Lenze 13018345 EVF8212-E – 8200 Vector Frequenzumrichter 1,5 kW
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Produktinformationen
Der Lenze 13018345 EVF8212-E ist ein kompakter Frequenzumrichter der Serie 8200 vector zur präzisen Drehzahl- und Drehmomentregelung von Dreiphasen-Asynchronmotoren in industriellen Anlagen. Der Umrichter liefert eine Bemessungsleistung von 1,5 kW bei einer dreiphasigen Netzspannung von 300 V AC bis 528 V AC (Nennspannung 3x 400 / 480 V AC) und stellt einen Ausgangsstrom von 3,9 A sowie einen maximalen Ausgangsstrom von 5,85 A mit einer Überlastfähigkeit von 150 % für 60 Sekunden bereit. Das Gerät im Schutzart-IP20-Schaltschrankgehäuse arbeitet wahlweise mit V/f-Kennliniensteuerung oder geberloser Vektorregelung im Ausgangsfrequenzbereich von 0 bis 480 Hz und verfügt über eine einstellbare Schaltfrequenz von 2 kHz bis 16 kHz bei einer Standardeinstellung von 8 kHz.
Für die Einbindung in moderne Steuerungstopologien verfügt der Frequenzumrichter EVF8212-E über Funktionssteckplätze zur Aufnahme modularer Feldbusschnittstellen wie PROFIBUS-DP (EMF2133IB), CANopen (EMF2173IB / EMF2178IB) oder LECOM (EMF2102IB). Die Inbetriebnahme und Konfiguration eines Ersatzgeräts erfolgt über die Bediensoftware Lenze Global Drive Control (GDC) oder direkt vor Ort mit dem aufsteckbaren Bedienmodul Keypad XT (EMZ8201BB). Der integrierte, nichtflüchtige EEPROM-Speicher sichert bis zu vier unabhängige Parametersätze direkt im Gerät. Damit ein Ersatzgerät ohne Verzögerung in Betrieb genommen werden kann, müssen die Parametersätze und gerätespezifischen Netzwerkeinstellungen vom bestehenden Gerät übertragen oder neu aufgespielt werden; ABC Industrial Parts unterstützt Techniker und Instandhalter bei der Aufbereitung und Übertragung dieser Konfigurationsdaten.
Zur Überwachung im laufenden Betrieb bieten zweifarbige LEDs (Rot / Grün) an der Gerätefront und den Feldbusmodulen eine direkte Statusanzeige bezüglich Betriebsbereitschaft, Aktivität und Fehlerzuständen. Detaillierte Diagnosen können über das Diagnosefenster der GDC-Software, das Display des Keypad XT oder durch Auslesen des Fehlerspeichers über den Parameter C0168 durchgeführt werden. Bei Auslösungen wie Überstrom (OC1 bis OC5), Überspannung (OU) oder Unterspannung (LU) sollten primär Rampenzeiten (C0012, C0013), Motordaten (C0087) und die Netzversorgung geprüft werden. Liegt hingegen ein interner Hardwaredefekt wie ein Speicherfehler (EE, EER) oder eine unzulässige Innentemperatur (OH7) vor, ist eine Reparatur auf Bauteilebene oder der Einsatz eines geprüften Austauschgeräts von ABC Industrial Parts der schnellste Weg zur Wiederherstellung der Anlageneffizienz.
Technische Daten
| Nennleistung | 1.5 kW |
| Versorgungsspannung | 3x 400 / 480 V AC |
| Versorgungsspannungsbereich | 320 - 528 V AC |
| Nennstrom | 3.9 A |
| Max. Ausgangsstrom | 5.85 A |
| Ausgangsspannung | 0 - U_mains V AC |
| Ausgangsfrequenzbereich | 0 - 480 Hz |
| Schaltfrequenz | 8 kHz |
| Regelungsverfahren | V/f-Kennlinie oder geberlose Vektorregelung |
| Schutzart | IP20 |
Programmierung und Konfiguration
Die Umrichter der Reihe Lenze 8200 vector bieten flexible Anpassungsmöglichkeiten an spezifische Antriebsaufgaben. Über die Software Lenze Global Drive Control (GDC) lassen sich sämtliche Funktionsparameter komfortabel am PC einstellen, sichern und auf andere Umrichter übertragen. Alternativ steht das handliche Bedienmodul Keypad XT (EMZ8201BB) zur Verfügung, das eine direkte Parametrierung und Diagnose vor Ort am Schaltschrank ermöglicht.
Im internen EEPROM-Speicher des EVF8212-E können bis zu vier vollständige Parametersätze abgelegt werden. Dies erlaubt das schnelle Umschalten zwischen verschiedenen Maschinenrezepten oder Betriebsmodi. Zentrale Parameter wie die Beschleunigungs- und Verzögerungszeiten (C0012, C0013), die Motorstromgrenze (C0087) oder die maximale Ausgangsfrequenz (C0011) gewährleisten eine genaue Abstimmung auf die mechanische Last.
Bei der Inbetriebnahme eines Ersatzgeräts kann über den Parameter C0002 ein Reset auf die Werkseinstellungen durchgeführt werden, bevor der gesicherte Parametersatz geladen wird. Dadurch wird sichergestellt, dass keine inkonsistenten Datenstrukturen oder alten Konfigurationen den Betrieb beeinträchtigen.
Kommunikation und Systemintegration
Die modulare Architektur des EVF8212-E ermöglicht eine nahtlose Einbindung in unterschiedliche industrielle Steuerungsnetzwerke. Über steckbare Kommunikationsmodule lässt sich der Frequenzumrichter an übergeordnete SPS-Systeme und Feldbusse anbinden, ohne dass die Grundeinheit ausgetauscht werden muss.
Als Schnittstellenoptionen stehen das PROFIBUS-DP-Modul (EMF2133IB), CANopen-Module (EMF2173IB / EMF2178IB) sowie das LECOM-Modul (EMF2102IB) für RS232/RS485-Verbindungen zur Auswahl. Über diese Module werden Sollwerte, Freigabesignale und Diagnosewerte in Echtzeit zwischen Leitebene und Antrieb ausgetauscht.
Für eine sichere Feldbuskommunikation muss die Ansprechüberwachung über Parameter wie die Watchdog-Zeit (C0125) korrekt eingestellt sein. Unterbrechungen der Busverbindung führen zu einer gezielten Störabschaltung, um unkontrollierte Anlagenzustände zu vermeiden.
Diagnose und Statusanzeige
Der Lenze EVF8212-E bietet umfassende Diagnosemöglichkeiten zur raschen Störungserkennung. An der Frontseite des Umrichters sowie auf den aufgesteckten Kommunikationsmodulen signalisieren zweifarbige LEDs (Rot / Grün) den aktuellen Betriebszustand, die Betriebsbereitschaft und anstehende Störungen.
Für eine detaillierte Ursachenanalyse speichert der Umrichter den Störungscode im Parameter C0168. Dieser Fehlerspeicher kann sowohl über das Display des Keypad XT als auch im Diagnosefenster der GDC-Software ausgelesen werden.
Status-LED-Anzeigen
| LED | Farbe/Status | Bedeutung |
|---|---|---|
| Front Panel / Module LEDs | Rot / Grün - Dauerhaft / Blinkend | Zeigt Wechselrichterbetrieb, Betriebsbereitschaft und Fehlerzustände an |
Austausch und Ersatzteile
Beim Austausch eines Frequenzumrichters der Serie Lenze 8200 vector ist auf die genaue Typenbezeichnung EVF8212-E und die Sachnummer 13018345 zu achten. Der Umrichter dient als direkter Ersatz für bestehende Installationen dieser Baureihe, um zeitaufwendige Umbaumaßnahmen an der Schaltschrankverdrahtung zu vermeiden.
Vor der Inbetriebnahme des Ersatzgeräts muss der spezifische Parametersatz des Altgeräts gesichert und auf das Neugerät übertragen werden. Dies gelingt über das Bedienmodul Keypad XT oder die Software Global Drive Control (GDC). Nach dem Einspielen sollte der Parameterdatensatz auf Vollständigkeit und Konsistency geprüft werden, um Störungen wie den Parameterdatenfehler P13 zu vermeiden.
Falls eine Modernisierung der Anlage geplant ist oder die Baureihe 8200 vector ersetzt werden soll, empfiehlt Lenze als Nachfolgeserie die Reihe Lenze i550 (Typ i55AE215F00010001S). Bei einer Migration ist jedoch zu beachten, dass Gehäuseabmessungen, Klemmenbelegungen und Kommunikationsprotokolle angepasst werden müssen.
Fehlercodes und Stoercodes
Die folgenden Fehlercodes koennen waehrend Betrieb oder Diagnose angezeigt werden:
| Code | Name | Beschreibung | Moegliche Ursache | Empfohlene Massnahme |
|---|---|---|---|---|
| OC1 | Kurzschluss | Kurzschluss an den Ausgangsklemmen des Wechselrichters oder in den Motorwicklungen | Kurzschluss im Motorkabel, Isolationsfehler in der Motorwicklung oder zu kurze Beschleunigungsrampe | Motorkabel auf Kurzschluss prüfen; Isolationswiderstand der Motorwicklung messen; Beschleunigungszeit verlängern |
| OC2 | Erdschluss | Erdschluss an einer der Ausgangsphasen festgestellt | Erdschluss im Motorkabel oder in der Motorwicklung, zu hohe Kabelkapazität gegen Erde | Isolationswiderstand von Motor und Kabel gegen Erde prüfen; Motorkabellänge reduzieren oder Ausgangsfilter einbauen |
| OC3 | Überlast bei Beschleunigung | Ausgangsstrombegrenzung während der Beschleunigungsphase überschritten | Beschleunigungszeit zu kurz gewählt, mechanische Überlastung oder Blockade des Antriebs | Beschleunigungszeit (C0012) erhöhen; mechanische Last auf Schwergängigkeit oder Blockaden prüfen |
| OC4 | I x t Motorüberlast | Rechnerische thermische Überlastgrenze des Motors erreicht | Dauerbetrieb des Motors bei hohem Strom und niedriger Drehzahl ohne Fremdlüfter, falsche Motordaten parametriert | Motorauslegung und mechanische Last prüfen; eingestellten Motorstrom (C0087) kontrollieren; Motor abkühlen lassen |
| OC5 | I x t Umrichterüberlast | Thermische Belastungsgrenze des Umrichters (I x t der Leistungsendstufe) erreicht | Dauerhafter Ausgangsstrom liegt über dem zulässigen Nennstrombereich | Antriebslast reduzieren; Beschleunigungs- und Verzögerungszeiten erhöhen; thermische Dimensionierung des Umrichters prüfen |
| OU | Überspannung Zwischenkreis | Spannung im DC-Zwischenkreis hat den oberen Grenzwert überschritten | Zu hohe Generatorenergie beim Abbremsen, Verzögerungsrampe zu kurz, Netzspannung zu hoch | Verzögerungszeit (C0013) erhöhen; Bremsresistor oder Bremschopper nachrüsten; Netzspannung überprüfen |
| LU | Unterspannung Zwischenkreis | DC-Zwischenkreisspannung hat die minimale Betriebsschwelle unterschritten | Netzspannungsausfall, Spannungseinbruch im Versorgungsnetz, ausgelöste Sicherung oder Schutzschalter | Netzeingangsspannung und Sicherungen prüfen; Leitungsverbindungen kontrollieren |
| OH | Kühlkörper-Übertemperatur | Kühlkörpertemperatur des Umrichters hat den maximalen Grenzwert überschritten | Unzureichende Belüftung des Schaltschranks, Lüfterausfall, Umgebungstemperatur zu hoch (>45°C/50°C), verschmutzte Kühlrippen | Kühlrippen reinigen; Schaltschranklüfter prüfen; Umgebungstemperatur im Schaltschrank kontrollieren |
| OH4 | Motor-Übertemperatur (PTC) | Eingang für den thermischen Motorsensor (PTC / Thermokontakt) wurde ausgelöst | Überhitzung des Motors durch Überlastung oder unzureichende Kühlung | Thermischen Zustand des Motors, mechanische Last und Fremdlüfter prüfen; PTC-Verkabelung kontrollieren |
| OH7 | Geräte-Innentemperatur | Innentemperatur im Umrichtergehäuse zu hoch | Schaltschranktemperatur zu hoch oder interne Luftzirkulation im Umrichter behindert | Schaltschrankkühlung verbessern; bei fortbestehendem Fehler liegt ein interner Defekt vor – Gerät zur Reparatur einsenden |
| NMAX | Drehzahlüberschreitung | Motordrehzahl hat die maximale zulässige Grenze überschritten | Falsche Rückführungs-Einstellung, ziehende Last treibt den Motor an, Überschwingen des Drehzahlreglers | Drehzahlreglereinstellung und Parameter für maximale Drehzahl (C0011) überprüfen |
| CE0 | Kommunikationsfehler (LECOM / Bus) | Zeitüberschreitung (Watchdog) oder Kommunikationsverlust an der Steuerungsschnittstelle | Kabeldefekt, getrenntes Buskabel, PC-Software offline oder SPS-Master ausgefallen | Kommunikationskabel, Busverbindungen und Baudrate prüfen; Watchdog-Zeit in Parameter C0125 kontrollieren |
| CE1 | Automationsmodul-Fehler | Kommunikationsstörung zwischen der Umrichterplatine und dem aufgesteckten Feldbusmodul | Feldbusmodul locker oder defekt, Fehler im Feldbusnetzwerk | Sitz und Steckverbindung des Feldbusmoduls prüfen; Status des Feldbuscontrollers kontrollieren |
| EE | EEPROM-Speicherfehler | Prüfsummen- oder Datenintegritätsfehler im internen EEPROM | Spannungsausfall während des Speicherns von Parametern, Hardware-Speicherdefekt | Werkseinstellungen laden (C0002 = 1) und Parametersatz neu einspielen; bleibt der Fehler bestehen, liegt ein Hardwaredefekt vor – Gerät zur Reparatur einsenden |
| EER | EEPROM Lese-/Schreibfehler | Lese- oder Schreibfehler im nichtflüchtigen Speicher | Hardwaredefekt des EEPROM-Bausteins | Interner Hardwarefehler – Gerät austauschen oder zur Reparatur einsenden |
| LP1 | Motorphasenausfall | Unterbrechung in einer oder mehreren Motorphasen am Ausgang erkannt | Getrennte Motorleitung, geöffneter Schütz auf der Ausgangsseite, Wicklungsunterbrechung | Ausgangsverkabelung und Motoranschlüsse prüfen; Funktion von Ausgangsschützen kontrollieren |
| P13 | Parameterdatenfehler | Inkonsistenter oder fehlerhafter Parametersatz geladen | Inkompatibler Parametersatz aus abweichender Software- oder Firmware-Version übertragen | Parameter auf Werkseinstellungen zurücksetzen (C0002) und Umrichter manuell oder mit GDC neu parametrieren |
Haeufig gestellte Fragen
Wie werden die Parameter des Lenze EVF8212-E auf ein Ersatzgerät übertragen?
Die Übertragung erfolgt wahlweise über das steckbare Bedienmodul Keypad XT (EMZ8201BB) oder mit der PC-Software Lenze Global Drive Control (GDC). Die Parameter werden aus dem internen EEPROM des Altgeräts ausgelesen und auf den neuen Umrichter aufgespielt.
Welche Kommunikationsmodule werden vom EVF8212-E unterstützt?
Der EVF8212-E unterstützt optionale Modulsteckplätze für PROFIBUS-DP (EMF2133IB), CANopen (EMF2173IB / EMF2178IB) und LECOM RS232/RS485 (EMF2102IB).
Was bedeutet der Fehlercode EE oder EER auf dem Display?
Diese Codes weisen auf einen Speicherfehler im internen EEPROM hin. Durch das Zurücksetzen auf Werkseinstellungen (Parameter C0002 = 1) und erneutes Einspielen der Parameter kann der Fehler behoben werden. Bleibt die Meldung bestehen, liegt ein Hardwaredefekt vor, der eine Reparatur oder den Austausch des Geräts erfordert.
Wie wird der Fehlerursachenverlauf beim EVF8212-E ausgelesen?
Der Fehlerspeicher ist im Parameter C0168 hinterlegt. Er kann direkt über das Display des Keypad XT oder über das Diagnosefenster der GDC-Software eingesehen werden.
Was ist bei einer Überlastmeldung (OC3, OC4, OC5) zu tun?
Bei Überlastmeldungen sollten die eingestellten Rampenzeiten (C0012/C0013), die Motorstromgrenze (C0087) sowie die mechanische Last geprüft werden. Zudem ist die thermische Kühlung des Umrichters und des Motors zu kontrollieren.
Gibt es eine Nachfolgeserie für den Lenze 8200 vector EVF8212-E?
Als Nachfolger empfiehlt Lenze die Umrichterserie i550 mit dem Modell i55AE215F00010001S. Bei einem Wechsel müssen Verdrahtung und Parameterstruktur an den neuen Standard angepasst werden.
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Gehen Sie mit unseren Garantiebedingungen auf Nummer sicher
Industrieanlagen sollten vorzugsweise stets in Betrieb bleiben, unabhängig von den Umständen. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, dass Sie sich auf hochwertige Produkte und/oder nachhaltige Reparaturen verlassen können. Mit unseren Garantiebedingungen können Sie sich auf Sicherheit verlassen, unabhängig davon, ob Sie sich für neue, gebrauchte oder reparierte Produkte entscheiden.
Datensicherung und -wiederherstellung
Haben Sie aufgrund eines Defekts wertvolle Parameter oder Daten verloren, während die Unterstützung durch den Hersteller eingestellt wurde? Bei ABC Industrial Parts unterstützen wir Sie bei der Sicherung dieser Daten, sowohl bei gängigen als auch bei spezifischen Produkten.
Spezifische Firmware- und Hardware-Versionen
Wenn Sie mit spezifischen Hardware- oder Firmware-Versionen arbeiten, die vom Hersteller nicht mehr angeboten werden, ist ABC Industrial Parts Ihr kompetenter Ansprechpartner. Geben Sie bei Ihrer Anfrage deutlich an, welche Versionen Sie benötigen. Wir prüfen dann die Möglichkeiten, diese Versionen zu liefern, damit Ihre Anlagen weiterhin optimale Leistungen erbringen.
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