-Verbindung oder direkt über das Tastaturmodul EMF2102IB in den internen EEPROM-Speicher geladen werden.
Welche Feldbusse werden über den AIF-Steckplatz unterstützt?
Der Automation Interface Steckplatz unterstützt optionale Module für PROFIBUS-DP (z. B. EMF2133IB), INTERBUS, LECOM (RS232/RS485) sowie CANopen.
Was bedeuten die Fehlercodes EER und H05?
EER weist auf einen EEPROM-Speicherfehler hin, während H05 einen internen Hardwarefehler der Platine signalisiert. Wenn das Zurücksetzen auf Werkseinstellungen erfolglos bleibt, liegt ein dauerhafter Hardwaredefekt vor, der eine Reparatur oder den Tausch der Platine erfordert.
Welche Motorrückführungen können angeschlossen werden?
Über die 15-polige Sub-D-Buchse können Resolver sowie Inkremental- und Absolutwertgeber an die Steuerkarte angeschlossen werden.
Profitieren Sie von unserer Umtauschformel
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Gehen Sie mit unseren Garantiebedingungen auf Nummer sicher
Industrieanlagen sollten vorzugsweise stets in Betrieb bleiben, unabhängig von den Umständen. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, dass Sie sich auf hochwertige Produkte und/oder nachhaltige Reparaturen verlassen können. Mit unseren Garantiebedingungen können Sie sich auf Sicherheit verlassen, unabhängig davon, ob Sie sich für neue, gebrauchte oder reparierte Produkte entscheiden.
Datensicherung und -wiederherstellung
Haben Sie aufgrund eines Defekts wertvolle Parameter oder Daten verloren, während die Unterstützung durch den Hersteller eingestellt wurde? Bei ABC Industrial Parts unterstützen wir Sie bei der Sicherung dieser Daten, sowohl bei gängigen als auch bei spezifischen Produkten.
Spezifische Firmware- und Hardware-Versionen
Wenn Sie mit spezifischen Hardware- oder Firmware-Versionen arbeiten, die vom Hersteller nicht mehr angeboten werden, ist ABC Industrial Parts Ihr kompetenter Ansprechpartner. Geben Sie bei Ihrer Anfrage deutlich an, welche Versionen Sie benötigen. Wir prüfen dann die Möglichkeiten, diese Versionen zu liefern, damit Ihre Anlagen weiterhin optimale Leistungen erbringen.
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