Lenze EVF9325-EV 13432619 9300 Vector Frequenzumrichter 5,5 kW

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Produktinformationen

Produktfamilie: 9300 Vector

Der Lenze EVF9325-EV mit der Sachnummer 13432619 ist ein kompakter Frequenzumrichter der Serie 9300 Vector zur präzisen Drehzahl- und Drehmomentregelung von Drehstrommotoren. Das Gerät ist für einen dreiphasigen Netzspannungsbereich von 320 V AC bis 528 V AC ausgelegt und liefert eine Bemessungsleistung von 5,5 kW. Bei einer Netzspannung von 400 V AC stellt der Umrichter einen Bemessungsstrom von 13 A bereit (11 A bei 480 V AC) und erlaubt einen maximalen Ausgangsstrom von 19,5 A. Das Gehäuse ist in Schutzart IP20 ausgeführt und für die Schaltschrankmontage vorgesehen. Das Leistungsteil arbeitet mit einer Taktfrequenz von 8 kHz und deckt einen Ausgangsfrequenzbereich von 0 Hz bis 480 Hz ab, wobei flexible Steuerverfahren wie sensorlose Vektorregelung, geführte U/f-Kennlinienregelung sowie Drehmomentregelung unterstützt werden.

Zur Einbindung in die Maschinensteuerung besitzt der EVF9325-EV sechs digitale 24-V-DC-Eingänge, zwei digitale Ausgänge, zwei bipolare Analogeingänge (-10 V bis +10 V oder 4–20 mA) und zwei Analogausgänge. Für die Vernetzung ist ein integrierter CAN-Systembus vorhanden, der Datenraten bis zu 500 kbit/s unterstützt. Ein modularer Automation Interface (AIF)-Steckplatz nimmt optionale Feldbusmodule wie PROFIBUS-DP (EMF2133IB / EMF2131IB) oder LECOM RS232/RS485 (EMF2102IB / EMF2111IB) sowie das Bedienmodul Keypad XT (EMZ9371BC) auf. Der Frequenzumrichter verfügt über einen internen, nichtflüchtigen EEPROM-Speicher für bis zu vier vollständige Parametersätze. Die Inbetriebnahme oder der Austausch eines Ersatzgeräts erfordert das Einspielen des anwendungsspezifischen Parametersatzes über die Software Lenze Global Drive Control (GDC) oder das Keypad XT. ABC Industrial Parts unterstützt Sie bei der Beschaffung passender Ersatzeinheiten und der Parameterübertragung zur schnellen Wiederinbetriebnahme.

Zur Betriebszustands- und Fehlerdiagnose befinden sich an der Gerätefront drei LEDs: Eine grüne LED signalisiert den betriebsbereiten Zustand mit freigegebenen Leistungsimpulsen, eine gelbe LED zeigt eine aktive Impulssperre oder Warnung an, und eine rote LED weist auf einen aktiven TRIP-Fehlerzustand hin. Ergänzend steht ein störungsmeldendes TRIP-Relais am Steuerklemmstrip X1 zur Auswertung in der übergeordneten Steuerung bereit. Tritt ein Fehler wie Überstrom, Überspannung im Zwischenkreis oder eine Übertemperatur auf, wird dieser im internen Fehlerspeicher auf den Plätzen C0161 bis C0164 protokolliert. Bei internen Speicherfehlern wie EER kann ein Zurücksetzen auf die Werkseinstellungen über Parameter C0002 = 1 mit anschließender Neuprogrammierung versucht werden. Liegt ein irreparabler Hardwaredefekt an den internen Platinen vor, bietet ABC Industrial Parts geprüfte Tauscheinheiten und Reparaturlösungen zur Minimierung von Stillstandszeiten.

Technische Daten

HerstellerLenze
Sachnummer13432619
Modell/TypEVF9325-EV
Produktfamilie9300 Vector
KomponententypFrequenzumrichter
Bemessungsleistung5,5 kW
Versorgungsspannungsbereich320 - 528 V AC (3-phasig)
Bemessungsstrom (400V)13 A
Ausgangsstrom (480V)11 A
Maximaler Ausgangsstrom19,5 A
SteuerverfahrenSensorlose Vektorregelung / U/f-Kennlinie / Drehmomentregelung
Ausgangsfrequenz0 - 480 Hz
Schaltfrequenz8 kHz
SchutzartIP20
Digitale Eingänge6 (24 V DC)
Digitale Ausgänge2
Analoge Eingänge2 (-10 V bis +10 V / 4-20 mA)
Analoge Ausgänge2
Systembus-ProtokollCAN / CANopen (bis zu 500 kbit/s)

Programmierung und Konfiguration

Die Parametrierung des Lenze EVF9325-EV erfolgt wahlweise über das steckbare Bedienterminal Keypad XT (EMZ9371BC) oder über die PC-Software Lenze Global Drive Control (GDC). Der Frequenzumrichter speichert sämtliche Betriebsparameter in einem internen, nichtflüchtigen EEPROM-Speicher. Es können bis zu vier voneinander unabhängige Parametersätze hinterlegt werden, was die Umschaltung zwischen verschiedenen Maschinenrezepturen oder Betriebszuständen ohne externen Programmieraufwand ermöglicht.

Für die Inbetriebnahme oder den Gerätetausch lässt sich eine bestehende Konfiguration mit der Software GDC auslesen und direkt auf ein Ersatzgerät übertragen. Bei gravierenden Parameterfehlern oder nach einem EEPROM-Fehler (Fehlercode EER) erlaubt der Parameter C0002 = 1 das Zurücksetzen des Geräts auf die Werkseinstellungen, woraufhin die anwendungsspezifischen Parameter neu eingespielt werden müssen.

Kommunikation und Systemintegration

Der Frequenzumrichter EVF9325-EV verfügt über eine integrierte CAN-Systembusschnittstelle direkt an den Steuerklemmen. Dieser Systembus basiert auf CANopen und arbeitet mit Übertragungsraten von bis zu 500 kbit/s. Er ermöglicht die Verknüpfung mehrerer Antriebsachsen für koordinierte Bewegungsabläufe sowie den direkten Datenaustausch zwischen Lenze-Antrieben ohne übergeordneten Master.

Zusätzlich ist das Gerät mit einem modularen Automation Interface (AIF)-Steckplatz ausgestattet. Über steckbare AIF-Module lässt sich der Umrichter flexibel in übergeordnete Feldbusnetzwerke integrieren. Unterstützt werden unter anderem PROFIBUS-DP-Baugruppen (EMF2133IB / EMF2131IB), LECOM-Schnittstellen für RS232/RS485 (EMF2102IB / EMF2111IB) sowie INTERBUS-Module. Dadurch ist eine einfache Einbindung sowohl in modernisierte als auch in bestehende Anlagenarchitekturen gewährleistet.

Diagnose und Statusanzeige

Zur direkten Statusüberwachung an der Schaltschrankfront verfügt der Lenze EVF9325-EV über drei Diagnose-LEDs. Die grüne LED signalisiert den normalen Betriebszustand bei freigegebener Reglersperre und aktiven Leistungsimpulsen. Die gelbe LED zeigt eine aktive Impulssperre oder eine anstehende Warnung an. Die rote LED weist auf eine TRIP-Störung hin, bei der die Endstufe des Umrichters sofort gesperrt wird.

Zur detaillierten Fehlerdiagnose steht ein interner Fehlerspeicher zur Verfügung. Über das Keypad XT oder die Software GDC können die Fehlerhistorienparameter C0161 bis C0164 ausgelesen werden, um die Ursache vergangener Störungen zu analysieren. Zusätzlich kann ein Störungsrelais am Klemmstrip X1 ausgewertet werden, um TRIP-Fehler direkt an die übergeordnete Steuerung zu melden.

Status-LED-Anzeigen

LEDFarbe/StatusBedeutung
Rote LED (TRIP)Rot - Dauerlicht / BlinkendFehlerzustand aktiv. Der Umrichterausgang ist gesperrt (TRIP-Zustand). Blinken signalisiert spezifische Fehlerbedingungen oder Warnzustände.
Grüne LED (Ready)Grün - DauerlichtGerät ist mit Spannung versorgt und betriebsbereit (Reglerfreigabe). Normaler Betriebsmodus mit aktiver Impulsfreigabe.
Gelbe LED (IMP / Warning)Gelb - DauerlichtImpulssperre aktiv / Warnung steht an. Die Leistungsendstufe ist gesperrt.

Austausch und Ersatzteile

Beim Austausch eines defekten Lenze EVF9325-EV Frequenzumrichters muss sichergestellt werden, dass das Ersatzgerät mit dem vorhandenen Leistungsteil und der Steuerung kompatibel ist. Neben der Sachnummer 13432619 und der Typenbezeichnung EVF9325-EV ist insbesondere auf das installierte Automation Interface (AIF)-Modul zu achten. Vor dem Ausbau sollten vorhandene Kommunikationsmodule wie PROFIBUS-DP (EMF2133IB / EMF2131IB) oder LECOM (EMF2102IB / EMF2111IB) vorsichtig ausgesteckt und auf das Ersatzgerät übertragen werden.

Da der Frequenzumrichter die Anwendungsparameter in einem internen EEPROM speichert, ist ein direkter Gerätetausch ohne vorherige Parameterübertragung nicht funktionsfähig. Sofern das Altgerät noch ansprechbar ist, kann der Parametersatz mit der Software Lenze Global Drive Control (GDC) gesichert und auf den neuen Umrichter aufgespielt werden. Alternativ lässt sich die Konfiguration über das Bedienterminal Keypad XT (EMZ9371BC) kopieren.

Sollte die Parameterauslesung aufgrund eines Elektronikdefekts vor Ort nicht mehr möglich sein, besteht die Möglichkeit einer Parameterextraktion von der beschädigten Platine im Rahmen einer Fachreparatur. Nach dem physikalischen Einbau und dem Einspielen des Parametersatzes sollten die Netzspannungsversorgung an den Phasen L1, L2, L3 sowie die korrekte Adressierung auf dem CAN-Systembus oder dem AIF-Modul überprüft werden.

Fehlercodes und Stoercodes

Die folgenden Fehlercodes koennen waehrend Betrieb oder Diagnose angezeigt werden:

CodeNameBeschreibungMoegliche UrsacheEmpfohlene Massnahme
OHÜbertemperatur KühlkörperDie Temperatur des Kühlkörpers hat den zulässigen Grenzwert überschritten.Kühlventilator defekt, Kühlrippen verschmutzt, Umgebungstemperatur zu hoch oder dauerhafte Überlastung.Kühlkörper reinigen, Schaltschrankbelüftung prüfen, Lüfterfunktion kontrollieren, Last oder Umgebungstemperatur reduzieren.
OH4Übertemperatur Motor (PTC)Der an den Klemmen angeschlossene Motorthermistorsensor (PTC/TK) hat angesprochen.Motor überlastet, Fremdlüfter ausgefallen, Sensor defekt oder Kabelverbindung lose.Motor abkühlen lassen, Motorlast und Lüftung prüfen, PTC-Verdrahtung an den Steuerklemmen kontrollieren.
OH7Übertemperatur GeräteinnenraumDie Innentemperatur des Umrichtergehäuses hat den Sicherheitswert überschritten.Schaltschrankkühlung unzureichend oder interner Lüfter defekt.Schaltschrankbelüftung verbessern und internen Lüfter prüfen.
OC1Überstrom - Kurzschluss / BeschleunigungMomentaner Spitzenstromgrenzwert während der Motorbeschleunigung überschritten.Kurzschluss oder Erdschluss im Motorkabel, Beschleunigungsrampe zu kurz, Motor falsch dimensioniert oder blockiert.Motorkabel und Isolationswiderstand prüfen, Beschleunigungszeit (C0012) erhöhen, Mechanik auf Blockierung untersuchen.
OC2Überstrom - VerzögerungMomentaner Spitzenstromgrenzwert während der Verzögerung überschritten.Verzögerungszeit zu kurz eingestellt oder Kurzschluss am Motorausgang.Verzögerungszeit (C0013) verlängern, gegebenenfalls Bremsresistor installieren.
OC5Überstrom - I2t-MotorlastKontinuierliche Überlastung des Motors durch I2t-Überwachung festgestellt.Motor wird dauerhaft überlastet oder läuft bei niedriger Drehzahl mit zu hoher Last.Motorstrom mit Bemessungswert vergleichen, Mechanik prüfen, Einstellungen für I2t-Überwachung (C0075) anpassen.
OUÜberspannung ZwischenkreisDie DC-Zwischenkreisspannung hat den oberen Grenzwert überschritten (> 770 V DC).Zu hohe Generatorenergie beim Abbremsen ohne Bremswiderstand, Verzögerungsrampe zu kurz, Netzspannungspitze.Verzögerungszeit verlängern, externes Bremsmodul/Bremswiderstand anschließen, Netzspannung überprüfen.
LUUnterspannung ZwischenkreisDie DC-Zwischenkreisspannung hat den Mindestwert unterschritten (< 400 V DC).Netzausfall, Netzspannung zu niedrig, Phasenausfall oder Ladeschaltung defekt.Netzspannung prüfen, Netzversorgungsleitungen und Sicherungen kontrollieren.
LP1NetzphasenausfallEine Phase der dreiphasigen AC-Eingangsversorgung fehlt.Eingangssicherung durchgebrannt, Leistungskabel lose oder ungleiche Netzphasen.Eingangsspannung an allen drei Phasen (L1, L2, L3) sowie Eingangssicherungen prüfen.
EEREEPROM-SpeicherfehlerPrüfsummenfehler im internen EEPROM oder beschädigter Parameterspeicher.Spannungsausfall während des Speichervorgangs oder interner EEPROM-Hardwarefehler.Werkseinstellungen laden (C0002 = 1) und Parameter neu einspielen. Bei dauerhaftem Fehler liegt ein Hardwaredefekt vor.
CE0CAN-Kommunikationsfehler / ZeitüberschreitungKommunikationsstörung oder Time-Out auf dem internen Systembus (CAN).CAN-Kabel getrennt, falsche Baudrate, fehlende Abschlusswiderstände oder Störungen im Netz.CAN-Bus-Verdrahtung, Schirmung, 120-Ohm-Abschlusswiderstände und Knotenadresse prüfen.
AIF-EAIF-KommunikationsfehlerKommunikationsfehler zwischen der Umrichterregelkarte und dem Automation Interface (AIF)-Modul.Feldbusmodul nicht korrekt eingesteckt, Moduldefekt oder Unterbrechung des Feldbuskabels.Steckverbindung des AIF-Moduls prüfen, Feldbus-Master und Netzwerkkabel untersuchen.
NMAXMaximaldrehzahl überschrittenIst-Drehzahl des Motors hat die maximal zulässige Grenze überschritten (C0011 + Toleranz).Ziehende Last, falsche Einstellung des Drehzahlreglers oder Fehler bei der Drehzahlrückführung.Mechanische Last untersuchen, Drehzahlreglereinstellungen und Geberrückführung prüfen.
H10Kühlkörperventilator-FehlerStromaufnahme oder Drehzahlüberwachung des internen Kühlgebläses fehlerhaft.Lüfter blockiert, getrennt oder defekt.Lüfter auf Verschmutzungen oder mechanische Blockaden prüfen; Lüfterbaugruppe austauschen.

Haeufig gestellte Fragen

Wie wird der Frequenzumrichter Lenze EVF9325-EV parametriervorbereitet?

Die Parametrierung erfolgt entweder über das aufsteckbare Bedienterminal Keypad XT (EMZ9371BC) oder über die PC-Software Lenze Global Drive Control (GDC). Der Umrichter speichert bis zu vier Parametersätze im internen EEPROM.

Welche Feldbusschnittstellen werden vom EVF9325-EV unterstützt?

Neben dem integrierten CAN-Systembus (CANopen) an den Steuerklemmen verfügt das Gerät über einen AIF-Steckplatz für optionale Module wie PROFIBUS-DP (EMF2133IB / EMF2131IB), LECOM RS232/RS485 (EMF2102IB / EMF2111IB) und INTERBUS.

Was bedeutet der Fehlercode EER und wie lässt er sich beheben?

Der Fehlercode EER weist auf einen Prüfsummenfehler oder korrumpierte Daten im internen EEPROM hin. Zur Behebung können über Parameter C0002 = 1 die Werkseinstellungen geladen und die Anwendungsparameter anschließend neu eingespielt werden. Besteht der Fehler weiterhin, liegt ein Hardwaredefekt vor.

Was zeigt die rote LED (TRIP) am Frequenzumrichter an?

Die rote LED signalisiert einen aktiven TRIP-Fehlerzustand, bei dem die Reglerimpulse gesperrt und der Leistungsausgang abgeschaltet werden. Die genaue Ursache kann im Fehlerspeicher (Parameter C0161 bis C0164) über das Keypad XT oder GDC ausgelesen werden.

Ist der Lenze EVF9325-EV direkt ohne Konfiguration als Ersatzteil einsetzbar?

Nein, vor dem Betrieb muss der anwendungsspezifische Parametersatz auf das Ersatzgerät geladen werden. Zudem muss das optionale AIF-Kommunikationsmodul vom bisherigen Gerät übernommen oder neu gesteckt werden.

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Gehen Sie mit unseren Garantiebedingungen auf Nummer sicher

Industrieanlagen sollten vorzugsweise stets in Betrieb bleiben, unabhängig von den Umständen. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, dass Sie sich auf hochwertige Produkte und/oder nachhaltige Reparaturen verlassen können. Mit unseren Garantiebedingungen können Sie sich auf Sicherheit verlassen, unabhängig davon, ob Sie sich für neue, gebrauchte oder reparierte Produkte entscheiden.

Datensicherung und -wiederherstellung

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