Lenze EMF2175IB DeviceNet Kommunikationsmodul

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Produktinformationen

Das Lenze EMF2175IB ist ein DeviceNet-Kommunikationsmodul aus der Produktfamilie der Systembus- und Feldbusmodule, das speziell für den Einsatz mit Frequenzumrichtern der Serie Lenze 8200 vector sowie Servoverstärkern der Serie Lenze 9300 entwickelt wurde. Als ODVA-konformes DeviceNet-Slave-Modul ermöglicht die Baugruppe eine direkte Anbindung der Antriebe an übergeordnete SPS-Steuerungen und Feldbusnetzwerke. Das Modul wird direkt in den internen Funktionsmodul-Steckplatz (FIF) des jeweiligen Antriebs eingesetzt und erfordert eine Versorgungsspannung von 24 V DC. Der physische Anschluss an die Busleitung erfolgt über einen abziehbaren 5-poligen Schraubklemmblock.

Für die Inbetriebnahme eines Ersatzmoduls bietet das Lenze EMF2175IB flexible Konfigurationsmöglichkeiten direkt an der Hardware oder über Softwaretools. Die Einstellung der DeviceNet-MAC-ID im Adressbereich von 0 bis 63 sowie der Baudrate (125 kbit/s, 250 kbit/s oder 500 kbit/s) kann schnell über integrierte DIP-Schalter vorgenommen werden. Alternativ lassen sich die Feldbusparameter auch digital über die Anwendersoftware Lenze Global Drive Control (GDC) oder das Bedienterminal EMZ2101 / XT Keypad einrichten. Beim Austausch einer defekten Baugruppe müssen die Adressschalter des Ersatzgeräts exakt mit dem Original abgeglichen oder die Parameter im Antrieb neu eingestellt werden. Bei der Vorbereitung passender Ersatzbaugruppen und der Übertragung der notwendigen Parameter unterstützt ABC Industrial Parts Instandhalter mit geprüfter Hardware.

Zur Überwachung des Betriebszustands und zur Fehlersuche verfügt die Frontplatte des Moduls über zwei zweifarbige LEDs für den Modulstatus (MS) und den Netzwerkstatus (NS). Ergänzend stehen in den Host-Antrieben spezifische Diagnoseparameter wie die Codes C0150 und C0151 sowie eine Diagnoseansicht in der Software Global Drive Control zur Verfügung. Tritt eine Störung der internen Kommunikation zum Umrichter auf, sollte zunächst der feste Sitz des Moduls im FIF-Steckplatz geprüft werden. Bei externen Leitungsunterbrechungen oder Bus-Off-Zuständen sind die Verkabelung, die Schirmung und die 120-Ohm-Abschlusswiderstände zu kontrollieren. Wenn Hardwarefehler auf Platinenebene vorliegen, sorgt ein ausgetestetes Ersatzmodul von ABC Industrial Parts für eine rasche Wiederherstellung des Anlagenbetriebs.

Technische Daten

HerstellerLenze
TeilenummerEMF2175IB
ModelltypDeviceNet Communication Module
KomponentenartKommunikationsmodul
Versorgungsspannung24 V DC
BussystemDeviceNet
Übertragungsrate125, 250, 500 kbit/s
Knotenadressbereich0 - 63
ProtokollprofilODVA DeviceNet Slave
Feldbusschnittstelle5-poliger abziehbarer Schraubklemmblock
AntriebsschnittstelleInterner Funktionsmodul-Steckplatz (FIF)

Programmierung und Konfiguration

Die Konfiguration des Lenze EMF2175IB erfolgt wahlweise direkt über die integrierten Hardware-DIP-Schalter oder über die Softwareumgebung von Lenze. Über die DIP-Schalter lassen sich die Adressierung im DeviceNet-Netzwerk (MAC-ID von 0 bis 63) sowie die Übertragungsgeschwindigkeit auf 125, 250 oder 500 kbit/s ohne Zusatzwerkzeug einstellen. Diese manuelle Einstellmöglichkeit verkürzt die Inbetriebnahme und erleichtert den direkten Austausch vor Ort.

Für erweiterte Parametrierungen und die Diagnose steht die Software Lenze Global Drive Control (GDC) zur Verfügung. Zudem kann das Handbediengerät EMZ2101 / XT Keypad genutzt werden, um Parameterwerte direkt am Antrieb einzusehen und anzupassen. Durch den Zugriff auf die antriebsseitigen Parametercodes wird eine vollständige Integration des Kommunikationsmoduls in das bestehende Steuerungskonzept gewährleistet.

Kommunikation und Systemintegration

Das Kommunikationsmodul Lenze EMF2175IB stellt eine ODVA-zertifizierte DeviceNet-Slave-Schnittstelle zur Verfügung, die eine Echtzeit-Anbindung von Lenze-Antrieben an industrielle Feldbusse ermöglicht. Der Anschluss an den DeviceNet-Stammbus erfolgt über einen robusten 5-poligen Steckverbinder mit Schraubklemmanschluss, was eine sichere Verdrahtung und einen schnellen Baugruppenwechsel erlaubt.

Das Modul fügt sich nahtlos in die internen Funktionsmodul-Steckplätze (FIF) der Lenze 8200 vector Frequenzumrichter und 9300 Servoverstärker ein. Über den Feldbus können Netzwerk-Master Sollwerte vorgeben, Steuerbefehle senden und Istwerte sowie Diagnosedaten des Antriebs kontinuierlich auslesen. Die Übertragungsraten von bis zu 500 kbit/s gewährleisten eine zuverlässige Datenkommunikation in automatisierungstechnischen Anlagen.

Diagnose und Statusanzeige

Das Lenze EMF2175IB bietet umfassende Diagnosemöglichkeiten zur schnellen Analyse von Betriebs- und Netzwerkmeldungen. An der Frontseite befinden sich zweifarbige LED-Anzeigen (Grün/Rot) für den Modulstatus (MS) und den Netzwerkstatus (NS), die durch Dauerlicht, Blinken oder Ausschalten den aktuellen Zustand des Moduls und der Busverbindung anzeigen.

Zusätzlich stehen in der Software Global Drive Control sowie auf dem XT Keypad dedizierte Diagnoseansichten bereit. Über die antriebsseitigen Parametercodes C0150 und C0151 lassen sich detaillierte Informationen über den Kommunikationsstatus und aufgetretene Feldbusfehler direkt am Umrichter oder Servoverstärker auslesen.

Status-LED-Anzeigen

LEDFarbe/StatusBedeutung
Module Status (MS)Grün/Rot - Dauerlicht / Blinkend / AusZeigt den internen Modulstatus und die Betriebsbereitschaft an
Network Status (NS)Grün/Rot - Dauerlicht / Blinkend / AusZeigt den DeviceNet-Kommunikationsstatus und den Verbindungszustand an

Austausch und Ersatzteile

Beim Austausch eines Lenze EMF2175IB Moduls muss darauf geachtet werden, dass die Hardware-Einstellungen der neuen Baugruppe exakt mit der ausgetauschten Einheit übereinstimmen. Vor dem Einbau sollten die DIP-Schalter für die MAC-ID (Node-Adresse 0 bis 63) und die Baudrate (125, 250 oder 500 kbit/s) entsprechend der bestehenden Netzwerkkonfiguration eingestellt werden.

Das Modul wird im spannungslosen Zustand in den internen Funktionsmodul-Steckplatz (FIF) des Frequenzumrichters Lenze 8200 vector oder Servoverstärkers Lenze 9300 eingesetzt. Es ist auf eine korrekte Verriegelung des Steckverbinders zu achten, um interne Kommunikationsfehler (wie Fehlercode CE3) zu vermeiden.

Nach dem Wiedereinschalten der 24-V-DC-Versorgung sollte die Diagnose über die Front-LEDs (MS und NS) sowie über die Antriebsparameter C0150/C0151 geprüft werden. Wenn die Busverbindung erfolgreich hergestellt wurde und der Master das Gerät erkennt, nimmt das Ersatzmodul den Betrieb ohne erneute Softwareprogrammierung auf.

Fehlercodes und Stoercodes

Die folgenden Fehlercodes koennen waehrend Betrieb oder Diagnose angezeigt werden:

CodeNameBeschreibungMoegliche UrsacheEmpfohlene Massnahme
CE0Kommunikationsfehler 0 / Feldbus-TimeoutUnterbrechung der Kommunikation zwischen DeviceNet-Master und dem Modul EMF2175IB oder Überschreiten des Timeouts.Buskabel getrennt, DeviceNet-Master gestoppt, falsche Baudrate, lose Verdrahtung.DeviceNet-Verkabelung, Abschlusswiderstände, Status des Netzwerk-Masters und Baudraten-Einstellung prüfen.
CE1Kommunikationsfehler 1 / Bus OffDeviceNet-Controller ging aufgrund übermäßiger Übertragungsfehler auf dem physischen CAN-Layer in den Bus-Off-Zustand.Defekte Busleitung, fehlerhafte Schirmung, fehlende Abschlusswiderstände, Störeinflüsse.Netzwerkverkabelung, Schirmung und die 120-Ohm-Abschlusswiderstände an den physikalischen Leitungsenden prüfen.
CE3Interner KommunikationsfehlerFehler bei der internen Kommunikation zwischen dem Host-Antrieb und dem Funktionsmodul EMF2175IB.Modul nicht korrekt im FIF-Steckplatz des Antriebs gesteckt, Inkompatibilität der Hardware-Revision oder defekte interne Kommunikationsplatine.Spannung ausschalten und das Modul im FIF-Steckplatz neu ansetzen. Bleibt der Fehler bestehen, Modul EMF2175IB austauschen oder Host-Antrieb prüfen. Bei Hardwaredefekt ist ein Austausch des Moduls erforderlich.

Haeufig gestellte Fragen

Welche Umrichter und Antriebe sind mit dem Lenze EMF2175IB kompatibel?

Das Modul EMF2175IB ist für den direkten Einbau in den internen Funktionsmodul-Steckplatz (FIF) der Frequenzumrichter Lenze 8200 vector sowie der Servoverstärker Lenze 9300 ausgelegt.

Wie werden die Node-Adresse und die Baudrate am Modul eingestellt?

Die Einstellung der MAC-ID (Knotenadresse 0 bis 63) und der Übertragungsgeschwindigkeit (125, 250 oder 500 kbit/s) kann direkt über die integrierten Hardware-DIP-Schalter am Modul vorgenommen werden. Alternativ ist eine Konfiguration über die Software Lenze Global Drive Control (GDC) oder das Bedienterminal EMZ2101 / XT Keypad möglich.

Welche Bedeutung hat der Fehlercode CE0 am Antrieb?

Der Fehlercode CE0 signalisiert eine Unterbrechung der Kommunikation zwischen dem DeviceNet-Master und dem Modul EMF2175IB bzw. ein Timeout. Mögliche Ursachen sind getrennte Buskabel, ein gestoppter Master oder abweichende Baudraten.

Was bedeutet der Fehlercode CE3 und wie wird er behoben?

CE3 weist auf einen internen Kommunikationsfehler zwischen dem Host-Antrieb und dem Modul EMF2175IB hin. Nach dem Freischalten der Anlage sollte der Sitz des Moduls im FIF-Steckplatz überprüft werden. Tritt der Fehler weiterhin auf, liegt meist ein Hardwaredefekt der Baugruppe vor.

Benötigt das Lenze EMF2175IB Modul eine externe Stromversorgung?

Das Modul erfordert eine Versorgungsspannung von 24 V DC, die entweder intern über den Umrichter oder extern bereitgestellt wird.

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Wir sind kein autorisierter Vertriebspartner von Lenze.
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