Stöber FDS4040/B POSIDRIVE FDS 4000 Frequenzumrichter

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Produktinformationen

Produktfamilie: POSIDRIVE | Serie: POSIDRIVE FDS 4000

Der Stöber Antriebstechnik FDS4040/B ist ein Frequenzumrichter aus der Serie POSIDRIVE FDS 4000, der für die präzise Drehzahl- und Drehmomentregelung in industriellen Automatisierungsanlagen konzipiert ist. Mit einer Nennleistung von 4 kW bei einer Netzspannung von 400 V AC (Spannungsbereich 323 bis 528 V AC) liefert das Gerät einen Nennausgangsstrom von 9,5 A sowie eine kurzzeitige Überlastfähigkeit von bis zu 14,3 A. Durch seine Vektorregelung eignet sich der Umrichter sowohl für dreiphasige Asynchronmotoren als auch für hochdynamische Synchron-Servomotoren über einen Ausgangsfrequenzbereich von 0 bis 400 Hz. Die Modellvariante mit dem Suffix /B ist mit einem integrierten Bremschopper zur dynamischen Energierückspeisung sowie einem integrierten EMV-Filter der Klasse A zur Funkentstörung ausgestattet.

Für die Ansteuerung und Systemintegration verfügt der Umrichter über eine RS232-Programmierschnittstelle, analoge Differenzeingänge sowie digitale 24-V-DC-Ein- und Ausgänge. Über optionale Steckmodule wie PDP 4000 (PROFIBUS-DP), CAN 4000 (CANopen) oder ECA 4000 (EtherCAT) lässt sich der FDS4040/B flexibel in übergeordnete Feldbusnetzwerke einbinden. Die Inbetriebnahme und Konfiguration erfolgen über die Bediensoftware POSITOOL oder das optionale Bediengerät ASP 4001. Beim Austausch eines defekten Geräts muss die Parameterkonfiguration auf den Ersatzumrichter übertragen werden. Durch die entnehmbare Speicherkarte PAR 4000 ist ein direkter Parameterübertrag ohne PC vor Ort möglich, während ABC Industrial Parts Sie bei der Sicherung von Konfigurationsdaten und der Bereitstellung passender Ersatzgeräte unterstützt.

Zur Diagnose des Betriebszustands besitzt das Gerät eine zweifarbige Bereitschafts- und Fehler-LED (Ready / Fault), die im Normalbetrieb grün leuchtet und bei Störungen oder Warnungen rot oder rot blinkend signalisiert. Detaillierte Fehlercodes lassen sich über das Bediengerät ASP 4001 ablesen oder im Fehlerspeicher der Software POSITOOL analysieren, beispielsweise bei Überstrom (E01), Zwischenkreis-Überspannung (E02) oder Erdschluss (E08). Während externe Fehler an Verkabelung, Motor oder Netzspannung direkt behoben werden können, weisen interne Hardwarefehler wie E09 oder E12 auf Defekte im Leistungsteil oder der Steuerung hin. In solchen Fällen ist eine Feldreparatur nicht möglich, sodass die Inanspruchnahme eines geprüften Austauschgeräts von ABC Industrial Parts eine schnelle Wiederinbetriebnahme ermöglicht.

Technische Daten

HerstellerStöber Antriebstechnik
TeilenummerFDS4040/B
Modell / TypPOSIDRIVE FDS 4000
ProduktfamiliePOSIDRIVE
KomponentenartFrequenzumrichter
Nennleistung4 kW
Versorgungsspannung400 V AC
Spannungsbereich323 - 528 V AC
Nennausgangsstrom9,5 A
Maximaler Ausgangsstrom14,3 A
Ausgangsfrequenzbereich0 - 400 Hz
Taktfrequenz4 kHz
BremschopperIntegriert
EMV-FilterIntegriert Klasse A

Programmierung und Konfiguration

Die Konfiguration des FDS4040/B erfolgt primär über die Stöber Software POSITOOL, die einen umfassenden Zugriff auf alle Antriebsparameter, Reglereinstellungen und Diagnosefunktionen bietet. Alternativ können grundlegende Parameter und Statuswerte direkt über das aufsteckbare Bediengerät ASP 4001 eingegeben und kontrolliert werden.

Ein zentrales Element für die Wartung ist das optionale Parametermodul PAR 4000. Diese entnehmbare Speicherkarte speichert den kompletten Parametersatz des Frequenzumrichters. Im Servicefall lässt sich das PAR 4000 Modul einfach in den neuen Umrichter umstecken, womit der Parametersatz ohne erneute Programmierung oder PC-Einsatz sofort übernommen wird.

Kommunikation und Systemintegration

Der POSIDRIVE FDS4040/B ist serienmäßig mit digitalen 24-V-DC-Eingängen und -Ausgängen, analogen Differenzeingängen sowie einer RS232-Schnittstelle zur direkten PC-Anbindung ausgerüstet. Diese Schnittstellen ermöglichen sowohl die klassische Verdrahtung von Sollwerten und Startsignalen als auch die direkte Kommunikation mit Diagnosewerkzeugen.

Durch modulare Erweiterungssteckplätze kann der Frequenzumrichter an verschiedene Feldbussysteme angepasst werden. Mit den Optionskarten PDP 4000 für PROFIBUS-DP, CAN 4000 für CANopen oder ECA 4000 für EtherCAT lässt sich der Umrichter nahtlos in komplexe Steuerungsarchitekturen einbinden.

Diagnose und Statusanzeige

Die optische Zustandsüberwachung erfolgt über eine kombinierte zweifarbige LED an der Frontseite des FDS4040/B, die den aktuellen Status durch Farbsignale anzeigt. Ergänzend steht über das Handbediengerät ASP 4001 eine Klartext- bzw. Fehlercodeanzeige zur Verfügung.

Für eine weitergehende Fehleranalyse bietet die POSITOOL-Software ein eigenes Diagnosesprechfenster sowie einen integrierten Fehlerspeicher. Hier werden aufgetretene Abschaltungen chronologisch protokolliert, um sporadische Störungen rasch zu lokalisieren.

Status-LED-Anzeigen

LEDFarbe/StatusBedeutung
Ready / Fault LEDGrün / Rot - Dauerhaft Grün / Rot oder Rot blinkendGrün zeigt den normalen Betriebszustand an; Rot oder Rot blinkend signalisiert einen Fehler- oder Warnzustand.

Austausch und Ersatzteile

Beim Austausch eines Stöber FDS4040/B Frequenzumrichters muss darauf geachtet werden, dass die Modellbezeichnung exakt übereinstimmt. Insbesondere das Suffix /B kennzeichnet den integrierten Bremschopper, der für Anwendungen mit hoher dynamischer Bremsleistung erforderlich ist.

Vor der Wiederinbetriebnahme des Ersatzgeräts ist die Übertragung des anwendungsspezifischen Parametersatzes erforderlich. Wurde beim Ursprungsgerät eine PAR 4000 Speicherkarte verwendet, kann diese direkt in das Ersatzgerät gesteckt werden, um die Parametrierung ohne Softwareverbindung zu übernehmen. Sofern ein Feldbusmodul (z. B. PDP 4000, CAN 4000 oder ECA 4000) vorhanden ist, sollte dieses ebenfalls auf die neue Einheit umgesetzt werden.

Fehlercodes und Stoercodes

Die folgenden Fehlercodes koennen waehrend Betrieb oder Diagnose angezeigt werden:

CodeNameBeschreibungMoegliche UrsacheEmpfohlene Massnahme
E01ÜberstromÜberstrom in der Wechselrichter-Endstufe erkannt.Kurzschluss am Motorausgang, Erdschluss, Beschleunigungszeit zu kurz, Motor falsch dimensioniert oder defekt.Motorkabel und Wicklungsisolation prüfen; Beschleunigungsrampe erhöhen; Motorlast überprüfen.
E02Überspannung ZwischenkreisZwischenkreisspannung überschreitet den maximalen Grenzwert.Verzögerungszeit zu kurz, zu hohe Rückspeiseenergie, Bremschopper oder Bremswiderstand nicht angeschlossen oder defekt.Verzögerungszeit erhöhen; Anschlüsse des Bremswiderstands und Bremschopper-Schaltkreis prüfen.
E03Unterspannung ZwischenkreisZwischenkreisspannung fällt unter den minimalen Betriebsgrenzwert.Netzausfall, vorübergehender Netzspannungseinbruch, Netzphase fehlt, Eingangssicherung ausgelöst.Netzzuleitungen, Sicherungen und Netzspannungswerte überprüfen.
E04Übertemperatur KühlkörperKühlkörpertemperatur des Umrichters hat den Grenzwert überschritten.Umgebungstemperatur zu hoch, Lüfterausfall, verschmutzte Kühlrippen, unzureichende Schaltschrankbelüftung.Kühlkörper reinigen, für ausreichende Kühlluftzufuhr sorgen, Schaltschranklüfter prüfen.
E05Übertemperatur MotorMotorthermistorkontakt/PTC hat ausgelöst oder thermisches Motormodell hat Grenzwert überschritten.Motor überlastet, mechanische Blockade, Motorlüfter defekt.Motor abkühlen lassen, Mechanik prüfen, PTC-Verdrahtung und Kühlung kontrollieren.
E06I2t MotorüberlastungBerechnetes Motorlastintegral überschreitet die zulässige thermische Grenze.Dauerhafter Motorbetrieb oberhalb des Nennmoments.Mechanische Last reduzieren oder Antriebsauslegung überprüfen.
E07I2t UmrichterüberlastungThermisches Belastungslimit des Umrichters überschritten.Hoher Dauerstrom bei niedrigen Motordrehzahlen oder hoher Schaltfrequenz.Schaltfrequenz reduzieren oder Lastzyklus verringern.
E08ErdschlussErdschlussstrom an einer Ausgangsphase erkannt.Erdschluss in den Motorleitungen, Isolationsdurchschlag in der Motorwicklung.Motorkabel und Statorwicklungen mit einem Isolationsmessgerät prüfen.
E09Bremschopper / Bremswiderstand FehlerÜberlastung des Bremstransistors oder Fehler im Bremswiderstandskreis.Widerstandswert des Bremswiderstands zu gering, Kurzschluss im Bremswiderstandskabel, Bremschopper beschädigt.Widerstandswert und Verkabelung prüfen. Bei internem Transistorkurzschluss muss das Gerät zur Reparatur eingesendet werden.
E10PhasenausfallAusfall einer Netzeingangsphase.Hauptsicherung ausgelöst, lose Leistungsklemme, instabiles Versorgungsnetz.Eingangsverdrahtung und Hauptsicherungen aller drei Eingangsphasen überprüfen.
E11EEPROM / ParameterfehlerPrüfsummenfehler beim Lesen der Parameterdaten aus dem internen EEPROM.Spannungsausfall während des Schreibvorgangs, EEPROM beschädigt oder fehlerhaft.Werkseinstellungen laden oder Parameter über POSITOOL neu übertragen. Bleibt der Fehler bestehen, liegt ein interner Speicherdefekt vor.
E12Hardwarefehler / Interner FehlerInterner Diagnosefehler auf der Leistungsplatine oder im Steuerkreis.Interner Bauteiledefekt, Mikroprozessorfehler, Beschädigung des Microcodes.Neustart durchführen. Tritt der Fehler erneut auf, ist das Gerät nicht vor Ort reparierbar und muss ausgetauscht werden.
E13Optionsmodul / FeldbusfehlerKommunikationsfehler oder Initialisierungsfehler mit einem Ansteckmodul.Optionskarte lose, falsche Busadresse, Buskabelfehler oder fehlender Abschlusswiderstand.Sitz der Optionskarte, Feldbusverkabelung, Masterkonfiguration und Abschlusswiderstände prüfen.
E14Geber- / RückführungsfehlerSignalfehler des Drehzahl- oder Positionsgebers.Geberkabel gebrochen, Steckverbinder lose, Fehler in der Geberversorgung, Geber defekt.Geberverdrahtung, Schirmung und Gebersignale überprüfen.
E15SchleppfehlerPositionsabweichung zwischen Soll- und Istposition überschreitet den Grenzwert.Mechanische Blockade, Reglerverstärkung zu gering, zu hohe Beschleunigungsanforderung.Mechanischen Antriebsstrang prüfen; Reglerparameter und Beschleunigungsprofile verifizieren.
E16Endschalter ausgelöstHardware-Positionsendleiter aktiviert.Achse hat den Software-Endschalter überfahren und den Hardware-Schalter betätigt.Achse im Handbetrieb wieder in den zulässigen Verfahrbereich zurückbewegen.
E17Not-Aus ausgelöstNot-Aus-Signal an digitalem Steuereingang offen.Not-Aus-Schaltkreis unterbrochen.Not-Aus-Kreis zurücksetzen und Quittierungssignal senden.
E18Sicherheitsrelais offen / STO aktivSicherheitskontakt (STC/STO-Schalter) geöffnet.Sicherheitskreis ausgelöst oder lose Verdrahtung am Sicherheitseingang.Integrität des Sicherheitskreises prüfen und Sicherheitskontakte schließen.

Haeufig gestellte Fragen

Welche Bedeutung hat das Suffix /B bei der Teilenummer FDS4040/B?

Das Suffix /B kennzeichnet die Ausstattung mit einem integrierten Bremschopper, der den direkten Anschluss eines externen Bremswiderstands für dynamische Bremsvorgänge ermöglicht.

Wie können die Parameter beim Austausch eines FDS4040/B Umrichters übertragen werden?

Die Parameter können entweder über die PC-Software POSITOOL eingelesen und auf den neuen Umrichter übertragen werden oder direkt durch Umstecken des optionalen PAR 4000 Parametermoduls ohne PC.

Welche Motortypen können mit dem POSIDRIVE FDS4040/B betrieben werden?

Durch die integrierte Vektorregelung eignet sich der Umrichter sowohl für standardmäßige dreiphasige Asynchronmotoren als auch für hochdynamische Synchron-Servomotoren.

Welche Feldbussysteme werden vom FDS4040/B unterstützt?

Über optionale Ansteckmodule werden PROFIBUS-DP (PDP 4000), CANopen (CAN 4000) und EtherCAT (ECA 4000) unterstützt.

Was ist zu tun, wenn ein intern auftretender Hardwarefehler wie E09, E11 oder E12 angezeigt wird?

Diese Fehlercodes weisen auf Defekte in Leistungshalbleitern, Speicherelementen oder Steuerkreisen hin. Solche Fehler sind nicht vor Ort reparierbar und erfordern die Instandsetzung oder den Austausch des Umrichters.

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