Lenze 13432636 EVF9326-EV 9300 Vector Frequenzumrichter
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Produktinformationen
Der Lenze 13432636 EVF9326-EV ist ein Frequenzumrichter aus der Serie Lenze 9300 Vector mit einer Bemessungsleistung von 15 kW. Der Umrichter ist für den Betrieb an dreiphasigen Speisenetzen mit nominal 400 V AC bis 480 V AC (Zulässiger Spannungsbereich 320 bis 528 V AC) ausgelegt und liefert einen Dauerausgangsstrom von 32 A bei 400 V bzw. 27 A bei 480 V in Gehäuseschutzart IP20. Das Gerät regelt Drehstrom-Asynchronmotoren im Ausgangsfrequenzbereich von 0 bis 480 Hz wahlweise über feldorientierte Vektorregelung oder programmierbare U/f-Kennliniensteuerung und eignet sich für anspruchsvolle Anwendungen in der Fördertechnik, Prozessautomatisierung sowie bei mehrachsigen Maschinenkonzepten.
Für die Einbindung in moderne Steuerungstopologien verfügt der EVF9326-EV über einen integrierten CANopen-Systembus mit Übertragungsraten bis 500 kbit/s sowie einen an der Frontseite zugänglichen Automation Interface Slot (AIF). Dieser Steckplatz nimmt optionale Kommunikationsmodule wie PROFIBUS-DP (EMF2133IB), DeviceNet (EMF2173IB) oder INTERBUS (EMF2113IB) sowie das Bedienteil XT Keypad (EMF2102IB) auf. Die Inbetriebnahmesoftware Lenze Global Drive Control (GDC) ab Version 4.x/5.x ermöglicht die Konfiguration des Geräts. Da der Umrichter bis zu vier unabhängige Parametersätze im internen nichtflüchtigen Speicher ablegen kann, erfordert die Inbetriebnahme eines Ersatzgeräts das Übertragen der gerätespezifischen Konfiguration per Bedienteil oder Software. ABC Industrial Parts unterstützt bei der Bereitstellung geprüfter Ersatzgeräte und der Parametersicherung.
Zur Diagnose des Betriebszustands stehen an der Gerätefront Status-LEDs für Betriebsbereitschaft und Störungen sowie interne Diagnosecodes zur Verfügung. Über Code C0059 lässt sich der aktuelle TRIP-Fehlerstatus auslesen, während Code C0168 den Historienpuffer bereitstellt. Tritt eine Abschaltung durch Fehler wie Überstrom (OC1), Speicherausfall (EER) oder interne Hardwaredefekte (H05) auf, verbleibt der Umrichter zum Schutz der Leistungselektronik im Sperrzustand. Sofern interne Platinenschäden oder Bauteiledefekte vorliegen, ist eine Reparatur vor Ort nicht möglich; ein geprüfter Austauschumrichter von ABC Industrial Parts oder eine Instandsetzung stellt in diesen Fällen den schnellsten Weg zurück in den Produktionsbetrieb dar.
Technische Daten
| Hersteller | Lenze |
| Teilenummer | 13432636 |
| Modell / Typ | EVF9326-EV |
| Produktfamilie | 9300 Vector |
| Komponententyp | Frequenzumrichter |
| Bemessungsleistung | 15 kW |
| Einspeisespannungsbereich | 320 - 528 V AC |
| Nenneinspeisespannung | 400 / 480 V AC (3-phasig) |
| Dauer-Ausgangsstrom (400V) | 32 A |
| Dauer-Ausgangsstrom (480V) | 27 A |
| Ausgangsfrequenzbereich | 0 - 480 Hz |
| Taktfrequenz | 8 kHz |
| Digitaleingänge | 4 |
| Digitalausgänge | 2 |
| Analogeingänge | 2 |
| Analogausgänge | 2 |
| Integrierter Feldbus | CANbus / CANopen (500 kbit/s) |
| Erweiterungssteckplatz | Automation Interface Slot (AIF) |
| Schutzart | IP20 |
Programmierung und Konfiguration
Die Programmierung und Paramentrierung des Lenze EVF9326-EV erfolgt vorzugsweise mit der Software Lenze Global Drive Control (GDC) ab Version 4.x oder Version 5.x. Alternativ kann die Konfiguration direkt an der Gerätefront über das aufsteckbare XT Keypad Modul (EMF2102IB) vorgenommen werden. Über das Bedienteil lassen sich sämtliche Codes direkt anwählen und Werte anpassen.
Der Frequenzumrichter ist mit einem nichtflüchtigen internen Speicher ausgestattet, der bis zu vier voneinander unabhängige Parametersätze sichern kann. Dies ermöglicht das schnelle Umschalten zwischen verschiedenen Betriebsprofilen oder das Sichern eines bewährten Parametersatzes direkt auf dem Gerät. Bei einem Gerätewechsel kann die komplette Konfiguration mittels GDC-Software oder über den Speicher des XT Keypads auf den neuen Umrichter ausgelesen und eingespielt werden.
Zusätzlich verfügt der EVF9326-EV über integrierte Funktionsblöcke, die erweiterte Steuerungsaufgaben direkt im Antrieb ausführen. Dazu gehören speicherprogrammierbare Logikfunktionen, ein interner PID-Prozessregler, konfigurierbare Beschleunigungs- und Verzögerungsrampen sowie die Steuerung des integrierten Bremschoppers.
Kommunikation und Systemintegration
Der EVF9326-EV ist standardmäßig mit einem bordseitigen CANopen-Systembus ausgestattet. Schnittstellengeschwindigkeiten von bis zu 500 kbit/s erlauben die schnelle Querverbindung mehrerer Antriebe, die synchrone Abarbeitung von Verfahrprofilen und den Datenaustausch mit übergeordneten CAN-Master-Steuerungen.
Für den Anschluss an andere industrielle Kommunikationsnetze verfügt der Umrichter über einen Automation Interface Slot (AIF) an der Frontseite. Über diesen Steckplatz lassen sich optionale Feldbuskarten wie PROFIBUS-DP (EMF2133IB), DeviceNet (EMF2173IB) oder INTERBUS (EMF2113IB) nachrüsten. Ergänzend steht eine klassische Klemmenleiste zur Verfügung, die mit 4 digitalen Eingängen, 2 digitalen Ausgängen, 2 analogen Eingängen und 2 analogen Ausgängen die Einbindung lokaler Sensoren und Steuersignale ermöglicht.
Diagnose und Statusanzeige
Zur schnellen Fehlerdiagnose bietet der Lenze EVF9326-EV mehrere optische und softwareseitige Werkzeuge. An der Gerätefront signalisieren LEDs den aktuellen Zustand von Betriebsbereitschaft und Störungen. Detaillierte Fehlerursachen können über das Bedienteil XT Keypad oder die PC-Software Global Drive Control ausgelesen werden.
Im Umrichter ist der aktuellen Störungszustand im Code C0059 hinterlegt. Für die Ursachenanalyse nach unvorhergesehenen Anlagenstopps stellt der Historienpuffer unter Code C0168 die vergangenen TRIP-Fehlermeldungen chronologisch bereit. Die GDC-Software bietet zudem ein Diagnosefenster sowie integrierte Oszilloskop-Funktionen zur Erfassung dynamischer Vorgänge.
Status-LED-Anzeigen
| LED | Farbe/Status | Bedeutung |
|---|---|---|
| Ready | Grün - Dauerhaft | Frequenzumrichter betriebsbereit |
| Ready | Grün - Blinkend | Reglersperre aktiv oder Betrieb unterdrückt |
| Fault | Rot - Dauerhaft oder blinkend | TRIP oder Störungsmeldung aktiv |
Austausch und Ersatzteile
Beim Austausch eines defekten Frequenzumrichters Lenze 13432636 (EVF9326-EV) muss sichergestellt werden, dass das Ersatzgerät bezüglich Leistung (15 kW) und Spannungsebene (400/480 V) exakt dem Altgerät entspricht. Weiterhin sollten vorhandene Optionskarten wie PROFIBUS-DP oder DeviceNet aus dem AIF-Steckplatz des bisherigen Umrichters in das Ersatzgerät umgesteckt werden.
Ein Ersatzgerät kann nach dem physischen Einbau nicht ohne Parameterübertragung in Betrieb genommen werden. Vor dem Start müssen die anwendungsspezifischen Parameter eingespielt werden. Dies geschieht entweder durch Umstecken des XT Keypads mit gespeichertem Parametersatz oder durch das Aufspielen einer Sicherungsdatei mittels der Software Lenze Global Drive Control.
Treffen Fehlercodes wie EER oder H05 auf, deutet dies auf fehlerhafte Speicherbausteine oder interne Platinendefekte hin. In solchen Fällen ist eine Feldraratur nicht möglich. Der Einsatz eines geprüften Tauschgeräts oder eine fachgerechte Reparatur bildet die zuverlässigste Lösung zur Wiederherstellung der Anlagenausfallsicherheit.
Fehlercodes und Stoercodes
Die folgenden Fehlercodes koennen waehrend Betrieb oder Diagnose angezeigt werden:
| Code | Name | Beschreibung | Moegliche Ursache | Empfohlene Massnahme |
|---|---|---|---|---|
| OC1 | Kurzschluss / Erdschluss | Kurzschluss oder Erdschluss an den Leistungsausgangsklemmen oder im Motor. | Kurzschluss in Motorleitung oder Motor; Erdschluss; zu steile Beschleunigungsrampe. | Motor und Verkabelung auf Kurzschluss und Isolationsfehler prüfen; Beschleunigungszeit erhöhen; Endstufe prüfen. Bleibt der Fehler ohne angeschlossenen Motor bestehen, ist die interne Endstufe defekt und erfordert eine Reparatur oder den Gerätetausch. |
| OC2 | Erdschluss Motorleitung | Erdschluss auf den Motorphasenleitungen erkannt. | Isolationsfehler im Motorkabel oder im Motor; zu hohe kapazitive Umladeströme bei zu langen Motorkabeln. | Motorisolationswiderstand mit Isolationsmessgerät prüfen; Verkabelung kontrollieren; maximale Leitungslängen einhalten. |
| OC5 | Überstrom während der Beschleunigung | Ausgangsstrom hat während der Beschleunigungsphase den internen Schwellenwert überschritten. | Beschleunigungszeit zu kurz; Motor mechanisch blockiert oder überlastet; falsche Motorparameter eingestellt. | Beschleunigungsrampe verlängern; Mechanik auf Blockierung prüfen; Motordaten im Parametersatz mit Typenschild abgleichen. |
| OU | Überspannung Zwischenkreis | Die Zwischenkreisspannung hat den oberen Grenzwert überschritten. | Zu hohe generatorische Bremsenergie des Motors; Verzögerungsrampe zu steil; Bremsresistor oder Bremschopper fehlt oder defekt. | Verzögerungszeit verlängern; externen Bremswiderstand prüfen oder nachrüsten; Einspeisespannung kontrollieren. |
| LU | Unterspannung Zwischenkreis | Zwischenkreisspannung ist unter den Mindestwert gefallen. | Netzeinspeisespannung zu niedrig; Phasenausfall in der Netzzuleitung; Netzspannungsausfall. | Netzspannung an allen Phasen messen; Eingangsicherungen und Netzschütze überprüfen. |
| OH | Kühlkörper-Übertemperatur | Die Temperatur des Kühlkörpers hat den zulässigen Höchstwert überschritten. | Unzureichende Schaltschrankbelüftung; verschmutzte Kühlrippen; Lüfterausfall; Umgebungstemperatur zu hoch. | Kühlrippen reinigen; Funktion des Lüfters prüfen; Schaltschrankbelüftung und Umgebungstemperatur kontrollieren. |
| OH4 | Motortemperaturfehler | Motortemperatursensor hat angesprochen oder PTC-Kreis an Klemmen T1/T2 ist geöffnet. | Thermische Überlastung des Motors; PTC-Fühler ausgelöst; Unterbrechung in der PTC-Verkabelung. | Motor abkühlen lassen; Kühlung und mechanische Belastung des Motors prüfen; Verkabelung des Temperatursensors kontrollieren. |
| OH7 | Umrichter-Innentemperatur zu hoch | Temperatur im Umrichtergehäuse liegt über dem zulässigen Grenzwert. | Zu hohe Temperatur im Schaltschrank; Ausfall des internen Geräteventilators. | Luftzirkulation im Schaltschrank verbessern; defekten internen Lüfter austauschen. |
| CE0 | Kommunikationsfehler AIF-Schnittstelle | Kommunikationsstörung oder Modulfehler an der gesteckten AIF-Kommunikationskarte. | Modul nicht korrekt eingerastet; Feldbuskarte defekt; Netzwerk-Time-out. | Festen Sitz des AIF-Moduls im Steckplatz prüfen; Feldbusverkabelung und Abschlusswiderstände kontrollieren; Kommunikationsmodul austauschen. |
| CE1 | CAN-Systembus Kommunikationsfehler (CAN-IN1) | Zeitüberschreitung oder Ausfall der Kommunikation auf dem bordeigenen CAN-Systembus. | Unterbrechung im Buskabel; fehlende Abschlusswiderstände; falsche Baudraten-Einstellung; Master-Steuerung offline. | CAN-Bus-Kabel auf Durchgang, Schirmung und 120-Ohm-Abschlusswiderstände an beiden Enden prüfen; Baudrate kontrollieren. |
| EER | EEPROM-Speicherfehler | Checksummenfehler im internen EEPROM beim Speichern oder beim Einschalten. | Interner Hardwaredefekt; Datenkorruption durch Spannungsunterbrechung während eines Speichervorgangs. | Rücksetzen auf Werkseinstellungen über Code C0002 durchführen. Bleibt der Fehler bestehen, liegt ein Hardwaredefekt des EEPROM vor — Gerät muss repariert oder ausgetauscht werden. |
| H05 | Interner Hardwarefehler | Überwachungsfehler der internen Mikrocontroller- oder Leistungskarten-Elektronik. | Defekt an elektronischen Bauteilen auf Platine ebene. | Netzspannung aus- und wiedereinschalten. Tritt der Fehler erneut auf, liegt ein interner Platinendefekt vor; das Gerät muss repariert oder ersetzt werden. |
| LP1 | Motorphasenausfall | Ausfall einer oder mehrerer Phasen an den Ausgangsklemmen erkannt. | Unterbrechung im Motorkabel; Motorschütz geöffnet; sehr kleiner Motor im Vergleich zur Umrichterleistung angeschlossen. | Motorleitung und Phasenanschlüsse prüfen; Funktion des Ausgangsschützes kontrollieren. |
| NMAX | Drehzahlgrenzwert überschritten | Die Ist-Drehzahl hat den programmierten maximalen Drehzahlgrenzwert überschritten. | Fehlerhafte Geberrückführung oder ziehende mechanische Last. | Maximaldrehzahl im Code C0011 prüfen; Lastdynamik und Funktion der Haltebremse kontrollieren. |
Haeufig gestellte Fragen
Welche Software wird zur Konfiguration des Lenze EVF9326-EV benötigt?
Für die Parametrierung und Diagnose wird die Software Lenze Global Drive Control (GDC) ab Version 4.x oder Version 5.x verwendet. Alternativ ist die Konfiguration direkt am Gerät über das XT Keypad Modul (EMF2102IB) möglich.
Wie werden die Parameter auf ein Ersatzgerät übertragen?
Die Konfiguration kann über die Software Lenze Global Drive Control aus dem Altgerät ausgelesen und auf den neuen Umrichter übertragen werden. Wurden die Parameter zuvor auf dem XT Keypad (EMF2102IB) gespeichert, lässt sich der Parametersatz direkt über das Bedienteil auf den neuen Umrichter aufspielen.
Welche Feldbusse unterstützt der Lenze EVF9326-EV?
Der Umrichter besitzt serienmäßig einen CANopen-Systembus (bis 500 kbit/s). Über den Automation Interface Slot (AIF) können zusätzlich Kommunikationsmodule für PROFIBUS-DP (EMF2133IB), DeviceNet (EMF2173IB) oder INTERBUS (EMF2113IB) genutzt werden.
Was bedeutet die Fehlermeldung EER am Frequenzumrichter?
Der Fehler EER signalisiert einen Prüfsummenfehler im internen EEPROM-Speicher. Lässt sich die Störung nicht durch das Laden der Werkseinstellungen (Code C002) beheben, liegt ein interner Speicher- oder Platinendefekt vor, der einen Austausch oder eine Reparatur erfordert.
Kann ein Temperatursensor des Motors an den Umrichter angeschlossen werden?
Ja, der EVF9326-EV verfügt über die Klemmen T1/T2 zum Anschluss von Motortemperatursensoren oder PTC-Kaltleitern. Bei einer Übertemperatur löst der Umrichter den Fehler OH4 aus.
Profitieren Sie von unserer Umtauschformel
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Gehen Sie mit unseren Garantiebedingungen auf Nummer sicher
Industrieanlagen sollten vorzugsweise stets in Betrieb bleiben, unabhängig von den Umständen. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, dass Sie sich auf hochwertige Produkte und/oder nachhaltige Reparaturen verlassen können. Mit unseren Garantiebedingungen können Sie sich auf Sicherheit verlassen, unabhängig davon, ob Sie sich für neue, gebrauchte oder reparierte Produkte entscheiden.
Datensicherung und -wiederherstellung
Haben Sie aufgrund eines Defekts wertvolle Parameter oder Daten verloren, während die Unterstützung durch den Hersteller eingestellt wurde? Bei ABC Industrial Parts unterstützen wir Sie bei der Sicherung dieser Daten, sowohl bei gängigen als auch bei spezifischen Produkten.
Spezifische Firmware- und Hardware-Versionen
Wenn Sie mit spezifischen Hardware- oder Firmware-Versionen arbeiten, die vom Hersteller nicht mehr angeboten werden, ist ABC Industrial Parts Ihr kompetenter Ansprechpartner. Geben Sie bei Ihrer Anfrage deutlich an, welche Versionen Sie benötigen. Wir prüfen dann die Möglichkeiten, diese Versionen zu liefern, damit Ihre Anlagen weiterhin optimale Leistungen erbringen.
Haftungsausschluss:
Wir sind kein autorisierter Vertriebspartner von Lenze.
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