Lenze EMF2131IB 6343201 Systembus-Kommunikationsmodul

Neu 
Auf Anfrage
Überholt und getestet   
7 verfügbar innerhalb von 4 - 6 Werktagen
Defektes Produkt umtauschen?
Erhalten Sie einen Rabatt auf Ihren Kauf, wenn Sie ein defektes Produkt an uns übergeben. Nach Erhalt prüfen wir das Produkt, um festzustellen, ob es den Bedingungen entspricht.
Reparatur  
Verfügbar
Wir können dieses Produkt für Sie reparieren.
 

Produktinformationen

Produktfamilie: Global Drive | Serie: 8200 vector / 9300

Das Lenze EMF2131IB mit der Teilenummer 6343201 ist ein Systembus-Kommunikationsmodul aus der Produktfamilie Global Drive, das speziell für den Einsatz mit den Frequenzumrichtern der Serien 8200 vector, 8200 motec und 9300 entwickelt wurde. Als Funktionsmodul stellt es die Anbindung der Antriebsregler an ein CAN-Bus-Netzwerk bereit und ermöglicht eine synchrone Bewegungssteuerung sowie die Querkommunikation zwischen mehreren Achsen. Die mechanische und elektrische Integration erfolgt über die standardisierte Funktionsmodulschnittstelle (FIF) des Inverters, während der externe Feldbusanschluss über eine 5-polige steckbare Schraubklemme für die Signale CANH, CANL und CAN_GND ausgeführt ist.

Die Inbetriebnahme eines Ersatzgeräts erfordert eine genaue Abstimmung der Hardware-Einstellungen auf die bestehende Netzwerkarchitektur. Über integrierte DIP-Schalter lassen sich die CAN-Knotenadresse im Bereich von 1 bis 63, die Übertragungsrate zwischen 20 kbit/s und 1000 kbit/s sowie ein schaltbarer 120-Ohm-Busabschlusswiderstand direkt am Modul einstellen. Alternativ ist die Parameterkonfiguration über die Software Lenze Global Drive Control (GDC) oder das Bedienfeld Keypad XT (EMF2102IB) möglich. Beim Austausch einer defekten Baugruppe müssen die DIP-Schalter des Ersatzmoduls exakt mit der Konfiguration der ursprünglichen Einheit übereinstimmen, bevor das Modul bei ausgeschaltetem Umrichter in den FIF-Steckplatz eingesetzt wird. Bei komplexeren Netzwerkeinstellungen unterstützt ABC Industrial Parts Techniker bei der Vorbereitung und Überprüfung von Ersatzmodulen.

Zur direkten Diagnose des Betriebszustands und der Netzwerkkommunikation verfügt die Frontplatte des EMF2131IB über zwei LED-Anzeigen für CAN-RUN und CAN-ERR. Eine dauerhaft grüne RUN-LED signalisiert den betriebsbereiten Zustand und die aktive Kommunikation auf dem Bus, während ein Blinken den Zustand vor der Betriebsbereitschaft anzeigt. Die rote ERR-LED weist auf Kommunikationsstörungen wie Baudratierungsfehler, fehlenden Busabschluss oder das Erreichen des Bus-Off-Zustands hin; leuchtet die ERR-LED direkt beim Einschalten dauerhaft rot oder tritt der Fehler H10 auf, deutet dies auf einen internen Hardwarefehler des Moduls oder eine fehlerhafte Steckverbindung im FIF-Steckplatz hin. Erste Prüfschritte umfassen den festen Sitz der Baugruppe, die Verkabelung der Schirmung sowie die Einstellung der DIP-Schalter, bevor bei irreparablen Platinenfehlern ein getauschtes oder repariertes Modul von ABC Industrial Parts zum Einsatz kommt.

Technische Daten

HerstellerLenze
Teilenummer6343201
Modell / TypEMF2131IB
KomponententypKommunikationsmodul / Systembus-Modul
KommunikationsschnittstelleSystem Bus (CAN 2.0B / ISO 11898)
Übertragungsrate20 - 1000 kbit/s
Knotenadressbereich1 - 63
Busabschlusswiderstand120 Ohm (integriert, schaltbar)
Feldbus-Anschluss5-polige steckbare Schraubklemme
Steckplatz Host-GerätFunktionsmodulschnittstelle (FIF)

Programmierung und Konfiguration

Die Konfiguration des Lenze EMF2131IB Moduls erfolgt wahlweise direkt über die integrierten Hardware-DIP-Schalter oder softwareseitig über den Host-Umrichter. Über die Schalterblöcke auf der Platine lassen sich die Systembus-Adresse und die Baudrate manuell festlegen, was die Inbetriebnahme in bestehenden Anlagen ohne zwingenden Einsatz eines Programmiergeräts vereinfacht.

Für erweiterte Diagnose- und Parametrieraufgaben kann das Modul über die PC-Software Lenze Global Drive Control (GDC) adressiert werden. Darüber hinaus ist der Zugriff auf die Systembus-Parameter direkt über das Handbedienfeld Keypad XT (EMF2102IB) möglich, das auf den Frequenzumrichter aufgesteckt wird, um Fehlerregister auszulesen oder Zykluszeiten für den Prozessdatenaustausch anzupassen.

Kommunikation und Systemintegration

Das EMF2131IB nutzt das standardisierte CAN-Protokoll gemäß CAN 2.0B und ISO 11898 zur Realisierung von Systembus-Netzwerken. Es ermöglicht eine schnelle Querkommunikation im Master-Slave-Betrieb zwischen mehreren Antrieben der Serien Lenze 8200 vector, 8200 motec und 9300, was eine präzise Drehzahlsynchronisation und dezentrale Bewegungssteuerung erlaubt.

Der physikalische Anschluss an das Kommunikationsnetzwerk erfolgt über einen 5-poligen, steckbaren Schraubklemmenblock, der Leitungen für CANH, CANL und CAN_GND aufnimmt. Das Modul unterstützt Datenübertragungsraten von 20 kbit/s bis zu 1000 kbit/s bei Knotenadressen von 1 bis 63. Zur Vermeidung von Signalreflexionen an den physikalischen Enden der Busleitung ist ein schaltbarer 120-Ohm-Abschlusswiderstand direkt in das Modul integriert.

Diagnose und Statusanzeige

Die Diagnosefunktionen des EMF2131IB umfassen frontseitige Status-LEDs sowie integrierte Fehlerregister im Steuerungssystem des Frequenzumrichters. Die grüne LED CAN-RUN und die rote LED CAN-ERR bieten eine schnelle optische Rückmeldung über den aktuellen Betriebszustand und vorliegende Störungen der Busverbindung. Zusätzliche Diagnosedaten lassen sich über die Software Global Drive Control (GDC) oder das Keypad XT (EMF2102IB) detailliert auslesen.

Status-LED-Anzeigen

LEDFarbe/StatusBedeutung
CAN-RUNGrün - Dauerhaft / BlinkendDauerhaft EIN = Modul betriebsbereit und aktiv an der CAN-Kommunikation beteiligt; Blinkend = Pre-Operational-Zustand oder Initialisierungsphase
CAN-ERRRot - Dauerhaft / BlinkendEIN / Blinkend = Bus-Off-Zustand, Rahmenfehler, falsche Baudrate oder fehlender Busabschluss; Dauerhaft ROT beim Einschalten zeigt einen internen Hardwarefehler an

Austausch und Ersatzteile

Beim Austausch eines Lenze EMF2131IB Kommunikationsmoduls muss sichergestellt werden, dass das Ersatzgerät mechanisch und elektrisch exakt der Ausführung mit der Teilenummer 6343201 entspricht. Vor dem Demontieren der defekten Baugruppe ist der Frequenzumrichter vollständig spannungsfrei zu schalten, um Schäden an der Funktionsmodulschnittstelle (FIF) zu vermeiden.

Vor dem Einsetzen der neuen Baugruppe müssen die Schalterstellungen der DIP-Schalter für die CAN-Knotenadresse, die Baudrate und den integrierten 120-Ohm-Abschlusswiderstand exakt vom Altgerät auf das Ersatzmodul übertragen werden. Wenn diese Einstellungen korrekt gespiegelt werden, nimmt das Modul nach dem Einrasten in den FIF-Steckplatz und dem Wiedereinschalten der Netzspannung ohne langwierige Rekonfiguration die Kommunikation im Netzwerk auf.

Fehlercodes und Stoercodes

Die folgenden Fehlercodes koennen waehrend Betrieb oder Diagnose angezeigt werden:

CodeNameBeschreibungMoegliche UrsacheEmpfohlene Massnahme
CE0CAN-Bus-Off-FehlerSystembus-Kommunikation unterbrochen; Modul hat aufgrund übermäßiger CAN-Sende-/Empfangsfehler den Bus-Off-Zustand erreicht.Falsche Baudrate, Kurzschluss oder Unterbrechung auf den Leitungen CAN_H/CAN_L, fehlerhafte oder fehlende Abschlusswiderstände, hohe elektromagnetische Störungen.CAN-Verkabelung, Schirmung, Erdung und DIP-Schalter-Einstellungen für die Baudrate überprüfen. Sicherstellen, dass an beiden physikalischen Enden der Busleitung 120-Ohm-Abschlusswiderstände aktiviert sind.
CE1CAN-Timeout-FehlerZeitüberschreitung von Systembus-Telegrammen; Prozessdatenobjekte (PDOs) wurden nicht innerhalb der konfigurierten Überwachungszeit empfangen.Master-Steuerung hat das Senden von Telegrammen eingestellt, CAN-Master offline, Kabelbruch, Abweichung der Zykluszeit.Status der Master-SPS prüfen, Kommunikations-Timing-Parameter kontrollieren und Durchgang der Busleitung überprüfen.
CE2CAN-Empfangspuffer-ÜberlaufEmpfangspuffer des Moduls aufgrund hoher Nachrichtendichte auf dem CAN-Bus überschritten.Zu hohe Busauslastung, falsche Akzeptanzmasken-Konfiguration, Sendezyklus der Prozessdaten zu kurz.Systembus-Last reduzieren, Sendeintervalle der CAN-Knoten erhöhen und Kennungsfilter-Konfiguration überprüfen.
CE3CAN-Sendepuffer-ÜberlaufSendepuffer des Moduls voll; Nachrichten können nicht auf den CAN-Bus gelegt werden.Überlastung des Busverkehrs, Netzwerk getrennt, keine Bestätigung von anderen Busknoten empfangen.Physikalische Busverbindung prüfen und sicherstellen, dass mindestens ein aktiver Empfangsknoten im Netzwerk vorhanden ist.
CE4CAN-Bus-WarngrenzeCAN-Fehlerzähler hat die Warnschwelle überschritten; Busleistung ist beeinträchtigt.Lose Verbindung, geringfügige Abweichung der Baudrate, Rauschstörungen auf den Signalleitungen.Leitungsschirmung, Klemmenfestigkeit, Netzwerktopologie und Stichleitungslängen überprüfen.
H10FIF-Fehler / HardwarefehlerFunktionsmodul im FIF-Steckplatz nicht erkannt, unlesbar oder Kommunikationsfehler zwischen Umrichter und Modul.Modul nicht korrekt eingesetzt, verbogene Kontaktstifte, Hardware-Platinenfehler auf dem EMF2131IB.Modul bei ausgeschalteter Spannung im FIF-Steckplatz neu einsetzen. Bleibt der Fehler beim Einschalten bestehen, liegt ein interner Hardwarefehler des Moduls vor; Modul austauschen.

Haeufig gestellte Fragen

Welche Frequenzumrichter sind mit dem Lenze EMF2131IB kompatibel?

Das Modul ist für den Einsatz in den Lenze Umrichterserien 8200 vector, 8200 motec sowie der Servoumrichterserie 9300 ausgelegt und wird direkt über die FIF-Steckplatzschnittstelle angeschlossen.

Wie werden die Adresse und die Übertragungsrate am EMF2131IB eingestellt?

Die Adressierung (Knotenadresse 1 bis 63) und die Baudrate (20 bis 1000 kbit/s) können manuell über DIP-Schalter direkt auf dem Modul oder softwareseitig über Lenze Global Drive Control (GDC) bzw. das Keypad XT (EMF2102IB) konfiguriert werden.

Benötigt das EMF2131IB externe Abschlusswiderstände für den CAN-Bus?

Nein, das Modul verfügt über einen integrierten 120-Ohm-Busabschlusswiderstand, der bei Modulen an den physikalischen Enden der Busleitung über einen Schalter aktiviert werden kann.

Was bedeutet es, wenn die rote CAN-ERR-LED beim Einschalten dauerhaft leuchtet?

Ein dauerhaftes rotes Leuchten der CAN-ERR-LED direkt beim Einschalten weist auf einen internen Hardwarefehler des Moduls hin. Tritt dieser Zustand nach dem Überprüfen des Sitzes im FIF-Steckplatz weiterhin auf, muss das Modul ausgetauscht werden.

Was muss beim Austausch eines defekten EMF2131IB Moduls beachtet werden?

Nach dem Freischalten der Spannungsversorgung des Umrichters müssen die DIP-Schalterstellungen für Adresse, Baudrate und Busabschluss vom alten Modul auf das Ersatzgerät übertragen werden, bevor dieses in den FIF-Steckplatz gesteckt wird.

Profitieren Sie von unserer Umtauschformel

Ein defektes Teil muss nicht wertlos sein. Bei ABC Industrial Parts können Sie defekte Teile abgeben und sofort von einem Rabatt auf Ihren Neukauf profitieren. Dies ist eine clevere Möglichkeit, Geld zu sparen und gleichzeitig zur Kreislaufwirtschaft beizutragen.​​​​​​​

Gehen Sie mit unseren Garantiebedingungen auf Nummer sicher

Industrieanlagen sollten vorzugsweise stets in Betrieb bleiben, unabhängig von den Umständen. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, dass Sie sich auf hochwertige Produkte und/oder nachhaltige Reparaturen verlassen können. Mit unseren Garantiebedingungen können Sie sich auf Sicherheit verlassen, unabhängig davon, ob Sie sich für neue, gebrauchte oder reparierte Produkte entscheiden.

Datensicherung und -wiederherstellung

Haben Sie aufgrund eines Defekts wertvolle Parameter oder Daten verloren, während die Unterstützung durch den Hersteller eingestellt wurde? Bei ABC Industrial Parts unterstützen wir Sie bei der Sicherung dieser Daten, sowohl bei gängigen als auch bei spezifischen Produkten.

Spezifische Firmware- und Hardware-Versionen

Wenn Sie mit spezifischen Hardware- oder Firmware-Versionen arbeiten, die vom Hersteller nicht mehr angeboten werden, ist ABC Industrial Parts Ihr kompetenter Ansprechpartner. Geben Sie bei Ihrer Anfrage deutlich an, welche Versionen Sie benötigen. Wir prüfen dann die Möglichkeiten, diese Versionen zu liefern, damit Ihre Anlagen weiterhin optimale Leistungen erbringen.


Haftungsausschluss:
Wir sind kein autorisierter Vertriebspartner von Lenze.
Produktfotos dienen lediglich zur Veranschaulichung und können vom tatsächlich gelieferten Produkt abweichen.
Ein Teil der Inhalte auf dieser Seite wurde mithilfe von KI erstellt. Obwohl wir uns um korrekte und aktuelle Informationen bemühen, können Fehler auftreten.