Lenze 13349823 EPM-S202.2A – Analogeingangsmodul I/O System 1000
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Produktinformationen
Das Lenze 13349823 EPM-S202.2A ist ein hochpräzises Analogeingangsmodul aus dem modularen Scheiben-I/O-System Lenze I/O System 1000. Es dient der Erfassung analoger Messwerte von Sensoren und Messumformern in industriellen Steuerungs- und Automatisierungsanlagen. Das Modul stellt vier unabhängig konfigurierbare Eingangskanäle bereit, die mit einer Auflösung von 16 Bit (15 Bit plus Vorzeichen) arbeiten. Es verarbeitet sowohl unipolare (0 bis 10 V) und bipolare (-10 bis +10 V) Spannungssignale als auch Stromsignale von 0 bis 20 mA und 4 bis 20 mA. Ausgerüstet mit einer werkzeuglosen Zugfeder-Anschlusstechnik (Push-in) und einer galvanischen Trennung von 500 V RMS zwischen Feldseite und Rückwandbus, gewährleistet die Baugruppe eine sichere Signalerfassung in Schaltschränken.
Die Anbindung an das übergeordnete Steuerungssystem erfolgt über den Rückwandbus des Lenze I/O System 1000 in Kombination mit einem passenden Feldbuskoppler für EtherCAT, PROFINET oder CANopen. Die Konfiguration der Kanäle und Messbereiche wird über die Engineering-Software Lenze EASY Starter oder das Programmiertool Lenze PLC Designer vorgenommen. Bei einer Inbetriebnahme oder einem Modulaustausch müssen Parameter nicht manuell im Einzelmodul gespeichert werden; der Feldbuskoppler bzw. die Steuerung lädt die festgelegte Konfiguration beim Hochfahren automatisch auf die Baugruppe. Bei der Aufbereitung und Bereitstellung passender Ersatzmodule unterstützt ABC Industrial Parts Instandhalter mit geprüfter Hardware für eine schnelle Wiederinbetriebnahme.
Zur Vor-Ort-Diagnose verfügt das EPM-S202.2A über LED-Statusanzeigen auf der Frontseite, darunter die STAT-LED für den Modulzustand sowie vier Kanal-LEDs (1..4) zur Erkennung von normalen Betriebszuständen, Bereichsüberschreitungen oder Drahtbrüchen bei 4...20 mA Messungen. Ergänzend stehen zyklische Diagnosebits und Feldbusregister über die SPS sowie die Diagnosefunktionen im EASY Starter zur Verfügung. Bei gravierenden Fehlermeldungen wie internen Hardware-Defekten (DIAGHWFAULT) an ADC oder EEPROM lässt sich der Fehler nicht durch Reparaturen vor Ort beheben. In solchen Fällen bietet ABC Industrial Parts schnell verfügbaren Ersatz oder eine Instandsetzung an, um Stillstandszeiten der Anlage zu minimieren.
Technische Daten
| Hersteller | Lenze |
| Teilenummer | 13349823 |
| Modell/Typ | EPM-S202.2A |
| Produktfamilie | I/O System 1000 |
| Komponentenart | Analogeingangsmodul |
| Analoge Eingänge | 4 Kanäle |
| Auflösung | 16 Bit (15 Bit + Vorzeichen) |
| Eingangsspannungsbereich (Unipolar) | 0 bis 10 V |
| Eingangsspannungsbereich (Bipolar) | -10 bis +10 V |
| Eingangsstrombereich 1 | 0 bis 20 mA |
| Eingangsstrombereich 2 | 4 bis 20 mA |
| Stromaufnahme Rückwandbus | 60 mA |
| Galvanische Trennung | 500 V RMS |
Programmierung und Konfiguration
Die Parameterierung des Analogeingangsmoduls EPM-S202.2A erfolgt zentral über die Engineering-Software Lenze EASY Starter oder das Entwicklungs-Tool Lenze PLC Designer. Für jeden der vier Kanäle lässt sich der gewünschte Messmodus individuell einstellen, darunter Spannungsmessungen von 0 bis 10 V oder -10 bis +10 V sowie Strommessungen von 0 bis 20 mA oder 4 bis 20 mA. Bei Auswahl des 4...20 mA Bereichs kann zudem die integrierte Drahtbruchüberwachung aktiviert werden.
Ein wesentlicher Vorteil der Architektur des Lenze I/O System 1000 ist das automatische Parameter-Restore. Die Konfigurationsdaten werden im Feldbuskoppler oder im Master-Controller gespeichert. Wird ein Modul im Servicefall ausgetauscht, überträgt der Buskoppler die Parametrierung nach dem Einschalten automatisch auf das neue Modul, sodass kein lokales Programmiergerät direkt an der Baugruppe angeschlossen werden muss.
Kommunikation und Systemintegration
Das Modul EPM-S202.2A wird direkt auf die Tragschiene im Lenze I/O System 1000 aufgesteckt und verbindet sich über den integrierten Rückwandbus mit dem System. Die Stromaufnahme aus dem Rückwandbus beträgt typischerweise 60 mA. Eine galvanische Trennung von 500 V RMS schützt die interne Buskommunikation und die Steuerungsebene vor elektrischen Störungen auf der Feldseite.
Über die System 1000 Feldbuskoppler lässt sich das Analogeingangsmodul in gängige Netzwerke wie EtherCAT, PROFINET oder CANopen einbinden. Die analogen Messwerte sowie Status- und Diagnosebits werden zyklisch im Prozessdatenabbild des Feldbusses an die SPS übertragen, wodurch Fehlersignale oder Grenzwertüberschreitungen direkt im Steuerungsprogramm verarbeitet werden können.
Diagnose und Statusanzeige
Das Modul bietet mehrstufige Diagnosemöglichkeiten für den laufenden Betrieb. Direkt an der Modulfront signalisieren LEDs den System- und Kanalstatus: Die zweifarbige STAT-LED zeigt die Betriebsbereitschaft oder interne Fehler an, während die Kanal-LEDs 1 bis 4 den Zustand der einzelnen Eingänge darstellen.
Darüber hinaus stellt das System Diagnoseinformationen digital bereit. Über das EASY Starter Diagnose-Monitor-Softwaretool sowie zyklische Feldbus-Diagnoseregister lassen sich detaillierte Fehlercodes wie Messbereichsüberlauf, Messbereichsunterlauf oder Drahtbruch in Echtzeit auslesen und auswerten.
Status-LED-Anzeigen
| LED | Farbe/Status | Bedeutung |
|---|---|---|
| STAT | Grün / Rot - Dauerhaft Grün (Betrieb) / Dauerhaft Rot (Fehler) | Modulstatusanzeige: Grün = betriebsbereit; Rot = interner Fehler oder Kommunikationsstörung. |
| 1..4 | Grün / Rot / Aus - Aus / Dauerhaft Grün / Rot | Kanalstatusanzeigen: Aus = deaktiviert/inaktiv; Grün = normaler Betrieb; Rot = Messbereichsfehler oder Drahtbruch. |
Austausch und Ersatzteile
Beim Austausch einer defekten Lenze 13349823 (EPM-S202.2A) Baugruppe muss sichergestellt werden, dass das Ersatzmodul der exakten Typenbezeichnung entspricht. Dank der modularen Scheibenbauweise des Lenze I/O System 1000 und den werkzeuglosen Zugfederklemmen lässt sich der mechanische Austausch schnell durchführen.
Eine manuelle Übertragung der Parameter auf das Neuteil ist in der Regel nicht erforderlich. Sobald das Austauschmodul an den Rückwandbus gesteckt wird, lädt der Feldbuskoppler die im Master hinterlegte Konfiguration automatisch herunter.
Zeigt ein Modul nach dem Einschalten dauerhaft eine rote STAT-LED oder meldet den Fehler DIAGHWFAULT, liegt meist ein interner Baugruppen- oder ADC-Schaden vor. Ein solcher Hardwarefehler kann nicht vor Ort repariert werden; hier ist der Austausch gegen ein funktionstüchtiges Ersatzteil die schnellste Lösung für den Wiederanlauf der Produktion.
Fehlercodes und Stoercodes
Die folgenden Fehlercodes koennen waehrend Betrieb oder Diagnose angezeigt werden:
| Code | Name | Beschreibung | Moegliche Ursache | Empfohlene Massnahme |
|---|---|---|---|---|
| DIAG_OVERRANGE | Messbereichsüberlauf | Der analoge Eingangssignalwert überschreitet die konfigurierte Obergrenze des aktiven Messbereichs. | Eingangsspannung oder -strom überschreitet den oberen Schwellenwert; falsche Kanalkonfiguration; Sensorfehler. | Eingangssignal mit dem Multimeter prüfen; Parametrierung des Messbereichs in der SPS/Software überprüfen. |
| DIAG_UNDERRANGE | Messbereichsunterlauf | Der analoge Eingangssignalwert fällt unter die konfigurierte Untergrenze des aktiven Messbereichs. | Polarität des Eingangssignals vertauscht; Eingangsstrom unterhalb der gültigen Signalschwelle; Sensordrift. | Verdrahtungspolarität und Signalpegel prüfen; Kalibrierung des Sensors kontrollieren. |
| DIAG_WIRE_BREAK | Drahtbruch / Unterbrechung | Offener Stromkreis an einem für 4...20 mA Strommessung konfigurierten Kanal erkannt. | Unterbrochene Signalleitung; abgeklemmter Sensor; Ausfall der externen Messumformer-Spannungsversorgung. | Eingangsverdrahtung und Klemmenanschluss prüfen; Stromschleife und Geberversorgung kontrollieren. |
| DIAG_HW_FAULT | Hardware- / Interner Modulfehler | Interne Überwachung hat einen Hardwaredefekt oder einen Verlust der internen Kommunikation über den Rückwandbus festgestellt. | Ausfall des internen EEPROM oder ADC; Beschädigung der Rückwandbus-Steckkontakte. | Modulspannungsversorgung aus- und einschalten. Bleibt der Fehler bestehen, ist die Hardware beschädigt und muss ausgetauscht werden. |
Haeufig gestellte Fragen
Welches Werkzeug wird für die Konfiguration des Lenze EPM-S202.2A Moduls benötigt?
Die Konfiguration der Kanäle und Messbereiche erfolgt über die Software Lenze EASY Starter oder das Programmiertool Lenze PLC Designer.
Muss bei einem Austausch des Moduls 13349823 eine Parametrierung vor Ort durchgeführt werden?
Nein, das Lenze I/O System 1000 unterstützt eine automatische Parameterwiederherstellung. Der Feldbuskoppler oder die Steuerung lädt die gespeicherte Konfiguration beim Einschalten automatisch auf das neue Modul.
Welche Messsignale kann das EPM-S202.2A Analogeingangsmodul verarbeiten?
Das Modul unterstützt vier individuell konfigurierbare Kanäle für Spannungs- (0 bis 10 V, -10 bis +10 V) und Stromsignale (0 bis 20 mA, 4 bis 20 mA) mit 16-Bit-Auflösung.
Wie signalisiert das Modul einen Drahtbruch bei der 4...20 mA Strommessung?
Ein Drahtbruch wird durch eine rot leuchtende Kanal-LED (1..4) angezeigt und zusätzlich als Diagnosecode (DIAGWIREBREAK) über den Feldbus an die Steuerung gemeldet.
Was bedeutet eine dauerhaft rot leuchtende STAT-LED am Modul?
Eine dauerhaft rote STAT-LED weist auf einen internen Modulfehler oder eine Kommunikationsstörung hin. Lässt sich der Fehler durch Aus- und Einschalten nicht beheben (z. B. bei DIAGHWFAULT), liegt ein Hardwaredefekt vor.
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Datensicherung und -wiederherstellung
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Wenn Sie mit spezifischen Hardware- oder Firmware-Versionen arbeiten, die vom Hersteller nicht mehr angeboten werden, ist ABC Industrial Parts Ihr kompetenter Ansprechpartner. Geben Sie bei Ihrer Anfrage deutlich an, welche Versionen Sie benötigen. Wir prüfen dann die Möglichkeiten, diese Versionen zu liefern, damit Ihre Anlagen weiterhin optimale Leistungen erbringen.
Haftungsausschluss:
Wir sind kein autorisierter Vertriebspartner von Lenze.
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