Lenze 13058557 EMF2102IBCV001 CANopen Kommunikationsmodul

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Produktinformationen

Produktfamilie: 2100 Function Modules

Das Lenze EMF2102IBCV001 (Teilenummer 13058557) ist ein steckbares Kommunikationsmodul aus der Serie der 2100 Funktionsmodule, das für den Einsatz in Lenze 8200 Vector Frequenzumrichtern und Lenze 9300 Servo-Umrichtern entwickelt wurde. Das Funktionsmodul ermöglicht eine zuverlässige Anbindung an den Lenze Systembus auf CAN-Basis sowie an standardisierte CANopen-Netzwerke. Die Stromversorgung erfolgt direkt intern über den Modulsteckplatz des Antriebsreglers, sodass keine externe Hilfsenergie erforderlich ist. Der physische Netzwerkanschluss wird über eine steckbare Schraubklemmleiste an der Frontseite hergestellt.

Für die Einbindung in das Feldbusnetzwerk bietet das Modul einstellbare Übertragungsraten von 10 kbps bis 500 kbps und unterstützt Buslängen von bis zu 1000 Metern bei der niedrigsten Baudrate. Die Einstellung der Knotenadresse im Bereich von 1 bis 63 sowie der Baudrate erfolgt direkt über gut zugängliche DIP-Schalter an der Frontseite des Moduls oder alternativ über die Software Lenze Global Drive Control (GDC) und Lenze L-force Engineer. Beim Austausch einer Baugruppe im Servicefall müssen lediglich die DIP-Schalterstellungen des Altgeräts auf das Ersatzmodul übertragen und die Parameter aus der Steuerung eingespielt werden, um das System wieder in Betrieb zu nehmen. ABC Industrial Parts unterstützt bei der Bereitstellung geprüfter Ersatzmodule für diese abgekündigte Baugruppe.

Zur Fehlerdiagnose und Zustandsüberwachung verfügt das Modul an der Frontseite über zwei Status-LEDs: CAN-RUN zur Anzeige des Betriebsstatus und CAN-ERR zur Signalisierung von Kommunikationsstörungen oder einem Bus-Off-Zustand. Zusätzlich meldet der Umrichter spezifische Diagnosecodes von CE0 bis CE4 im Fehlerregister, mit denen Kommunikationsunterbrechungen, PDO-Timeouts oder das Erreichen von Warngrenzen direkt lokalisiert werden können. Sollte ein Kommunikationsfehler auftreten, sind zunächst die Verpolung, die Schirmung der CAN-Leitung sowie die korrekte Busterminierung mit 120-Ohm-Widerständen an beiden Leitungsenden zu prüfen. Bei internen Hardwaredefekten oder anhaltenden Fehlermeldungen bietet ABC Industrial Parts passende Reparatur- und Austauschoptionen zur schnellen Wiederherstellung der Anlagenverfügbarkeit.

Technische Daten

HerstellerLenze
Teilenummer13058557
Modell/TypEMF2102IBCV001
Produktfamilie2100 Function Modules
KomponententypKommunikationsmodul
BussystemCAN / CANopen (Lenze System Bus)
Minimale Baudrate10 kbps
Maximale Baudrate500 kbps
Maximale Buslänge1000 m
Knotenadressbereich1 - 63
SpannungsversorgungIntern über Schnittstelle des Umrichters
AnschlusstypSteckbare Schraubklemmleiste
Lebenszyklus-StatusAbgekündigt

Programmierung und Konfiguration

Die Projektierung und Konfiguration des Lenze EMF2102IBCV001 erfolgt wahlweise hardwareseitig oder softwaregeführt. Über die integrierten DIP-Schalter an der Frontseite lassen sich die Knotenadresse im Bereich von 1 bis 63 sowie die gewünschte Baudrate schnell und ohne Spezialwerkzeug einstellen. Diese Hardwarekonfiguration ermöglicht einen raschen Austausch von Geräten in der Feld-Ebene, da die Einstellungen der DIP-Schalter 1:1 auf ein Austauschmodul übertragen werden können.

Für erweiterte Parametrierungen und die Einbindung in komplexe Steuerungsumgebungen kommen die Softwaretools Lenze Global Drive Control (GDC) oder Lenze L-force Engineer zum Einsatz. Über diese Ingenieurwerkzeuge können Prozessdatenobjekte (PDOs), Überwachungszeiten und erweiterte Busparameter flexibel an die Anforderungen der jeweiligen Antriebsaufgabe angepasst werden.

Kommunikation und Systemintegration

Das Kommunikationsmodul EMF2102IBCV001 nutzt das CAN-Protokoll und stellt die Verbindung zum Lenze Systembus sowie zu CANopen-Netzwerken her. Es unterstützt flexible Übertragungsraten zwischen 10 kbps und 500 kbps, wodurch je nach gewählter Baudrate Distanzen von bis zu 1000 Metern realisiert werden können. Der Anschluss an das Feldbusnetzwerk erfolgt über eine steckbare Schraubklemmleiste.

Das Modul eignet sich für die drehzahl- und winkelsynchrone Kopplung mehrerer Antriebsachsen sowie für die dezentrale Steuerung in Automatisierungsanlagen. Es wird in Verpackungsmaschinen, in der Förder- und Materialflusstechnik, in der Textilherstellung sowie in Montagelinien der Automobilindustrie eingesetzt, um Antriebsumrichter der Serien 8200 Vector und 9300 Servo in übergeordnete Steuerungskonzepte einzubinden.

Diagnose und Statusanzeige

Eine schnelle Diagnose des Betriebszustands ist über die zwei Front-LEDs CAN-RUN und CAN-ERR möglich. Die grüne CAN-RUN-LED zeigt durch Blinken den Pre-Operational-Status und durch Dauerlicht den betriebsbereiten Operational-Status an. Die rote CAN-ERR-LED signalisiert Warnungen, Guarding-Ereignisse oder einen kritischen Bus-Off-Zustand.

Darüber hinaus generiert das Trägergerät detaillierte Fehlercodes im Bereich CE0 bis CE4, die über das XT-Keypad oder die GDC-Diagnosemonitore ausgelesen werden können. Diese ermöglichen eine präzise Identifikation von Ursachen wie fehlenden Telegrammen, Leitungsunterbrechungen oder Konfigurationsfehlern.

Status-LED-Anzeigen

LEDFarbe/StatusBedeutung
CAN-RUNGrün - Blinkend / Dauerhaft EIN / AUSBlinkend = Pre-Operational Status; Dauerhaft EIN = Operational Status; AUS = Initialisierung oder keine Stromversorgung.
CAN-ERRRot - Einfaches Blinken / Doppeltes Blinken / Dauerhaft EINEinfaches Blinken = Warngrenze erreicht; Doppeltes Blinken = Guarding/Heartbeat-Ereignis; Dauerhaft EIN = Bus-Off-Zustand oder Hardware-/Konfigurationsfehler.

Austausch und Ersatzteile

Da das Modul EMF2102IBCV001 herstellerseitig abgekündigt ist, erfordert der Ersatz im laufenden Betrieb eine genaue Übernahme der Konfiguration. Beim Gerätetausch ist darauf zu achten, dass die DIP-Schalter für Knotenadresse und Baudrate exakt mit der Einstellung des ausgetauschten Moduls übereinstimmen. Zudem sollte die Busterminierung an beiden Enden des Systembusses mit jeweils einem 120-Ohm-Abschlusswiderstand kontrolliert werden.

Nach dem Einstecken des Moduls in den Funktionsmodul-Steckplatz des Umrichters wird das Modul automatisch über das Grundgerät mit Spannung versorgt. Falls gerätespezifische Parameter in der Software verändert wurden, sollten diese vorab gesichert und nach dem Tausch auf den Umrichter übertragen werden, um eine nahtlose Wiederaufnahme der Produktion zu gewährleisten.

Fehlercodes und Stoercodes

Die folgenden Fehlercodes koennen waehrend Betrieb oder Diagnose angezeigt werden:

CodeNameBeschreibungMoegliche UrsacheEmpfohlene Massnahme
CE0CAN Communication Error / Bus OffKommunikationsfehler auf dem Lenze Systembus CAN; Modul ist in den Bus-Off-Zustand gewechselt oder eine Zeitüberschreitung ist aufgetreten.Fehlerhaftes oder getrenntes CAN-Kabel, fehlerhafte Busabschaltung (fehlender 120-Ohm-Widerstand), falsche Baudrateneinstellung, starke elektromagnetische Störungen.CAN-Verkabelung und Schirmung prüfen; 120-Ohm-Abschlusswiderstände an beiden Busenden überprüfen; Knotenadresse und Baudrate an den DIP-Schaltern kontrollieren.
CE1CAN Process Data Object 1 Timeout (PDO1)Erwartete Prozessdaten von RxPDO1 wurden nicht innerhalb der konfigurierten Überwachungszeit empfangen.Master-System hat das Senden von PDOs eingestellt, Netzwerküberlastung, fehlende Telegramme.Status des CAN-Masters, Zykluszeit und PDO-Mapping prüfen; Kabelverbindung überprüfen.
CE2CAN Process Data Object 2 Timeout (PDO2)Zeitüberschreitung des Prozessdatentelegramms RxPDO2.CAN-Master hat PDO-Übertragung unterbrochen oder die Überwachungszeit ist zu kurz eingestellt.Status der CAN-Master-Anwendung überprüfen und Überwachungszeit-Parameter anpassen.
CE3CAN Process Data Object 3 Timeout (PDO3)Zeitüberschreitung des Prozessdatentelegramms RxPDO3.Ausfall des CAN-Masters oder Unterbrechung der Buskommunikation.Busaustausch, Leitungsintegrität und Ausführung des Master-Steuerungsprogramms prüfen.
CE4CAN Bus Warning Limit ReachedFehlerzähler des CAN-Controllers hat aufgrund von Übertragungswiederholungen die Warnschwelle überschritten.Lose Signalverbindungen, fehlender Abschlusswiderstand, gestörte Umgebung.Anschlussklemmen der CAN-Verkabelung prüfen, Busschirmung und Erdungsverbindung kontrollieren.

Haeufig gestellte Fragen

Mit welchen Umrichtern ist das Kommunikationsmodul Lenze EMF2102IBCV001 kompatibel?

Das Modul ist für den Einsatz mit Lenze 8200 Vector Frequenzumrichtern und Lenze 9300 Servo-Umrichtern konzipiert.

Wie werden Knotenadresse und Baudrate am Modul eingestellt?

Die Einstellungen für die Knotenadresse (1 bis 63) und die Baudrate (10 kbps bis 500 kbps) können direkt über die DIP-Schalter an der Frontseite des Moduls oder per Software vorgenommen werden.

Welche Software wird für die Konfiguration und Diagnose benötigt?

Für die Softwareparametrierung und erweiterte Diagnose können die Tools Lenze Global Drive Control (GDC) oder Lenze L-force Engineer verwendet werden.

Benötigt das EMF2102IBCV001 eine externe Spannungsversorgung?

Nein, das Modul wird direkt intern über den Modulsteckplatz des Lenze Umrichters mit Strom versorgt.

Was bedeutet der Fehlercode CE0 am Umrichter?

Der Code CE0 weist auf einen CAN-Kommunikationsfehler oder einen Bus-Off-Zustand hin. Typische Ursachen sind Kabelunterbrechungen, fehlende 120-Ohm-Abschlusswiderstände oder abweichende DIP-Schalter-Einstellungen.

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